{"id":61052,"date":"2025-02-04T15:00:12","date_gmt":"2025-02-04T14:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=61052"},"modified":"2025-01-31T10:29:54","modified_gmt":"2025-01-31T09:29:54","slug":"3d-gedruckte-arzneimittel-behandlung-krebs-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-gedruckte-arzneimittel-behandlung-krebs-bei-kindern\/","title":{"rendered":"3D-gedruckte Arzneimittel mit Himbeergeschmack zur Behandlung von Krebs bei Kindern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnited by Unique\u201c, so lautet der Leitsatz der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) und dieser Satz zeigt auf, dass Krebspatienten trotz ihrer gemeinsamen Diagnose auch eine pers\u00f6nliche Historie haben und individuelle Bed\u00fcrfnisse in ihrer Behandlung. Allein in Deutschland erkranken rund 500.000 Menschen j\u00e4hrlich an Krebs. \u00a02.000 der Betroffenen sind Jugendliche, Kinder oder Babys. Es liegt auf der Hand, dass die verschiedenen Generationen eine unterschiedliche und altersgerechte Behandlung ben\u00f6tigen. In der Praxis erweist sich dies allerdings als schwierig. Viele Medikamente liegen etwa nicht in Tropfen- oder Saftform vor, so m\u00fcssen Kindern zerkleinerte Tabletten \u2013 die eigentlich f\u00fcr Erwachsene gedacht sind \u2013 verabreicht werden. Diese sind h\u00e4ufig zu hoch dosiert und unangenehm im Geschmack. Der Nachwuchs reagiert darauf kompromisslos. Was nicht schmeckt, wird ausgespuckt und der Wirkstoff kommt nicht im K\u00f6rper an. Tats\u00e4chlich geeignete Medikamente f\u00fcr die j\u00fcngeren Patienten sind rar. Hier setzt eine neue Studie an der Universit\u00e4tsklinik Mainz an. Mithilfe eines 3D-Druckers werden dort Pillen mit individualisiertem Wirkstoffprofil und angenehmen Geschmacksrichtungen gedruckt. Es soll gepr\u00fcft werden, wie die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-gedruckte-tabletten-130520201\/\">3D-gedruckten Arzneimittel<\/a> von Kindern mit Krebs akzeptiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Studie mit dem Namen \u201eGutenberg SMILE Studie\u201c ist eine Zusammenarbeit von mehreren Parteien. Die Sophia-Kallinowsky-Stiftung (SKS) aus Bad Kreuznach finanziert die Stiftungsprofessur und den 3D-Medikamentendrucker, die Studie selbst wird in Kollaboration mit der Kinderklinik, der Kinderonkologie und der Klinik-Apotheke der Universit\u00e4tsklinik Mainz durchgef\u00fchrt. <em>SMILE steht f\u00fcr <strong>S<\/strong>mart and individualized Medication in Ch<strong>IL<\/strong>dren and <strong>E<\/strong>lderly based on 3D printing technology<\/em>. In diesem K\u00fcrzel stecken sowohl das Vorgehen als auch das Ziel. Um die individualisierten Arzneimittel zu erstellen, kommt n\u00e4mlich ein 3D-Medikamentendrucker zum Einsatz. Dieser wurde vom finnischen Startup CurifyLabs erworben.<\/p>\n<div id=\"attachment_61059\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61059\" class=\"wp-image-61059 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-3d-printed-drugs.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-3d-printed-drugs.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-3d-printed-drugs-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-3d-printed-drugs-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-61059\" class=\"wp-caption-text\">Die Studie zielt darauf ab, zu testen, ob Kinder mit Krebs die 3D-gedruckten Arzneimittel akzeptieren.<\/p><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Himbeer-Drops zur Behandlung von Krebs bei Kindern<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Per 3D-Druck k\u00f6nnen auf dem Drucker von CurifyLabs <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-revolutioniert-die-medikamentenverabreichung-mit-personalisierten-tabletten-270520241\/\">Arzneimittel mit individualisierten Wirkstoffen<\/a> und ansprechendem Geschmack gedruckt werden. Die 3D-gedruckten Drops werden neben den Krebs-Medikamenten (Zytostaika) auch mit Himbeer-Vanille oder Limonen-Geschmack angereichert, was die Einnahme ertr\u00e4glicher macht. Indem die Drops gelutscht werden, l\u00f6sen sich die Hilfsstoffe im Kontakt mit Speichel auf und die Zytostatika gelangen in die Schleimh\u00e4ute. Die 3D-gedruckten Medizin-Bonbons sind so altersgerecht dosiert, sicher und sollen durch den leckeren Geschmack auch bereitwilliger eingenommen werden. Neben Kindern k\u00f6nnten auch \u00e4ltere Personen mit Schluckbeschwerden von diesem Ansatz profitieren.