{"id":37649,"date":"2022-05-30T18:00:35","date_gmt":"2022-05-30T16:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=37649"},"modified":"2022-05-30T12:01:51","modified_gmt":"2022-05-30T10:01:51","slug":"fraunhofer-ipa-nachhaltigkeit-luftfahrtindustrie-300520221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/fraunhofer-ipa-nachhaltigkeit-luftfahrtindustrie-300520221\/","title":{"rendered":"Fraunhofer IPA forscht f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit in der Luftfahrtindustrie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wer in den vergangenen Jahren in ein <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-in-flugzeugen-110920181\/\">Flugzeug<\/a> gestiegen ist, kann mit Sicherheit behaupten, ein additiv hergestelltes Teil ber\u00fchrt zu haben: die Gep\u00e4ckablage in Passagierflugzeugen werden heutzutage beispielsweise gr\u00f6\u00dftenteils mittels 3D-Drucktechnologie hergestellt. Da diese allerdings tagt\u00e4glich von unz\u00e4hligen Flugg\u00e4sten genutzt werden, ist auch der Verschlei\u00df dementsprechend hoch. Aber was passiert eigentlich mit diesen 3D-gedruckten Teilen, wenn sie nicht mehr verwendet werden k\u00f6nnen? Mit dieser Frage besch\u00e4ftigt sich aktuell das Forscherteam &#8222;TIRIKA&#8220; am Fraunhofer IPA. Mit gleichbleibender Bauqualit\u00e4t hat man sich das Ziel gesetzt, den Anteil an Recyclingmaterial zu erh\u00f6hen, um somit einen Beitrag zur <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung-nachhaltigkeit-241120211\/\">Nachhaltigkeit<\/a> in der Luftfahrt leisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Fraunhofer IPA z\u00e4hlt man inzwischen mehr als 1.200 Forscher, die sich auf insgesamt 12 verschiedene Forschungsbereiche fokussieren, worunter auch die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additive Fertigung<\/a> f\u00e4llt. In Fall des TIRIKA-Forschungsteams besch\u00e4ftigt man sich in erster Linie mit der nachhaltigen Gestaltung durch 3D-gedruckte Teile in der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung-luftfahrt-11062015\/\">Luftfahrtindustrie<\/a>. Die bereits erw\u00e4hnten Gep\u00e4ckablagen bestehen in der Regel aus Polyetherimid (PEI), bei dem es sich um einen enorm schwer entflammbaren Kunststoff handelt. Dies ist wichtig, da im Falle eines Brandes kein f\u00fcr die Passagiere giftiger Rauch im Flugzeug entstehen kann. Damit allerdings nach dem Ende des Produktlebenszyklus die Klappen nicht einfach nur auf dem M\u00fcll landen, sondern auch einen Mehrwert bieten, arbeitet das Fraunhofer IPA-Team an einer effizienten M\u00f6glichkeit diese zu schreddern und zu Kunststoffdraht beziehungsweise Filament verarbeiten zu k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend kann aus dem recycelten Material ein neues 3D-gedrucktes Teil hergestellt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_37660\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-37660\" class=\"wp-image-37660 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/05\/Untitled-design-2022-05-30T120354.911.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/05\/Untitled-design-2022-05-30T120354.911.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/05\/Untitled-design-2022-05-30T120354.911-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/05\/Untitled-design-2022-05-30T120354.911-160x91.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-37660\" class=\"wp-caption-text\">Ein additiv hergestelltes Flugzeug wird aus dem Pulverbett entnommen (Bild: Fraunhofer IPA)<\/p><\/div>\n<h3>Fraunhofer IPA und das recycelte PEI f\u00fcr die Luftfahrt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es um das Recyceln von Teilen geht, muss man f\u00fcr ihren neuen additiven Lebensweg sicher sein, dass diese &#8211; auch im Vergleich zu Neuware &#8211; \u00fcber die gleichen Eigenschaften verf\u00fcgen. In diesem Fall muss das recycelte PEI ebenso feuerfest und standhaft gegen eine m\u00f6gliche Rauchentwicklung sein, wie Bauteile, die aus neuem PEI angefertigt worden sind. Damit dieser Fall aber auch gegeben ist, muss sich das Team des Fraunhofer IPA mit Forschungsfragen auseinander setzen, die beispielsweise auf die Flie\u00dff\u00e4higkeit und die unterschiedlichen Parameter des recycelten PEI abzielen. Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen wollen die Forscher ein Degradationsmodell entwickeln, welches zeigen soll, wie sich die Eigenschaften und Merkmale eines Materials ver\u00e4ndern, wenn es recycelt wird. Das Modell kann in weiterer Folge helfen zu verstehen, wie die Einstellungen bei der Nutzung des 3D-Druckers optimiert werden m\u00fcssen, damit der additive Druck mit recyceltem PEI auch problemlos gelingt. Wenn dies tats\u00e4chlich gelingt, so sieht sich Markus Echsel vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnik und Automatisierung IPA: <em>\u201eWenn das erst einmal bekannt ist, k\u00f6nnen in Zukunft bereits genutzte Bauteile aus hochwertigen Kunststoffen ein zweites oder drittes Leben bekommen.&#8220;<\/em><\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2588571449\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch weitere Teile im Flugzeug werden additiv hergestellt &#8211; mit Hilfe des <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/selektives-lasersintern\/\">SLS-Verfahrens<\/a>. Es ist kein Geheimnis, dass im Zuge dieser Technologie eine Unmenge an Pulver trotz alldem nicht recycelt werden kann. Patrick Springer vom Zentrum f\u00fcr Additive Produktion ist sich \u00fcber dieses Ausma\u00df bewusst: <em>&#8222;Allerdings werden beim selektiven Lasersintern bisher nur etwa 60 bis 70 % gebrauchtes Pulver verwendet. Der Rest muss neu sein, wenn man keine Abstriche bei der Qualit\u00e4t machen m\u00f6chte.&#8220;\u00a0<\/em>Nun m\u00f6chte man kl\u00e4ren, inwiefern sich sich die Charakteristika von PEKK oder Polyamid ver\u00e4ndern, nachdem sie bereits einen oder mehrer 3D-Drucke hinter sich haben. Das langfristige Ziel besteht also f\u00fcr die Forscher darin, das Pulver m\u00f6glichst lange im Prozess zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was denken Sie von dem Forschungsprojekt des Fraunhofer IPA zum Recycling von PEI? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie uns Ihre Meinung auf<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">\u00a0Facebook,<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">\u00a0Twitter<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">\u00a0LinkedIN<\/a>\u00a0oder<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/communities\/groups\/3d-druck-und-additive-fertigung-94e8-1091770\/posts\">\u00a0Xing<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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