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XJet eröffnet sein Zentrum für die additive Metall- und Keramikfertigung.

Am 18. Oktober 2018 von Jacqueline O. veröffentlicht

Vergangenen Montag eröffnete der Hersteller XJet in Rehovot, Israel, sein neues Zentrum für additive Fertigung, eines der bisher größten auf dem Markt. Mit seinen neun 3D-Metall- und Keramikdruckern will der israelische Akteur seine Forschungsarbeiten beschleunigen und eine Komplettlösung für die Industrie anbieten. 3Dnatives war bei der Einweihung anwesend und konnte einige Mitglieder des XJet-Teams, welches mittlerweile 110 Mitarbeiter beschäftigt, sowie Kunden und Investoren treffen.

Im Jahr 2016 schloss XJet eine 25-Millionen-Dollar-Investition zur Entwicklung seiner NanoParticle Jetting-Technologie ab. Im Gegensatz zu additiven Herstellungsverfahren, welche Pulver fusionieren, hat der Israeli eine Technologie entwickelt, die auf Flüssigkeitströpfchen basiert, welche Metall- oder Keramik-Nanopartikel enthalten. Diese Tropfen verdunsten in wenigen Sekunden auf der Druckplatte, um nur noch Nanopartikeln Platz zu machen und so das gewünschte Objekt zu bilden. XJet hat zwei 3D-Druckermodelle entwickelt, den Carmel 1400 und den Carmel 700, die sich vor allem durch ihre Größe auszeichnen; das Modell 1400 bietet ein Druckvolumen von 1.400 cm2, daher auch sein Name.

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Die Einweihung des neuen Zentrums für additive Fertigung brachte mehrere Marktteilnehmer zusammen (Bildnachweis: 3Dnatives)

Ein Zentrum für die additive Fertigung zur Entwicklung von Technologien

XJet hat zehn Millionen Dollar in das neue Zentrum für additive Fertigung mit neun Maschinen investiert. Dror Danai, CBO des Unternehmens, erklärt, dass jeder aus 24 Druckköpfen mit 512 Düsen besteht. Sie haben daher mehr als 12.000 Düsen, die gleichzeitig arbeiten und jeweils 20.000 Tropfen pro Sekunden versprühen können. XJet hofft bis Anfang 2019 drei weitere Maschinen zu integrieren. Hanan Gothait, CEO von XJet sagte: „Wir werden unser Additive Manufacturing Center nutzen, um spezielle Anwendungen zu entwickeln, zu demonstrieren, Testteile für unsere globalen Kunden zu drucken und neue keramische und metallische Materiealien zu testen. Es geht also nicht darum, Fertigteile für Marketingzwecke herzustellen, sondern vielmehr darum, die Technologie und die verfügbaren Materialien weiterzuentwickeln, sei es für die Endstruktur oder für die Druckmedien.“

Einer der Vorteile der NanoParticle Jetting-Technologie sei die Nachbearbeitung und die Kontinuität in der Produktion. Einer der Ingenieure von XJet erklärte, dass, um das Material zu entfernen, die Druckplatte nach dem Entfernen einfach in Wasser getaucht werden könne. Danach wird das Objekt in einen Sinterofen gelegt. Während der Nachbearbeitungsschritte kann der Nutzer bereits ein neues Tray einlegen, wodurch eine kontinuierliche Produktion gewährleistet wird.

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Einer der neun 3D-Drucker des Zentrums (Bildnachweis: 3Dnatives)

Besucher im Zentrum hatten auch Gelegenheit, mehr über die endgültige Qualität der 3D-Druckobjekte zu erfahren. Die Maschinen sind in der Lage, eine Schichtauflösung von 9 bis 10 Mikron zu erreichen und bieten einen hohen Detaillierungsgrad, ein Vorteil, der mit herkömmlichen Pulver nicht zu erreichen war.

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Diese 3D-Druckobjekte bieten einen hohen Detaillierungsgrad (Bildnachweis: 3Dnatives)

XJet setzt seine internationale Entwicklung fort

Der israelische Hersteller nutzte die Gelegenheit, um eine neue Fundraising-Kampagne anzukündigen und damit seine Aktivitäten auf internationalen Märkten auszubauen. Sie haben bereits lokale Unternehmen angezogen, aber auch einige in der Schweiz, Italien, Deutschland, Russland und den USA. Zu den ersten Kunden gehören Oerlikon, Syge Medical oder AB Universal. Schließlich präsentierte XJet seinen ersten Distributor, XJ3D der Carfulan-Gruppe in England. Dror Danai sagte: „Dies ist eine sehr aufregende Nachricht für XJet, denn die Ernennung eines weltweit ersten Distributors ist ein wichtiger Schritt für die Strategie unseres Unternehmens, ein weltweit führendes Vertriebsnetz aufzubauen.“ Er sagte uns auch, dass die Ankuft seiner Technologie in Frankreich bereits sehr bald sein könnte. Eines ist sicher, wir werden diese Ankündigungen genau verfolgen! In der Zwischenzeit finden Sie weitere Informationen über die Technologie auf der offiziellen Website von XJet.

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Das Zentrum beherbergt derzeit neun Maschinen (Bildnachweis: 3Dnatives)

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