{"id":32100,"date":"2021-10-12T14:00:28","date_gmt":"2021-10-12T12:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=32100"},"modified":"2021-10-11T17:33:27","modified_gmt":"2021-10-11T15:33:27","slug":"incus-partnerschaft-esa-121020211","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/incus-partnerschaft-esa-121020211\/","title":{"rendered":"Partnerschaft von Incus mit ESA soll 3D-Druck in Mikrogravitation testen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Incus, ein \u00f6sterreichischer Hersteller von lithografiegest\u00fctzten L\u00f6sungen f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/additive-fertigung\/\">additive Fertigung<\/a>, ist j\u00fcngst eine Partnerschaft mit der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation (ESA), der OHB System AG und der Lithoz GmbH eingegangen. Im Rahmen dieser soll das Lithografie-basierte Metallherstellungsverfahren (LMM) von <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/incus-entwickelt-ein-3d-metalldruck-081120191\/\">Incus<\/a> zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Projekts wird der 3D-Druck in einer Umgebung mit Mikrogravitation getestet, wobei insbesondere untersucht werden soll, ob es mit der Technologie m\u00f6glich w\u00e4re, auf der Mondbasis Dinge aus Altmetall oder vorhandenen Oberfl\u00e4chenmaterialien herzustellen. Letztlich k\u00f6nnte das Forschungsvorhaben dazu beitragen, k\u00fcnftige <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/mond-astroreality\/\">Mondsiedlungen<\/a> voranzutreiben, da mit Hilfe des Verfahrens existierende Probleme im Zusammenhang mit den Lieferketten und der Abh\u00e4ngigkeit von Vorr\u00e4ten von der Erde beseitigt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema Nachhaltigkeit stellt f\u00fcr viele Raumfahrtbeh\u00f6rden ein wichtiges Anliegen dar. Mit unterschiedlichen Vorhaben hoffen diese, irgendwann Siedlungen auf dem Mond und anderen Planeten zu erm\u00f6glichen. Die Wiederverwendung von Teilen und Abf\u00e4llen, die bereits auf der Mondoberfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung stehen, w\u00fcrde die Abh\u00e4ngigkeit von der Erde erheblich verringern. Dies stelle einen wesentlichen Schl\u00fcsselfaktor f\u00fcr langfristige Missionen dar, denn nur wenn diese autark sind, gelingt die Unabh\u00e4ngigkeit. Das ist vor allem im Hinblick auf die Versorgung von wichtigen G\u00fctern, Vorr\u00e4ten, Forschungsmaterialien, Ausr\u00fcstungen und Ersatzteilen wichtig, welche z umBetrieb einer Station zwingend notwendig sind. Dank der LMM-Verfahren k\u00f6nnte es in Zukunft jedoch m\u00f6glich sein, diese Gegenst\u00e4nde und Ersatzteile an Bord sowie auf Abruf herzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-33490 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/10\/Incus-1.jpg\" alt=\"Incus European Space Agency\" width=\"700\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einsatz der LMM-Technologie eignet sich f\u00fcr dieses Projekt aus mehreren Gr\u00fcnden. LMM kann nicht nur Ersatzteile aus recycelten Metallabf\u00e4llen herstellen, sondern ist auch in vielerlei Hinsicht weniger kompliziert als andere <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-materialien-teil-2-metalle\/\">Metall 3D-Druckverfahren<\/a>, die unter Mikrogravitation genutzt werden k\u00f6nnen. Denn im Gegensatz zur Metallfertigung mit Lasern, f\u00fcr welche gaszerst\u00e4ubte Pulver und St\u00fctzstrukturen erforderlich sind, wird bei LMM eine Paste oder Suspension verwendet. Dies erleichtert die Verwendung des Metalls aus den recycelten Teilen und macht eine manuelle Nachbearbeitung \u00fcberfl\u00fcssig, w\u00e4hrend der Druckprozess f\u00fcr den Anwender sicher ist. Dar\u00fcber hinaus ist das Verfahren laut Incus daf\u00fcr bekannt, dass es Teile mit guter Oberfl\u00e4chen\u00e4sthetik und \u00e4hnlichen Materialeigenschaften wie Teile im Metall-Spritzgie\u00dfen (MIM) herstellt &#8211; h\u00e4ufig das Verfahren der Wahl, welches im Weltraum jedoch nicht umsetzbar w\u00e4re.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2976103439\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des 18-monatigen Projekts soll \u00fcberpr\u00fcft werden, ob es tats\u00e4chlich m\u00f6glich ist, Metallschrott von der Mondoberfl\u00e4che mit dem abfallfreien Verfahren zu einem hochwertigen Endprodukt zu verarbeiten. Es sollen dabei potenziell einschr\u00e4nkender Faktoren erforscht werden, wie z. B. die Auswirkungen einer 12m\u00f6glichen Verunreinigung von Metallpulvern mit Mondstaub und ob fertige Teile genauso optimiert und zuverl\u00e4ssig sein werden wie diese es auf der Erde sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Antonella Sgambati, Systemingenieurin f\u00fcr bemannte Raumfahrt bei der OHB System AG, sagt zum Vorhaben folgendes: &#8222;<em>Die M\u00f6glichkeit, unsere Abh\u00e4ngigkeit von der Erde zu verringern, indem wir vorhandene Materialien der Mondoberfl\u00e4che nutzen und Schrott von der Mondbasis recyceln, stellt die einzige L\u00f6sung dar, um eine nachhaltige Besiedlung zu gew\u00e4hrleisten. Dieses Projekt und das neuartige LMM-Verfahren sind wichtige Schritte zur Verwirklichung einer solchen Siedlung, da diese Technologie die Chance hat, im Weltraum erfolgreich zu funktionieren.&#8220;<\/em> Weitere Informationen \u00fcber das Projekt finden Sie in der Pressemitteilung von Incus <a href=\"https:\/\/www.incus3d.com\/news-entry\/view_express_entity\/342\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-33491 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/en\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/10\/Incus-2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was denken Sie zu dem Projekt der Unternehmen? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">\u00a0Facebook,<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">\u00a0Twitter<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">\u00a0LinkedIN<\/a>\u00a0oder<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/communities\/groups\/3d-druck-und-additive-fertigung-94e8-1091770\/posts\">\u00a0Xing<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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