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2335815297\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorerst besteht das Ziel der Studie darin, die Akzeptanz der 3D-gedruckten Arzneimittel zu pr\u00fcfen. Langfristig k\u00f6nnten durch die schmackhaften Drops aber bedeutende Herausforderungen bei der Krebsbehandlung von Kindern bew\u00e4ltigt werden. Indem eine altersgerechte medikament\u00f6se Behandlung h\u00e4ufig nicht vorhanden ist, erhalten Kinder oftmals zu hohen Dosierungen eines Wirkstoffes, welche unerw\u00fcnschte Wirkungen mit sich bringt.<\/p>\n<div id=\"attachment_61060\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61060\" class=\"wp-image-61060 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-sks.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-sks.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-sks-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-sks-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-61060\" class=\"wp-caption-text\">Im 3D-Drucker k\u00f6nnen Medikamente mit individualisiertem Wirkstoffprofil und leckerem Geschmack hergestellt werden.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inhaberin der SKS-Stiftungsprofessur Alexandra Russo zeigt sich begeistert \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, die der 3D-Druck f\u00fcr dieses Problem bietet. \u201e<em>Wir sind die ersten im Rahmen der Onkologischen Medizin, die einen solchen 3D-Medikamentendrucker nutzen k\u00f6nnen, um unsere Patienten mit Schluckbeschwerden besser zu versorgen. Gerade f\u00fcr Kinder und Erwachsene mit Schluckbeschwerden, f\u00fcr die eine Tablette zu gro\u00df w\u00e4re, ist dies eine hoffnungsvolle Alternative.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gutenberg Smile Studie ist die erste \u201efirst-in-human\u201c Akzeptanzstudie dieser Art und soll zwei Jahre laufen. Die Kosten sollen sich f\u00fcr die Gesamtdauer auf 300.000 Euro belaufen. Damit diese gedeckt werden k\u00f6nnen, seien neben der Finanzierung durch die SKS und der mit 5.000 Euro beteiligten Volksbank Darmstadt Mainz an die Stiftung weitere Gelder n\u00f6tig. Mehr zur Sophia-Kallinowsky-Stiftung und der Studie finden Sie <a href=\"https:\/\/www.ophia.foundation\/forschung.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>.<\/p>\n<div id=\"attachment_61061\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61061\" class=\"wp-image-61061 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-project-mainz.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-project-mainz.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-project-mainz-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2025\/01\/smile-project-mainz-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-61061\" class=\"wp-caption-text\">Neben den F\u00f6rderungen durch die SKS und die Volksbank sind weitere Finanzierungen f\u00fcr die Studie n\u00f6tig.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von 3D-gedruckten Arzneimitteln f\u00fcr Kinder mit Krebs? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a id=\"menur5q4f\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.facebook.com\/3dnativesde\/\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a id=\"menur5q4h\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link Facebook\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. Wenn Sie mehr zum 3D-Druck in der Medizin lesen m\u00f6chten, schauen Sie auf unserer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-medizin-und-zahnmedizin\/\">Landing Page<\/a>\u00a0vorbei. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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