{"id":62520,"date":"2025-06-12T15:00:49","date_gmt":"2025-06-12T13:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=62520"},"modified":"2025-06-11T15:43:16","modified_gmt":"2025-06-11T13:43:16","slug":"additive-fertigung-verteidigungsindustrie-120620251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung-verteidigungsindustrie-120620251\/","title":{"rendered":"Wie wird die additive Fertigung in der Verteidigungsindustrie eingesetzt?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Milit\u00e4r sind Flexibilit\u00e4t und Innovation der Schl\u00fcssel f\u00fcr erfolgreiche Eins\u00e4tze weltweit. Tats\u00e4chlich ist eines der pr\u00e4gnantesten Merkmale des Milit\u00e4rs die Schnelligkeit, mit der es agieren kann. Schnelligkeit und die F\u00e4higkeit, sich st\u00e4ndig zu ver\u00e4ndern, k\u00f6nnen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg im Einsatz ausmachen. Aus diesem Grund ist der Verteidigungssektor st\u00e4ndig auf der Suche nach Verbesserungsm\u00f6glichkeiten der so genannten &#8222;Einsatzbereitschaft&#8220;. Unter anderem mit Hilfe der additiven Fertigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der weltweite Markt f\u00fcr additive Fertigung in der Luft- und Raumfahrt und im Verteidigungssektor wird im Jahr 2022 auf rund 2,76 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt und soll bis 2032 auf rund 17,9 Milliarden US-Dollar ansteigen. Laut Inkwood Research w\u00e4chst der Markt mit einer CAGR-Rate von 20,48 %. Doch wie ist der aktuelle Stand der additiven Fertigung im Verteidigungsbereich? Wie hat sie sich entwickelt und welche Hindernisse stehen ihr noch im Weg? Wir haben einen genaueren Blick darauf geworfen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Staatliche Ma\u00dfnahmen f\u00fcr 3D-Druck-Technologien im Milit\u00e4r<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Die Vereinigten Staaten<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nutzung von 3D-Druck-Technologien im Milit\u00e4rsektor wird sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene von Regierungen vorangetragen. Als Beispiel l\u00e4sst sich hier einer der ersten und immer noch eifrigsten Verfechter des 3D Drucks in der nationalen Verteidigung anbringen: das US-Verteidigungsministerium (DOD).<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-985418746\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die amerikanischen Streitkr\u00e4fte, bestehend aus Heer, Marine, Luftwaffe, Marineinfanterie und Raumfahrtkorps, sind derzeit das drittgr\u00f6\u00dfte Milit\u00e4r der Welt und befehligten im Jahr 2024 rund 1 328 000 aktive Soldaten. Die zwei gr\u00f6\u00dften Streitkr\u00e4fte der Welt finden sich in der Volksrepublik China und Indien &#8211; im Vergleich zu den Vereinigten Staaten, haben diese L\u00e4nder eine weit h\u00f6here Bev\u00f6lkerungszahl. Prozentual gesehen macht das US-Milit\u00e4r jedoch einen viel gr\u00f6\u00dferen Anteil der Bev\u00f6lkerung und des Staatshaushaltes aus, als in China oder Indien. Die Kriege, in denen die USA derzeit verwickelt sind, machen die Notwendigkeit eines starken Milit\u00e4rs in den Augen der Amerikanischen Regierung noch umso wichtiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr dieses Ziel setzt das US-Verteidigungsministerium auf Flexibilit\u00e4t und Innovation &#8211; beides Schl\u00fcsselqualifikationen der additiven Fertigung. Im Januar 2021 f\u00fchrte dies zu einer eigens formulierten additiven Fertigung Strategie des Ministeriums. Auch die Ank\u00fcndigung der Regierung unter Biden im Mai 2022, AM mit der &#8222;AM Forward Initiative&#8220; zu integrieren, st\u00e4rkte die Strategie noch weiter. Die Ergebnisse dieser Initiativen sehen wir nun in der verst\u00e4rkten Nutzung von AM in allen Milit\u00e4rsektoren und der Nutzung der Technologien in unterschiedlichen \u00dcbungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_63523\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63523\" class=\"wp-image-63523 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Cpl.