{"id":66054,"date":"2026-09-14T00:00:21","date_gmt":"2026-09-13T22:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=66054"},"modified":"2026-09-13T20:02:50","modified_gmt":"2026-09-13T18:02:50","slug":"jeni-photocentric-druck-industriellen-14092026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/jeni-photocentric-druck-industriellen-14092026\/","title":{"rendered":"JENI von Photocentric: eine immer ernsthaftere Konkurrenz f\u00fcr den Spritzguss in industriellen St\u00fcckzahlen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>JENI<\/strong> sieht nicht wie ein klassischer 3D-Drucker aus. Die Anlage erinnert eher an einen Server-Tower, der von innen dunkelrot leuchtet; ihre modularen Segmente sind \u00fcbereinandergestapelt und in Racks angeordnet. Mit jedem zus\u00e4tzlichen Modul w\u00e4chst das System. Wird ein Knoten neu konfiguriert, \u00fcbernimmt er einen anderen Prozess. Eine einzelne Anlage kann t\u00e4glich Hunderttausende Bauteile fertigen, in einigen F\u00e4llen sogar mehr als eine Million.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Photocentric<\/strong> hat JENI als autonome Produktionsplattform auf den Markt gebracht. Sie kombiniert hochaufl\u00f6senden <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/stereolithografie\/\">LCD-3D-Druck<\/a> mit robotergest\u00fctzter Nachbearbeitung und soll Kunststoffbauteile in St\u00fcckzahlen und zu Kosten fertigen, die nach Angaben des britischen Unternehmens direkt mit dem Spritzguss konkurrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_71778\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71778\" class=\"size-medium wp-image-71778\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/2-600x343.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-71778\" class=\"wp-caption-text\">Mit JENI 3D-gedruckte Abstandshalter in St\u00fcckzahlen von Hunderttausenden.<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zeit f\u00fcr den 3D-Druck in der Massenproduktion<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die additive Fertigung gilt als besonders geeignet f\u00fcr Prototypen sowie komplexe oder kundenspezifische Bauteile \u2013 nicht jedoch f\u00fcr die millionenfach produzierten Clips, Kappen, Steckverbinder und Kabeldurchf\u00fchrungen, die in zahllosen Alltagsprodukten verbaut sind. Photocentric h\u00e4lt diese Einsch\u00e4tzung inzwischen f\u00fcr \u00fcberholt. Dass die additive Fertigung bei hohen St\u00fcckzahlen bislang nicht mit dem Spritzguss konkurrieren konnte, lag dem Unternehmen zufolge nicht am Druckprozess selbst, sondern am Personalaufwand, der Bauteilhandhabung, den Schwankungen zwischen Chargen und den Materialkosten. <strong>JENI ist deshalb f\u00fcr einen kontinuierlichen, unbeaufsichtigten Betrieb ausgelegt, wobei jeder Auftrag seine eigenen Prozessparameter mitf\u00fchrt.<\/strong><b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund des hohen Automatisierungsgrads fallen im Prozess kaum Arbeitskosten an. Ein einzelnes Modul kann beispielsweise t\u00e4glich 238.000 Abstandshalter zu St\u00fcckkosten von unter 0,02 US-Dollar produzieren. Damit wird das Material zum gr\u00f6\u00dften Kostenfaktor. Anwender k\u00f6nnen entweder die von Photocentric selbst formulierten Harze oder bevorzugte andere 405-nm-Materialien verarbeiten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">So funktioniert JENI<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photocentric beschreibt JENI knapp als <strong>\u201eSpritzguss ohne Werkzeugbau\u201c<\/strong>. Die Plattform automatisiert die Produktion mithilfe von LCD-3D-Druckern mit hoher Aufl\u00f6sung und Nachbearbeitungsknoten, die \u00fcber Hochgeschwindigkeitsroboter verbunden sind. Kunden k\u00f6nnen