{"id":64254,"date":"2025-08-05T00:01:51","date_gmt":"2025-08-04T22:01:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=64254"},"modified":"2025-07-31T12:36:28","modified_gmt":"2025-07-31T10:36:28","slug":"3dstartup-amarea-technology-mulit-material-jetting-050820251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3dstartup-amarea-technology-mulit-material-jetting-050820251\/","title":{"rendered":"#3DStartup: Wie AMAREA Technology mit seiner Multi Material Jetting-Technologie die Zukunft von AM mitgestaltet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir wissen, ist der Markt der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additiven Fertigung<\/a> sehr dynamisch. Zahlreiche Unternehmen wollen sich mit ihrem Ansatz positionieren und bieten leistungsstarke Hard- und Software an, um Herausforderung in AM zu bew\u00e4ltigen. Mittlerweile gibt es daher eine gro\u00dfe Bandbreite an innovativen Technologien und ein umfangreiches Spektrum an AM-Materialien. Diese \u00f6ffnen die Pforten f\u00fcr immer mehr m\u00f6gliche Anwendungen in unterschiedlichen Sparten. Mit der zunehmenden Professionalisierung des 3D-Drucks und seinem Einzug in Hochleistungssektoren steigen jedoch auch die Anforderungen. So wird die Nachfrage nach zuverl\u00e4ssigen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/multi-material-druck-leitfaden-100120241\/\">Multi-Material-L\u00f6sungen<\/a> immer lauter. Ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, ist AMAREA Technology. Das deutsche Startup entwickelt industrielle 3D-Drucker, die mehrere Materialien gleichzeitig verarbeiten k\u00f6nnen, sowie die passenden Druckmaterialien. Mit seiner Technologie, dem Multi Material Jetting, m\u00f6chte AMAREA Technology sowohl bestehende als auch neue Anwender f\u00fcr die additive Multi-Material-Fertigung begeistern, und verfolgt das gro\u00dfe Ziel, gemeinsam mit seinen Kunden ressourceneffizienter zu produzieren und die Zukunft der Fertigung aktiv mitzugestalten. Im Interview mit den Gr\u00fcndern sprachen wir \u00fcber die Anf\u00e4nge des Unternehmens, die Motivation zur Gr\u00fcndung, die Multi Material Jetting-Technologie und deren Vorteile.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: K\u00f6nnten Sie sich kurz vorstellen und erz\u00e4hlen, wie Sie zum 3D-Druck gekommen sind?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">AMAREA Technology ist Systementwickler und -hersteller von additiven Fertigungsmaschinen f\u00fcr industrielle Anwendungen, die Hochleistungswerkstoffe wie <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/technische-keramiken-in-der-additiven-fertigung-030320221\/\">technische Keramiken<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-materialien-teil-2-metalle\/\">Metalle<\/a>, Verbundwerkstoffe aber auch Polymere verarbeiten und vor allem in einem Druckprozess kombinieren k\u00f6nnen und damit die noch recht neue Sparte des Multi-Material-3D-Drucks adressieren. Das Unternehmen hat drei Gr\u00fcndungsgesellschafter, bestehend aus Steven Weingarten (CEO), Lutz Gollmer (COO) und Robert Johne (CTO). Steven Weingarten und Robert Johne haben beide einen werkstoffwissenschaftlichen und Herr Gollmer einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Unser Ursprung liegt in der angewandten Forschung. Alle Gr\u00fcnder waren jahrelang am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Keramische Technologien und Systeme (IKTS) t\u00e4tig, in der die Technologie des <strong>Multi Material Jettings<\/strong> ab 2014 von Herrn Weingarten entwickelt und mit Unterst\u00fctzung des vom Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Klima BMWK initiierten Forschungstransfers-Programms EXIST ab 2021 kommerzialisiert wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_64327\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64327\" class=\"wp-image-64327 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-team.