{"id":65195,"date":"2025-09-29T15:00:31","date_gmt":"2025-09-29T13:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=65195"},"modified":"2025-09-30T10:45:37","modified_gmt":"2025-09-30T08:45:37","slug":"3d-druck-bauhaus-universitaet-weimar-290920251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-bauhaus-universitaet-weimar-290920251\/","title":{"rendered":"Der 3D-Druck in einer historischen Bildungseinrichtung: Einblicke in die Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der 3D-Druck findet bereits zahlreiche Anwendungsbereiche in traditionell <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/harris-tweed-setzt-auf-3d-druck-060620251\/\">handwerklichen<\/a> und k\u00fcnstlerischen Bereichen. An der Schnittstelle von Gestaltung, Technik und Innovation spielt er besonders in kreativen Disziplinen eine immer bedeutendere Rolle \u2013 so nat\u00fcrlich auch in der universit\u00e4ren Bildung dieser Bereiche. Die Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar, mit ihrer traditionsreichen Verbindung von Kunst, Design, Architektur und Ingenieurwesen, bietet ein ideales Umfeld, um die Potentiale solch einer Technologie zu erforschen und weiterzuentwickeln. Studierende und Forschende nutzen den 3D-Druck nicht nur zur Umsetzung in der Design Praxis, sondern auch zur Entwicklung neuartiger Materialien, nachhaltiger Bauweisen und interdisziplin\u00e4rer Projekte. Wir sprachen mit Professoren und Dozenten verschiedener Forschungsrichtungen der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar, die uns zeigten, wie die additive Fertigung an solch einer historischen Bildungseinrichtung genutzt werden kann. Von kreativen Diskursen rund um Designphilosophien zu praktischen Anwendungen in Bau und Materialwissenschaft, hier finden Sie spannende Einblicke in die Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar und den Potentialen von <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-technologies\/\">3D-Drucktechnologien<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gr\u00fcndung des historischen Bauhauses erfolgte in einer Zeit des gesellschaftspolitischen Umbruchs und verfolgte das Ziel, die Potentiale der immer weiter voranschreitenden Industrialisierung zu nutzen. Die Technologieaffinit\u00e4t der Universit\u00e4t, sowie die Verkn\u00fcpfung von Technologie und k\u00fcnstlerischem Schaffen begleitet Forschende des Bauhauses also schon seit jeher. In diesem Artikel k\u00f6nnen Sie nun kontempor\u00e4re Einblicke in die Arbeiten der Bauhaus Universit\u00e4t Weimar gewinnen \u2013 Vertreter der Fakult\u00e4ten von Bau und Umwelt und Kunst und Gestaltung teilen ihre Expertise mit uns und zeigen, wie 3D-Drucktechnologien ihre Lehre und Forschung beeinflussen.<\/p>\n<div id=\"attachment_65203\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65203\" class=\"size-full wp-image-65203\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_4-1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_4-1.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_4-1-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_4-1-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65203\" class=\"wp-caption-text\">Jun.-Prof. Dr.-Ing. Luise G\u00f6bel leitet die \u201eNanoMatFutur\u201c-Nachwuchsgruppe zum Projekt \u201eStimuCrete\u201c, die vom BMBF gef\u00f6rdert wird (Bild: Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar)<\/p><\/div>\n<h2>Werkstoffmechanik, Designtheorie und Designforschung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Universit\u00e4t ist international f\u00fcr ihre besondere Designausbildung bekannt, doch auch Disziplinen wie Architektur und Materialwissenschaften sind in Weimar vertreten. So besch\u00e4ftigt sich Jun.-Prof. Dr.-Ing. Luise G\u00f6bel, Juniorprofessorin f\u00fcr Werkstoffmechanik, mit nachhaltigen und digitalen Bauthemen \u2013 mit dem 3D-Druck befasst sie sich schon seit knapp zehn Jahren. Seither begleitet sie das Thema kontinuierlich. Der 3D-Druck bietet ein hohes Innovationspotential in der Baubranche, so Prof. G\u00f6bel, sowie eine starke wissenschaftliche Relevanz in ihrem Forschungsgebiet. Dem 3D-Druck folgt eine \u201e<em>enorme Strahlkraft in der Wissenschaftswelt<\/em>\u201c und in ihrer eigenen Forschung hat die Technologie schon l\u00e4nger Eingang gefunden. Sie betont besonders die F\u00e4higkeit, schnelle Demonstrationen oder Einzelteile schnell herstellen zu k\u00f6nnen, sowie die Prototypenherstellung: \u201e[Mit dem 3D-Druck] <em>k\u00f6nnen wir auch Geometrien testen, die wir dann sp\u00e4ter in den gr\u00f6\u00dferen Betondruckern umsetzen wollen (\u2026). Insofern ist der Einfluss auf Arbeitsprozesse tats\u00e4chlich sehr gro\u00df<\/em>.