{"id":63158,"date":"2025-05-19T00:01:13","date_gmt":"2025-05-18T22:01:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=63158"},"modified":"2025-05-16T09:51:41","modified_gmt":"2025-05-16T07:51:41","slug":"3d-druck-haelt-schwedische-kernkraftwerke-in-schuss-190520251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-haelt-schwedische-kernkraftwerke-in-schuss-190520251\/","title":{"rendered":"3D-Druck h\u00e4lt schwedische Kernkraftwerke in Schuss"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Kaputtes wegwerfen und neukaufen ist zwar in einigen Branchen immer noch gang und g\u00e4be, dennoch setzen viele Industrien aus Kosten-, Zeit- und Nachhaltigkeitsgr\u00fcnden darauf, ihre altbew\u00e4hrten Mittel und Maschinen zu erhalten und deren Lebensdauer zu verl\u00e4ngern. Eine H\u00fcrde, mit denen sich viele Unternehmen dann konfrontiert sehen, ist, dass die notwendigen Ersatzteile mitunter nicht mehr hergestellt und geliefert werden k\u00f6nnen. Neue Modelle sind h\u00e4ufig nicht kompatibel. Diese Ersatzteil-Obsoleszenz betrifft insbesondere die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-automobil-und-transport\/\">Automobil<\/a>&#8211; und Bahnbranche, wo veraltete Teile f\u00fcr \u00e4ltere Z\u00fcge oder Oldtimer ausgewechselt werden m\u00fcssen, um den Betrieb weiter zu sichern. Aber auch in der Kernkraft ist dieses Problem festzustellen. Aus diesem Grund setzt Vattenfall aus Schweden auf die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additive Fertigung,<\/a> um seine Kernkraftwerke in Schuss zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Schweden gibt es insgesamt sechs Kernkraftwerke, f\u00fcnf davon geh\u00f6ren Vattenfall und wurden in den 1970ern und 80ern gebaut. Urspr\u00fcnglich war geplant, diese 60 Jahre lang in Betrieb zu halten. Nun wurde diese Zeit auf 80 Jahre Laufzeit erh\u00f6ht. Um jedoch die Sicherheit zu gew\u00e4hrleisen, m\u00fcssen einige Komponenten ersetzt werden. Allerdings mangelt es an qualifizierten Lieferanten, die Produktion bringt lange Vorlaufzeiten mit sich, und es ist mit hohen Kosten zu rechnen. Mitunter m\u00fcssen Teile gro\u00dffl\u00e4chig ausgetauscht werden, auch wenn nur ein kleines Element ausgedient hat. Gro\u00dfunternehmen in diesem Sektor haben daher aus Eigeninteresse relevante Subunternehmen aufgekauft, um ihre Lieferketten und die Ersatzteilversorgung zu sichern. Dies macht es f\u00fcr kleinere Betreiber zu einer schwierigen Aufgabe, die Teile der eigenen Reaktoren zu erneuern.<\/p>\n<div id=\"attachment_63161\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63161\" class=\"wp-image-63161 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-metal-printing.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-metal-printing.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-metal-printing-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-metal-printing-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-63161\" class=\"wp-caption-text\">Bj\u00f6rn Forssgren, Spezialist f\u00fcr metallische Werkstoffe bei Vattenfall pr\u00fcft 3D-gedruckte Rohrhalterungen vor der Installation in Ringhals 3.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vattenfall hatte sich 2017 erstmals dem 3D-Druck zugewandt und gemeinsam mit vier anderen Unternehmen in einen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/beliebte-3d-drucker-040720171\/\">3D-Drucker<\/a> investiert. F\u00fcr Vattenfall bedeutet dies, die Produktion von Ersatzteilen selbst zu steuern und selbstst\u00e4ndig zur Gew\u00e4hrleistung der Stromproduktion beizutragen. \u201e<em>Wir haben das Potential der AM-Technologie fr\u00fch erkannt, und in vielen Branchen ist sie bereits die neue Normalit\u00e4t. Das Wichtigste f\u00fcr uns ist die unglaubliche Flexibilit\u00e4t der Technologie. Wir k\u00f6nnen damit so ziemlich alles herstellen: Rohre, Ventile, Pumpengeh\u00e4use, Innenteile daf\u00fcr, und auch bei den Materialien gibt es keine Einschr\u00e4nkungen. Es lassen sich praktisch alle Arten von Legierungen einsetzen<\/em>\u201c, sagt Bj\u00f6rn Forssgren, Spezialist f\u00fcr metallische Werkstoffe im schwedischen Kernkraftwerk Ringhals, wo er in der Forschung und Entwicklung arbeitet.