Mastrex setzt auf erschwinglichere LPBF-Systeme für die additive Metallfertigung

Die additive Fertigung mit Metallen galt lange als teuer und setzte eine komplexe Infrastruktur voraus. Deshalb kam die Technologie bislang vor allem für große Industrieunternehmen infrage. Eine neue Generation von Herstellern möchte das ändern. Dazu gehört auch Mastrex, ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich im Markt für Laser-Pulverbettfusion (LPBF) als kostengünstigere Alternative positioniert.

Das Unternehmen baut auf langjähriger Expertise im Bereich Lasertechnologie auf, um leistungsstarke Metall-3D-Drucksysteme zu attraktiveren Preisen anzubieten. Mit der MX-Serie verfolgt Mastrex das Ziel, die Laser-Pulverbettfusion einem breiteren Markt zugänglich zu machen. Die Systeme sollen industrielle Präzision und hohe Leistung bieten und gleichzeitig die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Plattformen um schätzungsweise das Dreifache senken.

Der Markt im Wandel

Der Markteintritt von Mastrex kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die additive Fertigung insgesamt stark verändert. Der LPBF-Sektor entwickelt sich ähnlich wie frühere Technologien, beispielsweise das Fused Deposition Modeling (FDM) oder die Stereolithografie. Als diese Verfahren auf den Markt kamen, sorgten hohe Entwicklungskosten und große Investitionen zunächst für hohe Einstiegshürden.

Mit der Weiterentwicklung dieser Technologien kamen neue Hersteller auf den Markt, die kosteneffizientere Systeme anbieten konnten. Statt bei null anzufangen, bauten sie auf bestehenden technischen Entwicklungen auf. Genau diesem Ansatz folgt auch Mastrex. Das Unternehmen nutzt vorhandenes Know-how im Bereich Lasertechnologie und setzt gleichzeitig auf eine schlankere Kostenstruktur. So soll der Einstieg in den Metall-3D-Druck deutlich erschwinglicher werden.

Ein Portfolio mit kostengünstigeren Lösungen

Die MX-Serie setzt diese Philosophie direkt in die Praxis um. Das Portfolio reicht von kompakten Desktop-Systemen ab 39.000 US-Dollar bis hin zu größeren Plattformen für rund 185.000 US-Dollar. Hersteller, Forschungseinrichtungen und Maschinenbauunternehmen können so ein System wählen, das zu ihren Anforderungen und ihrem Budget passt.

Alle Systeme der MX-Serie sind als hybride Plattformen ausgelegt. Sie kombinieren vorkonfigurierte Material- und Software-Parameter mit offenen Einstellungsmöglichkeiten für Anwender:innen, die mehr Flexibilität benötigen. Die Maschinen unterstützen verschiedene Metalle, darunter Edelstahl, Titan, Aluminium, Kobalt-Chrom und Inconel. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Dentaltechnik und Forschung.

Im Zentrum des Portfolios steht der MX-300, das Flaggschiff der Serie im Bereich Laser-Pulverbettfusion. Das System wurde entwickelt, um Produktivität und Präzision miteinander zu verbinden. Die Maschine bietet ein Bauvolumen von 300 x 300 x 350 mm und arbeitet mit zwei 500-Watt-Lasern. Dadurch kann die Produktivität gesteigert werden, ohne bei der Detailgenauigkeit Abstriche zu machen.

Der MX-300 verfügt außerdem über einstellbare Laserstrahldurchmesser von 50 bis 120 Mikrometern. Anwender:innen können das System dadurch gezielt an die Anforderungen unterschiedlicher Bauteile anpassen. Mit Schichthöhen zwischen 20 und 120 Mikrometern sowie einer Baugeschwindigkeit von bis zu 70 cm³ pro Stunde eignet sich die Anlage sowohl für Prototyping als auch für die Serienfertigung.

Der MX-300 unterstützt Materialien wie Aluminium, Kobalt-Chrom, Kupfer, Edelstahl und Titan und ist damit für anspruchsvolle Anwendungen in verschiedenen Branchen geeignet. Mit einem Preis von 185.000 US-Dollar positioniert sich das System als Alternative zu industriellen LPBF-Anlagen mit vergleichbarer Leistung – allerdings zu deutlich geringeren Kosten.

Anwendungen und erste Einsatzbereiche

Die Systeme der MX-Serie werden bereits in verschiedenen Branchen eingesetzt, in denen hohe Leistungsfähigkeit und anspruchsvolle Materialeigenschaften gefragt sind. In der Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungssektor zählen Wärmetauscher, Impeller, Turbinenbauteile und Brennkammern zu den ersten Anwendungsbereichen. Besonders wichtig ist dabei die Verarbeitung von Hochleistungslegierungen wie Inconel.

Beispielbauteile aus der Mastrex MX-Serie: ein Wärmetauscher aus Aluminium (links) und eine Energieturbine aus Titan (rechts). Die Bauteile belegen die Einsatzmöglichkeiten des Systems in der Luft- und Raumfahrt sowie im industriellen Umfeld.

Über die Luft- und Raumfahrt hinaus kommen die Systeme auch in der Medizin- und Dentaltechnik zum Einsatz, etwa für chirurgische Instrumente oder Teilprothesen. Weitere Anwendungsfelder finden sich in der Halbleiter- und Elektronikindustrie, beispielsweise im Bereich Wärmemanagement oder bei fluidischen Bauteilen. Auch Forschungseinrichtungen und Hochschulen zählen zu den wichtigen Einsatzbereichen. Dort können LPBF-Systeme Experimente, die Entwicklung neuer Materialien und die Erforschung neuer Anwendungen unterstützen.

Beispielbauteile aus der Medizin- und Dentaltechnik, gefertigt mit der Mastrex MX-Serie.

Blick in die Zukunft

„Unser Ziel bei Mastrex ist es, der heutigen und kommenden Generation Zugang zu leistungsstarker und präziser additiver Metallfertigung zu ermöglichen, sodass völlig neue Designs und Anwendungen möglich werden. Indem wir diese Technologie zugänglicher machen, öffnen wir mehr Menschen die Tür zu technischer Innovation. Genau dieses Potenzial begeistert uns – für unsere Nutzer:innen, Partner:innen und alle, mit denen wir zusammenarbeiten.” — Ilay Fridland, Co-Founder, Mastrex

Mit der Weiterentwicklung der additiven Metallfertigung verändern sich auch die Bedingungen für den Einstieg in die Laser-Pulverbettfusion. Kostengünstigere Systeme machen es heute immer mehr Unternehmen und Organisationen möglich, die Technologie in ihre Prozesse zu integrieren.

Mastrex ist eines der Unternehmen, das diesen Wandel vorantreibt. Mit seinem Portfolio möchte das Unternehmen leistungsstarken Metall-3D-Druck für Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Medizin, Dentaltechnik, Halbleiterindustrie und Forschung erschwinglicher machen. Gleichzeitig zeigt der Trend zu günstigeren LPBF-Systemen, wie sich der Markt verändert: Hohe Präzision muss heute nicht mehr automatisch mit hohen Kosten verbunden sein.

Weitere Informationen zu Mastrex finden Sie auf der Website www.Mastrex.com oder per Mail über In**@*****ex.com.

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*Bild: Mastrex

Carol S.:
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