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-team.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-team-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-team-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-64327\" class=\"wp-caption-text\">Das Team von AMAREA Technology v.l.n.r.: Steven Weingarten (co-Founder, CEO &amp; Managing Partner), Robert Johne (co-Founder + CTO), Philipp Horn (Angestellter), Lutz Gollmer (co-Founder, COO &amp; Managing Partner)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg zum (Multi-Material)-3D-Druck begann im Jahr 2014 am Fraunhofer IKTS, als Steven Weingarten noch als Student vor der Herausforderung stand, verschiedene technische Keramiken miteinander zu kombinieren und dies gleichzeitig mit einer Formfreiheit, wie sie herk\u00f6mmliche Herstellungsverfahren wie z. B. der keramische <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/spritzguss-vs-3d-druck-110720241\/\">Spritzguss<\/a> nicht hergeben, umzusetzen. Die damals schnellste und vermutlich unkonventionellste L\u00f6sung war es, nachdem auf dem Markt keine kommerziell erh\u00e4ltliche Technologie zur Verf\u00fcgung stand, eine eigene Technologie zu entwickeln, die damals unter dem Namen \u201eThermoplastic 3D-Printing &#8211; T3DP\u201c startete. Nach erfolgreichen Versuchen mit Oxidkeramiken und sp\u00e4ter der Kombination Edelstahl mit <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/leidfaden-zirkoniumdioxid-3d-druck-080720251\/\">Zirconiumoxid<\/a>, wurde ein auf<span class=\"s1\">\u00a0<\/span>Mikrodosiersystemen basierendes Anlagenkonzept entwickelt und folgend im EU-Projekt CerAMfacturing das Material- und Prozessverst\u00e4ndnis dieser neuen Technologie signifikant erweitert. 2017 konnten so erstmalig Bauteile bestehend aus bis zu vier unterschiedlichen Materialien gefertigt werden. Auch Sintergl\u00e4ser mit verschiedenfarbig lumineszierend Partikeln die unter Lichteinwirkung nachleuchten oder endkonturnahe Werkzeugrohlinge aus Hartmetall, deren mechanischen Eigenschaften den konventionell gefertigten Komponenten in nichts nachstehen, konnten so umgesetzt werden.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-1152326\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: Wie kam es zur Gr\u00fcndung von AMAREA und was sind eure Ziele?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Erfolg der ersten Versuche und die Faszination f\u00fcr diese Technologie \u2013 insbesondere das Potential, Funktionalit\u00e4t direkt in Bauteile zu integrieren und diese auch zu miniaturisieren \u2013 f\u00fchrte dazu, die Technologie breiter aufzustellen und von der Forschung in die Anwendung zu bringen. Bei Fraunhofer passiert dies \u00fcblicherweise \u00fcber den Mechanismus der Technologieverwertung. So konnte die nun unter dem Namen <strong>Multi Material Jetting (MMJ)<\/strong> entwickelte Technologie entweder \u00fcber die Lizensierung bzw. den Verkauf an etabliertes Unternehmen in den Markt finden, oder z. B. \u00fcber den Weg eines Spin-offs, in dem ein auserw\u00e4hltes Team aus dem Fraunhofer IKTS den Schritt der Kommerzialisierung der Technologie in die eigenen H\u00e4nde nahm. Mit dem erfolgreichen Einwerben des Forschungstransfer-Programms EXIST des BMWK, der positiven Evaluierung in der Transferphase und dem Aushandeln der Lizenzen aus der Fraunhofer Gesellschaft heraus, begann unsere Geschichte, um die MMJ-Technologie in ein von Fraunhofer losgel\u00f6stes Startup zu \u00fcberf\u00fchren. Die Resonanz zur MMJ-Technologie aus der Industrie ermutigte die Gr\u00fcnder von Beginn an, den Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit zu wagen und so wurde AMAREA Technology am 3. Februar 2023 in Dresden gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als junges Unternehmen bringen wir nicht nur frischen Wind in den Markt, sondern verstehen uns als technologiegetriebener Innovationspartner \u2013 weit \u00fcber die Rolle eines klassischen Hardware-Lieferanten hinaus. Unser Ziel ist es, die additive Fertigung mit Multi-Material-Technologien auf das n\u00e4chste Level zu heben. Daf\u00fcr bieten wir ein ganzheitliches System bestehend aus <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/beliebte-3d-drucker-040720171\/\">3D-Druckern<\/a>, ma\u00dfgeschneiderten Werkstoffen und begleitenden Services entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 von der Machbarkeitsanalyse \u00fcber die Werkstoffauswahl und Designentwicklung bis hin zur Prozessintegration.<\/p>\n<div id=\"attachment_64332\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64332\" class=\"wp-image-64332 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-printer.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-printer.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-printer-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-printer-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-64332\" class=\"wp-caption-text\">Der Multi-Material-3D-Drucker MMJ ProX6L verarbeitet bis zu sechs verschiedene Materialien in einem Druckprozess.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit unserer Multi Material Jetting (MMJ) Technologie erm\u00f6glichen wir den industriellen 3D-Druck funktionaler Bauteile aus bis zu sechs verschiedenen Materialien \u2013 in einem einzigen, automatisierten Druckprozess. So lassen sich mechanische, elektrische, thermische oder optische Eigenschaften in einem Bauteil gezielt kombinieren. Das er\u00f6ffnet v\u00f6llig neue Anwendungsfelder in Branchen wie Elektronik, <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-luft-und-raumfahrt-und-verteidigung\/\">Luft- und Raumfahrt<\/a> oder Energietechnik. Unsere Vision: Unseren Teil dazu beizutragen, den 3D-Druck zum Innovationstreiber f\u00fcr eine neue Generation technischer Produkte zu machen. Wir wollen Herstellern, Designern und vor allem Entwicklern ein Werkzeug an die Hand geben, um nachhaltige, intelligente und leistungsstarke Bauteile bis hin zu Baugruppen zu entwickeln, die heute entweder noch als unm\u00f6glich gelten oder nur mit erheblichen Mehraufwand zu fertigen sind und damit einen Beitrag zu einer zukunftsf\u00e4higen industriellen Produktion leisten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: Wie funktioniert die MMJ-Technologie?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">MMJ ist eine zukunftsorientierte Additive Manufacturing-Technologie, bei der thermoplastische Materialien zum Einsatz kommen. Es steht sozusagen komplement\u00e4r zu etablierten Fertigungsverfahren wie dem Spritzguss, weist aber deutlich mehr Gestaltungsfreiheit auf und bringt eine gr\u00f6\u00dfere Materialkombinationsfreiheit mit. Statt Material in komplexe Formwerkzeuge zu spritzen, arbeitet MMJ \u00e4hnlich wie ein Tintenstrahldrucker \u2013 jedoch mit hochpr\u00e4zisen, partikelgef\u00fcllten Tropfen im Nanoliterbereich. Diese Tropfen bestehen aus thermoplastischen Polymeren, die mit funktionalen Werkstoffen wie Keramiken, Metallen, Gl\u00e4sern oder Verbundmaterialien, welche in Pulverform vorliegen, gef\u00fcllt sind. Das Material wird im festen Zustand in ein Materialreservoir gegeben, dort lokal aufgeschmolzen und \u00fcber die Druckk\u00f6pfe selektiv als Einzeltropfen abgelegt. Beim \u201eJetten\u201c der Tropfen verschmelzen diese sofort miteinander und erstarren innerhalb von Millisekunden. Das Besondere: Durch die tropfenweise Materialablage k\u00f6nnen werkstoffklassen\u00fcbergreifende Materialien pr\u00e4zise und selektiv abgelegt und so innerhalb komplexer