-Bernadette-Wildes-_-Credit_-31st-Marine-Expeditionary-Unit.jpg\" alt=\"Additive Fertigung im Verteidigungssektor\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63523\" class=\"wp-caption-text\">Ein amerikanischer Soldat bei der Nutzung eines 3D-Druckers (Bild: Cpl. Bernadette Wildes\/31st Marine Expeditionary Unit)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Additive Manufacturing Strategie des Verteidigungsministeriums ist ziemlich lang und l\u00e4sst sich unm\u00f6glich in einem einzigen Artikel zusammenfassen. Aber im Wesentlichen wird darin dargelegt, warum und wie die additive Fertigung in das breitere amerikanische Verteidigungssystem aufgenommen werden sollte. Insbesondere werden in der Strategie drei Hauptaspekte skizziert, durch die der Einsatz des 3D-Drucks mit der allgemeinen Mission des Verteidigungsministeriums in Einklang gebracht werden kann: Modernisierung der nationalen Verteidigungssysteme; Erh\u00f6hung der Materialverf\u00fcgbarkeit durch schnelles Prototyping und die Produktion von Direktteilen, wodurch auch das Risiko veralteter Hardware verringert wird; und nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte, dank der enormen M\u00f6glichkeiten der additiven Fertigung innovative L\u00f6sungen auf dem Schlachtfeld einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies soll durch f\u00fcnf strategische Ziele erreicht werden. N\u00e4mlich die Integration von AM in das DoD und die industrielle Verteidigungsbasis, die Abstimmung von AM-Aktivit\u00e4ten im DoD und mit externen Partnern, die F\u00f6rderung des flexiblen Einsatzes von AM, die Erweiterung der AM-Kenntnisse und die Sicherung des AM-Workflows. Durch diese Ma\u00dfnahmen hofft das Verteidigungsministerium, die Vorteile der Einf\u00fchrung des 3D-Drucks nicht nur f\u00fcr sich selbst, sondern auch f\u00fcr seine Verb\u00fcndeten zu nutzen. Dazu geh\u00f6rt auch, dass Schulungen f\u00fcr die Technologien leichter zug\u00e4nglich gemacht werden, sowie die erh\u00f6hte Sicherung von Daten von Bau- und Ersatzteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Robert Gold, ehemaliger Direktor der Industriellen Milit\u00e4rbasis f\u00fcr Technology Manufacturing (TMBID) in STP&amp;E, OUSD (R&amp;D), erl\u00e4uterte die Bedeutung dieser Strategie in einem offiziellen Schreiben des Verteidigungsministeriums: \u201e<em>Die additive Fertigung bietet dem Verteidigungsministerium eine noch nie dagewesene Flexibilit\u00e4t in der Lieferkette und versetzt unsere Entwickler in die Lage, die technologische Vorherrschaft f\u00fcr unsere Streitkr\u00e4fte aufrechtzuerhalten.<\/em> <em>Diese Strategie stellt sicher, dass das Verteidigungsministerium den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen aus der AM-Technologie zieht, indem es seine AM-Aktivit\u00e4ten strukturiert, die Finanzierungsm\u00f6glichkeiten aufeinander abstimmt und die AM-Implementierungsbem\u00fchungen verbessert &#8211; all dies mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft unserer Soldaten zu erh\u00f6hen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie bereits erw\u00e4hnt k\u00f6nnen wir seit Beginn der DOD Strategie 2021 die Resultate beobachten. So sind die direkten Ausgaben des DoD f\u00fcr AM von 300 Mio. USD im Jahr 2023 auf 800 Mio. USD im Jahr 2024 gestiegen. Es wird erwartet, dass diese Ausgaben bis 2030 weiter auf sch\u00e4tzungsweise 2,6 Mrd. USD ansteigen werden. Auch wurden neue Projekte in allen anderen Bereichen des Milit\u00e4rs eingef\u00fchrt. Dazu geh\u00f6ren kritische U-Boot-Komponenten, 3D-gedruckte Raketen durch die US-Luftwaffe, Apache-Hubschrauber, 3D-Metalldrucker an Bord von Schiffen der US-Marine, 3D-Druck f\u00fcr Waffensysteme, Drohnen zur Unterst\u00fctzung auf dem Schlachtfeld und sogar Kasernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 1em;\">William LaPlante, ehemaliger Unterstaatssekret\u00e4r f\u00fcr Beschaffung und Instandhaltung, erl\u00e4uterte in einer Podiumsdiskussion auf der Air and Space Forces Association&#8217;s Air, Space and Cyber in 2023 weiter: <\/span><em style=\"font-size: 1em;\">\u201eAdditive Fertigung wird zur Herstellung von Teilen in Flugzeugtriebwerken verwendet; Automobilhersteller nutzen sie f\u00fcr einsatzkritische Teile. Das Interessante daran ist nicht nur, dass man Dinge schneller machen kann, sondern auch, dass man Dinge herstellen kann, die wir sonst nicht h\u00e4tten herstellen k\u00f6nnen. Und was passiert &#8211; und wir sehen es in der Ukraine &#8211; ist, dass es auch die Art und Weise ver\u00e4ndert, wie Instandhaltungen durchgef\u00fchrt werden. Wenn man die additive Fertigung einsetzt und mit [digitaler Ingenieurskunst] erweitert, kann Magie entstehen. Das geschieht gerade in der kommerziellen Raumfahrt, wo [Raumfahrtentwicklungsagenturen] innerhalb von drei Jahren von der Entwurfsphase zur Produktion \u00fcbergehen und in die Umlaufbahn gelangen.