{"id":31927,"date":"2024-11-29T00:01:39","date_gmt":"2024-11-28T23:01:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=31927"},"modified":"2025-02-25T15:35:53","modified_gmt":"2025-02-25T14:35:53","slug":"was-ist-ein-g-code-3d-druck-290920211","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/was-ist-ein-g-code-3d-druck-290920211\/","title":{"rendered":"Was ist G-Code und welche Rolle spielt er f\u00fcr den 3D-Druck?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wie Sie wahrscheinlich wissen, geh\u00f6ren zum 3D-Druck mehr als das Einschalten der Maschine und dem anschlie\u00dfenden Druck. Hinter der Entstehung eines 3D-gedruckten Objektes stecken n\u00e4mlich so einige Schritte. Vom Entwurf des Bauteils bis zur Nachbearbeitung bedarf es s\u00e4mtlicher Prozessschritte. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise auch, dass das betreffende Modell in einer Schneidesoftware, auch Slicer genannt, verarbeitet werden muss. In solch einem Programm wird die STL-Datei in eine Steuerdatei f\u00fcr den 3D-Drucker umgewandelt. Diese Datei wird aus dem so genannten G-Code erstellt. Bei diesem handelt es sich um eine Programmiersprache, die es der Maschine erm\u00f6glicht, zu verstehen, welche Befehle befolgt werden m\u00fcssen, um das Teil Schicht f\u00fcr Schicht zu fertigen. Doch was macht die Programmiersprache aus und wie wichtig ist diese f\u00fcr den Herstellungsprozess?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein G-Code besteht aus G- und M-Befehlen, denen jeweils eine Bewegung oder Aktion zugeordnet wird. Die Kombination dieser Befehle erm\u00f6glicht es dem 3D-Drucker zu verstehen, welchem Muster dieser folgen muss, um das endg\u00fcltige Teil zu fertigen. Wie bereits erw\u00e4hnt, handelt es sich bei einem G-Code um eine Sprache, welche von der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/top-10-der-slicer-software-fuer-jedes-niveau\/\">Slicer-Software<\/a> bei der Umwandlung des Entwurfs zur STL-Datei automatisch erzeugt wird. In unserem Artikel erkl\u00e4ren wir Ihnen die Sprache auf Basis von <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-schmelzschichtung\/\">FDM-3D-Druckern<\/a>, weshalb wir Begriffe wie Extruder, Bauplatte oder Filament zur Erkl\u00e4rung heranziehen. In der Palette von Befehlen, die der 3D-Drucker interpretieren soll, finden sich Befehle zur Ausf\u00fchrung der Bewegung, Extrusion, Erw\u00e4rmung und Erkennung. Diese bilden die Grundlage, um die Funktionsweise der Sprache verstehen zu k\u00f6nnen. Wir wollen uns nun der numerischen Zusammensetzung des G-Codes widmen, um den betreffenden Befehl entschl\u00fcsseln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_53941\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-53941\" class=\"wp-image-53941 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/es\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/GCode-3.jpg\" alt=\"G-Code\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-53941\" class=\"wp-caption-text\">Der G-Code wird automatisch vom Slicer generiert (Bild: Ultimaker Cura)<\/p><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Wie setzt sich ein G-Code zusammen?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst ist es wichtig, den Unterschied zwischen einem G-Code und einem M-Code zu verstehen. Beide Codes sind Befehle, die in der Datei enthalten sind und dem Drucker mitteilen, wie und wo das Material extrudiert werden soll. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist, dass G-Codes von Druckern, die mit solchen arbeiten, universell verstanden werden, w\u00e4hrend es sich bei M-Codes um Codes handelt, die spezifisch f\u00fcr die verschiedenen Druckerlinien sind. Wie in der Abbildung unten zu sehen ist, setzt sich die Sprache aus mehreren Parametern zusammen. Wichtig zu wissen ist, dass man beim Lesen eines solchen Codes mit verschiedenen alphanumerischen Werten arbeiten muss.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-162392625\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Buchstaben X \/ Y \/ Z beziehen sich auf die drei Achsen des 3D-Druckers, die die Koordinaten markieren. Jeder Wert von X \u00fcber 0 bewegt den Druckkopf nach rechts, jeder Wert von Y \u00fcber 0 bewegt den Druckkopf nach hinten, und jeder Wert von Z \u00fcber 0 bewegt den Druckkopf nach oben. Der Buchstabe F hingegen steht f\u00fcr die Geschwindigkeit, mit der sich die D\u00fcse bewegt (angegeben in mm\/Minute), w\u00e4hrend sich der Buchstabe E auf die L\u00e4nge der Bewegung bezieht (angegeben in Millimetern). Manchmal finden wir im Code einen Text, gefolgt von dem Symbol &#8222;;&#8220;, der dazu dient, Befehlsinformationen im Code sichtbar zu machen; dabei stellen die Kommentare streng genommen keinen Teil des Codes dar. Nachdem Sie nun verstehen, wie G-Codes gelesen werden k\u00f6nnen, wollen wir sehen, welche die g\u00e4ngigsten f\u00fcr die Herstellung eines Teils sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_53939\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-53939\" class=\"wp-image-53939 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/es\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/GCode-1.jpg\" alt=\"G-Code\" width=\"700\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-53939\" class=\"wp-caption-text\">Beispiele