{"id":65677,"date":"2026-03-26T00:01:21","date_gmt":"2026-03-25T23:01:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=65677"},"modified":"2026-03-26T09:30:14","modified_gmt":"2026-03-26T08:30:14","slug":"3dnatives-lab-snapmaker-u1-im-test-26032026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3dnatives-lab-snapmaker-u1-im-test-26032026\/","title":{"rendered":"3Dnatives Labor: Test des Snapmaker U1"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Lange Zeit stand Snapmaker f\u00fcr vielseitige Maschinen der digitalen Fertigung, die 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Lasergravur in einem Ger\u00e4t vereinten. Seit einigen Jahren vollzieht das Unternehmen jedoch einen klaren strategischen Wandel. Nach dem Erfolg der Modelle Snapmaker 2.0 und Artisan richtet sich die Marke zunehmend auf spezialisierte 3D-Drucker aus und entfernt sich damit bewusst vom urspr\u00fcnglichen \u201eAll-in-One\u201c-Ansatz, der sie bei Anwender:innen bekannt gemacht hat. Die U1 ist der bislang deutlichste Ausdruck dieser Entwicklung: Eine Maschine, die sich vollst\u00e4ndig auf den Multi-Material-3D-Druck konzentriert und mit einem automatischen Werkzeugwechselsystem f\u00fcr vier Druckk\u00f6pfe ausgestattet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor der Markteinf\u00fchrung \u00fcber Kickstarter finanziert, tritt die U1 in ein hart umk\u00e4mpftes Segment ein, das von <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/das-phaenomen-bambu-lab-020420251\/\">Bambu Lab<\/a> mit seinem AMS-System, Prusa Research mit dem MMU3 und Creality mit dem CFS gepr\u00e4gt wird. Ihr entscheidender Vorteil liegt im mechanischen Tool-Changer: Anders als bei Systemen mit Sp\u00fclen und Nachladen soll hier der Filamentverbrauch deutlich reduziert werden. Im 3Dnatives-Lab haben wir getestet, ob dieses Versprechen auch im Alltag standh\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9nNXQDZg3Lc?si=0FIPJXk_HL9mVRiw\" width=\"700\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><\/iframe><\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2610484087\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">1. Erster Eindruck und technische Merkmale<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die U1 pr\u00e4sentiert sich in einem modernen, minimalistischen Design, ganz im Stil aktueller Trends. Mechanik und Elektronik sind hinter spritzgegossenen Kunststoffpanelen verborgen, was der Maschine ein sauberes, industrielles Erscheinungsbild verleiht. Eine Glast\u00fcr an der Front sowie eine transparente R\u00fcckwand erm\u00f6glichen einen freien Blick in den Bauraum \u2013 zumindest theoretisch. In der Praxis h\u00e4ngt die Sicht von hinten stark von der Aufstellung ab: Steht die Maschine, wie meist \u00fcblich, an einer Wand, ist die R\u00fcckseite kaum einsehbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Punkt d\u00fcrfte langj\u00e4hrige Snapmaker-Nutzer:innen \u00fcberraschen: Im Gegensatz zu den fr\u00fcheren, robust wirkenden Metallgeh\u00e4usen der Modelle 2.0 und Artisan setzt die U1 stark auf Kunststoff. Das wirkt zun\u00e4chst weniger hochwertig, greift aber zu kurz. Die Verkleidung dient vor allem der Optik und dem Schutz und hat keinen negativen Einfluss auf Stabilit\u00e4t oder Druckqualit\u00e4t. Lediglich die Seitenpaneele geben minimal nach, wenn beide Spulenhalter mit jeweils einem Kilogramm Filament best\u00fcckt sind \u2013 ein optischer Makel ohne Auswirkungen auf die Druckergebnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Alltag f\u00e4llt allerdings ein ergonomisches Detail auf: Der USB-Anschluss zum \u00dcbertragen von Dateien befindet sich auf der R\u00fcckseite. Das wirkt zun\u00e4chst unproblematisch, passt aber nicht ganz zur restlichen Gestaltung. Snapmaker hat die vier Spulenhalter bewusst seitlich angebracht \u2013 ein Hinweis darauf, dass die R\u00fcckseite nicht als Bedienbereich gedacht ist. Den USB-Port genau dort zu platzieren, widerspricht der sonst durchdachten Nutzungskonzeption der Maschine. Eine Position auf der Oberseite h\u00e4tte sich besser angeboten, ohne das Design zu st\u00f6ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_92825\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-92825\" class=\"size-full wp-image-92825\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/CoverMaker-Article-Image.jpg\" alt=\"port usb\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-92825\" class=\"wp-caption-text\">Der USB-Anschluss an der R\u00fcckseite des Ger\u00e4ts ist schwer zug\u00e4nglich.