{"id":54491,"date":"2024-03-12T15:00:36","date_gmt":"2024-03-12T14:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=54491"},"modified":"2024-03-12T11:20:51","modified_gmt":"2024-03-12T10:20:51","slug":"uni-hohenheim-stellt-lebensmittel-per-3d-druck-her-120320241","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/uni-hohenheim-stellt-lebensmittel-per-3d-druck-her-120320241\/","title":{"rendered":"\u201eHeute entscheidet sich, was morgen auf unseren Tellern landet\u201c \u2013 Uni Hohenheim stellt New Food per 3D-Druck her"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Essen muss satt machen war einmal, heute sind an Lebensmittel mehr Anforderungen gestellt, denn sie m\u00fcssen sowohl ethischen als auch gesundheitlichen Werten gerecht werden. Lebensmittel sollen regional sein, gesund und lecker, gleichzeitig die Umwelt nicht belasten, erschwinglich sein, unseren N\u00e4hrstoffbereich abdecken und auch noch Spa\u00df machen. Es ist kein Geheimnis, dass wir Menschen unsere Ern\u00e4hrungsgewohnheiten im Angesicht des Klimawandels zwingend \u00fcberdenken und anpassen m\u00fcssen. Noch immer entstehen bei der Lebensmittelproduktion Ressourcen, die nicht verwertet werden k\u00f6nnen und im Abfall landen. Auch der Fleischkonsum ist ein \u00f6kologisches Problem. Obwohl alternative Ern\u00e4hrungsweisen, wie vegetarisch, vegan etc. im Trend liegen, gilt es, dass pflanzliche Lebensmittel uns vor allem eines geben: Energie. Vegetarier und Veganer m\u00fcssen sich ihre N\u00e4hrstoffe bewusst zusammen kalkulieren und eventuell Vitamine und Mikron\u00e4hrstoffe durch Tabletten supplementieren. Forscher der Universit\u00e4t Hohenheim befassen sich daher mit alternativen Ern\u00e4hrungskonzepten der Zukunft und gehen der Fragestellung nach, wie <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-technologies\/\">3D-Druck<\/a> unsere Essensgewohnheiten positiv beeinflussen kann. Die Forscher stellen daher pflanzliche Lebensmittel per 3D-Druck her und gestalten so das individuelle Essen der Zukunft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/infografik-3d-druck-in-der-lebensmittelindustrie-301120231\/\">3D-Lebensmitteldruck<\/a> entwickelten die Forscher des Instituts f\u00fcr Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie der Uni Hohenheim einen eigenen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/lebensmittel-3d-drucker-ranking-161220211\/\">Food-3D-Drucker<\/a>. Dieser kann gebr\u00e4uchliche Lebensmittel, wie wir sie kennen, verwerten und zum Beispiel Margarine, Zucker, Backpulver etc. verdrucken. Die Forscher der Uni Hohenheim besch\u00e4ftigen sich im Rahmen des 3D-Lebensmitteldrucks aber auch mit der \u00f6kologischen Komponente unserer Ern\u00e4hrungsgewohnheiten. Daher ist der Drucker in der Lage, Reststoffe zu verdrucken, die sonst im M\u00fcll landen w\u00fcrden. Ein konkretes Beispiel f\u00fcr ein solches Abfallnebenprodukt sind Haferfeststoffe, die bei der Hafermilch-Herstellung entzogen werden. Die \u00fcbrig bleibenden Feststoffe finden keine Verwertung, trotz den enthaltenen Ballaststoffen. Um diese Energieb\u00fcndel nicht zu verschwenden, haben die Forscher der Uni Hohenheim einen Weg gefunden, die Feststoffe dem Teig f\u00fcr ihren Lebensmitteldruck beizuf\u00fcgen und daraus schmackhafte Kreationen zu drucken.<\/p>\n<div id=\"attachment_54494\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-54494\" class=\"wp-image-54494 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/3D-lebensmitteldrucker-Universitaet-Hohenheim-Dorothea-Elsner.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/3D-lebensmitteldrucker-Universitaet-Hohenheim-Dorothea-Elsner.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/3D-lebensmitteldrucker-Universitaet-Hohenheim-Dorothea-Elsner-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/3D-lebensmitteldrucker-Universitaet-Hohenheim-Dorothea-Elsner-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-54494\" class=\"wp-caption-text\">Der 3D-Drucker der Uni Hohenheim. (Bild: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Dorothea Elsner)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die nachhaltige Verwertung dieser N\u00e4hrstoffe heben die Forscher die \u00f6kologischen Vorteile des 3D-Lebensmitteldrucks hervor. Mehr Bestandteile von Lebensmitteln gezielt weiterzuverarbeiten, ist allerdings nur ein Hauptargument f\u00fcr den 3D-Druck von Lebensmitteln. Durch den Druckprozess k\u00f6nnen au\u00dferdem vielf\u00e4ltige Texturen und Konsistenzen erzielt werden, die den Original-Vorbildern besonders nahekommen. Ein Keks aus dem Drucker ist so knusprig, Obst knackig, Kuchen fluffig etc. Die Konsistenz kann allerdings auch nach gegebenen Anforderungen individualisiert werden. \u00c4ltere <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/startup3d-gastronology-040520231\/\">Menschen mit Schluckbeschwerden<\/a> profitieren von der Technologie des 3D-Drucks, indem schmackhafte Lebensmittel entstehen, die leicht zu kauen sind. Auch in puncto N\u00e4hrstoffzusammensetzung erm\u00f6glicht der 3D-Druck Personalisierung. 