mit einer einzelnen Robotersteuerung und einem Prozessmodul beginnen und bei steigenden Produktionsmengen weitere Module hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine an JENI \u00fcbermittelte digitale Datei enth\u00e4lt neben den Druckanweisungen auch die vollst\u00e4ndige Abfolge der Nachbearbeitungsschritte, darunter Wasch- und Aush\u00e4rtezeiten. JENI \u00fcberwacht alle Knoten und weist den Auftrag dem n\u00e4chsten freien Knoten zu, der die jeweiligen Anforderungen erf\u00fcllt. Anschlie\u00dfend nimmt ein Portalsystem die passende Bauplattform auf und bringt sie in Position. Da jeder Auftrag individuell behandelt wird, lassen sich innerhalb derselben Charge unterschiedliche Geometrien und Nachbearbeitungsabl\u00e4ufe durchf\u00fchren. Zudem kann maschinelles Lernen eingesetzt werden, um einen Auftrag hinsichtlich Kosten, Geschwindigkeit, CO2-Fu\u00dfabdruck oder Qualit\u00e4t zu optimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"JENI is Rapid Replication\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/1154613944?h=367469b823&amp;badge=0&amp;autopause=0&amp;player_id=0&amp;app_id=58479\" width=\"700\" height=\"394\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Geeignet f\u00fcr \u201elangweilige Bauteile\u201c<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bestandskunden von Photocentric fertigen bereits Produkte, die sich gut f\u00fcr den Harz-3D-Druck eignen, darunter Dentalmodelle, Schuhe, Schmuck und Miniaturen. JENI soll nun auch bei Produkten wirtschaftlich sein, die die Ingenieure des Unternehmens als \u201elangweilige Bauteile\u201c bezeichnen. Das Photocentric-Team druckt intern bereits verschiedene Kleinteile, darunter Geh\u00e4use, Halterungen, Winkel, Steckverbinder, Verteiler, Clips, Griffe und Kn\u00f6pfe. Die interne Fertigung dieser Komponenten ist unkompliziert, kosteng\u00fcnstig und schnell. G\u00e4ngige Kabeldurchf\u00fchrungen lassen sich beispielsweise f\u00fcr 0,07 US-Dollar pro St\u00fcck im eigenen Haus produzieren, w\u00e4hrend der externe Zukauf 0,34 US-Dollar je Bauteil kostet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als erste Anwender von JENI erwartet das Unternehmen sowohl Innovationsverantwortliche in gro\u00dfen, derzeit vom Spritzguss abh\u00e4ngigen Unternehmen als auch Bestandskunden aus dem 3D-Druck. Da JENI als offene Materialplattform konzipiert ist, kann jeder Knoten einer Anlage ein anderes Harz verarbeiten. Ein Dentallabor k\u00f6nnte somit gleichzeitig auf sechs Knoten kieferorthop\u00e4dische Modelle, auf zwei Knoten Schienen und auf den \u00fcbrigen Knoten Kronen, Br\u00fccken und Prothesen fertigen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Covid-19 als entscheidender Impuls<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entstehung von JENI geht auf einen konkreten Zeitpunkt w\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie zur\u00fcck. Damals betrieb Photocentric eine Druckerfarm mit 52 LC Magna-Druckern, die zeitweise mehr als eine Million Gesichtsschutzschilde pro Monat produzierte. Dabei traten jene betrieblichen Schwachstellen zutage, aus denen sp\u00e4ter die Entwicklungsanforderungen f\u00fcr JENI hervorgingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIn den vergangenen sechs Jahren bestand die Mission von Photocentric \u2013 und meine pers\u00f6nliche \u2013 darin, die digitale Massenfertigung als allgegenw\u00e4rtige Alternative zum Spritzguss zu erm\u00f6glichen\u201c<\/em>, sagte Paul Holt, Managing Director von Photocentric. <em>\u201eWir nannten dieses Projekt JENI, nach der ersten Maschine der ersten industriellen Revolution, der Spinning Jenny. JENI setzt das Konzept \u201adigitale Datei hinein, digital gefertigtes Bauteil