Geometrien kombiniert werden \u2013 strukturell getrennt oder funktionell gradiert \u00fcbergehend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ergebnis: multifunktionale Bauteile mit ma\u00dfgeschneiderten Eigenschaften, hergestellt in nur einem Fertigungsschritt. Dabei wird nur so viel Material verwendet, wie tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt wird \u2013 ein klarer Vorteil in puncto Ressourceneffizienz. Die MMJ-Technologie ist in der Lage Prozesskennwerte wie Tropfendurchmesser und -h\u00f6he pr\u00e4zise zu parametrieren: Tropfendurchmesser von 200 bis \u00fcber 1000 \u00b5m sowie Schichth\u00f6hen von 80 bis 500 \u00b5m lassen sich individuell anpassen \u2013 sogar w\u00e4hrend des laufenden Druckprozesses. So wird eine geometrie- und funktionsspezifische Materialdosierung m\u00f6glich. Die gedruckten Gr\u00fcnlinge lassen sich direkt von der Bauplattform entnehmen und der thermischen Weiterverarbeitung (in Form einer Entbinderung und Sinterung) zuf\u00fchren, sodass am Ende Bauteile mit finalen technischen Eigenschaften entstehen. Kurz gesagt: MMJ vereint Material, Funktion und Form in einem einzigen, digitalen Prozess \u2013 effizient, skalierbar und bereit f\u00fcr den industriellen Einsatz.<\/p>\n<div id=\"attachment_64328\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64328\" class=\"wp-image-64328 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-material.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-material.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-material-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-material-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-64328\" class=\"wp-caption-text\">Das Material-Portfolio von AMAREA Technology. Von Oxid-, Nitrid- und Karbidkeramiken \u00fcber gesinterte Gl\u00e4ser, Glaskeramiken, Hartmetalle und Cermets bis hin zu Metallen, Polymeren und partikelgef\u00fcllten Polymeren \u2013 das Spektrum an verarbeitbaren Werkstoffen ist breit gef\u00e4chert.<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: Was sind die gr\u00f6\u00dften Vorteile der Technologie? Wer profitiert besonders davon?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dften Vorteile sind folgende:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Materialvielfalt &amp; Funktionalit\u00e4t:<\/strong> Verschiedene Werkstoffe \u2013 z. B. Metalle, Keramiken, Gl\u00e4ser \u2013 lassen sich zum einen auf ein und demselben 3D-Drucker verarbeiten, aber auch, wenn die Materialien co-sinterf\u00e4hig sind, in einem einzigen Druckprozess kombinieren. So entstehen multifunktionale Bauteile mit ma\u00dfgeschneiderten Eigenschaften.<\/li>\n<li><strong>Pr\u00e4zision &amp; Ressourceneffizienz:<\/strong> Das tropfenweise Aufbringen erm\u00f6glicht h\u00f6chste Pr\u00e4zision und Ressourceneffizienz: Material wird nur dort abgelegt, wo es funktional gebraucht wird \u2013 ressourcenschonend und effizient.<\/li>\n<li><strong>Designfreiheit &amp; Komplexit\u00e4t:<\/strong> Ob Funktionalisierung bei gleichzeitiger Miniaturisierung, gradierte \u00dcberg\u00e4nge, definierte Porosit\u00e4ten, verschiedene Materialien und Farben oder komplexe Geometrien mit feinen Strukturen und nahtlose Material\u00fcberg\u00e4nge, mit der MMJ-Technologie werden Hochleistungswerkstoffe in Form gebracht.<\/li>\n<li><strong>Digital &amp; Werkzeuglos:<\/strong> Der gesamte Druckprozess ist digital steuerbar und erm\u00f6glicht eine flexible, schnelle und individualisierte Fertigung \u2013 ideal f\u00fcr Prototypen, Kleinserien, Funktionsbauteile und Baugruppen. Der integrierte Profilsensor sorgt f\u00fcr die notwendige Qualit\u00e4tssicherung.