&#8220;<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Das Vereinigte K\u00f6nigreich<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch das Verteidigungsministerium Gro\u00dfbritanniens (MoD) hat eigene Pl\u00e4ne f\u00fcr die Einbindung der Vorteile der additiven Fertigung ver\u00f6ffentlicht. Diese wurden in mehreren Stufen erreicht, zuerst muss hier jedoch das Framework f\u00fcr Additive Fertigung (AdM) der britischen Regierung genauer dargestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich zu der Additiven Fertigung Strategie des DoD adoptiert das AdM nicht nur 3D-Druck, um dessen Vorteile in Milit\u00e4rapplikationen einzubringen. Untersuchungen zu m\u00f6glichen Gr\u00fcnden einer Hinderung der Adoption der additiven Fertigung von Regierung und Industriepartner wurden ebenfalls in die Wege geleitet. Zu diesem Zweck hat die Organisation Defense Equipment &amp; Support (DE &amp; S) des Verteidigungsministeriums bereits im April 2023 Auftr\u00e4ge an f\u00fcnf solcher Industriepartner vergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn das Framework f\u00fcr Additive Fertigung noch nicht lang existiert, so kann man schone erste Ergebnisse beobachten. Im Jahr 2022 rief die Regierung das Projekt TAMPA ins Leben, das speziell auf die F\u00f6rderung der additiven Fertigung von Metallen abzielt. Hier werden Unternehmen gesucht, mit denen die Regierung Auftr\u00e4ge abwickeln und somit zur Beschleunigung der \u201eReife der additiven Fertigungstechnologie\u201c beitragen kann. In der Projektbeschreibung wird insbesondere auf die Notwendigkeit hingewiesen, \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vorlaufzeiten durch eine Verbesserung der gesamten Lieferkette, insbesondere f\u00fcr veraltete Teile, zu verringern.<\/p>\n<div id=\"attachment_63524\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63524\" class=\"wp-image-63524 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/MOD-Crown.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63524\" class=\"wp-caption-text\">Ein britischer Soldat entnimmt ein 3D gedrucktes Bauteil einem 3D-Drucker (Bild: MOD Crown)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">AM wird im britischen Milit\u00e4r jedoch schon seit einiger Zeit genutzt. So erkl\u00e4rt Alexander Champion, ein Ingenieur f\u00fcr additive Fertigung im Verteidigungsministerium: <em>\u201eDas Verteidigungsministerium hat in den letzten zehn Jahren mehrere AM-Versuche durchgef\u00fchrt.<\/em> <em>Derzeit pr\u00fcft es die Einf\u00fchrung der additiven Fertigung als Teil eines umfassenderen Werkzeugsatzes f\u00fcr die fortschrittliche Fertigung. F\u00fcr die britische Armee werden im Jahr 2019 auf Youtube Videos erscheinen, in denen die Royal Engineers der britischen Armee Sanit\u00e4rarmaturen f\u00fcr Krankenh\u00e4user im S\u00fcdsudan in 3D drucken. Aufgrund dieses Erfolges arbeiten die REME an der Einf\u00fchrung von Metall-AM. K\u00fcrzlich hat auch die 71 Inspection and Repair Squadron der RAF eine Metallpulveranlage gebaut.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er stellt weiter fest, dass das Projekt TAMPA ein direktes Ergebnis des bisherigen Erfolgs der Regierung mit der additiven Fertigung ist, und f\u00fcgt hinzu: <em>\u201eDieses Projekt arbeitet mit Thales, RBSL, Babcock und NP Aerospace zusammen, um die Herstellung und den Einbau von 3D-gedruckten Teilen durch Verteidigungshersteller zu beschleunigen. Im Rahmen des Projekts hat die Industrie immer komplexere Metallteile gedruckt und diese in Milit\u00e4rfahrzeuge eingebaut. Dies hat dazu beigetragen, k\u00fcnftige Entscheidungstr\u00e4ger im Verteidigungsministerium dar\u00fcber zu informieren, wie ein Umfeld geschaffen werden kann, in dem die additive Fertigung von Bauteilen zum &#8218;Business as usual&#8216; wird.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus hat der Erfolg des Projekts TAMPA auch das Vereinigte K\u00f6nigreich dazu veranlasst, mit Spiral 3 weiter in die additive Fertigung zu investieren. Mit diesem Projekt soll die Einf\u00fchrung von AM in der gesamten Lieferkette des Verteidigungssektors beschleunigt werden, indem die Verf\u00fcgbarkeit von AM-Ausr\u00fcstung im gesamten Verteidigungsministerium verbessert und das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr AM zwischen dem US-Verteidigungsministerium und den Lieferanten des britischen Verteidigungsministeriums verbessert wird.