heraus\u2018 in die Realit\u00e4t um. Inzwischen haben wir dies im Einsatz nachgewiesen und mehrere zehn Millionen St\u00fcck eines Bauteils gedruckt, das im 3D-Druck herzustellen wohl niemand f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Spezifikationen und Bauteilqualit\u00e4t<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">JENI arbeitet mit einem Pixelabstand von 24,8 \u00b5m \u00d7 16,8 \u00b5m. Nach Angaben von Photocentric erreichen feine Strukturen, Beschriftungen und die Oberfl\u00e4cheng\u00fcte mit dieser Aufl\u00f6sung ein Niveau, das die meisten Verfahren der additiven Fertigung f\u00fcr Produktionsanwendungen ohne zus\u00e4tzliche Nachbearbeitung nicht erzielen k\u00f6nnen und das mit dem Spritzguss vergleichbar ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_71781\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71781\" class=\"size-medium wp-image-71781\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/3-600x343.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"343\" \/><p id=\"caption-attachment-71781\" class=\"wp-caption-text\">JENI eignet sich f\u00fcr die Massenproduktion von Bauteilen wie den oben abgebildeten Kabeldurchf\u00fchrungen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Schichtdicke l\u00e4sst sich f\u00fcr jeden Auftrag anpassen<\/strong>. Neben den \u00fcblichen 25, 50 oder 100 \u00b5m stehen bis zu 250 \u00b5m zur Verf\u00fcgung, abh\u00e4ngig vom erforderlichen Verh\u00e4ltnis zwischen Geschwindigkeit und Qualit\u00e4t. Da jeder Auftrag seine eigenen Parameter enth\u00e4lt, k\u00f6nnen zwei Bauteile, die gleichzeitig im selben System gefertigt werden, mit unterschiedlichen Schichtdicken gedruckt werden. Der Bauraum wird derzeit durch den 10-Zoll-Bildschirm von JENI bestimmt und betr\u00e4gt 224 \u00d7 127 \u00d7 57 mm. Photocentric konzentriert sich auf diese Gr\u00f6\u00dfe, weil Bauteile, die millionenfach produziert werden, in der Regel klein sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei der Bauteilkomplexit\u00e4t bestehen dagegen praktisch keine Einschr\u00e4nkungen<\/strong>. Konstrukteure m\u00fcssen weder Entformungsschr\u00e4gen noch Trennebenen oder Auswerfermarkierungen ber\u00fccksichtigen; auch Hinterschnitte und interne Geometrien verursachen keine zus\u00e4tzlichen Kosten. Ein komplexes Bauteil kostet in der Fertigung daher nicht mehr als ein einfaches Bauteil mit demselben Volumen. Gleiches gilt f\u00fcr Oberfl\u00e4chenstrukturen: Feine K\u00f6rnungen, Muster und dekorative Oberfl\u00e4chen lassen sich mit JENI ohne Mehrkosten integrieren. Beim Spritzguss m\u00fcssen sie dagegen mit erheblichem Aufwand in das Werkzeug eingebracht werden und bleiben anschlie\u00dfend \u00fcber dessen gesamte Lebensdauer unver\u00e4nderlich.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Was bedeutet ein vollst\u00e4ndig automatisierter Betrieb?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">JENI ist f\u00fcr eine unbeaufsichtigte Produktion mit minimaler t\u00e4glicher \u00dcberwachung ausgelegt. Die meisten Kunden schlie\u00dfen das System an Intermediate Bulk Container (IBC) mit jeweils 1 Tonne Harz an; die Beh\u00e4lter werden alle paar Tage gewechselt. Hinzu kommen gelegentliche Wartungsarbeiten an den Knoten. Da JENI fertige Bauteile ausgibt, erg\u00e4nzen die meisten Anwender lediglich einen kurzen nachgelagerten Schritt wie Sortieren, Verpacken oder eine weitere Montage. Daf\u00fcr gen\u00fcgt standardisierte Automatisierungstechnik, deren Kapazit\u00e4t auf die Ausbringung von JENI abgestimmt ist. Da etwa <strong>alle 20 Sekunden<\/strong> eine Plattform mit Bauteilen bereitsteht, kann eine unbeaufsichtigte Nachtschicht genug produzieren, um ein kleines Lager zu f\u00fcllen \u2013 wenn die nachgelagerte Linie nicht mith\u00e4lt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Nachhaltigkeit: 85 % weniger CO2-Emissionen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photocentric st\u00fctzt seine Nachhaltigkeitsaussagen zu JENI auf drei Faktoren: die Rohstoffbasis des Materials, die Prozesseffizienz und den Umgang mit einem Bauteil am Ende seiner Lebensdauer.