{"id":44657,"date":"2023-02-02T14:00:17","date_gmt":"2023-02-02T13:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=44657"},"modified":"2023-02-02T12:18:33","modified_gmt":"2023-02-02T11:18:33","slug":"mumie-goldjunge-3d-druck-020220231","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/mumie-goldjunge-3d-druck-020220231\/","title":{"rendered":"Schmuck der Mumie &#8222;Goldjunge&#8220; wurde mithilfe vom 3D-Druck erforscht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im alten \u00c4gypten galt es als Tribut zollendes und nahezu allt\u00e4gliches Verfahren mit Toten umzugehen. Die Rede ist dabei von der Mumifizierung von verstorbenen Menschen. Diese sollten nach Eintreten des Todes vor dem Zerfall des menschlichen beziehungsweise auch oftmals tierischen K\u00f6rpers gesch\u00fctzt werden. Nachdem in der Vergangenheit immer mehr Mumien geborgen werden konnten, ereignet sich dessen Erforschung doch als recht schwierig, da bei einer falschen Bewegung die Mumie zerst\u00f6rt werden konnte. Darum haben Forscher eine im Jahr 1916 geborgene Mumie in Ober\u00e4gypten mittels CT-Scan erforscht, aber auch den 3D-Druck zur Reproduzierung eines dort gefundenen Amulets genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additive Fertigung<\/a> konnte bereits ihre Tauglichkeit im Einsatz der Arch\u00e4ologie unter Beweis stellen. Doch in diesem Fall erkl\u00e4ren die Forscher in Kairo, dass sie nach der Durchf\u00fchrung des CT-Scans erst auf das eigentlich Besondere gesto\u00dfen sind. Das Resultat des Scans brachte insgesamt 49 im Inneren der Mumie und zwischen den Umh\u00fcllungen angebrachte Amulette zum Vorschein, die der Mumie in 21 unterschiedlichen Formen mit auf seine letzte Reise gegeben worden sind. Der &#8222;Goldjunge&#8220;, wie ihn die Forscher auf Grund des erforschten Geschlechts und der hohen Anzahl an Gold-Amuletten &#8211; man geht von 30 St\u00fcck dabei aus &#8211; nannten, sollte weiters Aufschluss \u00fcber damalige Lebensumst\u00e4nde geben, f\u00fchrte aber mittels 3D-Druck noch pr\u00e4ziser in die Zeit zur\u00fcck und gaben wertvolle Erkenntnisse.<\/p>\n<div id=\"attachment_44692\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44692\" class=\"wp-image-44692 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-i.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-i.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-i-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-i-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-44692\" class=\"wp-caption-text\">Rechts: der Scan der untersten Binden; Links: der Scan zeigt die gekreuzten Arme und der Amulette.<\/p><\/div>\n<h3>Die Vorgehensweise zur Erforschung des &#8222;Goldjungen&#8220; mittels 3D-Druck<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forscher gaben in ihrer Arbeit mit dem Titel <em>&#8222;Scanning and three-dimensional-printing using computed tomography of the \u201cGolden Boy\u201d mummy&#8220;<\/em>, das im Fachjournal &#8218;Frontiers in Medicine&#8216; erschien, an, dass sie nach dem erfolgreichen Scans das ausw\u00e4hlte Objekt &#8211; in diesem Fall das gr\u00f6\u00dfte sich in der Mumie befindende Amulett &#8211; in ein druckbares Format \u00fcbertrugen. Da sich dieser Herzskarab\u00e4us in der Brusth\u00f6hle der zum Todeszeitpunkt wohl 14 bis 15-j\u00e4hrigen Mumie befand, deuteten die Forscher darauf hin, dass die alten \u00c4gypter ihre Kinder \u00e4u\u00dferst sch\u00e4tzten. Einen Nachteil, welchen das Forscherteam anmerkt, liegt in der Tatsache, dass es auf Grund der \u00dcberschneidung der 3D-Datei des Amuletts auf dem 2D-R\u00f6ntgenfilm zu Datenverlusten f\u00fchrte.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2257901128\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend wurde die STL-Datei innerhalb der verwendeten Software mittels der Werkzeuge so manipuliert, dass die Forscher die Oberfl\u00e4chenh\u00fclle des Amuletts erhielten. Um dieses dann aber schlussendlich auch in 3D zu drucken wurde hierbei laut Forscherteam ein handels\u00fcblicher 3D-Drucker verwendet. Konkret handelte es sich dabei um den <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/dremel-idea-builder-3d-drucker-010420161\/\">Dremel 3D40 Ideal Builder<\/a>, der auf dem <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-schmelzschichtung\/\">Fused Deposition Modeling (FDM)<\/a>-Verfahren basiert. Als Material wurde in diesem Fall ein wei\u00dfes <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/pla-vs-abs-080820221\/\">ABS<\/a>-Kunststoffmaterial verwendet, welches in weiterer Folge auf den CT-Daten basierenden 3D-Modell mit einer Schichtdicke von 0,1 mm in 3D gedruckt worden ist. Das Resultat nach dem 3D-Druck war ein beeindruckend detailliertes Amulett in Scheibenform. Selbst die eingravierten Zeichen auf dem Amulett waren gut zu erkennen und es war den Forschern m\u00f6glich, diese sogar zu interpretieren. Dabei geht man von rituellen Inschriften aus, die das Herz besch\u00fctzen sollten.<\/p>\n<div id=\"attachment_44694\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44694\" class=\"wp-image-44694 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-ii.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-ii.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-ii-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/02\/mumie-ii-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-44694\" class=\"wp-caption-text\">Mittels ABS wurde das Amulett in 3D-gedruckt.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forscher des Bereichs Radiologie der Universit\u00e4t von Kairo und dem \u00c4gyptischen Museum in Kairo erg\u00e4nzen ihre Forschung abschlie\u00dfend: <em>&#8222;<span style=\"font-size: 1em;\">Wir gingen davon aus, dass diese Studie Informationen \u00fcber die Mumie liefern w\u00fcrde, die bei der Konservierung helfen und die Ausstellung der Mumie im Ausstellungsraum des Museums f\u00f6rdern k\u00f6nnten.&#8220;\u00a0<\/span><\/em><span style=\"font-size: 1em;\">Wenn Sie mehr \u00fcber die Verwendung des 3D-Drucks der Mumie des &#8222;Goldjungen&#8220; erfahren m\u00f6chten, dann finden Sie <a href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/articles\/10.3389\/fmed.2022.1028377\/full\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> das Forschungspapier.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagen Sie zur Erkundung der Mumie mittels 3D-Druck? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf. <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook <\/a>oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt f\u00fcr unseren\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\">w\u00f6chentlichen Newsletter<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>*Alle Bildnachweise: Sahar N. Saleem et al.\/ &#8222;<\/em>Scanning and three-dimensional-printing using computed tomography of the \u201cGolden Boy\u201d mummy&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im alten \u00c4gypten galt es als Tribut zollendes und nahezu allt\u00e4gliches Verfahren mit Toten umzugehen. Die Rede ist dabei von der Mumifizierung von verstorbenen Menschen. 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