\u201c<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-786064923\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Vertreter einer k\u00fcnstlerischen Disziplin konnten wir mit Dr. Michael Braun sprechen. Er ist Produktdesigner und Designwissenschaftler und ist seit 2018 an der Fakult\u00e4t Kunst und Gestaltung an der Professur Designtheorie und Designforschung t\u00e4tig. Anders aber doch \u00e4hnlich blickt er auf das Potential des 3D-Drucks. Besonders zeitgen\u00f6ssische Designkulturen, digitale Entwurfsprozesse und die gestalterische Praxis werden in seiner Forschung thematisiert und der 3D-Druck selbst spielt hier eine gro\u00dfe Rolle. Denn: die Technologie begleitet ihn schon seit Beginn seines Studiums \u2013 laut ihm hat die additive Fertigung das Potential \u201e<em>neue Fragen an das Verh\u00e4ltnis von Entwurf, Material und Technologie<\/em>\u201c aufzuwerfen, die die additive Fertigung zu einem kulturellen, gestalterischen und erkenntnistheoretischen Spannungsfeld machen. Schon in seiner Masterarbeit, die sich mit der Frage besch\u00e4ftigte, wie digitale Werkzeuge die Trennung von Entwurf und Ausf\u00fchrung aufl\u00f6sen k\u00f6nnen, fokussierte er sich auf den 3D-Druck. Diese Arbeit f\u00fchrte er in seiner Promotion zu potentiellen Weiterentwicklungen der additiven Fertigung und des robotischen 3D-Drucks weiter.<\/p>\n<div id=\"attachment_65197\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65197\" class=\"size-full wp-image-65197\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_2.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_2-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_2-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65197\" class=\"wp-caption-text\">Parametric Glasses Masterarbeit von Dr. Michael Braun zur Autorenschaft von digitalen Entw\u00fcrfen (Bild: Michael Braun)<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zwei faszinierende Perspektiven und Projekte<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00f6bel besch\u00e4ftigt sich \u2013 neben der Prototypenherstellung und der Visualisierung von Ideen &#8211; besonders in ihrem Projekt &#8222;StimuCrete&#8220; mit der Technologie. Gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt, erforscht das das Projekt das sogenannte rheologische Verhalten von Beton. Es verfolgt das Ziel, Beton ein intelligentes Verhalten zu verleihen. Was auf den ersten Blick kompliziert erscheint, k\u00f6nnte im 3D-Betondruck entscheidende Fortschritte mit sich bringen \u2013 einfach gesagt soll der Beton w\u00e4hrend des Druckvorgangs flexibel und flie\u00dff\u00e4hig bleiben, aber nach dem Austritt aus dem Druckkopf sofort verfestigen, um die nachfolgende Schicht Material gut tragen zu k\u00f6nnen. \u201e<em>Das Umschalten dieses Verhaltens wollen wir quasi auf Knopfdruck erm\u00f6glichen<\/em>\u201c, sagt G\u00f6bel zum Ziel des StimuCrete Projekts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Braun sieht im 3D-Druck hingegen ein Werkzeug, das gestalterische Prozesse grundlegend transformieren kann. Traditionell seien Fertigungsprozesse strikt getrennt gewesen \u2013 denken Sie z.B. an einen Architekten, der ein Haus entwirft und eine Baufirma, die diesen Entwurf schlie\u00dflich umsetzt. Mit der additiven Fertigung sind laut Braun Entwurf und Ausf\u00fchrung nicht l\u00e4nger getrennte Phasen: \u201e<em>Entwurf ist nicht mehr das, was vor der Fertigung abgeschlossen ist, sondern etwas, das w\u00e4hrend der Fertigung weitergeschrieben wird<\/em>\u201c. Dies f\u00fchrt auch zu gestalterischen Spannungen, wie er uns mitteilt. So kann die mechanische Pr\u00e4zision, die mit dem 3D-Druck einhergeht, faszinierende Fragen zu gestalterischen Prozessen aufwerfen \u2013 \u201e<em>wie sich gestalterische Prozesse unter digitalen Bedingungen ver\u00e4ndern \u2013 und was dabei aus dem Handwerk wird<\/em>\u201c, das waren Forschungsfragen, die Braun zum 3D-Druck f\u00fchrten. Besonders interessiert ihn daran die \u201e<em>digitale Handwerklichkeit<\/em>\u201c, bei der nicht Perfektion, sondern eine kritische Auseinandersetzung mit Abweichungen, Materialverhalten und Emergenz im Vordergrund steht. Kurz gesagt: die Imperfektionen, die w\u00e4hrend des Druckprozesses entstehen, k\u00f6nnen nicht als \u201eFehler\u201c gesehen, sondern stattdessen als gestalterisches Mittel verstanden werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_65196\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65196\" class=\"size-full wp-image-65196\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_1.