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Zellerfeld präsentiert Plattform für 3D-gedruckte Schuhe

Am 23. Februar 2023 von Bianca Z. veröffentlicht

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass einer der größten Vorteile des 3D-Drucks seine Fähigkeit zur individuellen Anpassung ist. Dies ist nicht nur bei Konsumgütern, sondern auch im medizinischen Bereich einer der wichtigsten Vorteile, da er die Herstellung von Teilen ermöglicht, die vollständig an den jeweiligen Benutzer angepasst sind. Dies gilt auch für 3D-gedruckte Schuhe. Zahlreiche Marken, darunter Branchenführer wie adidas und Reebok, setzen auf diese Technologie. Und jetzt könnte es einfacher denn je sein. Zellerfeld, das Unternehmen hinter vielen dieser 3D-gedruckten Schuhen, hat den Start seiner offenen Beta-Plattform für 3D-gedruckte Schuhe angekündigt.

Wie bereits erwähnt, ist der 3D-Schuhdruck für Zellerfeld kein Fremdwort. Das Unternehmen arbeitet an der Idee, den Nutzern 3D-gedruckte Schuhe zur Verfügung zu stellen, die auf die Füße zugeschnitten, vollständig recycelbar und fabrikfrei sind, um einen insgesamt nachhaltigeren Prozess zu gewährleisten. Jeder Schuh ist nicht nur dank eines Scans Ihres Telefons an die Form Ihrer Füße angepasst, sondern dank des 3D-Mesh-Materials auch waschmaschinenfest und wird aus nachhaltigen Materialien in automatisierter Produktion hergestellt (wodurch der Bedarf an Fabriken in Übersee entfällt). Vielleicht sind es diese Eigenschaften, die das Unternehmen bei so vielen großen Schuhmarken beliebt gemacht haben, wie z. B. bei der dänischen Bekleidungsmarke Rains, die mit Zellerfeld bei ihrem „Puffer Boot“ zusammengearbeitet hat, der auf dem Laufsteg der Pariser Modewoche lief, oder bei der Zusammenarbeit mit Heron Preston.

Die Schuhe, die auf der 3D-gedruckten Schuhplattform von Zellerfeld erhältlich sind

Auch wenn sie wie Schlagworte klingen mögen, werden die Abschaffung von Fabriken in Übersee und die Verbesserung der Nachhaltigkeit dazu beitragen, zwei der größten Probleme in der Bekleidungs- und Schuhindustrie zu lösen. Die Bekleidungsindustrie ist beispielsweise berüchtigt dafür, dass sie Fabriken in Übersee einsetzt, häufig in Ländern mit niedrigem Einkommen wie Bangladesch. Mit dem Aufkommen der „Fast Fashion“, bei der die neuesten Trends die Menschen dazu zwingen, ihre Kleidung fast jede Saison zu wechseln und dafür niedrige Preise in Geschäften wie H&M zu verlangen, nimmt auch die Ausbeutung der Menschen in diesen Ländern zu. Die Arbeiter sind unterbezahlt und arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, was oft zu Tragödien wie dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik im Jahr 2013 führt, bei dem 1 124 Arbeiter ums Leben kamen, dem tödlichsten Unfall in der modernen Menschheitsgeschichte und der tödlichsten Katastrophe in der Geschichte der Bekleidungsindustrie. Berichte deuten darauf hin, dass die Menschenrechtsverletzungen weiter zunehmen. Durch die Umstellung auf eine automatisierte, lokalisierte Produktion könnte der 3D-Druck dazu beitragen, dieses Problem zu beseitigen.

Auch die Nachhaltigkeit ist ein Thema. Obwohl es immer mehr „nachhaltige“ Mode gibt, ist es oft schwer, Marken zu finden, die wirklich nachhaltig sind, und die Modeindustrie ist nach der Ölindustrie die zweitgrößte Umweltverschmutzerin der Welt. Insbesondere landen laut TheRoundup 87 % der für die Herstellung von Kleidung verwendeten Materialien auf Mülldeponien. Auch hier könnte der 3D-Druck eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere Zellerfeld verspricht, dass seine Produkte nicht nur aus nachhaltigen Materialien und frei von schädlichen Textilien, Kautschuken und Leder hergestellt werden, sondern auch recycelt werden können, da die Kunden alte Paare zurückgeben können, wenn sie neue Versionen erhalten. Mit dieser jüngsten Ankündigung werden nun noch mehr Menschen Zugang zu 3D-gedruckten Schuhen haben und damit eine praktikable Alternative erhalten.

Zellerfeld hat bereits eine Reihe von 3D-gedruckten Schuhen in Zusammenarbeit mit anderen Schuhmarken auf den Markt gebracht, darunter auch diesen, der in Zusammenarbeit mit AMBUSH entstanden ist.

Öffnung der Open-Beta-Plattform für 3D-gedruckte Schuhe

Zuvor hatte Zellerfeld ein geschlossenes Betaprogramm, das nur ausgewählten Testpersonen Zugang zu seinen 3D-gedruckten Schuhen gewährte, um wertvolles Feedback zu sammeln. Dank einer neuen 15-Millionen-Dollar-Startkapitalrunde, angeführt von Founders Fund, öffnet das Unternehmen dieses Betaprogramm nun jedoch für die breite Öffentlichkeit und ermöglicht jedem den Zugang zu 3D-gedruckten Schuhen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Kunden eines der 15 exklusiven Designs auswählen können, darunter solche von führenden Marken wie Heron Preston, KidSuper und KITTY. Obwohl die Designs nur in begrenzter Stückzahl erscheinen werden, ist dies ein großer Schritt nach vorn für die Schuhindustrie.

Cornelius Schmitt, Mitbegründer und CEO von Zellerfield, fasst zusammen: „Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Founders Fund, die uns helfen wird, die Schuhindustrie zu revolutionieren. Die Finanzierung wird uns in die Lage versetzen, unsere firmeneigene Technologie weiterzuentwickeln und unsere Plattform zu erweitern, um mehr Designer und Verbraucher weltweit zu erreichen. Mit unserem konträren Ansatz in der Schuhherstellung sind wir besonders stolz darauf, dass unsere Technologie nun von Founders Fund unterstützt wird, einem Partner, den wir sehr dafür bewundern, dass er regelmäßig eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung von wichtigen Technologieprojekten spielt, die unsere heutige Gesellschaft und Zukunft neu gestalten.“ Überzeugen Sie sich selbst von den Schuhen auf der Website von Zellerfeld HIER.

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*Titelbildnachweis: Zellerfeld

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