<\/p>\n<h4>Deutschland<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einsatz von 3D-Druck Technologien in der Bundeswehr wird schon seit dem Jahr 2016 vorangetrieben. Gr\u00fcnde f\u00fcr die gew\u00fcnschte Integration sind \u00e4hnlich wie in den USA oder Gro\u00dfbritannien: der 3D-Druck erfordert keine speziellen Produktionsst\u00e4tten der Hersteller, Ersatzteile k\u00f6nnen lokal bedarfsgerecht gefertigt werden und das Ersatzteilmanagement soll dank der Nutzung des 3D-Drucks zielgerichtet verbessert werden. Logistik und Lieferketten sollen durch die Technologie sinnvoll erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offiziell wurde im Jahr 2021 von Seiten des BMVg bekannt gegeben, dass der 3D-Druck aktiv in die Bundeswehr integriert werde soll. Eigene Produktionskapazit\u00e4ten sollten zwar nur in Ausnahmesituationen geschaffen werden, doch Industriepartner sollten mit 3D-Drucken beauftragt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt dreht sich die Nutzung der additiven Fertigung in der Bundeswehr jedoch einigen Kontroversen entgegen.<\/p>\n<div id=\"attachment_63553\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63553\" class=\"wp-image-63553 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/04\/Design-ohne-Titel-49.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/04\/Design-ohne-Titel-49.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/04\/Design-ohne-Titel-49-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/04\/Design-ohne-Titel-49-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-63553\" class=\"wp-caption-text\">Die Ausbildung in der Marine beinhaltet Kurse zur additiven Fertigung, wie hier zu sehen ist (Bild: Bundeswehr)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bundesrechnungshof kritisiert in seinem Bericht Nr. 28 die unzureichende Nutzung von 3D-Drucktechnologien durch die Bundeswehr. Trotz Investitionen in Millionenh\u00f6he fehlen entscheidende Voraussetzungen wie Konstruktionsdaten und Fertigungsrechte f\u00fcr Ersatzteile. Obwohl die Bundeswehr den 3D-Druck als Mittel zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft und Reduzierung logistischer Aufw\u00e4nde identifiziert hat, wird diese Technologie bislang nicht effektiv in Beschaffungsvertr\u00e4ge integriert. Ohne klare Vorgaben, messbare Ziele und eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie bleibt das Potenzial des 3D-Drucks weitgehend ungenutzt. Der Bundesrechnungshof fordert daher eine klare strategische Linie f\u00fcr jegliche weiteren Vorgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Stellungnahme der Bundeswehr bezeichnet den 3D-Druck als disruptive Technologie, deren Einf\u00fchrung in die Prozesse des Milit\u00e4rs noch in der Pilotphase steckte. Demnach ist es laut Aussagen des Heers zu fr\u00fch, um messbare und nachhaltige Auswirkungen auf das Gesamtsystem der Bundeswehr zu sehen. Anders als zu Beginn geplant, stattete sich die Bundeswehr demzufolge mit einer entsprechenden Anzahl an Druckern aus, um eine Anfangsbef\u00e4higung im 3D-Druck zu erreichen. Marine, Streitkr\u00e4fte und Luftwaffe h\u00e4tten laut dem Statement bereits einzelne Ersatzteile aus <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/abs-kunststoff-3d-druck-060620191\/\">Kunststoff<\/a> gedruckt. Auch die Zusammenarbeit mit Industriepartnern sei bereits etabliert. N\u00e4chste Schritte werden in die Integration von <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3ddruck-laserschmelzen\/\">Metall-3D-Druck<\/a> Technologien geplant. Eine vollst\u00e4ndige Einf\u00fchrung des 3D-Drucks soll im Jahr 2030 erfolgen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Andere Bespiele aus der ganzen Welt<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl spezifische Beispiele besonders in den Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritannien zu finden sind, haben auch andere Regierungen verschiedene Projekte gestartet, um die additive Fertigung in ihre Verteidigung zu integrieren. Die australische Firma SPEE3D und deren Kooperation mit dem australischen Milit\u00e4r ist hier wohl das beste Beispiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">SPEE3D nutzt als eines der wenigen Unternehmen die additive Fertigung durch