{"id":65744,"date":"2026-04-29T00:38:14","date_gmt":"2026-04-28T22:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=65744"},"modified":"2026-04-27T12:40:46","modified_gmt":"2026-04-27T10:40:46","slug":"madeinadd-ceo-3d-druck-29042026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/madeinadd-ceo-3d-druck-29042026\/","title":{"rendered":"MadeInAdd-CEO: \u00dcberraschende Spitzenreiter bei der Einf\u00fchrung von 3D-Druck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Man k\u00f6nnte vermuten, dass gro\u00dfe Konzerne mit ihren umfangreichen Budgets und technischen Ressourcen bei der Einf\u00fchrung neuer Technologien wie der additiven Fertigung an vorderster Front stehen. Laut Andrea Gorlezza, CEO von MadeInAdd, ist jedoch eher das Gegenteil der Fall: Start-ups sind etablierten Herstellern voraus. Nicht, weil sie besseren Zugang zur Technologie haben, sondern weil sie weniger von jahrzehntelangen traditionellen Konstruktions- und Fertigungsmethoden gepr\u00e4gt sind. MadeInAdd ist eine in Mailand ans\u00e4ssige Plattform f\u00fcr additive Fertigung, die Hersteller entlang des gesamten Produktionsprozesses begleitet \u2013 vom Entwurf bis zum fertigen Bauteil \u2013 und dabei mehr als 50 additive Technologien abdeckt. Wir haben mit Gorlezza dar\u00fcber gesprochen, wo die gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden bei der Einf\u00fchrung liegen, wie sein Unternehmen daran arbeitet, diese zu \u00fcberwinden, und welche Rolle <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/software-fuer-kuenstliche-intelligenz-im-3d-druck-200720231\/\">k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> dabei spielt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Italiens Industrie und additive Fertigung \u2013 eine naheliegende Verbindung<\/h2>\n<div id=\"attachment_70228\" style=\"width: 187px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-70228\" class=\" wp-image-70228\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/04\/andrea-gorlezza.jpeg\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"177\" \/><p id=\"caption-attachment-70228\" class=\"wp-caption-text\">Andrea Gorlezza, CEO, MadeInAdd<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gorlezza kommt aus der klassischen Fertigungsindustrie und verf\u00fcgt \u00fcber 25 Jahre Erfahrung in den <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/infografik-3d-druck-automobilbranche-181020221\/\">Bereichen Automobil<\/a>, \u00d6l und Gas, Marine sowie Maschinenbau. Dank dieses Hintergrunds versteht er die Herausforderungen bei der Einf\u00fchrung additiver Fertigung gut, da er die Perspektive etablierter Hersteller kennt. Gorlezza \u00fcbernahm Anfang 2025 die Rolle des CEO von MadeInAdd. Das Unternehmen wurde bereits 2022 durch eine Kombination aus institutionellen und industriellen Investoren gegr\u00fcndet. Die urspr\u00fcngliche Idee bestand darin, MadeInAdd als f\u00fchrenden italienischen Akteur im Bereich der additiven Fertigung zu positionieren \u2013 mit branchen\u00fcbergreifender Wirkung, zun\u00e4chst in Italien und sp\u00e4ter auch international.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen der Milan Design Week wurden in der vergangenen Woche Designer:innen aus dem ganzen Land eingeladen, ihre Arbeit zu pr\u00e4sentieren. Das Team von MadeInAdd nutzte die Gelegenheit und stellte dort erstmals aus. \u201e<em>Design und additive Fertigung sind eng miteinander verbunden<\/em>\u201c, erkl\u00e4rte Gorlezza auf der Veranstaltung. \u201e<em>Wenn man additive Technologien von Anfang an einplant, lassen sich Produkte viel gezielter entwickeln. Diese Verbindung wollen wir greifbar machen<\/em>.\u201c<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-3845938219\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Italien ist bekannt f\u00fcr seine ausgepr\u00e4gte Handwerkskunst. Genau hier f\u00fcgt sich die additive Fertigung gut ein. \u201eItalien ist doch das Land der Ma\u00dfanfertigung, oder?\u201c, sagte Gorlezza. \u201e<em>Man kennt das aus der Mode oder aus dem Luxusauto-Industrie \u2013 und aus vielen anderen Branchen, in denen Italien weltweit eine wichtige Rolle spielt. Diese Tradition passt einfach sehr gut zur additiven Fertigung<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Grund: Additive Technologien sind besonders gut darauf ausgelegt, individuell angepasste Produkte herzustellen \u2013 ganz \u00e4hnlich wie bei einer Ma\u00dfanfertigung.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Technologie ist nicht das Problem \u2013 die \u00dcberzeugungsarbeit schon<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ingenieur:innen von den M\u00f6glichkeiten des 3D-Drucks zu \u00fcberzeugen, ist jedoch eine ganz eigene Herausforderung. Gorlezza erkl\u00e4rte, dass viele Ingenieur:innen noch immer unsicher sind, ob additiv gefertigte Bauteile technisch mit konventionell hergestellten mithalten k\u00f6nnen \u2013 und das \u201eweitaus h\u00e4ufiger, als man annehmen w\u00fcrde\u201c. Diese Unsicherheit wird durch die rasante Entwicklung des 3D-Drucks noch verst\u00e4rkt. Selbst Ingenieur:innen, die sich vor einigen Jahren intensiv mit den M\u00f6glichkeiten der additiven Fertigung besch\u00e4ftigt haben, sind heute oft nicht mehr auf dem neuesten Stand. MadeInAdd setzt genau hier an und zeigt, wie leistungsf\u00e4hig und zuverl\u00e4ssig moderne Technologien der additiven Fertigung inzwischen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Gorlezza liegt eines der hartn\u00e4ckigsten Missverst\u00e4ndnisse rund um die additive Fertigung bereits im Namen selbst. \u201eAdditive Fertigung ist mehr als nur Fertigung\u201c, sagt er. Viele lsind irritiert, dass im Begriff das Wort \u201aManufacturing\u2018 (Fertigung) enthalten ist \u2013 dabei geht es um weit mehr als nur die Produktion.