<\/li>\n<li><strong>Produktiv &amp; Innovation:<\/strong> Die MMJ-Technologie ist f\u00fcr zukunftsweisende Anwendungen konzipiert. Mono- und Multi-Material- Bauteile k\u00f6nnen mit bis zu sechs Druckk\u00f6pfen gleichzeitig hergestellt werden. Der Wechsel zu einem v\u00f6llig anderen Druckmaterial dauert weniger als eine Stunde, sodass das werkstoffklassen\u00fcbergreifende Materialportfolio in k\u00fcrzester Zeit genutzt werden kann. Bei Mono- Material-Bauteilen kann das Material im Falle eines Fehldrucks wiederverwendet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Anwender, die besonders von unserer MMJ-Technologie profitieren, sind vor allem Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, Hersteller im Bereich Elektronik und Sensorik, die Luft- und Raumfahrt, die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-automobil-und-transport\/\">Automobilindustrie<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-medizin-und-zahnmedizin\/\">Medizintechnik<\/a> und Individualisierung, sowie Startups und KMUs im Bereich Hochtechnologie. Kurzum: \u00dcberall dort, wo Innovation nicht nur in der Form, sondern vor allem in der Funktion gedacht werden muss und wo konventionelle Herstellungsverfahren an ihre Grenzen sto\u00dfen \u2013 sei es bei der Materialvielfalt, bei Geometriekomplexit\u00e4t, bei Funktionalit\u00e4t aber auch der Reduzierung der Anzahl an Fertigungsschritten \u2013 bringt MMJ den entscheidenden Vorsprung.<\/p>\n<div id=\"attachment_64330\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64330\" class=\"wp-image-64330 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-integrated-electronics.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-integrated-electronics.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-integrated-electronics-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-integrated-electronics-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-64330\" class=\"wp-caption-text\">Links: Diese CAD-Grafik zeigt ein Beispiel f\u00fcr eine komplexe Multi-Material-Struktur mit integrierter Leiterstruktur z.B. f\u00fcr ein Heiz- oder Sensorlayout. Rechts: Beispiele f\u00fcr 3D-gedruckte Komponenten aus gezielt kombinierten Materialien f\u00fcr den Einsatz in der Elektronik (Von links nach rechts: Keramik + luminiszierende Keramik, LTCC + Silber, Glas + Reinkupfer, Keramik + Edelstahl.<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: Wo liegen Herausforderungen?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie jede innovative Schl\u00fcsseltechnologie steht auch das Multi Material Jetting vor spezifischen Herausforderungen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong>Materialentwicklung &amp; -kompatibilit\u00e4t:<\/strong> Das Zusammenspiel verschiedener Hochleistungswerkstoffe in einem einzigen Fertigungsprozess erfordert tiefgehende materialwissenschaftliche Expertise. Jedes Material und jede Materialkombination bringen eigene Anforderungen an Rheologie, Sinterverhalten und anderen mit sich. Wir wissen um diese Herausforderung und haben eine ausgepr\u00e4gte werkstoffwissenschaftliche Expertise im Haus.<\/li>\n<li><strong>Standardisierung &amp; Skalierbarkeit:<\/strong> Additive Multi-Material-Prozesse sind in vielen Industrien aber auch Forschungseinrichtungen noch Neuland. Entsprechend fehlen teilweise etablierte Normen, Pr\u00fcfmethoden und Schnittstellen f\u00fcr eine Integration in bestehende Prozesse. Hier stehen wir f\u00fcr unseren Kunden beratend zu Seite.<\/li>\n<li><strong>Anwender-Know-how &amp; Umdenken:<\/strong> Die Potentiale der MMJ-Technologie lassen sich nur aussch\u00f6pfen, wenn Entwickler:innen fr\u00fchzeitig \u201eMulti-Material-gerecht\u201c denken. Das erfordert oft ein Umdenken in der Produktentwicklung und ben\u00f6tigt interdisziplin\u00e4res Wissen.