Kaltgie\u00dfen. Diese Metalltechnologie zeichnet sich durch ihre Schnelligkeit und Vielseitigkeit aus, insbesondere im Hinblick auf die Materialauswahl. Das hat sie f\u00fcr das australische (und auch das amerikanische) Milit\u00e4r zu einer attraktiven Option gemacht. Beide Partner haben bei einer Reihe von Projekten zusammengearbeitet, darunter Tests zum Druck von Ersatzteilen f\u00fcr bewaffnete Fahrzeuge sowie der Aufbau eines Teams f\u00fcr die additive Fertigung f\u00fcr die australische Armee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in Europa spielt die additive Fertigung im Verteidigungsbereich eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Die europ\u00e4ische Verteidigungsagentur f\u00f6rderte eine Studie zum Thema, wie die additive Fertigung die Verteidigungsf\u00e4higkeiten verbessern k\u00f6nnte. In dem Bericht nennt die Agentur insbesondere <em>\u201eMobilit\u00e4t, Nachhaltigkeit, Sicherstellung der Verf\u00fcgbarkeit, Effekte und Schutzma\u00dfnahmen, z. B. durch Vor-Ort- und On-Demand-Reparatur und -Wartung vor Ort, Verringerung des logistischen Aufwands bei Eins\u00e4tzen und Verbesserung der Nachhaltigkeit bei der Kriegsf\u00fchrung und bei friedenserhaltenden Missionen\u201c<\/em> als Schl\u00fcsselanwendungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_63525\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63525\" class=\"wp-image-63525 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/EDA.jpg\" alt=\"Additive Fertigung in der Verteidigung\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63525\" class=\"wp-caption-text\">Das EDA arbeitet daran, additive Fertigung in ihre Prozesse zu integrieren (Bild: EDA)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus zeigten die Ergebnisse der Studie, dass die technischen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die verschiedenen additiven Fertigungstechnologien breit gef\u00e4chert sind und somit ein erhebliches Potenzial f\u00fcr den Verteidigungsbereich darstellen. Champion erkannte die zunehmende Nutzung von AM ebenfalls an und kommentierte: <em>\u201eAuch au\u00dferhalb des britischen Verteidigungsministeriums ist es klar, dass unsere NATO-Verb\u00fcndeten ein erhebliches Interesse daran haben, ihre F\u00e4higkeiten im Bereich der additiven Fertigung zu erweitern.<\/em> <em>Das britische Verteidigungsministerium hat daher bereits an mehreren milit\u00e4rischen \u00dcbungen teilgenommen, um die Nutzung der Technologie mit L\u00e4ndern wie Frankreich, den Niederlanden, den USA und Australien besser zu koordinieren und abzustimmen. In Zukunft k\u00f6nnte dies dazu beitragen, ein neues globales Versorgungsnetz zu erschlie\u00dfen, bei dem Teile am oder in der N\u00e4he des Bedarfsortes von der Industrie, dem britischen Milit\u00e4r oder einem NATO-Nachbarn gedruckt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch China scheint in die 3D-Technologie zu investieren. Nachdem im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass Taiwan 3D-Druck f\u00fcr Drohnen einsetzt, wurde bekannt, dass auch die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) 3D-Druck einsetzt. Genauer gesagt hat die PLA AM eingesetzt, um die Fernwartung von Waffen zu testen, indem sie 3D-gedruckte Teile per Drohne lieferte &#8211; ein Trend, der sich vermutlich fortsetzen wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Wie wird die additive Fertigung in der Verteidigungsindustrie genutzt?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Wissen, dass additive Fertigung eine immer wichtigere Rolle im Verteidigungssektor spielt, ist es nun ebenso wichtig, die bestimmten Technologien genauer herauszustellen. Aufgrund der vielf\u00e4ltigen Anwendungsm\u00f6glichkeiten dieser Technologien werden nat\u00fcrlich auch viele verschiedene Materialien verwendet, darunter Metalle, Verbundwerkstoffe und Kunststoffe. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Arten der additiven Fertigung und ihrer Verwendung.