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_1-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_1-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65196\" class=\"wp-caption-text\">Promotionsarbeit von Dr. Michael Braun zu robotischem 3D-Druck von Porzellan und handwerklicher Prozessualit\u00e4t. In der Arbeit formulierte er den Ansatz des &#8222;Deviation-driven Design&#8220;. Zu sehen ist ein iterativ erstelltes Design des empirischen Teils der Arbeit (Bild: Michael Braun)<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Studierende als Mittler additiver Technologien<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sowohl Jun.-Prof. Dr.-Ing. Luise G\u00f6bel als auch Dr. Michael Braun beobachten bei ihren Studierenden eine hohe Begeisterung f\u00fcr das Thema. Die additive Fertigung wird nicht nur als technologische Neuheit verstanden, sondern als M\u00f6glichkeit, \u00f6kologische, soziale und gestalterische Fragen neu zu \u00fcberdenken. Themengebiete, die in den Modulen zu 3D-Druck der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar gelehrt werden, drehen sich z.B. um ressourcenschonendes Bauen, digitale Produktionskulturen und neue Formen \u00e4sthetischer Praxis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Jahr wird mit dem <em>DigitalPrintCreteLab<\/em> ein eigenes Labor an der Universit\u00e4t entstehen, das Studierenden die M\u00f6glichkeit gibt, unter Anleitung von Fachpersonal eigene additive Versuchsexperimente durchzuf\u00fchren. \u201e<em>Dieses Labor besteht neben dem eigentlichen Ger\u00e4t zum Druck aus einer Vielzahl von Sensoren, sodass der Druckprozess und das Ergebnis aus den verschiedensten Blickwinkeln untersucht und bewertet werden k\u00f6nnen<\/em>\u201c, sagt G\u00f6bel zu der neuen Einrichtung. Zudem bietet die Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar demn\u00e4chst eine Lehrveranstaltung an, die \u201e<em>neben den theoretischen Grundlagen auch Kenntnisse zu informationstechnischen Schnittstellen, materialwissenschaftlichen Fragestellungen und der elektrotechnischen Konzeption so praxisnah wie m\u00f6glich vermittelt.<\/em>\u201c Doch nicht nur Materialwissenschaftler oder Bauingenieure werden mit dem Modul angesprochen, Studierender aller Fakult\u00e4ten sollen von den Lehrinhalten zum 3D-Druck inspiriert werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_65200\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65200\" class=\"size-full wp-image-65200\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_5.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_5.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_5-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_5-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65200\" class=\"wp-caption-text\">Das StimuCrete Projekt hat das Ziel, einen intelligenten Beton zu entwickeln\u00a0(Bild: Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Kursformat <em>Robotic Tectonics I<\/em> und <em>Robotic Tectonics II<\/em> erprobten Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen und Gestaltung gemeinsam robotisch gesteuerte 3D-Druckprozesse. Das Ziel dieses Moduls (speziell <em>Robotic Tectonics II<\/em>) war es, nicht-standardisierte Bauteile aus verschiedensten Materialien zu entwerfen, zu drucken und robotergesteuert zu verbauen. Die tats\u00e4chliche Umsetzung von interdisziplin\u00e4ren Entwurfs- und Bauprozessen war hier besonders wichtig. In diesem interdisziplin\u00e4ren Lehrformat, das Dr. Michael Braun zusammen mit Prof. Dr. Jan Willmann, Prof. Dr. Lars Abrahamczyk und Melad Haweyou durchf\u00fchrte, stand es den Studierenden offen, wie sie ihre Entw\u00fcrfe der zu verbauenden Komponenten umsetzen wollen, doch viele nutzten schlussendlich den 3D-Druck. Wie Braun erkl\u00e4rt: \u201e<em>Der 3D-Druck wird dabei nicht nur als Fertigungstechnologie verstanden, sondern als Gestaltungsmedium, das die Studierenden bef\u00e4higt, materialbasierte Experimente durchzuf\u00fchren.