\u201c Seinen vollen Mehrwert entfaltet die Technologie erst dann, wenn sie von Anfang an im Designprozess mitgedacht wird \u2013 und nicht erst in der Fertigung, so Gorlezza.<\/p>\n<div id=\"attachment_70229\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-70229\" class=\"size-full wp-image-70229\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/04\/parts.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-70229\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber die Plattform MadeInAdd hergestellte 3D-Druckteile, ausgestellt in Mailand. (Foto: 3Dnatives)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Prinzip bildet die Grundlage f\u00fcr das End-to-End-Modell von MadeInAdd. Statt lediglich als Dienstleister zu agieren, der Dateien entgegennimmt und Bauteile produziert, versteht sich das Unternehmen als technischer Partner, der bereits in der Konstruktionsphase einsteigt und den gesamten Prozess bis zur Auslieferung begleitet. \u201eDas volle Potenzial additiver Technologien entsteht bereits bei der Produktentwicklung \u2013 wenn die M\u00f6glichkeiten der additiven Fertigung von Anfang an mitgedacht werden\u201c, erkl\u00e4rt Gorlezza. <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/topologie-optimierung-3d-druck-281220161\/\">Topologieoptimierung<\/a>, organische Geometrien, optimierte Gewichtsverh\u00e4ltnisse und gestalterische Freiheit: All diese Vorteile lassen sich nicht nutzen, wenn ein Bauteil urspr\u00fcnglich f\u00fcr eine CNC-Bearbeitung oder den Spritzguss ausgelegt wurde.<\/p>\n<h2>Wo KI endet und Ingenieur:innen \u00fcbernehmen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einstieg in die additive Fertigung ist oft nicht leicht: Zun\u00e4chst gilt es, einen \u00dcberblick \u00fcber die verf\u00fcgbaren M\u00f6glichkeiten zu gewinnen und die passenden Materialien und Technologien auszuw\u00e4hlen. MadeInAdd bietet Zugang zu mehr als 50 additiven Technologien. Ohne entsprechende Unterst\u00fctzung kann diese Vielfalt die Entscheidungsfindung jedoch eher erschweren als beschleunigen. Um die Auswahl zu erleichtern, kombiniert MadeInAdd die Expertise seiner Ingenieur:innen mit dem KI-Agenten Maddie. Beide helfen dabei, die passende L\u00f6sung auf die spezifischen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Anwendung abzustimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Maddie kann in jeder Phase der additiven Fertigung Fragen beantworten. Eine der spannendsten Funktionen ist, dass Nutzer:innen eine 2D-Zeichnung oder ein Foto hochladen k\u00f6nnen, um daraus ein erstes 3D-Modell zu erstellen. Anschlie\u00dfend schl\u00e4gt die Plattform passende Fertigungsoptionen vor. Gorlezza betont jedoch, dass sich dieser Prozess noch weiterentwickelt und die Plattform ihre Grenzen hat. \u201e<em>Wenn Kunden spezifischere Anforderungen haben, die \u00fcber das hinausgehen, was automatisch m\u00f6glich ist, kommen unsere Ingenieure ins Spiel<\/em>\u201c, sagt er. Die KI sorgt f\u00fcr Zug\u00e4nglichkeit und Geschwindigkeit, w\u00e4hrend die Ingenieur:innen sich um komplexe Anforderungen und die Verantwortung k\u00fcmmern.<\/p>\n<div id=\"attachment_70230\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-70230\" class=\"size-full wp-image-70230\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/04\/maddie.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-70230\" class=\"wp-caption-text\">Maddie, der KI-Agent von MadeInAdd, kann Nutzer durch den gesamten Prozess der additiven Fertigung begleiten. (Foto: MadeInAdd)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Sicht von Gorlezza wird diese Unsicherheit nicht lange anhalten. \u201e<em>Man muss die Fakten auf den Tisch legen, und pl\u00f6tzlich macht es Klick<\/em>\u201c, sagt er. \u201e<em>Dann wird schnell klar, dass das eine echte Option ist \u2013 und oft folgt darauf ein gr\u00f6\u00dferer Schritt in Richtung Anwendung<\/em>.\u201c Start-ups, die nicht durch bestehende Strukturen ausgebremst werden, haben diesen Punkt bereits erreicht. F\u00fcr gro\u00dfe Industrieunternehmen, die noch z\u00f6gern, ist die Botschaft von MadeInAdd klar: Die Technologie ist bereit. Entscheidend ist, ob die Unternehmen es auch sind. Wenn Sie mehr \u00fcber die L\u00f6sungen von MadeInAdd erfahren m\u00f6chten, klicken Sie <a href=\"https:\/\/www.madeinadd.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p><em>*Titelbild: Andrea Gorlezza mit \u201eMaddie\u201c, dem KI-Agenten von MadeInAdd (Foto: MadeInAdd)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte vermuten, dass gro\u00dfe Konzerne mit ihren umfangreichen Budgets und technischen Ressourcen bei der Einf\u00fchrung neuer Technologien wie der additiven Fertigung an vorderster Front stehen. 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