{"id":44954,"date":"2023-02-10T00:01:18","date_gmt":"2023-02-09T23:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=44954"},"modified":"2023-02-09T10:32:00","modified_gmt":"2023-02-09T09:32:00","slug":"deutsches-konsortium-polyprint-100220231","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/deutsches-konsortium-polyprint-100220231\/","title":{"rendered":"Deutsches Konsortium PolyPrint stellt personalisierbare Medikamente mittels 3D-Druck her"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Einer im Jahr 2021 in Deutschland durchgef\u00fchrten Studie der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde zufolge sind mehr als 50 Prozent der Personen dazu gezwungen, <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/universitaetsklinik-setzt-3d-gedruckte-medikamente-ein-020220231\/\">Medikamente<\/a> einzunehmen, 30 Prozent von ihnen gerade einmal ein bis zwei Medikamente. Doch ganze zehn Prozent der Personen m\u00fcssen f\u00fcnf oder sogar mehr Medikamente regelm\u00e4\u00dfig einnehmen. Doch wie gro\u00df ist der jeweilige Behandlungserfolg dieser Medikamente, die oftmals nicht zu 100 Prozent auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten sind? Die Nachfrage nach individualisierten Medikamenten wird immer gr\u00f6\u00dfer, vor allem, da sie den Behandlungserfolg erh\u00f6hen, zugleich aber auch daf\u00fcr sorgen, dass Nebenwirkungen gemindert werden. Das Konsortium PolyPrint, bestehend aus der Technischen Hochschule K\u00f6ln, der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, der Merck KGaA und der Gen-Plus GmbH &amp; Co. KG, haben sich mit dem 3D-Druck zur Herstellung von personalisierbaren Medikamenten besch\u00e4ftigt, um somit <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/die-integration-des-3d-drucks-in-krankenhaeusern-140920221\/\">Krankenh\u00e4user<\/a> und Apotheken zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In 3D gedruckt wird im Labor f\u00fcr Fertigungssysteme der Technischen Hochschule K\u00f6ln. Diese entwickelten einen Prototypen eines neuen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/beliebte-3d-drucker-040720171\/\">3D-Druckers<\/a>, der mit zwei Druckk\u00f6pfen arbeitet. Das Ziel ist es, das System weiterhin so auszubauen, dass in der Zukunft bis zu acht Druckk\u00f6pfe integriert und gemeinsam arbeiten k\u00f6nnen. Doch auch was die Zertifizierung im medizinischen Sektor angeht, so entspricht die Arbeit des Konsortiums bereits den Anforderungen der &#8222;Good Manufacturing Practice&#8220; nach dem EU-GMP-Leitfaden, der explizit Vorgaben f\u00fcr pharmazeutische Produkte vorsieht. Das bedeutet, dass PolyPrint f\u00fcr einen komplett abgekapselten Druckraum sorgen musste und auch alle Komponenten, die mit dem 3D-Material in Ber\u00fchrung kommen k\u00f6nnen, sollten leicht zu reinigen und zu entfernen sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_44968\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44968\" class=\"wp-image-44968 size-medium\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/polyprint-i.035-600x343.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/polyprint-i.035-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/polyprint-i.035-160x91.jpg 160w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/polyprint-i.035.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-44968\" class=\"wp-caption-text\">Tabletten in einer Reihe von Formen (Bild: Gen-Plus GmbH)<\/p><\/div>\n<h3>Der 3D-Druck-Prozess der Medikamente<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Firma Merck sorgte f\u00fcr die Polymere, die anschlie\u00dfend f\u00fcr den 3D-Druck der Medikamente verwendet werden sollten. Da das Alleinstellungsmerkmalen von Medikamenten dessen Aufl\u00f6sung nach dem Einnehmen des Patienten sind, waren die Anforderungen an das Polymer daher dessen hohe Wasserl\u00f6slichkeit, hohe thermische Stabilit\u00e4t und eine geringe Verarbeitungstemperatur. Anschlie\u00dfend lag es an dem Institut f\u00fcr Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf und der Firma Gen-Plus, die f\u00fcr den Schritt vom Polymer zur Tablette zust\u00e4ndig sind. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Extruder, da dieser f\u00fcr die Vermischung des essentiell wichtigen Wirkstoffs und des Polymers verantwortlich ist. Daher wurde dieser so eingestellt, dass selbst bei geringen Dosierungen des Wirkstoffs vollst\u00e4ndig homogene <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/filament-hersteller-deutschland-dach-3d-druck-290620211\/\">Filamente<\/a> entstehen, sodass jede Tablette die exakt gleiche Menge an Wirkstoff enth\u00e4lt. Dies ist ein wichtiger Faktor, denn w\u00e4re es eine falsche Dosierung, so k\u00f6nnte dies im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-3696268334\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Konsortium ist sich \u00fcber die Vorteile des 3D-Drucks von Medikamenten einig: damit kann es gelingen, die Freisetzung des Wirkstoffs im K\u00f6rper \u00fcber bestimmte Oberfl\u00e4chen zu steuern. Als Beispiel f\u00fchrte das Konsortium die Entwicklung einer Tablette gegen Parkinson an, die insgesamt drei unterschiedliche Wirkstoffe enthielt. Dieses Medikament wurde so konzipiert, dass die Wirkstoffe nacheinander im K\u00f6rper einsetzen, das bedeutet, dass anstatt von drei Tabletten lediglich eine einzige eingenommen werden muss und trotzdem die selben Wirkstoffe verabreicht werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Zuk\u00fcnftige Pl\u00e4ne des Konsortiums PolyPrint<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeit von Polyprint soll zuk\u00fcnftig Apotheken und Krankenh\u00e4usern zugute kommen, denn vor allem auf Grund der leichten Erlernbarkeit des 3D-Drucks soll dies einen gro\u00dfen Mehrwert bringen. Vor allem sieht PolyPrint dabei die Behandlung von Kindern als bahnbrechend, da diese ohnehin schon Probleme mit der Medikamenteneinnahme haben, kann sich die Anzahl des n\u00f6tigen Tabletten um einiges verringern. M\u00f6glich sollen somit die Chargengr\u00f6\u00dfen zwischen einer und bis zu 100 Tabletten sein. Wenn Sie mehr \u00fcber das Projekt erfahren m\u00f6chten, dann klicken Sie <a href=\"https:\/\/nachrichten.idw-online.de\/2023\/02\/08\/3d-druck-fuer-apotheken-oder-krankenhaeuser?groupcolor=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrden Sie Medikamente aus dem 3D-Drucker einnehmenLassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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