von G-Code Befehlen f\u00fcr den 3D-Druck<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>G1-Befehl<\/strong> ist der Befehl, auf dem die Programmiersprache aufbaut, er macht sogar 95 % der gesamten Datei aus. Mit dem G1 erh\u00e4lt der 3D-Drucker die Anweisung, eine lineare Bewegung auszuf\u00fchren, w\u00e4hrend das Material an der vorgesehenen Stelle bzw. den angegebenen Koordinaten abgelegt wird. Wenn also der Drucker den Code<strong> &#8222;G1 X10 Y20 F1200&#8220;<\/strong> liest, identifiziert das Ger\u00e4t, dass das Material auf der Position X=10mm Y=20mm im Schacht mit einer Geschwindigkeit von 1200 mm\/min gedruckt werden soll. Der G0 verfolgt das selbe Bewegungsprinzip, hier wird jedoch kein Material durch die D\u00fcse extrudiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>G28<\/strong>. Mit diesem Befehl f\u00fchrt die Maschine die Startsequenz aus, die den Druckkopf bis zum Anschlag an den \u00e4u\u00dferen Rand der Maschine bewegt. Wenn keine Achse angegeben wird, bewegt die Maschine automatisch alle drei Achsen, aber es kann dem Befehl jederzeit X, Y, Z hinzugef\u00fcgt werden. Dies ist eine n\u00fctzliche Methode, um eine Achse schnell aus dem Weg zu r\u00e4umen, insbesondere bei der Fertigstellung des Drucks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>G92<\/strong>. Weist den Drucker an, die aktuelle Position der Achsen festzulegen. Dies kann n\u00fctzlich sein, wenn Sie die Position einer der Achsen \u00e4ndern oder versetzen m\u00f6chten. Dies geschieht in der Regel zu Beginn einer jeden Ebene oder kurz vor einem Haupt- oder R\u00fcckzugsbefehl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>M104.<\/strong> Dieser Code wird verwendet, um den Extruder zu beheizen, und steuert diese(n) (falls Sie einen 3D-Drucker mit Doppelextrusion haben). Au\u00dferdem wird mit dem Code die gew\u00fcnschte Temperatur gesteuert. Der Befehl <strong>&#8222;M104 S200 T0&#8220;<\/strong> wird beispielsweise die Maschine anweisen, den Extruder T0 (im Falle einer Doppelextrusion h\u00e4tten wir T0 und T1) auf eine Temperatur von 200 Grad Celsius zu erhitzen, die mit dem Buchstaben &#8222;S&#8220; angegeben wird. Die andere Version dieses G-Codes, n\u00e4mlich M109, weist den Drucker an, zu warten, bis der Extruder die Temperatur erreicht hat, bevor er einen anderen Befehl ausf\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>M140 und M190.<\/strong> Sind den bereits erw\u00e4hnten Codes sehr \u00e4hnlich, nur dass diese sich in diesem Fall nicht auf den Extruder, sondern auf das Druckbett beziehen. In diesem Fall entf\u00e4llt der Buchstabe &#8222;T&#8220;, der sonst auf den zu beheizenden Extruder hinweist.<\/p>\n<div id=\"attachment_53940\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-53940\" class=\"wp-image-53940 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/es\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/GCode-2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-53940\" class=\"wp-caption-text\">FDM 3D-Drucker haben 3 Achsen (X, Y, Z) die es erm\u00f6glichen, das Ger\u00e4t in den Druckkoordinaten zu positionieren<\/p><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzliche Empfehlungen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Liste der existierenden G-Codes und M-Codes ist schier endlos. Tats\u00e4chlich gibt es mehr als 1000 verschiedene Befehle, die dem 3D-Drucker die Anweisungen erteilen, was zu welchem Zeitpunkt gemacht werden soll. Auch aus diesem Grund wird der Code vom Slicer vor dem Herstellungsprozess automatisch generiert. Die Grundlagen der Codes zu kennen, kann f\u00fcr einige Benutzer in jedem Fall n\u00fctzlich und interessant sein. Es sollte jedoch beachtet werden, dass das Schreiben eines G-Codes kompliziert ist und in einigen F\u00e4llen den <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/beliebte-3d-drucker-040720171\/\">3D-Drucker<\/a> sogar besch\u00e4digen kann. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, was Sie in der endg\u00fcltigen Datei bearbeiten m\u00f6chten, empfehlen wir Ihnen, die Codierung nicht selbst zu erstellen. Dennoch wollen wir Sie ermutigen, die Funktionsweise der Programmiersprache zu verstehen und einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen verf\u00fcgbaren Befehle zu gewinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben Sie bereits Erfahrung mit Programmierung und Codes? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\"> Facebook, <\/a>oder <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/groups\/13502336\/\">LinkedIN<\/a>\u00a0\u00a0mit. M\u00f6chten Sie au\u00dferdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt f\u00fcr unseren<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\">\u00a0w\u00f6chentlichen Newsletter.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Sie wahrscheinlich wissen, geh\u00f6ren zum 3D-Druck mehr als das Einschalten der Maschine und dem anschlie\u00dfenden Druck. Hinter der Entstehung eines 3D-gedruckten Objektes stecken n\u00e4mlich so einige Schritte. Vom Entwurf des Bauteils bis zur Nachbearbeitung bedarf es s\u00e4mtlicher Prozessschritte. 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