Top 5 Videos des Monats: Luxusschmuck und Weltraummissionen

Auch diesen sonnigen August stand die Welt des 3D-Drucks nicht still – wir sahen spannende Projekte im medizinischen Bereich, innovative Bauprojekte auf der gesamten Welt und vieles mehr. Neben diesen Stories wollen wir Ihnen aber natürlich unsere Top 5 Videos des Monats nicht vorenthalten – im August erreichten uns Neuigkeiten zu einer neuen SpaceX Mission voller 3D-Druck, dem neuesten Concept Car von Bentley, einer Pazifiküberquerung mit einem 3D-gedruckten Boot und viele weitere spannende Themen. Machen Sie es sich bequem und viel Spaß mit den folgenden Videos!

SpaceX Mission 33

Unser erstes Video umspannt viele verschiedene Unterprojekte mit einem Ziel – neue Technologien auf die ISS ins All zu bringen. Im Rahmen der SpaceX-33 Commercial Resupply Mission (CRS-33) untersuchen Wissenschaftler mehrere 3D‑Anwendungen unter Mikrogravitation. So testet die ESA mit dem „Metal 3D Printer“ die Fertigung von Metallbauteilen im All: Dabei werden kleine Würfel und Düsengehäuse gedruckt, um die Qualität von Teilen direkt im Orbit mit denen auf der Erde zu vergleichen. Parallel dazu ermöglicht das „InSPA‑Auxilium Bioprinter“-Experiment die Bioprinting‑Herstellung von implantierbaren medizinischen Geräten, etwa zur Förderung des Nervengewebewachstums – mit Potenzial für Anwendungen sowohl bei Astronauten als auch in der regenerativen Medizin auf der Erde. Zudem widmet sich das Experiment zur bioprinteten Lebergewebeentwicklung (MVP Cell‑07) der Frage, ob Mikrogravitation die Ausbildung vaskularisierter Gewebe verbessert, was einen bedeutenden Fortschritt in der Organforschung darstellen würde. Ein bedeutender Schritt für die weiterführende Forschung an 3D-gedrucktem Organgewebe!

Bentley EXP 15

Bentley Motors hat sein Concept Car EXP 15 vorgestellt, ein digitales Projekt, das sich sowohl der Design Philosophien traditioneller Bentley Modelle bedient, wie auch innovativen zukunftsgerichteten Technologien – wie etwa des 3D-Drucks. Das EXP 15 stellt eine Grundlage dar, die uns einen frühen Einblick auf das neue Bentley Elektroauto gibt, welches im Jahr 2026 erwartet wird. Eines der auffälligsten Elemente des EXP 15 ist der Einsatz der additiver Fertigung mit 3D-gedruckten Titanteilen im Innenraum. Diese sind sowohl leicht als auch strukturell definiert und werden mit Textilien aus 100 % Wolle kombiniert. Diese Kombination aus natürlichen Materialien und digital gefertigten Elementen unterstreicht Bentleys Engagement für Nachhaltigkeit und Handwerkskunst. Der Einsatz von 3D-Druck ermöglicht eine Reduzierung des Materialabfalls und bietet sowohl dem Verbraucher als auch dem Hersteller mehr Gestaltungsfreiheit. Im folgenden Video können Sie sowohl den Innenraum des digitalen Modells betrachten, als auch kurze Eindrücke des physischen Autos bewundern – ein echter Hingucker, mit zahlreichen 3D-gedruckten Bauteilen.

