{"id":43751,"date":"2023-01-10T14:00:13","date_gmt":"2023-01-10T13:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=43751"},"modified":"2023-01-11T11:50:05","modified_gmt":"2023-01-11T10:50:05","slug":"pilz-3d-gedruckte-haut-100120231","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/pilz-3d-gedruckte-haut-100120231\/","title":{"rendered":"Schweizer Forscher stellen dank Pilz 3D-gedruckte Haut her, die selbstheilend ist"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf Grund heutiger Technologien und wirtschaftlichen Fortschritten werden Roboter immer mehr Leben eingehaucht. Ob es die Gestalt, die Stimme oder auch die Intelligenz dieser Roboter sind, sie verhelfen nicht nur zu einem vereinfachten Alltag, sondern auch in verschiedenen Industrien finden sie ihre Anwendung. Nun haben sich Schweizer Forscher der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/eth-zuerich-betondecke-250720221\/\">Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschule Z\u00fcrich (ETH)<\/a> innerhalb ihrer Forschung mit der M\u00f6glichkeit von 3D-gedruckten Myzel-Hydrogelen besch\u00e4ftigt und wie diese als lebende Materialien genutzt werden k\u00f6nnten in Bezug auf Roboter. Das konkrete Forschungsziel hierbei war es also nicht nur die additive Herstellungsweise von Haut f\u00fcr Roboter, sondern sie sollte ebenfalls auch selbstheilend sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Normalerweise finden wir solche selbstheilende und -regenerierende Prozesse in erster Linie bei biologischen Materialien wie zum Beispiel Tierknochen oder auch Pflanzenst\u00e4mmen, die ebenfalls die F\u00e4higkeit besitzen, sich unter Einfluss der Umwelt unterschiedlichen Bedingungen anzupassen. Da dieser Feld allerdings laut dem Schweizer Team als unerforscht gilt, wollte man hierbei den 3D-Druck als Ansatz und die Eigenschaften von Pilzmyzelen &#8211; also die fadenf\u00f6rmigen Zellen eines Pilzes &#8211; nutzen wollte, um somit zur Veranschaulichung einen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/forscher-roboterhand-060820221\/\">Roboter<\/a> mit dieser technologisch anspruchsvollen Haut auszustatten, die sowohl mechanisch robust, aber auch selbstreinigend sein soll.<\/p>\n<div id=\"attachment_43765\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-43765\" class=\"wp-image-43765 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/Untitled-design-2023-01-10T120910.745.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/Untitled-design-2023-01-10T120910.745.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/Untitled-design-2023-01-10T120910.745-600x257.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/01\/Untitled-design-2023-01-10T120910.745-160x69.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-43765\" class=\"wp-caption-text\">Gitterstruktur des Myzels w\u00e4hrend der Druckpr\u00fcfung (Bild: ETH Z\u00fcrich)<\/p><\/div>\n<h3>Wie entsteht die 3D-gedruckte Haut f\u00fcr den Roboter?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forschung, die den Namen <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41563-022-01429-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>&#8222;Three-dimensional printing of mycelium hydrogels into living complex materials&#8220;<\/em> und im Nature Materials<\/a>, einem Fachjournal, ver\u00f6ffentlicht worden ist, beginnt in erster Instanz mit der Basis der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/neutrogena-nourished-060120231\/\">Haut<\/a>. Hierf\u00fcr wurde ein dreidimensionales Gitter aus einem Hydrogel hergestellt, welches mittels dem Einsatz eines 3D-Druckers hergestellt worden ist. Bei einem Hydrogel handelt es sich generell um ein Gel, welches einen \u00e4u\u00dferst hohen Wassergehalt aufweist. Bestehend aus hydrophilen, enthalten sie ebenfalls wasserunl\u00f6sliche Polymere, die bei Kontakt mit Wasser ihre Form weitgehend ver\u00e4ndern. Nicht zuletzt auf Grund ihrer hohen Flexibilit\u00e4t, der durch den hohen Wassergehalt einem biologischen Gewebe sehr stark \u00e4hnelt.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-346192583\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem von dem Schweizer Forschungsteam verwendeten Hydrogel befinden sich im Detail Zellen, die ebenfalls im Pilz Ganoderma lucidum, zu deutsch &#8222;gl\u00e4nzender Lackporling&#8220;, vorzufinden sind. Der Vorgang der Forscher war darauf fokussiert, dass die Roboterhaut binnen drei Wochen entstehen konnte. Um dies allerdings zu erreichen, mussten sie die 3D-gedruckten Gitter so konzipieren, dass die Myzelen des Ganoderma lucidum Pilzes darauf wachsen konnten und die innerhalb der Gitterstruktur vorhandenen offenen Stellen f\u00fcllen konnte.<\/p>\n<h3>M\u00f6gliche Verwendung in der Medizintechnik<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem diese 3D-gedruckte Haut nun \u00fcber drei Wochen gereift ist, wurde diese ebenfalls Tests unterzogen. Hierbei wurde sowohl ein robotischer Greifer und sph\u00e4rischer Roboter mit dieser Haut \u00fcberzogen und anschlie\u00dfend in Wasser getaucht wie auch \u00fcber unterschiedliche Oberfl\u00e4chen gerollt. Hierbei wollte man testen, ob die Haut tats\u00e4chlich robust, selbstreinigend und schlie\u00dflich auch selbstregenerierend ist. Das Ergebnis: Alle Tests wurden erfolgreich bestanden! Nichtsdestotrotz stehen die Schweizer noch vor einer letzten Herausforderung: dem Selbstheiligungsprozess. Hierf\u00fcr muss das Myzel n\u00e4mlich lebendig sein und ben\u00f6tigt daher N\u00e4hrstoffe, die zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen und gleichzeitig Stoffwechselabf\u00e4lle, die es zu entfernen gilt. Die Forscher geben im Zuge ihrer Arbeit an, dass sich dieser Pilz besonders f\u00fcr die Herstellung von Schaltkreisen eignen k\u00f6nnte, denn nach den verschiedenen Tests wurde wurde die Haut abgezogen und Schaltkreise darauf gedruckt, welche als Myceliotronik beispielsweise ihre Anwendung in der Medizintechnik finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von dieser selbstheilenden, 3D-gedruckten Haut des Forscherteams der ETH Z\u00fcrich?\u00a0 Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0oder\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0\u00a0mit. 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