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch das Spulenhaltersystem ist erw\u00e4hnenswert: Die vier Halterungen (je zwei pro Seite) sind offen und verf\u00fcgen \u00fcber keine integrierte Filamenttrocknung. F\u00fcr Anwender:innen in feuchten Umgebungen oder beim Einsatz hygroskopischer Materialien wie PETG, Nylon oder <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/was-sie-ueber-tpu-beim-3d-druck-wissen-sollten\/\">TPU<\/a> ist das ein Punkt, den man im Blick behalten sollte \u2013 vor allem bei langen Druckauftr\u00e4gen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die integrierte Beleuchtung besteht aus zwei LED-Leisten und ist ausreichend f\u00fcr gut beleuchtete R\u00e4ume. In dunkleren Umgebungen st\u00f6\u00dft sie jedoch an ihre Grenzen, wwodurch die Nutzung der integrierten Kamera, die sich rechts im Bauraum befindet, nur eingeschr\u00e4nkt sinnvoll ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">2. Installation und Inbetriebnahme<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Aufbau der U1 besteht haupts\u00e4chlich darin, die vier Druckk\u00f6pfe in das Tool-Changer-System einzusetzen und die entsprechenden Kabel anzuschlie\u00dfen. F\u00fcr erfahrene Anwender:innen dauert das etwa 30 bis 45 Minuten, Einsteiger:innen k\u00f6nnen durchaus bis zu einer Stunde ben\u00f6tigen. Es handelt sich nicht um einen klassischen Bausatz, aber auch nicht um echtes Plug-and-Play \u2013 ein gewisses technisches Verst\u00e4ndnis ist erforderlich. Die Anleitung ist insgesamt gut strukturiert und verst\u00e4ndlich, mit hilfreichen Illustrationen, guter Detailtiefe und insgesamt sorgf\u00e4ltiger Aufbereitung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Stolperstein ist jedoch die Installation der PTFE-Schl\u00e4uche: Es liegen zwei Varianten mit unterschiedlichen Durchmessern bei, die f\u00fcr verschiedene Filamentwege gedacht sind \u2013 darauf wird im Handbuch jedoch nicht explizit hingewiesen. In der Praxis f\u00e4llt der Fehler schnell auf, da die falschen Schl\u00e4uche nicht passen, aber eine klarere Kennzeichnung h\u00e4tte unn\u00f6tige Verwirrung vermieden. Das ist zwar nur ein Detail, weist aber auf eine m\u00f6gliche Verbesserung des Onboarding-Erlebnisses hin, zumal sich Snapmaker ausdr\u00fccklich an einzelne Anwender:innen und Bildungseinrichtungen richtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_92820\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-92820\" class=\"size-full wp-image-92820\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/multitool-system-article.jpg\" alt=\"le syst\u00e8me multi-outils de la snapmakerU1\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-92820\" class=\"wp-caption-text\">Der Snapmaker U1 verf\u00fcgt \u00fcber 4 Druckk\u00f6pfe.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Aufbau erfolgt die Kalibrierung \u00fcber ein 3,5-Zoll-Farb-Touchdisplay an der Front. Der Prozess ist Schritt f\u00fcr Schritt gef\u00fchrt, das Druckbett wird automatisch nivelliert und die Offsets zwischen den vier Werkzeugen werden eingestellt \u2013 ein entscheidender Faktor f\u00fcr saubere Multi-Tool-Drucke. Im Test verlief dieser Vorgang problemlos und lieferte sofort nutzbare Ergebnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Benutzeroberfl\u00e4che ist \u00fcbersichtlich und reagiert schnell. Ein Nachteil ist allerdings die feste Position des Displays: Es l\u00e4sst sich weder neigen noch drehen. Je nachdem, in welcher H\u00f6he das Ger\u00e4t aufgestellt wird (auf einem hohen Regal oder auf einem niedrigen Beistelltisch), kann der Lesewinkel unangenehm werden. Dies ist ein bewusstes Zugest\u00e4ndnis zugunsten einer harmonischen optischen Integration, dessen praktische Auswirkungen jedoch im Voraus bedacht werden sollten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3. Software und Anwendungen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Softwareseite l\u00e4uft die U1 mit Klipper in Verbindung mit Fluidd \u2013 eine Kombination, die zweifellos eines der st\u00e4rksten Argumente f\u00fcr technisch versierte Anwender:innen darstellt. Klipper ist eine Open-Source-Firmware, die f\u00fcr ihre Flexibilit\u00e4t, hohe Geschwindigkeit und ihr \u00d6kosystem an anpassbaren Makros bekannt ist. Dass Snapmaker seinen Drucker nicht in ein geschlossenes, propriet\u00e4res \u00d6kosystem einsperrt, ist eine mutige Entscheidung und passt gut zur Ausrichtung der Maschine. Anwender:innen k\u00f6nnen direkt \u00fcber die IP-Adresse im lokalen Netzwerk auf die Fluidd-Oberfl\u00e4che zugreifen, Logs einsehen, Klipper-Einstellungen anpassen und eigene Makros erstellen \u2013 eine Freiheit, die weder Bambu Lab noch Creality standardm\u00e4\u00dfig bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der mitgelieferte Slicer, Snapmaker Orca, basiert auf <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/orca-slicer-071220231\/\">OrcaSlicer<\/a> und wurde um spezifische Profile f\u00fcr die U1 und ihr Werkzeugwechselsystem erweitert. Wer OrcaSlicer bereits nutzt, findet sich sofort zurecht: Benutzeroberfl\u00e4che, Men\u00fcs und Logik sind identisch. Die Verwaltung der vier Werkzeuge ist klar strukturiert, mit Farb- und Materialzuordnung pro Druckkopf sowie vorkonfigurierten Wechselprofilen.<\/p>\n<div id=\"attachment_92826\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-92826\" class=\"size-full wp-image-92826\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/CoverMaker-Article-Image-1.jpg\" alt=\"snapmaker orca\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-92826\" class=\"wp-caption-text\">Die Slicer-Software Snapmaker Orca basiert auf der Open-Source-Software OrcaSlicer.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Unterst\u00fctzung des RFID-Systems \u00e4hnelt den L\u00f6sungen der Konkurrenz \u2013 eine g\u00e4ngige, aber dennoch willkommene Funktion: Wird eine mit RFID-Chip ausgestattete Snapmaker-Spule in einen der Zuf\u00fchrer eingesetzt, erkennt die Maschine automatisch Material und Farbe und wendet das passende Druckprofil an. Das erleichtert die Handhabung und reduziert Konfigurationsfehler. Allerdings ist die Funktion auf Originalmaterialien der Marke beschr\u00e4nkt; Filamente von Drittanbietern m\u00fcssen weiterhin manuell eingerichtet werden. Ein in der Branche \u00fcblicher Kompromiss, den Anwender:innen im Hinterkopf behalten sollten, insbesondere wenn sie \u00fcberwiegend generische Spulen nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mobile App hinkt im Vergleich zum \u00d6kosystem von Bambu Lab deutlich hinterher. Zwar lassen sich laufende Drucke \u00fcberwachen, der Status der Maschine abrufen und der Kamerastream einsehen, doch ein direkter Druckstart aus einer Modellbibliothek auf dem Smartphone ist nicht m\u00f6glich. Diese Funktion ist bei Bambu Lab \u00fcber MakerWorld bereits integriert und zwingt Anwender:innen der U1 dazu, ihre Drucke weiterhin \u00fcber einen Computer zu starten. Hinzu kommt ein wiederkehrender Fehler: Die Maschine wird im Slicer und in der App gelegentlich als \u201eoffline\u201c angezeigt, obwohl sie korrekt mit dem Netzwerk verbunden ist. In der Regel l\u00e4sst sich das durch einen Neustart beheben, dennoch zeigt sich hier, dass die Netzwerkintegration softwareseitig noch nicht ganz ausgereift ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">4. Erste 3D-Drucke<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Herzst\u00fcck der U1 ist ihr Werkzeugwechselsystem mit vier unabh\u00e4ngigen Druckk\u00f6pfen. Im Gegensatz zu Sp\u00fcl- und Nachladesystemen wie dem AMS von Bambu Lab, dem MMU3 von Prusa oder dem CFS von Creality beh\u00e4lt jeder Druckkopf dauerhaft sein eigenes Filament im Hotend. Der Wechsel zwischen den Werkzeugen erfolgt rein mechanisch: Der aktive Kopf wird in seiner magnetischen Halterung abgelegt, der n\u00e4chste in wenigen Hundertstelsekunden aufgenommen und arretiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ergebnis: Der Materialverlust bei Farb- oder Materialwechseln ist nahezu null. W\u00e4hrend Systeme wie das AMS bei jedem Wechsel mehrere Dutzend Zentimeter Filament zum Aussp\u00fclen der vorherigen Farbe verbrauchen, f\u00e4llt bei der U1 nur eine minimale Menge an Sp\u00fclmaterial an. Gerade bei Projekten mit vielen \u00dcberg\u00e4ngen macht sich die Materialersparnis deutlich bemerkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unseren Tests mit Mehrfarbendrucken auf Figuren und dekorativen Objekten aus PLA erwiesen sich die \u00dcberg\u00e4nge als bemerkenswert zuverl\u00e4ssig und sauber. Auch die mechanische Zuverl\u00e4ssigkeit des Docks \u00fcberzeugt: keine falsch positionierten Werkzeuge, keine Kollisionen w\u00e4hrend der Wechselvorg\u00e4nge. Ein einmaliger kleiner Fehler auf der Z-Achse beim allerersten Start \u2013 vermutlich verursacht durch eine leichte Vibration w\u00e4hrend der Initialisierung \u2013 trat anschlie\u00dfend nicht mehr auf und deutet auf ein isoliertes Ereignis ohne strukturelle Auswirkungen hin.