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Materialien aus biogenen Reststoffen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photocentric formuliert seine Photopolymere selbst. Ein wachsender Anteil der verwendeten Monomere und Oligomere kann statt aus Petrochemikalien aus geringwertigen biogenen Reststoffen, Lebensmittelabf\u00e4llen und landwirtschaftlichen R\u00fcckst\u00e4nden synthetisiert werden. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen Durable DL902 Plant-Based, ein ABS-\u00e4hnliches technisches Harz mit 52 % biobasierten Rohstoffen. Nach der Aush\u00e4rtung erreicht es eine Zugfestigkeit von 46 MPa und eine Bruchdehnung von 37 %. Photocentric stellt diese mechanischen Eigenschaften der Spr\u00f6digkeit gegen\u00fcber, die noch immer h\u00e4ufig mit Photopolymeren aus SLA-Prototyping-Harzen fr\u00fcher Generationen verbunden wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_71779\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71779\" class=\"size-medium wp-image-71779\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/09\/1-600x343.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"343\" \/><p id=\"caption-attachment-71779\" class=\"wp-caption-text\">Bauteile aus DL902.<\/p><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Prozesseffizienz: Untersuchung durch das MTC<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das britische Manufacturing Technology Centre erstellte Cradle-to-Gate-Modelle f\u00fcr den CO2-Aussto\u00df und die gebundene Energie pro Bauteil, um den Spritzguss mit dem LCD-basierten additiven Verfahren von Photocentric zu vergleichen. Als Referenz diente ein von Essentra gelieferter, in Gro\u00dfserie gefertigter PCB-Abstandshalter. Die Ergebnisse von Kirkwood et al. wurden unter dem Titel \u201eIntegrating models for calculating component sustainability metrics\u201c ver\u00f6ffentlicht. Der spritzgegossene Abstandshalter verursachte 8,809 g CO2e pro Bauteil, gegen\u00fcber 1,322 g CO2e bei JENI. Das entspricht einer Reduzierung um 85 %, die vorwiegend auf Materialverluste durch Anguss, Verteilerkan\u00e4le, Anfahrausschuss und Sp\u00fclvorg\u00e4nge zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Photocentric betrachtet diesen Wert als konservativ, da die Bearbeitung des Werkzeugs und Ausschuss durch spekulativ vorproduzierte Bauteile nicht ber\u00fccksichtigt wurden. Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass seine eigenen Werte je Auftrag gemessen und nicht gesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ende der Lebensdauer<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ausgeh\u00e4rtetes Photopolymer ist ein chemisch vernetzter Duroplast. Es kann daher nicht wie ein Thermoplast aufgeschmolzen und neu geformt werden; ein herk\u00f6mmliches mechanisches Recycling ist nicht m\u00f6glich. Photocentric verfolgt drei Ans\u00e4tze: Erstens soll Ausschuss bereits an der Quelle minimiert werden, indem Bauplattformen dicht belegt und nicht ausgeh\u00e4rtetes Harz in die Wanne zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Zweitens eignet sich das Material zur energetischen Verwertung, da Photopolymere einen hohen Heizwert aufweisen und in M\u00fcllverbrennungsanlagen mit Energier\u00fcckgewinnung sauber verbrannt werden k\u00f6nnen. Drittens arbeitet das Unternehmen daran, die Recyclingf\u00e4higkeit von Beginn an in das Material zu integrieren. Dazu werden chemische Formulierungen mit spaltbaren Bindungen entwickelt, \u00fcber die sich ein ausgeh\u00e4rtetes Netzwerk wieder in wiederverwendbare Oligomere zerlegen lie\u00dfe.