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">3D-Druck mit Verbundwerkstoffen<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verbundwerkstoffe sind vielerorts f\u00fcr ihre Leichtigkeit und St\u00e4rke beliebt. Sie bestehen aus zwei oder mehr &#8222;Ausgangsmaterialien&#8220;. Besonders in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, in denen leichte Materialien von immenser Bedeutung sind, haben Verbundwerkstoffe schnell Anklang gefunden. Dies spielt nat\u00fcrlich auch im Verteidigungssektor eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verbundwerkstoffe k\u00f6nnen zum Beispiel f\u00fcr die Herstellung von Helmen, Waffen, Elektro- und Ersatzbauteilen und vielem mehr genutzt werden. Die Luftwaffe nutzt Verbundwerkstoffe inzwischen auf \u00e4hnliche Weise wie die Luftfahrt. N\u00e4mlich f\u00fcr die Herstellung von Ersatzteilen und die Wiederherstellung veralteter Teile f\u00fcr alte Kampfjets wie die B-52, die riesige C-5M Super Galaxy und den B-2 Stealth Bomber. Beide haben den 3D-Druck von Verbundwerkstoffen als eine M\u00f6glichkeit ins Auge gefasst, Werkzeuge zu erleichtern und ihren Produkten buchst\u00e4blich eine Last abzunehmen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">3D-Druck mit Metall<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 3D-Metall-Druck erf\u00e4hrt zurzeit das gr\u00f6\u00dfte Wachstum im Verteidigungssektor. Dies kann man besonders in der Armee und der Marine beobachten. Die US-Marine hat zusammen mit SPEE3D und AML3D eine Allianz aufgebaut, um Lieferketten Schwierigkeiten f\u00fcr die Herstellung von U-Booten zu minimieren. Auch arbeitete der Milit\u00e4rverband der Marine intensiv mit Xerox zusammen, before diese ihre 3D Druck Technologie Sparte verkauften. Der eingebaute 3D-Drucker in der USS Essex ist hier zu nennen, als direktes Ergebnis dieser Zusammenarbeit im Jahr 2022 verbaut wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_63526\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63526\" class=\"wp-image-63526 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/S.-Navy-photo-by-Mass-Communication-Specialist-3rd-Class-Isaak-Martinez.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63526\" class=\"wp-caption-text\">Ein 3D-gedrucktes Bauteil aus Metall, hergestellt auf der USS Essex (Bild: Mass Communication Specialist 3rd Class Isaak Martinez\/U.S. Navy)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Champion sagt weiterhin: \u201e<em>Metall-AM wird auch im Verteidigungsministerium untersucht, allerdings ist dies aufgrund der Kosten und der Komplexit\u00e4t der Ausr\u00fcstung langsamer.<\/em> <em>Wir beobachten bereits, dass Anbieter aus dem Verteidigungsbereich wie Lockheed Martin, Rolls Royce, Airbus Defence und Boeing kritische Metallteile f\u00fcr den Flug drucken. Dazu geh\u00f6ren das Metallpulverbett, aber auch gr\u00f6\u00dfere Technologien wie DED und Kaltgasspritzen, die sowohl bei der additiven Fertigung als auch bei der additiven Reparatur zum Einsatz kommen.\u201c<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">3D-Druck mit Kunststoffen<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben zahlreicher Applikationen f\u00fcr Metal und Verbundwerkstoffe in der additiven Fertigung im Milit\u00e4rsektor, wird ebenfalls auf die Nutzung von Polymeren gesetzt. Einfache Polymere und FDM-Druck ist oft der erste Ber\u00fchrungspunkt vieler Soldaten mit dem AM &#8211; tats\u00e4chlich begann die Nutzung von AM im Milit\u00e4r mit genau diesen Technologien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So Champion zu den Anf\u00e4ngen des AM in der Verteidigungsindustrie: <em>\u201eMilit\u00e4rische Anwender wie die Soldaten der Armee begannen mit dem FDM-Druck, da dies eine sehr schnelle und erschwingliche Methode ist, um zu lernen, wie die additive Fertigung verschiedene Prozesse unterst\u00fctzen kann.<\/em> <em>Wir haben sehr schnell gelernt, dass AM weder die Lieferkette noch die anderen Werkzeuge, die die Ingenieure des Verteidigungsministeriums verwenden, wie z. B. das Schwei\u00dfen, ersetzen wird. AM ist ein sehr leistungsf\u00e4higes Werkzeug, wenn es f\u00fcr die richtigen Anwendungen eingesetzt wird. Mehrere Organisationen, sowohl im Verteidigungsbereich als auch in der Industrie, sind inzwischen dazu \u00fcbergegangen, zus\u00e4tzliche Polymerdrucktechnologien wie den SLS-Druck und die kontinuierliche Kohlenstofffaserverst\u00e4rkung einzusetzen. Diese Technologien eignen sich perfekt f\u00fcr gro\u00dfvolumige, hochfeste Teile f\u00fcr den Endverbrauch.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Hochleistungspolymere finden in der Verteidigungsindustrie ihren Platz. Materialien wie PEEK und PEKK, die leichter als Metall, aber genauso stabil sind, sind in der Luft- und Raumfahrt bereits sehr beliebt und werden daher in \u00e4hnlicher Weise in der Verteidigung eingesetzt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Gibt es Hindernisse,\u00a0 die eine weite Adoption verhindern?