{"id":37742,"date":"2022-06-01T18:00:00","date_gmt":"2022-06-01T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=37742"},"modified":"2022-06-01T17:13:53","modified_gmt":"2022-06-01T15:13:53","slug":"tu-graz-beton-im-bausektor-ressourcenschonender-020620221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/tu-graz-beton-im-bausektor-ressourcenschonender-020620221\/","title":{"rendered":"TU Graz will den Einsatz von Beton im Bausektor ressourcenschonender gestalten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ein interdisziplin\u00e4res Team aus Architekten, Bauingenieuren, Maschinenbauern und Materialtechnologen des Fields of Expertise Sustainable Systems forscht an der <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Technischen Universit\u00e4t Graz<\/a> (TU Graz) in Zusammenarbeit mit UHPC und Structural Robotics an dem <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/index.php?id=33397\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsprojekt COEBRO<\/a>. Sie untersuchen, wie die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additive Fertigung<\/a> mit Beton effektiver und ressourcenschonender gestaltet werden und so der CO2-Aussto\u00df verringert werden kann. Das Team hofft, dass ihre Arbeit dazu beitragen kann, die nachteiligen Auswirkungen des Bauens auszugleichen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">3D-Druck mit Beton an der TU Graz<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit rund sechs Jahren besch\u00e4ftigen sich die Forscher am Institut f\u00fcr Tragwerksentwurf der TU Graz verst\u00e4rkt mit dem Werkstoff Beton. Beton ist der meist eingesetzte Baustoff weltweit. Die Herstellung von Bauelementen erfolgt traditionell mit Schalungen und Gussformen. Mithilfe des 3D-Druckes bieten sich viele bisher ungeahnte M\u00f6glichkeiten f\u00fcr im Betonbau. So k\u00f6nnten zum Beispiel Betonw\u00e4nde in neuartigen tragenden Geometrien hergestellt werden, was bis jetzt undenkbar war.\u00a0 Dies erm\u00f6glicht nicht nur bisher ungesehene Geb\u00e4udeformen, sondern kann aufgrund des Wegfalls von Handarbeit auch erhebliche Kosten und Vorlaufzeiten einsparen. Beton 3-D Druck k\u00f6nnte also den Aufwand f\u00fcr den Schalungsbau signifikant reduzieren. Das Ziel des Projektes ist das gew\u00e4hrleisten einer ressourcensparenden Herstellung von Betonbauteilen mittels 3D-Drucks.<\/p>\n<div id=\"attachment_37766\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-37766\" class=\"wp-image-37766 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/06\/csm_Gruppenfoto_2_096b2ecf53.jpeg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-37766\" class=\"wp-caption-text\">Forscherteam (Bild: TU Graz)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 1em;\">Dies soll laut dem Experte Stefan Peters durch einen sparsamen und effizienten Umgang mit dem Material f\u00fcr ein vermeintlich untergeordnetes Massenbauteil umgesetzt werden. Man k\u00f6nne beobachten, dass in den letzten Dekaden im Stahl- oder Betonbau das Einsparen von Arbeitszeit bei gleichzeitig erh\u00f6htem Materialverbrauch die Oberhand gewonnen hat. Beispielsweise w\u00fcrden im Betonbau h\u00e4ufig Rechteckquerschnitte vorgesehen werden, weil dies in unserer termin- und kostenoptimierten Welt scheinbar einfacher sei. Vor allem im Massivbau sei Ressourcenoptimierung h\u00e4ufig noch kein Thema, das planerische Entscheidungen ma\u00dfgeblich beeinflusst. Digitalen Fertigungsmethoden k\u00f6nnten daher ein Schl\u00fcssel zu einer neuen Art von Ressourcenoptimierung f\u00fcr eine breite Masse an Bauprojekten sein.<\/span><\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2415826512\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese neue Technik der Betonverarbeitung bieten auch Architekten im Fassadenbereich neue Gestaltungsm\u00f6glichkeiten. Man kann nun Formen umsetzen, die durch den Schalungsaufwand in der Produktion viel zu teuer w\u00e4ren. Auch Bauingenieure k\u00f6nnen dadurch effiziente lastabtragende Strukturen entwickeln, die zudem differenzierte Betong\u00fcten in einem Bauteil aufweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um in der breiten Anwendung Fu\u00df zu fassen, w\u00fcrde man jedoch Bauherren und Planer brauchen, die das Potenzial dieser Bauweise erkennen. Es m\u00fcsse auch muss es Firmen geben, die auf diese Technologie setzen und sich aus ihrem tradierten Gesch\u00e4ft nach drau\u00dfen bewegen und etwas Neues probieren m\u00f6chten. Und es braucht einen Gesetzgeber, der die Randbedingungen schafft, die es leichter machen diese Dinge anzufordern und umzusetzen. So \u00e4u\u00dferte sich etwa Experte Stefan Peters:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Beim Gesetzgeber taucht es langsam auf, dass wenn die ausgehandelten CO\u00b2-Emissionswerte nicht erreicht werden, Alternativen diskutiert werden m\u00fcssen. In der Industrie bedarf es \u00dcberzeugungsarbeit. Aktuell reden wir mit vielen Firmen, wir wollen ja mit dem Projekt weiterarbeiten, und viele sehen zu diesem Zeitpunkt die kommerzielle Erfolgschance noch nicht. Das gilt es zu \u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Prototypen des Projekts sollen Strukturelemente in einem f\u00fcr das Bauwesen relevanten Ma\u00dfstab gedruckt werden. Bei erfolgreichem Projektabschluss wird erwartet, dass der gesamte Produktionsprozess abgedeckt werden kann. <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/fakultaeten\/architektur\/aktuelles\/fakultaetsnachrichten\/interview-2-coebro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HIER<\/a> k\u00f6nnen Sie mehr zu dem Thema erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von Forschungsprojekt der TU Graz? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie uns Ihre Meinung auf<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">\u00a0Facebook,<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">\u00a0Twitter<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">\u00a0LinkedIN<\/a>\u00a0oder<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/communities\/groups\/3d-druck-und-additive-fertigung-94e8-1091770\/posts\">\u00a0Xing<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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