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die wirtschaftliche Rechnung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Kunden f\u00fcr JENI die vollst\u00e4ndigen Produktionskosten (Material, Arbeit, Energie, Werkzeugbau, Ausschuss, Lagerung, Obsoleszenz) und die Kosten durch Fehlbest\u00e4nde modellieren, f\u00e4llt der Vergleich wiederholt zugunsten des 3D-Drucks aus, und zwar mit gr\u00f6\u00dferem Abstand, als das Unternehmen erwartet hatte. Als deutlichsten Beleg f\u00fchrt Photocentric die Art der inzwischen mit JENI gefertigten Bauteile an: sehr preisg\u00fcnstige Komponenten, bei denen Bruchteile eines Pennys dar\u00fcber entscheiden, ob ein Fertigungsverfahren wirtschaftlich ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_71742\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71742\" class=\"size-medium wp-image-71742\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/3-JENIs-Logos-600x400.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-71742\" class=\"wp-caption-text\">Mit mehreren JENI-Modulen k\u00f6nnen Anwender t\u00e4glich Millionen Bauteile drucken.<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Verf\u00fcgbarkeit von JENI<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">JENI kann ab sofort bestellt werden. Photocentric nennt eine Lieferzeit von rund drei Monaten bis zum Factory-Acceptance-Test (FAT). Der Gesamtzeitplan h\u00e4ngt jedoch davon ab, wie schnell der jeweilige Kunde Bauteile testen und sich zu Materialien festlegen kann. Diese Validierungsarbeiten finden bereits vor der eigentlichen Bestellung statt. Anschlie\u00dfend erfolgt vor Ort beim Kunden der Site-Acceptance-Test (SAT). Dabei wird das System mit den kundeneigenen Bauteilen betrieben, das Team des Kunden geschult und die Anlage in eine laufende Servicevereinbarung \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIm n\u00e4chsten Schritt werden wir weitere Prozessknoten erg\u00e4nzen, um die Anwendbarkeit auf unterschiedliche Geometrien auszuweiten. Anschlie\u00dfend wollen wir zeigen, wie dieses grundlegend andere Produkt Fertigungsentscheidungen ver\u00e4ndert: weg vom konventionellen Ablauf mit Prototyp und anschlie\u00dfendem Werkzeugbau, hin zur Einbeziehung der digitalen Fertigung bis in St\u00fcckzahlen von Hunderten Millionen oder zur schnellen Replikation\u201c<\/em>, erg\u00e4nzte Holt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der additiven Fertigung wird seit drei\u00dfig Jahren entgegengehalten, sie werde niemals jene Bauteile herstellen, auf denen die Welt tats\u00e4chlich beruht. Mit JENI setzt Photocentric darauf, dass sich genau diese Komponenten inzwischen digital, ohne Werkzeugbau, in hohen St\u00fcckzahlen, zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen und mit einem Bruchteil des CO2-Fu\u00dfabdrucks produzieren lassen. Weitere Informationen zu JENI finden sich hier auf der <strong><a href=\"https:\/\/photocentricgroup.com\/jeni\/?utm_source=3DNatives\">Website von Photocentric<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von JENI? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\"><span data-contrast=\"none\">Facebook<\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">\u202foder\u202f<\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\"><span data-contrast=\"none\">LinkedIN <\/span><\/a><span data-contrast=\"none\">mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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