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ZBrush – Die CAD Software zur Erstellung 3D-gedruckter Skulpturen

Am 7. Dezember 2021 von Regina P. veröffentlicht

Jeder 3D-Druck startet mit einer Datei, welche den Entwurf als digitales 3D-Modell enthält. Es gibt zwar einige Webseiten wie Thingiverse, die den Mitgliedern der 3D-Druck-Community Tausende von Dateien zum Download zur Verfügung stellen, es ist jedoch auch möglich, eigene 3D-Modelle zu entwerfen, die auf die speziellen Bedürfnisse des Anwenders zugeschnitten sind. Die wohl bekannteste und meistgenutzte Methode zur 3D-Modellierung ist das computergestützte Design (CAD). Dafür gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Webseiten, mit welchen die Gestaltung der eigenen 3D-Modelle gelingt. Eine Software ist ZBrush, welche bereits 1999 auf den Markt kam und von Pixologic entwickelt wurde.

Im Gegensatz zu anderen, bekannteren CAD-Softwarepaketen auf dem Markt, wie Sketchup , FreeCAD oder 3D Builder, wurde ZBrush für 3D-Druck-Enthusiasten und alle Anwender entwickelt, welche ultrarealistische Skulpturen im 3D-Druck herstellen möchten. Laut den Nutzern der Software ermöglicht die Plattform die Erstellung von Modellen mit sehr feinen Details, wodurch die additiv gefertigten Teile hyperrealistisch aussehen. Das macht ZBrush zur beliebten Software für Künstler, welche den 3D-Druck für ihre Kreationen nutzen. Unter anderem nutzt das kalifornische Designstudio Aaron Sims Creative, um die berüchtigte Stranger Things-Kreatur Demogorgon zu drucken. Und sie sind nicht die einzigen. Designer Eddie Christian nutzte ZBrush zur Reproduktion der bekannten Joker Maske.

Beispiel der Modellierung mit der Software. (Bild: ZBrush)

ZBrush-Modellierwerkzeug

Die Plattform verfügt über mehrere Werkzeuge, mit denen Benutzern die Erstellung von Modelle mit mehr als realistischen Details gelingt. Mit Sculptis Pro ist es zum Beispiel umsetzbar, eigene Skulpturen durch Hinzufügen oder Entfernen von Material zu erstellen. Wenn Sie Modelle erstellen wollen, die menschlichen oder tierischen Formen gleichen sollen, müssen Sie auf das Werkzeug Zsphere zurückgreifen, um dem Material eine Skelettform hinzufügen zu können. Als Hilfestellung bietet die von Pixologic entwickelte CAD-Software den Nutzern einen großen Katalog von Modellen zur Verfügung, damit das bestmögliche Resultat erzielt wird. Mit Zbrush können Modelle mit mehr als 20 Millionen Polygonen verarbeitet werden.

Für alle, die sich die Anschaffung der Design-Software überlegen, sind mehrere Versionen verfügbar. Wie man sich vorstellen kann, unterscheiden diese sich nicht nur durch ihre angebotenen Features, sondern vor allem preislich. Die teuerste Version ist zu einem Preis von 790 Euro (mit lebenslanger Lizenz) erhältlich, verfügt über Werkzeuge wie UVs und Renderpässe und eignet sich insbesondere für Profis. Dann gibt es die Zbrush Core Version, die 159 Euro kostet und für Liebhaber der Modellierung gedacht ist. Schließlich gibt es für Anfänger eine völlig kostenlose Option, Zbrush Core Mini. Der Funktionsumfang ist jedoch sehr begrenzt.

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