{"id":46337,"date":"2023-04-03T16:00:16","date_gmt":"2023-04-03T14:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=46337"},"modified":"2024-08-01T12:30:42","modified_gmt":"2024-08-01T10:30:42","slug":"uniklinikum-salzburg-3d-gedruckte-schaedel-prothese-030420231","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/uniklinikum-salzburg-3d-gedruckte-schaedel-prothese-030420231\/","title":{"rendered":"Uniklinikum Salzburg: 3D-gedruckte Sch\u00e4del-Prothese"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Verwendung der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additiven Fertigung<\/a> im medizinischen Bereich wird zunehmend deutlich, wie die Technologie zu einer verbesserten Lebensqualit\u00e4t beitragen kann. So konnte einem Patienten nun eine 3D-gedruckte Prothese aus Kunststoff f\u00fcr den hinteren Teil des Sch\u00e4dels erfolgreich transplantiert werden. Diese Behandlung wurde am Uniklinikum Salzburg durchgef\u00fchrt und stellt sich als einer der ersten dieser Art im europ\u00e4ischen Raum dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Notwendigkeit f\u00fcr die Behandlung des Patienten bestand in einer fr\u00fchzeitigen Verkn\u00f6cherung einer der Sch\u00e4deln\u00e4hte, auch bekannt unter Kraniosynostose, was im Endeffekt zum Deformieren des Sch\u00e4dels f\u00fchrt. Dabei liegt das Problem nicht im wachsenden Knochen selbst, sondern in der Tatsache, dass sich das Gehirn im ersten Lebensjahr zu schnell vergr\u00f6\u00dfert. F\u00fcr Betroffene, vor allem mit zunehmendem Alter, kann dies zu einer Hirndrucksteigerung f\u00fchren, was Erblindung und geistige Behinderung zur Folge haben kann. Auch kann die Erkrankung durch den deformierten Sch\u00e4del und das damit verbundene Erscheinungsbild Patienten psychisch belasten. Es ist also ein weiteres Beispiel, wie der 3D-Druck bei ernst zu nehmenden Erkrankungen verwendet werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_46344\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-46344\" class=\"size-full wp-image-46344\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel145.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel145.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel145-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel145-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-46344\" class=\"wp-caption-text\">Am Uniklinikum Salzburg wurde Rainer Trummer (mitte) eine 3D-gedruckte Prothese implantiert<\/p><\/div>\n<h3>Ablauf der Behandlung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Professor Alexander Gaggl, Vorstand der Uniklinik f\u00fcr Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) am Uniklinikum Salzburg, erkl\u00e4rte: \u201e<em>Wir haben von Beginn an geplant, das optisch fehlende Hinterhaupt durch eine Prothese zu ersetzen. Allerdings standen wir vor der Herausforderung, dass die Kopfhaut sehr straff und kaum dehnbar ist<\/em>\u201c. Aus diesem Grund wurde dem 55-j\u00e4hrigen Patienten ein Jahr vor der Transplantation der Prothese ein Kunststoffballon unter die Kopfhaut implantiert. Im monatelangen Behandlungsprozess wurde Kochsalzl\u00f6sung &#8211; insgesamt 260 ml &#8211; in den Ballon gegeben, um ihn auf die Gr\u00f6\u00dfe der gew\u00fcnschten 3D-gedruckten Prothese zu bringen.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2609990596\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Transplantieren der Prothese war eine Premiere f\u00fcr die Salzburger Landeskliniken, da der Patient eine 3D-gedruckte Prothese bekam, die im Uniklinikum selbst hergestellt wurde. Hierf\u00fcr wurden CT-Bilder als Vorlage genommen, um die Prothese am Computer zu entwickeln. Bei dem verwendeten <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/beliebte-3d-drucker-040720171\/\">3D-Drucker<\/a> handelt es sich um den <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/der-kumovis-r1-deutsches-start-up-entwickelt-3d-drucker-speziell-fuer-industrie-und-medizin-260820191\/\">Kumovis R1<\/a>. Dieser entsprach den Anforderungen der Institution, da die Anlage einen sterilen Prozess gew\u00e4hrleistet. Was das Druckmaterial anbelangt, so wurde mit <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/was-sie-ueber-peek-wissen-sollten-06042020-1\/\">PEEK<\/a>-Kunststoff gedruckt und der Herstellungsprozess betrug ca. 10 Stunden. Sechs Wochen nach der Operation sind die Wunden gr\u00f6\u00dftenteils verheilt und der Patient Rainer Brummer freut sich \u00fcber das Ergebnis: \u201e<em>Ich habe nicht das Gef\u00fchl, ein Implantat im Kopf zu haben, habe aber jetzt einen v\u00f6llig \u201anormalen\u2018 Kopf. Es ist f\u00fcr mich die Erf\u00fcllung eines lebenslangen Traums<\/em>\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-46343 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel144.jpg\" alt=\"Prothese\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel144.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel144-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/04\/Design-ohne-Titel144-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<h3>An der Spitze hinsichtlich der Verwendung von 3D-Druck<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa ist das Uniklinikum Salzburg einer der Wegbereiter, wenn es um das Thema 3D-Druck in Kliniken geht. Nach einem langwierigen Verfahren, indem nun alle Richtlinien erf\u00fcllt wurden, darf das Klinikum Implantate drucken und diese implantieren. Klicken Sie <a href=\"https:\/\/presse.salk.at\/news-55-jaehriger-erhielt-hinterhaupt-prothese-aus-dem-3d-drucker?id=175574&amp;menueid=21479&amp;l=deutsch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>, um mehr \u00fcber die Behandlung an der Klinik zu erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von der 3D-gedruckten Prothese? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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