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der immer weiter steigenden Akzeptanz der Technologien gibt es noch Herausforderungen beim Einsatz von additiver Fertigung in der Verteidigungsindustrie. Diese Hindernisse spiegeln wider, wo auch andere Branchen bei der Einf\u00fchrung des 3D-Drucks hadern, wie z. B. mangelnde Ausbildung, Probleme bei der Zertifizierung und Sicherheitsbedenken, insbesondere im Zusammenhang mit Datenschutzverletzungen. Aufgrund des sensiblen Charakters der Arbeit im Verteidigungssektor treten diese jedoch noch st\u00e4rker in den Vordergrund.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher m\u00fcssen diese Hindernisse beseitigt werden, um die Technologie \u00fcber den derzeitigen Stand hinaus in den Streitkr\u00e4ften weiterer L\u00e4nder zu verbreiten. Dies wird auch von der EDA in ihrem bereits erw\u00e4hnten Bericht anerkannt, in dem es hei\u00dft: <em>\u201eNichttechnische Faktoren (geistiges Eigentum, Ausbildung, Normung und Zertifizierung, Gesundheit und Sicherheit usw.) stellen solide Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die AM-Implementierung dar und betreffen Projekte oft st\u00e4rker, als technische Probleme.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann also sagen, dass die Technologie selbst oft nicht das Kernproblem darstellt, sondern eher die Standardisierung der Prozesse und die Zertifizierung von Fachpersonal im Umgang mit den komplexen Maschinen. Dies ist jedoch eine wohlbekannte Schw\u00e4che der gesamten additiven Fertigung Industrie, der bereits entgegengesteuert wird. Im Laufe der letzten Jahre sind immer mehr Organisationen gegr\u00fcndet wurden, die sich auf die Zertifizierung und Qualifikation von Fachpersonal auf Events wie RAPID + und Formnext spezialisiert haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_63527\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63527\" class=\"wp-image-63527 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Debralee-Best_U.S.-Army.jpg\" alt=\"Additive Fertigung in der Verteidigungsindustrie\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63527\" class=\"wp-caption-text\">Im Rock Island Arsenal arbeiten Ingenieure an der Nutzung von additiver Fertigung f\u00fcr Verteidigungszwecke (Bild: Debralee Best\/U.S. Army)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich f\u00f6rdert die US-Armee aktiv das Verfassen von Whitepapers (Case Studies, Forschungsergebnisse, etc.). Im Hinblick auf die Einf\u00fchrung von AM f\u00fcr flugkritische Bauteile hat das Milit\u00e4r 3D-Druck-Anbieter &#8211; Experten in den verschiedenen 3D-Druckverfahren &#8211; aufgefordert, diese zu versenden. L\u00f6sungen wie diese k\u00f6nnten auch in anderen L\u00e4ndern \u00fcbernommen werden, zumindest solange noch daran gearbeitet wird, milit\u00e4reigene Ingenieure in der Technologie zu schulen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Champion weist auf weitere Hindernisse hin: <em>\u201eDas gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr eine weit verbreitete Einf\u00fchrung ist die Verf\u00fcgbarkeit von CAD- und Konstruktionsdaten.<\/em> <em>Viele unserer nicht verf\u00fcgbaren Ersatzteile werden seit den 1970er Jahren nicht mehr hergestellt, so dass es keine technischen Zeichnungen oder digitalen CAD-Daten gibt, auf deren Grundlage eine Bibliothek im Stil von \u201athingiverse\u2018 aufgebaut werden k\u00f6nnte. Die Bewertung und des Reverse-Engineering der \u00fcber eine Million verschiedenen Teile in unserer Lieferkette wird weder schnell noch einfach zu l\u00f6sen sein. Sobald wir \u00fcber die ben\u00f6tigten Dateien verf\u00fcgen, die f\u00fcr die Herstellung geeignet sind, kann das Verteidigungsministerium damit beginnen, alle anderen Schl\u00fcsselthemen, die so genannten Defence Lines of Development (DLODs), zu entwickeln. Dazu geh\u00f6ren die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Zertifizierung, der Zugang zu Rechten an geistigem Eigentum, die Verbesserung der Benutzerschulung und das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Wartung in einer Einsatzumgebung &#8211; all dies sind Herausforderungen, die es zu bew\u00e4ltigen gilt, ebenso wie das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Nachfrage