{"id":32032,"date":"2021-10-06T00:01:16","date_gmt":"2021-10-05T22:01:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=32032"},"modified":"2021-10-05T14:28:30","modified_gmt":"2021-10-05T12:28:30","slug":"barbara-gollackner-praesentiert-3d-gedruckte-wasteware-bei-der-vienna-design-week","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/barbara-gollackner-praesentiert-3d-gedruckte-wasteware-bei-der-vienna-design-week\/","title":{"rendered":"Barbara Gollackner pr\u00e4sentiert 3D-gedruckte Wasteware bei der Vienna Design Week"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Vienna Design Week, die vom 24. September bis 03. Oktober stattgefunden hat, konnte auch Barbara Gollackner eine \u00e4u\u00dferst innovative Kollektion ausstellen, welche aus einer Zusammenarbeit mit Gastronom Peter K\u00f6nig entstand. Mit einem 3D-Drucker wurde aus Lebensmittelresten Geschirrunikate hergestellt. Unter dem Namen Wasteware wird eine Serie bestehend aus Besteck und Geschirr aus industriellen sowie privaten Lebensmittelabf\u00e4llen gefertigt. Die Kollektion umfasst\u00a0 Tassen, Teel\u00f6ffel und mehr, die allesamt aus altem Brot oder Schweinehaut additiv gefertigt wurden. Dazu wurden die Abf\u00e4lle zu einer Paste verarbeitet, die anschlie\u00dfend mit einem <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/fdm-3d-drucker-hersteller-deutschland-dach-160620211\/\">FDM-Drucker<\/a> extrudiert wird. Das Studio sendet mit dieser Kollektion eine klare Botschaft. Das Vorhaben soll auf die Lebensmittelverschwendung und die Produktion von Einweggeschirr aufmerksam machen, zwei Probleme die sich enorm auf unsere Umwelt auswirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wesentlicher Vorteil des 3D-Drucks besteht darin, dass nur Material verwendet wird, das tats\u00e4chlich zur Herstellung ben\u00f6tigt wird.\u00a0 Dadurch kann die ben\u00f6tigte Menge und somit auch der entstehende Abfall erheblich reduziert werden. Um das Projekt noch nachhaltiger zu gestalten, gelingt dank des 3D-Drucks auch die Wiederverwertung der Abf\u00e4lle zur Herstellung von neuen Produkten, wof\u00fcr wie im Beispiel Gollackner auch Lebensmittelabf\u00e4lle in Frage kommen. Dieses und andere Projekte zielen darauf ab Teil einer Kreislaufwirtschaft zu werden und werden immer zahlreicher. Ein weiteres Beispiel w\u00e4re <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/upprinting-food-interview-070520191\/\">Upprinting Food<\/a>, eine niederl\u00e4ndisches Vorhaben, das aus Lebensmittelabf\u00e4llen verschiedene Gerichte in 3D druckt. Das Studio von Barbara Gollackner fundiert auf der gleichen Idee, druckt aber Geschirr.<\/p>\n<div id=\"attachment_66009\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66009\" class=\"wp-image-66009 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/food_barbara1.jpg\" alt=\"Barbara Gollackner\" width=\"700\" height=\"450\" \/><p id=\"caption-attachment-66009\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Barbara Gollackner<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Barbara Gollackner ist eine \u00f6sterreichische Designerin, die einen besorgniserregenden Trend festgestellt hat:\u00a0 Jedes Jahr werden 90 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, zu welchen noch 30 Millionen Tonnen Abfall von Einweggeschirr hinzukommen. Aus diesem Grund hat Gollackner den Entschluss gefasst, eine Kollektion zu entwickeln, mit welcher sie auf diese beiden Probleme aufmerksam machen kann und die Gesellschaft dazu ermutigt, die Auswirkungen des Konsums auf die Umwelt zu bedenken und folglich zu reduzieren bzw. zu Alternativen zu greifen. Die Designerin sammelte zun\u00e4chst Industrieabf\u00e4lle aus einer Fleischfabrik in \u00d6sterreich sowie pers\u00f6nliche Abf\u00e4lle wie Brot. Sie erkl\u00e4rt: <em>&#8222;Auf der einen Seite verwenden wir die Abf\u00e4lle, die wir selbst produzieren, auf der anderen Seite verwenden wir industrielle Lebensmittelabf\u00e4lle wie Schweinehaut. In \u00d6sterreich werden gro\u00dfe Mengen an Schweinehaut von der Fleischindustrie weggeworfen.&#8220;<\/em><\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2581020241\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p>Diese <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/genecis-interview-filament-lebensmittelabfaelle-250720191\/\">Abf\u00e4lle<\/a> werden dann zu einer Paste verarbeitet, die sich leicht mit einem 3D-Drucker extrudieren l\u00e4sst: Der Abfall wird zun\u00e4chst getrocknet oder gekocht und dann mit Myzel (die fadenf\u00f6rmigen Zellen eines Pilzes) gemischt, um so die gew\u00fcnschte Konsistenz zu erreichen. Die Designerin erkl\u00e4rt, dass in manchen F\u00e4llen auch Wasser, Semmelbr\u00f6sel oder andere Lebensmittel hinzugef\u00fcgt werden k\u00f6nnen. Chefkoch Peter K\u00f6nig nutzt die Masse dann und druckt die gew\u00fcnschten Formen in 3D. Gollackner sei es wichtig, das <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-architektur-121120201\/\">Design<\/a> der Objekte einfach zu halten, um den Druckprozess nicht zu komplex zu gestalten. So entstanden L\u00f6ffel, Kaffeetassen, Sch\u00fcsseln usw. Die Ergebnisse k\u00f6nnen sich sehen lassen und sind ungew\u00f6hnlich, denn die verschiedenen Gegenst\u00e4nde nehmen die Farbe einer Aubergine, recycelter Erbsen usw. an!<\/p>\n<div id=\"attachment_66010\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66010\" class=\"wp-image-66010 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/food_barbara2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-66010\" class=\"wp-caption-text\">Auch Sch\u00fcsseln wie diese sind Teil der Kollektion (Bild: Gollackner)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Langzeitprojekt &#8211; die Designerin arbeitet seit mehr als zwei Jahren an diesem Projekt &#8211; hat es auf jeden Fall geschafft, auf ein gesellschaftliches Problem auf innovative und originelle Weise zu adressieren. Haben Sie schon einmal \u00fcberlegt Ihre Lebensmittelabf\u00e4lle f\u00fcr ein kreatives Vorhaben zu nutzen? Weitere Projekte des Studio Barbara Gollackner finden Sie <a href=\"http:\/\/www.barbaragollackner.at\/\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten Sie von der Idee? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">\u00a0Facebook,<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">\u00a0Twitter<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">\u00a0LinkedIN<\/a>\u00a0oder<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/communities\/groups\/3d-druck-und-additive-fertigung-94e8-1091770\/posts\">\u00a0Xing<\/a>\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? 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