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In allen hier genannten Lehrveranstaltungen konnten Studierende praktische Einblicke in die Fertigungsprozesse mit 3D-Drucktechnologien gewinnen. G\u00f6bel betont, dass Studierende besonders am 3D-Druck interessiert sind, weil die Technologie in ihrer zuk\u00fcnftigen Arbeitswelt eine gro\u00dfe Rolle spielen wird. Sie hebt zudem hervor, dass Studierende als bedeutende Multiplikatoren agieren, \u201e<em>die Ideen aus der Forschung in die Praxis tragen k\u00f6nnen<\/em>\u201c, weshalb die Er\u00f6ffnung des neuen Labors und der Entwicklung neuer Ideen durch die Studierenden so wegbereitend ist. Braun zeigt uns, dass die Haltungen der Studierenden gegen\u00fcber des 3D-Drucks sehr vielf\u00e4ltig sind: \u201e<em>Einige Studierende sehen im 3D-Druck zun\u00e4chst ein \u201aneutrales\u2018 Werkzeug zur Umsetzung komplexer Geometrien. Andere nutzen ihn als Ausdrucksform, als Medium f\u00fcr gestalterische Spekulationen oder als kritisches Gegen\u00fcber<\/em>.\u201c Somit kann die additive Fertigung an der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar nicht nur als eine neue Technologie verstanden werden, sondern als Treiber interdisziplin\u00e4rer Bildung, innovativer Ideen und diverser Forschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch 3D-Druck Anf\u00e4ngerkurse, sowie fortgeschrittene Kurse zu <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/top-10-cad-software-fuer-jedes-niveau\/\">CAD<\/a> Modellierung, parametrischem Design und 3D-Druck werden an der Universit\u00e4t angeboten. Niklas Hamann, Promovent an der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar, betreut diese Kurse und forscht zu ma\u00dfgeschneiderten 3D-Druckl\u00f6sungen f\u00fcr Orthetik und dessen Potentiale und Auswirkungen auf das Design. Sein Werk wurde unter anderem in der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-pioneers-challenge-kuert-den-pioneer-of-the-decade-070520251\/\">3D Pioneers Challenge<\/a> 2017 gek\u00fchrt, wo er mit seinem RIG3D Projekt in der Kategorie MedTech gewann.<\/p>\n<div id=\"attachment_65198\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65198\" class=\"size-full wp-image-65198\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_3.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_3.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_3-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_3-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65198\" class=\"wp-caption-text\">Ma\u00dfgeschneiderte Orthesen aus der Promotionsarbeit von Niklas Hamann (Bild: Niklas Hamann)<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Eine Technologie, verschiedene Perspektiven<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 3D-Druck an der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar ist weit mehr als nur ein technisches Werkzeug, er ist zugleich Experimentierfeld, didaktisches Medium und gestalterische Herausforderung. Ob in der Entwicklung neuartiger Betonrezepturen oder in der kritischen Reflexion algorithmischer Entwurfsprozesse \u2013 das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Fertigung wird an der Bauhaus Universit\u00e4t Weimar sowohl durch den 3D-Druck gepr\u00e4gt als auch im Gegenzug von Forschenden und Studierenden neu hinterfragt und definiert. Ganz im Sinne des historischen Bauhausgedanken, der einst Kunst, Handwerk und Industrie vereinte, streben Designer*innen, K\u00fcnstler*innen, Bauingenieur*innen, Architekt*innen, usw. danach, grundlegende Fragen an Designprozessen, Produktionskulturen und gestalterische Verantwortung zu erforschen.<\/p>\n<div id=\"attachment_65201\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65201\" class=\"size-full wp-image-65201\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_6.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_6.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_6-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/09\/bauhaus_6-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-65201\" class=\"wp-caption-text\">Das Robotic Tectonics II Modul auf der Summaery 2025 (Bild: Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir bedanken uns bei Prof. Dr. G\u00f6bel, Dr. Braun und Herr Hamann, die diesen Artikel m\u00f6glich gemacht haben! F\u00fcr mehr Informationen zu den Projekten und Forschungsstr\u00e4ngen der Interviewpartner, klicken Sie <a href=\"https:\/\/www.uni-weimar.de\/de\/bau-und-umwelt\/professuren\/werkstoffmechanik\/team\/jun-prof-dr-ing-luise-goebel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> (Prof. Dr. Luise G\u00f6bel), <a href=\"https:\/\/michaelbraun-design.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> (Dr. Michael Braun) und <a href=\"https:\/\/niklas-hamann.com\/about\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> (Niklas Hamann).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von den Ans\u00e4tzen der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar? 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