<\/p>\n<div id=\"attachment_92824\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-92824\" class=\"size-full wp-image-92824\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/CoverMaker-Article-Image-Aug-19-2016.jpg\" alt=\"le syst\u00e8me d'insertion de filament\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-92824\" class=\"wp-caption-text\">Der Snapmaker U1 verf\u00fcgt \u00fcber ein automatisches Filamenteinf\u00fchrungssystem, und die Spulen werden an der Seite des Druckers platziert.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehrmaterialdrucke mit Breakaway-Supports lieferten besonders \u00fcberzeugende Ergebnisse: Die St\u00fctzstrukturen lassen sich sauber entfernen, und die Oberfl\u00e4chen sind entsprechend glatt. M\u00f6glich wird das durch eine direkte Schnittstelle ohne Abstand zwischen Modell und Support \u2013 eine Konfiguration, die sich nur mit einem Multi-Material-System realisieren l\u00e4sst, ohne dass die Materialien miteinander verschmelzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend des Drucks ist der L\u00fcfter bei hohen Geschwindigkeiten deutlich h\u00f6rbar. Da die Maschine standardm\u00e4\u00dfig ohne obere Abdeckung geliefert wird, kann die Ger\u00e4uschentwicklung auf Dauer st\u00f6rend sein \u2013 insbesondere in Arbeits- oder Ruheumgebungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Einschr\u00e4nkungen sollten dennoch klar benannt werden. Erstens: Der Druck mit TPU erwies sich im Test als nicht zuverl\u00e4ssig, mit wiederkehrenden Problemen wie Verstopfungen und Unterextrusion. Flexible Filamente stellen f\u00fcr die meisten Multi-Tool-Systeme eine Herausforderung dar, da die Geometrie der Feeder und PTFE-Schl\u00e4uche nicht optimal auf deren Flexibilit\u00e4t ausgelegt ist. Zwar empfiehlt Snapmaker, die PTFE-Schl\u00e4uche umzuleiten, um das Filament direkt in den Direct-Drive-Extruder zu f\u00fchren, doch diese L\u00f6sung funktionierte in unserem Test nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens: Die D\u00fcsen sind als komplette Einheit ausgef\u00fchrt, inklusive Temperatursensor und Heizblock. Statt nur die D\u00fcse auszutauschen, muss das gesamte Modul ersetzt werden. Dieses Konzept ist zwar zunehmend verbreitet, kann aber schnell teurer werden \u2013 insbesondere f\u00fcr Anwender:innen, die regelm\u00e4\u00dfig mit unterschiedlichen D\u00fcsendurchmessern oder abrasiven Materialien arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92819\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/keyrings-article.jpg\" alt=\"des porte-clefs imprim\u00e9es sur la U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92818\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/fox-article.jpg\" alt=\"un renard imprim\u00e9 sur la U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92817\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/figurines-on-bed-top-article.jpg\" alt=\"des figurines imprim\u00e9es sur la Snapmaker U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92816\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/figurines-on-bed-side-article.jpg\" alt=\"des figurines imprim\u00e9es sur la U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92815\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ear-canal-article.jpg\" alt=\"Un mod\u00e8le d'oreille\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92814\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/diorama-article.jpg\" alt=\"Un &quot;diorama&quot; imprim\u00e9 sur la Snapmaker U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92813\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/crabe-article.jpg\" alt=\"un crabe imprim\u00e9 sur la U1\" width=\"700\" height=\"400\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-92812\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cat-and-dog-article.jpg\" alt=\"un chien et un chat imprim\u00e9s en 3D\" width=\"700\" height=\"400\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Zeit stand Snapmaker f\u00fcr vielseitige Maschinen der digitalen Fertigung, die 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Lasergravur in einem Ger\u00e4t vereinten. 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