3D-gedruckte Lebensmittel k\u00f6nnen so an den Bedarf von Sportlern, Kindern und kranken Menschen angepasst werden und unsere generellen N\u00e4hrstoffe gezielt abdecken, um unsere Gesundheit zu erhalten. Ziel der Forschung der Uni Hohenheim ist es jedenfalls, das eigene Essen gezielt zu designen.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-1417519399\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Uni Hohenheim stellt Food-Drucker am New Food Festival vor<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Leitmotiv nahmen sich die Forscher zum Vorbild und stellten im Praxis-Workshop \u201e<em>Design your own food<\/em>\u201c den Food-Drucker am vergangenen <em>New Food Festival<\/em> vor. Dabei handelt es sich um eine internationale Konferenz und Messe, die Zukunftstrends und Innovationen im Lebensmittelbereich in den Fokus r\u00fcckt. Das Festival richtet sich an Startups aus dem Food-Bereich und wird vom Verband crowdfoods initiiert. Dieses Jahr fand es unter dem Motto \u201e<em>Die Zukunft ist jetzt<\/em>\u201c vom 29.2. bis 1.3. in Stuttgart statt. Dabei pr\u00e4sentierte die Uni Hohenheim ihre Forschung zum 3D-Druck mit Lebensmitteln und Interessierte konnten live bestaunen, wie Essen im 3D-Drucker entsteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welchen Stellenwert die Technologien in der Zukunft der Lebensmittelbranche einnehmen, hebt Michael Kaiser, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaftsf\u00f6rderung Region Stuttgart GmbH hervor: \u201e<em>New Food-Technologien k\u00f6nnen auf verschiedene Weise dazu beitragen, die globalen Herausforderungen der Nahrungsmittelversorgung zu bew\u00e4ltigen. Alternative Proteinquellen, Vertical Farming oder auch Pr\u00e4zisionslandwirtschaft sind alles vielversprechende Ans\u00e4tze (\u2026)<\/em>\u201c. Auch Mark Leinemann, Vorsitzender von crowdfoods, spricht sich f\u00fcr innovative Ideen aus, die die Zukunft der Ern\u00e4hrung mitgestalten: \u201e<em>Die Zukunft der Ern\u00e4hrung passiert nicht erst morgen, sondern findet bereits heute statt. Heute entscheidet sich, was morgen auf unseren Tellern landet. Angesichts des Klimawandels m\u00fcssen wir jetzt handeln, Innovationen und Starups st\u00e4rken und den Wandel vorantreiben<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt abzuwarten, wohin sich der 3D-Lebensmitteldruck in n\u00e4chster Zeit entwickeln wird. Wer wei\u00df, vielleicht finden sich in einigen Jahren in jedem Haushalt und jeder Kantine 3D-Drucker, die Essensreste effektiv verwerten und unsere pers\u00f6nlichen Lieblingsgerichte mit optimiertem N\u00e4hrstoffgehalt und ganz nach unserem Geschmack zubereiten&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_54495\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-54495\" class=\"wp-image-54495 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/crowdfood-Max-Kovalenko-LHS.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/crowdfood-Max-Kovalenko-LHS.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/crowdfood-Max-Kovalenko-LHS-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2024\/03\/crowdfood-Max-Kovalenko-LHS-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-54495\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Mario Jekle, Leiter des Fachgebiets Pflanzliche Lebensmittel der Universit\u00e4t Hohenheim, Bernhard Grieb, Leiter der Wirtschaftsf\u00f6rderung der Landeshauptstadt Stuttgart, Michael Kaiser, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaftsf\u00f6rderung Region Stuttgart GmbH, Mark Leinemann, Vorsitzender des Verbands crowdfoods und Mitarbeitende der Uni Hohenheim. (Bild: Max Kovalenko, Copyright: LHS)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von der Forschung der <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uni Hohenheim<\/a> rund um New Food f\u00fcr die Zukunft? Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0 mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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