 

 

Kartesisch VS. Core XY, Delta & Polar

In unserem neuesten Versus Konzept stellten wir Ihnen bereits die Hauptunterschiede, Stärken und Schwächen der verschiedenen Motion Systeme vor, die in herkömmlichen FDM-Druckern verbaut sind. Als kleiner Reminder: Kartesisch heißt, dass die Achsen nach Koordinatensystem geordnet sind und unabhängig voneinander von einem eigenen Motor bewegt werden. Bei CoreXY-Druckern bewegt sich der Druckkopf in X- und Y-Richtung, das Druckbett nur in Z-Richtung. Bei Delta Druckern ist das Druckbett vollkommen starr, der Druckkopf wird stattdessen an drei Z-Achsen befestigt und von dort in alle Richtungen bewegt. Losgelöst vom kartesischen Raum sind Polar Motion Systems. Zwar bleibt die Z-Achse für die Richtungssteuerung nach oben und unten bestehen, allerdings finden wir bei der Polar-Ausführung eine rotierende Bauplatte und einen radialen Arm, der den Druckkopf positioniert. Der Druckkopf wird dabei vom Zentrum nach außen und zurück geführt, die Bewegungen werden also durch Radius und Winkel definiert. Die Systeme können auf den ersten Blick sehr kompliziert und überwältigend wirken, doch keine Angst – in unserem Video erklären wir alle Motion Systeme noch einmal anschaulich und in kurzer Zeit. 

 

 

Orbit Diamonds und Formlabs Technologie

Formlabs bietet eine umfassende 3D‑Drucklösung für Juweliere und Gießereien, die vom Design bis zur Produktion reicht und durch ihre SLA-Drucker besticht – all dies laut Hersteller in einer präzisen, benutzerfreundlichen Art und einer herausragenden Oberflächenqualität. Dank ihrer darauf abgestimmten Castable Resins wie Castable Wax, Castable Wax 40 und True Cast Resin können komplexe Schmuckstücke – von feinem Filigran bis zu massiveren Medaillons – schneller und kosteneffizienter gefertigt werden. Der digitale Workflow bringt klare Vorteile: er spart Zeit und Kosten, reduziert den Bedarf an aufwendigem Werkzeug oder manuellem Modellieren und ermöglicht Designfreiheit, die mit Wachs allein schwer erreichbar wäre. Dadurch können Juweliere individuelle Anproben und Reproduktionen in nur wenigen Stunden erstellen. Um die Technologie zu genauer vorzustellen, veröffentlichte Formlabs die Geschichte von Orbit Diamonds, ein Hersteller für Luxusschmuck, die ihre Produktionsprozesse mit Formlabs Form 4 und True Resin Casting erweitert haben. Wir wollen garnicht viel vorweg nehmen – das Video zeigt eindrucksvoll, wie der 3D-Druck in der Schmuckherstellung genutzt werden kann!

 

 

Maclean Brüder auf neuester Pazifiküberquerung

Ewan, Jamie und Lachlan Maclean nähern sich derzeit dem Ende ihrer 9.000 Meilen (ca. 14.500 km) langen Reise, bei der sie mit einem Boot aus Kohlefaser den Pazifik überqueren. Das Boot selbst ist mit mehr als 40 maßgeschneiderten 3D-Druck Bootsteilen ausgestattet, die mit einem Formlabs Form 4 Drucker hergestellt wurden. Ihr aktuelles Ziel ist es, einen Weltrekord für die schnellste unabhängige Pazifiküberquerung mit drei Mann aufzustellen und gleichzeitig 1 Million Pfund für Trinkwasserprojekte in Madagaskar zu sammeln. Die Emily Rose, die die Brüder nach ihrer Schwester benannten, wurde speziell mit Schwerpunkt auf additiver Fertigung konstruiert. In Zusammenarbeit mit der Ocean Rowing Company verwendete das Team für den Rumpf des Bootes Carbonfaser in Formel-1-Qualität. Die Macleans produzierten 3D-gedruckte Teile, darunter leistungsrelevante ergonomische Rudersitze, die anhand von 3D-Körperscans jedes Ruderers erstellt wurden. Darüber hinaus wurden auch Schlafplattformen und wetterfeste Halterungen für die Navigations- und Kommunikationssysteme des Bootes im 3D-Druckverfahren hergestellt. Das Video zeigt die beeindruckenden Abenteuer, auf denen sich die Brüder gerade befinden, also schauen Sie unbedingt hinein.

 

 

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*Titelbildverweis: Orbit Diamonds

Nele, H.:
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