<\/li>\n<li><strong>Fehlende Ressourcen:<\/strong> Nach dem 3D-Druck folgen Entbinderung, Sinterung und ggf. weitere Prozessschritte wie eine Oberfl\u00e4chenbearbeitung. Die thermische Prozessierung muss dabei auf das gew\u00e4hlte Materialsystem abgestimmt sein und nicht jedem Kunden steht eine entsprechende Infrastruktur zur Verf\u00fcgung, wenn es zur thermischen Prozessierung kommt. Hier stellt AMAREA Technology sein Partnernetzwerk zur Verf\u00fcgung, um notwendige Ofentechnik zu erwerben oder als Dienstleistung zu nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">3DN: Haben Sie noch ein paar abschlie\u00dfende Worte an unsere Leserschaft?<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Vision ist es, dass unsere MMJ ProX 3D-Drucker und deren Nachfolger in verschiedensten Branchen fest etabliert sind. Dabei wollen wir nicht nur Systeme liefern, sondern gemeinsam mit unseren Kunden L\u00f6sungen f\u00fcr die Produkte von morgen entwickeln. In f\u00fcnf Jahren sehen wir uns dort, wo die additive Fertigung mit mehreren Materialien nicht mehr nur ein Innovationsversprechen ist, sondern ein industrieller Standard f\u00fcr multifunktionale, intelligente und nachhaltige Bauteile.<\/p>\n<div id=\"attachment_64331\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-64331\" class=\"wp-image-64331 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-formnext.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-formnext.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-formnext-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/07\/amarea-formnext-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-64331\" class=\"wp-caption-text\">Das Team von AMAREA Technology auf der Formnext.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stehen in vielen Bereichen am Anfang einer technologischen Revolution, sei es das Quantencomputing, die Mobilit\u00e4t von Morgen oder eben auch die additive Fertigung. Gerade im AM-Bereich z\u00e4hlt dabei nicht mehr nur das \u201eWas und Wie\u201c, sondern vor allem das \u201eWarum&#8220;. Mit unserer MMJ-Technologie wollen wir Unternehmen und Entwickler:innen dabei unterst\u00fctzen, Produkte zu schaffen, die intelligenter, nachhaltiger und funktionaler sind als je zuvor. Daf\u00fcr brauchen wir Neugier, Offenheit und starke Partner, die bereit sind in die Zukunft zu investieren \u2013 und genau hier setzen wir mit AMAREA Technology an. Wir laden alle ein, mit uns gemeinsam neue Wege in der additiven Fertigung zu gehen. Denn wir glauben: Die Zukunft entsteht dort, wo Materialien und Funktionen nicht getrennt, sondern integriert gedacht werden. Mehr zum Unternehmen finden Sie <a href=\"https:\/\/www.amarea.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von AMAREA Technoloy? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a id=\"menur3js\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.facebook.com\/3dnativesde\/\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a id=\"menur3ju\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt f\u00fcr unseren\u00a0<a id=\"menur3k0\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\" href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">w\u00f6chentlichen Newsletter<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>*Bildnachweise: AMAREA Technology GmbH, Titelbild: Leuchtende Keramiken und Gl\u00e4ser. Die beiden linken Bildreihen zeigen 3D-gedruckte Bauteile aus Zirkoniumoxid in Kombination mit einem luminiszierenden Material. Rechts sind strukturierte Bauteile aus leuchtf\u00e4higem Glas dargestellt, die ebenfalls f\u00fcr funktionale oder \u00e4sthetische Anwendungen eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wir wissen, ist der Markt der additiven Fertigung sehr dynamisch. Zahlreiche Unternehmen wollen sich mit ihrem Ansatz positionieren und bieten leistungsstarke Hard- und Software an, um Herausforderung in AM zu bew\u00e4ltigen. 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