{"id":65498,"date":"2026-01-08T00:01:23","date_gmt":"2026-01-07T23:01:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=65498"},"modified":"2026-01-06T14:27:12","modified_gmt":"2026-01-06T13:27:12","slug":"3d-druck-von-lebensmitteln-08012025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-von-lebensmitteln-08012025\/","title":{"rendered":"Vorspeise, Hauptgang, Dessert: Wie Ingenieure mit 3D-Druckern und Lasern ein komplettes Dreig\u00e4ngemen\u00fc zaubern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor einem Dreig\u00e4ngemen\u00fc, bei dem jedes Gericht von der Vorspeise bis zum Dessert vollst\u00e4ndig in 3D gedruckt und mit einem Laser gegart wurde. Genau das ist einem Team der Columbia University gelungen. Dort haben Forscher:innen ein komplettes Men\u00fc aus einer quiche\u00e4hnlichen Tarte, einer Blumenkohlpizza und einem Limettenkuchen zubereitet, dessen Textur mit der klassisch zubereiteter Speisen vergleichbar ist. Obwohl der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-lebensmitteldruck-040220191\/\">3D-Druck im Lebensmittelbereich<\/a> gro\u00dfe Fortschritte gemacht hat, bleibt es f\u00fcr die Technologie weiterhin schwierig, eine nat\u00fcrliche Textur herzustellen. Anders als mithilfe des 3D-Drucks l\u00e4sst sich Hitze bei klassischen Garmethoden nicht mit derselben Genauigkeit steuern. Deshalb ist es schwierig, sie genauso gezielt einzusetzen wie beim Drucken selbst.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Herausforderung Textur im 3D-Druck von Lebensmitteln<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt leitete Jonathan Blutinger w\u00e4hrend seiner Promotion in Maschinenbau an der Columbia University, betreut von Professor Hod Lipson. Laut einem Artikel im Columbia Spectator dauerte die Forschungsarbeit rund sechs Jahre. In dieser Zeit untersuchte das Team, ob sich der Garprozess mit derselben Pr\u00e4zision steuern l\u00e4sst wie die digitale Fertigung. An dem Projekt arbeiteten Studierende und Ingenieur:innen aus verschiedenen Fachrichtungen der Columbia University mit.<\/p>\n<div id=\"attachment_68710\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68710\" class=\"size-full wp-image-68710\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/12\/3d-printed-steak-.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-68710\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Beispiel f\u00fcr 3D-gedrucktes Fleisch <\/span>(bild : Steakholder Foods)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ziel des Projekts war es, das Lasergaren direkt in den 3D Druckprozess zu integrieren. Anstatt die Lebensmittel zun\u00e4chst zu drucken und anschlie\u00dfend im Ofen zu garen, wird die Hitze gezielt w\u00e4hrend der Herstellung eingebracht. So lassen sich einzelne Bereiche einer gedruckten Struktur gezielt garen, w\u00e4hrend ihre Form erhalten bleibt.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2828455347\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Aus reinen Zutaten wird ein 3D-gedrucktes Gericht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das bei der Vorf\u00fchrung pr\u00e4sentierte Gericht wurde aus 14 Zutaten zubereitet, die in g\u00e4ngigen Lebensmittelgesch\u00e4ften zu finden sind. Diese Zutaten wurden vor dem Drucken mit herk\u00f6mmlichen K\u00fcchenutensilien vorbereitet. Durch die gezielte Anpassung der Laserleistung w\u00e4hrend des Drucks erzielten die Forscher:innen Texturen, die konventionell gegarten Speisen deutlich n\u00e4her kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeit baut auf fr\u00fcheren Projekten des Creative Machines Lab der Columbia University im Bereich des Lebensmittel 3D-Drucks auf. In einem fr\u00fcheren Projekt hatte das Team bereits ein <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/kaesekuchen-aus-dem-3d-drucker-310320231\/\">3D-gedrucktes Dessert aus sieben Zutaten<\/a> vorgestellt, das mit essbaren Druckmaterialien und einem schichtweisen Druckverfahren hergestellt wurde. Damals lag der Fokus auf der Kombination verschiedener Materialien und auf der Frage, wie sich der 3D-Druck k\u00fcnftig mit softwaregesteuerten Garmethoden in K\u00fcchenger\u00e4ten verbinden l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/AhVfU71tb2k?si=7ezujo82wWyX84Dz\" width=\"700\" height=\"400\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zentrale Forschungsteam bestand aus Blutinger, Evan Lloyd Omo und Pol Bernat, unterst\u00fctzt von etwa 30 bis 40 weiteren Studierenden und Ingenieuren. Blutinger hob hervor, welches Potenzial in einer bewussteren und transparenteren Zubereitung von Lebensmitteln steckt. \u201eSolche Technologien k\u00f6nnten Menschen dabei helfen, bewusster zu essen, besser zu verstehen, was in ihren Lebensmitteln steckt, und ihre Herkunft zu kennen\u201c, sagte er. Laut dem Columbia Spectator liegt der Fokus der weiteren Forschung auf der Bewertung des N\u00e4hrwerts von lasergegarten Lebensmitteln im Vergleich zu konventionell zubereiteten Speisen.<br \/>\nObwohl es sich noch um einen Prototyp in der Forschung handelt, zeigen die Arbeiten, wie digital gesteuertes Garen helfen kann, eine zentrale Schw\u00e4che des 3D-Drucks im Lebensmittelbereich zu beheben. Der Ansatz er\u00f6ffnet neue Perspektiven f\u00fcr personalisierte Ern\u00e4hrung, Lebensmittel mit angepasster Textur und softwaregest\u00fctzte Lebensmittelproduktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sieht es aus, w\u00fcrden Sie so ein 3D-gedrucktes und mit Laser gegartes Gericht probieren? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns\u00a0<a id=\"menur3ju\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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