In Barcelona probt ein Chirurg einen kardialen Reparatureingriff an einem Modell, das auf Basis der Scandaten des Patienten gedruckt wurde. Ein Kinderkrankenhaus in Nebraska fertigt eine patientenspezifische Schädel-Bohrschablone innerhalb weniger Tage statt mehrerer Wochen.
Je schneller Krankenhäuser, Labore und Unternehmen, die an solchen Anwendungen arbeiten, ihr Wissen austauschen, desto schneller verbessert sich die Qualität der Patientenversorgung. Genau diesen Austausch soll die von 3Dnatives veranstaltete ADDITIV Medical beschleunigen. Hier registrieren.
Bei ihrer inzwischen 9. Ausgabe bringt die ADDITIV Medical 2026 mehr als 500 Fachleute aus Krankenhäusern, Medizintechnikunternehmen und Unternehmen der additiven Fertigung aus aller Welt zusammen. Dazu zählen Chirurgen und 3D-Druck-Verantwortliche von UCSF, dem Hospital Clínic de Barcelona und Children’s Nebraska sowie Branchenvertreter wie Erez Ben-Zvi (Vice President Healthcare, Stratasys), Dan Crawford (Gründer und CSO, Axial3D) und Michael Librus (CEO und Gründer, Synergy3DMed).
Der kostenfreie Gipfel findet am Mittwoch, 21. Oktober 2026, von 10:00 bis 12:40 Uhr EDT (16:00 bis 18:40 Uhr CEST) statt. Das Programm umfasst drei Expertenrunden sowie Live-Fragerunden mit dem Publikum.
„Jedes Projekt zur medizinischen additiven Fertigung, über das wir berichten, führt zu einem Patienten zurück: zu einer schnelleren Diagnose, einem reibungsloseren Eingriff oder einem besseren Behandlungsergebnis“, erklärt Filippos Voulpiotis, Managing Director von 3Dnatives. „Genau deshalb lohnt es sich, diese Community zusammenzubringen. Mit der ADDITIV Medical wollen wir dazu beitragen, dass diese Arbeit eine größere Reichweite erzielt.“
Themen der Panels
Panel 1: Kann man KI beim Entwurf eines patientenspezifischen Modells vertrauen? (16:10 bis 16:55 Uhr CEST)
Wenn ein Software-Algorithmus den Entwurf eines patientenspezifischen Implantats oder anatomischen Modells übernimmt, wer trägt dann letztlich die Verantwortung für dessen Genauigkeit? Die Session befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen schneller Automatisierung und Patientensicherheit: von der Prüfung, ob eine KI Scan-Daten falsch interpretiert hat, bis hin zu der Frage, wo algorithmische Effizienz endet und menschliche Haftung beginnt.
Referenten:
Anish Ghodadra, Medizinischer Leiter des 3D-Druck-Programms, UPMC
Dan Crawford, Gründer und CSO von Axial3D
Moderation: David Adrover, Präsident von Addliance.
Panel 2: Wer bezahlt die Personalisierung? Die wirtschaftliche Realität des Return on Investment im 3D-Druck (17:00 bis 17:45 Uhr CEST)
Die klinischen Vorteile des patientenspezifischen medizinischen 3D-Drucks liegen auf der Hand, doch der Weg zu einer nachhaltigen Finanzierung ist weniger eindeutig. Das Panel geht der Frage nach, wer die Anfangsinvestitionen trägt, ob Krankenhäuser für personalisierte Schablonen eine Erstattung durch Versicherungen erhalten können und wie Einrichtungen einen reproduzierbaren Return on Investment erzielen können.
Referenten:
Michael Librus, CEO und Gründer, Synergy3DMed
Gabe Linke, Leiter 3D, Children’s Nebraska
Moderation: Clare Scott, Managing Editor von Today’s Medical Developments.
Panel 3: Wie 3D-gedruckte Schablonen und Modelle Überraschungen im Operationssaal verhindern (17:50 bis 18:35 Uhr CEST)
Auch sehr erfahrene Operationsteams sehen sich nach Beginn eines Eingriffs mit unerwarteten Faktoren konfrontiert. Die Diskussion beleuchtet, wie physische, patientenspezifische Modelle und Schablonen die präoperative Planung verändern – von Zeiteinsparungen im Operationssaal bis zu den weiterhin bestehenden Engpässen im Scan-to-Print-Prozess.
Referenten:
Shafkat Anwar, Leiter des Pediatric Heart Center 3D+ Program, University of California, San Francisco
Erez Ben-Zvi, Vice President Healthcare, Stratasys
Ferran Fillat Gomà, orthopädischer Chirurg und Experte für digitale 3D-Chirurgie, Hospital Clínic de Barcelona
Devid Zille, Leiter des Labors für medizinische 3D-Visualisierung und 3D-Druck, Tampa General Hospital
Moderation: Naomi Nathan, Leiterin des Geschäftsbereichs Healthcare bei Mobility Goes Additive.
Sponsoren und Partner
Die ADDITIV Medical 2026 wird von Protolabs, Stratasys Medical und Carbon unterstützt. Zu den Medienpartnern zählen Today’s Medical Developments, Mobility goes Additive, ASTM International, AMGTA, SPE, 3D Alliances, Wevolver, Metal AM Magazine, Manufacturing in Focus, Tooling and Production, IAM3DHUB, Manufacturing.net, Manufacturing Engineering and Technology sowie 3DPrint.com.
Registrierung
Die Teilnahme an der ADDITIV Medical 2026 ist kostenfrei. Registrieren Sie sich hier, um Ihren Platz zu sichern.
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