des Verteidigungsministeriums, um all dies m\u00f6glich und lohnend zu machen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kann dieses Problem angegangen werden? Die Antwort hierauf ist aufgrund der von Natur aus geheimen Art der Verteidigungsindustrie nicht simpel zu formulieren. Jedoch k\u00f6nnen Beispiele aus anderen Industrien herangezogen werden, in denen eine digitale Datenbank trotzdem erstellt wurde und immense Vorteile mit sich gebracht hat. Die Frage nach der Sicherung der Daten stellt sich auch hier, was eine Nutzung prim\u00e4r durch Regierungen suggeriert trotz der h\u00f6heren Ressourcenkapazit\u00e4t in der freien Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sicherheit der Technik selbst ist ebenfalls von Interesse. 3D-Drucker sind schwierig sicherzustellen und Kontroversen \u00fcber sensitive Informationen gab es in der Vergangenheit bereits. Die Sicherstellung digitaler Dokumente ist unumg\u00e4nglich, um Hacking oder Sabotage zu verhindern. Diesen Problemen widmen sich jedoch schon zahlreiche Experten in der additiven Fertigung in der Verteidigungsindustrie, was die Adoption dieser Technologien im Milit\u00e4r verschiedener L\u00e4nder einfacher macht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Welche Rolle wird AM in der Zukunft der Verteidigungsindustrie spielen?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagt uns nun ein Blick in die Zukunft? Angesichts der st\u00e4ndigen Fortschritte bei der additiven Fertigung im Verteidigungssektor kann man davon ausgehen, dass sie weiter wachsen wird. Und obwohl die Vereinigten Staaten, gefolgt vom Vereinigten K\u00f6nigreich, die ersten waren, die eine auf die additive Fertigung im Verteidigungsbereich ausgerichtete Politik entwickelt haben, werden sie wahrscheinlich nicht die letzten sein. Vor allem NATO-Staaten werden angesichts ihres bereits bestehenden Interesses am 3D-Druck wahrscheinlich ihre eigenen Verfahren entwickeln, ganz nach dem Vorbild der USA und Gro\u00dfbritanniens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus ist es wahrscheinlich, dass der Einsatz von AM in den Vereinigten Staaten weiter zunehmen wird. Einer der Eckpfeiler von Pr\u00e4sident Trumps beabsichtigter Politik in seiner zweiten Amtszeit ist ein st\u00e4rkeres Milit\u00e4r. Und ein sicherer Weg, dies zu erreichen, sind technologische Fortschritte, einschlie\u00dflich der additiven Fertigung. Das Potenzial f\u00fcr Investitionen in milit\u00e4rische Anwendungen ist hier durchaus vorhanden.<\/p>\n<div id=\"attachment_63528\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63528\" class=\"wp-image-63528 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/US-Army.jpg\" alt=\"Additive Fertigung im Milit\u00e4r\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-63528\" class=\"wp-caption-text\">Ein US-Amerikanischer Soldat arbeitet bereits 2019 an einem 3D-Drucker (Bild: U.S. Army)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zusammenarbeit wird auch dazu beitragen, dass sich die additive Fertigung zu einem Schl\u00fcsselinstrument in der Verteidigungsindustrie entwickelt. Champion schlie\u00dft sein Statement mit: <em>\u201eDas Verteidigungsministerium hat diese Reise nicht allein unternommen, sondern arbeitet bereits mit einigen der gr\u00f6\u00dften Namen der Branche zusammen, um uns auf diesem Weg zu begleiten, wie z. B. mit dem National Centre for Additive Manufacturing im MTC in Coventry.<\/em> <em>Auch mit unseren NATO-Verb\u00fcndeten unterhalten wir enge Arbeitsbeziehungen. Und schlie\u00dflich ist das Verteidigungsministerium nicht nur am 3D-Druck interessiert. Er ist nur das erste neue Werkzeug, das f\u00fcr den Werkzeugkasten in Frage kommt. Es gibt ein wachsendes Interesse an anderen fortschrittlichen Fertigungsverfahren wie dem Laserschneiden. Die additive Fertigung wird hoffentlich der erste Schritt sein, der dem Verteidigungsministerium hilft, die Vorteile der digitalen Fertigung zu erkennen.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie vom Einsatz des 3D-Drucks in der Verteidigungsindustrie? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a id=\"menur3js\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.facebook.com\/3dnativesde\/\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a id=\"menur3ju\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. 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