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-3830238857\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Qualit\u00e4tssicherung der 3D-gedruckten Teile f\u00fcr Kernkraftwerke<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vattenfalls integrierte die 3D-gedruckte Teile bereits in drei schwedischen Kernkraftwerken: in Ringhals (Westk\u00fcste), Forsmark (Ostk\u00fcste) und Oskarshamn (S\u00fcdosten, Eigentum von Fortum). F\u00fcr das Team stellte sich allerdings die ausschlaggebende Frage, wie die Qualit\u00e4t der additiv gefertigten Komponenten sichergestellt werden k\u00f6nne. Bisher investierte Vattenfalls daher viel Zeit, um Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen an den 3D-gedruckten Teilen vorzunehmen: sind die Teile fest, sind sie langlebig und widerstandsf\u00e4hig? \u201e<em>AM ist ein hochgradig kontrollierter Fertigungsprozess. Alle unsere Studien zeigen, dass die auf diese Weise hergestellten Komponenten mindestens genauso gut sind wie solche, die nach klassischen Verfahren gefertigt werden. Wir haben strikte Anforderungen und nutzen die Technologie, um sicherzustellen, dass die strukturelle Integrit\u00e4t gleich und in vielen F\u00e4llen sogar besser als bei herk\u00f6mmlichen Ersatzteilen ist<\/em>\u201c, hebt Forssgren hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedoch hinkt die Technologie ihrem Potential noch hinterher, denn auufgrund fehlender internationaler Normen druckt Vattenfall vorl\u00e4ufig nur Teile, die keinem hohen Druck ausgesetzt sind. F\u00fcr Teile, die unter hohem Druck stehen, br\u00e4uchte es eine fl\u00e4chen\u00fcbergreifende Normierung. \u201e<em>Wir hoffen, dass es eine solche Norm in naher Zukunft geben wird. Sobald das der Fall ist, k\u00f6nnen wir uns n\u00e4her damit befassen, solche Komponenten in unseren Anlagen zu installieren<\/em>\u201c, beteuert Forssgren.<\/p>\n<div id=\"attachment_63162\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63162\" class=\"wp-image-63162 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-3dprinting.png\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-3dprinting.png 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-3dprinting-600x343.png 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/05\/vattenfall-3dprinting-160x91.png 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-63162\" class=\"wp-caption-text\">Diese 3D-gedruckte Deckplatte st\u00fctzt die Brennst\u00e4be in einem Brennelement. Dieses Beispiel zeigt, wie Vattenfall 3D-Druck in Kernkraftwerken nutzt.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem sieht Vattenfall in AM eine Zukunftstechnologie, auf die das Unternehmen seine Strategie st\u00fctzt. So wird die Beschaffung einer eigenen 3D-Druckanlage in Erw\u00e4gung gezogen. Damit k\u00f6nnte sich auch der Anwendungsbereich der additiven Fertigung erweitern. Es w\u00e4re dann m\u00f6glich, dass Vattenfall in Zukunft auch 3D-gedruckte Teile f\u00fcr andere Arten der Stromerzeugung und f\u00fcr andere Kernkraftwerke fertigt. Vorerst konzentrieren sich die Verantwortlichen aber auf eine strukturierte und langfristige Integration der additiven Fertigung ins eigene Unternehmen, wie Forssgren zusammenfasst:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anlagen werden nicht j\u00fcnger. AM ist ein Instrument, um unsere Verf\u00fcgbarkeitsziele zu erreichen und das Risiko von Anlagenstopps verringert. In Bezug auf Komponenten, die in dieser Hinsicht als risikoreich gelten, wollen wir proaktiv arbeiten. Wir legen daher virtuelle Lager mit digitalen CAD-Modellen an, damit wir bei Bedarf neue Komponenten in 3D drucken k\u00f6nnen. Jede geplante Abschaltung ist extrem teuer, beeintr\u00e4chtigt die Verf\u00fcgbarkeit und schadet auch dem Vertrauen in die Kernenergie.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr dazu finden Sie <a href=\"https:\/\/group.vattenfall.com\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>. Was halten Sie davon, wie Vattenfall den 3D-Druck in Kernkraftwerken nutzt? Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. 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