{"id":23599,"date":"2020-05-05T00:01:07","date_gmt":"2020-05-04T22:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=23599"},"modified":"2020-05-05T19:38:29","modified_gmt":"2020-05-05T17:38:29","slug":"leds-statt-laser-neues-sledm-verfahren-verspricht-20-mal-mehr-speed-in-3d-metalldruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/leds-statt-laser-neues-sledm-verfahren-verspricht-20-mal-mehr-speed-in-3d-metalldruck\/","title":{"rendered":"LEDs statt Laser: Neues \u201cSLEDM\u201d-Verfahren verspricht 20-mal mehr Speed in 3D-Metalldruck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der Corona-Krise befinden sich an der TU Graz seit Mitte M\u00e4rz sowohl die Mitarbeiter als auch die Studierenden im Home-Office. Das hat die Forschungsabteilung der \u00f6sterreichischen Universit\u00e4t allerdings nicht daran gehindert, ein neu entwickeltes Pulverbettverfahren f\u00fcr die additive Fertigung von Metallteilen vorzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher werden in der Praxis die weit verbreiteten Laser- oder Elektronenstrahl-Quellen f\u00fcr die Energie\u00fcbertragung ins Pulverbett und somit f\u00fcr das Aufschmelzen des Materials verwendet, so wie bei den Verfahren des <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3ddruck-laserschmelzen\/\">selektiven Laserschmelzens<\/a> oder des <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/elektronenstrahl-schmelzen\/\">Elektronenstrahlschmelzens.<\/a> Mit dem System der TU Graz \u00e4ndert sich das: Ihre Maschine nutzt eine Hochleistungs-LED-Quelle f\u00fcr das Verschwei\u00dfen der einzelnen Schichten. Der Name des neuen Verfahrens leitet sich direkt von der Innovation ab: Selective LED based Melting (SLEDM). Es wurde in den letzten Monaten vom Institut f\u00fcr Fertigungstechnik unter Leitung von Franz Haas entwickelt und zum Patent angemeldet.<\/p>\n<div id=\"attachment_23602\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-23602\" class=\"wp-image-23602 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/SLEDM_1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/SLEDM_1.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/SLEDM_1-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/SLEDM_1-160x91.jpg 160w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/SLEDM_1-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-23602\" class=\"wp-caption-text\">Durch einen variablen Durchmesser des Lichstrahls k\u00f6nnen gro\u00dffl\u00e4chige Bereiche schneller gefertigt werden (Bildnachweis: Fraunhofer ILT)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inwiefern unterscheidet sich dieses Verfahren nun von den konventionellen Metallschmelzprozessen und welche Vorteile bringt es mit sich? Laut dem Institut der TU Graz soll vor allem die verk\u00fcrzte Bauzeit eine gro\u00dfe Rolle spielen. Durch Hochleistungs-LEDs gekoppelt mit einem komplexen Linsensystem kann der Fokusdurchmesser des LED-Strahls variabel angepasst werden, aktuell zwischen 0,05 und 20 [mm]. Somit k\u00f6nnen gro\u00dfvolumige Bereiche bzw. Bauteile bis zu 20-mal schneller gefertigt werden, da weniger Zeit zum Scannen der Querschnittsfl\u00e4chen ben\u00f6tigt wird. Gleichzeitig muss nicht auf filigrane Strukturen verzichtet werden. Zum Vergleich: laserbasierte Anlagen bieten derzeit einen variablen Fokusdurchmesser zwischen 0,07 und 0,5 [mm].<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-1287464185\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/webinar\/register\/3017742609846\/WN_qTQJLgBdT7qM81bWlSiRdQ\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (2)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/03\/LB-2.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Unterschied ist die Druckrichtung. Beim System der TU Graz wird das Bauteil von oben nach unten gedruckt, es liegt sozusagen frei und ist nicht im Pulver eingebettet. Das soll vor allem die ben\u00f6tigte Pulvermenge reduzieren und m\u00fchseliges Post-Processing eliminieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDas aufwendige, in der Regel manuelle Nachbearbeiten, wie es bei derzeitigen Verfahren notwendig ist, um etwa raue Oberfl\u00e4chen zu gl\u00e4tten und St\u00fctzkonstruktionen zu entfernen, entf\u00e4llt und spart weitere kostbare Zeit\u201c<\/em>, so Institutsleiter Franz Haas.<\/p>\n<div id=\"attachment_23603\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-23603\" class=\"wp-image-23603 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/bjhk.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/bjhk.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/bjhk-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/bjhk-160x91.jpg 160w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/bjhk-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-23603\" class=\"wp-caption-text\">Im SLEDM-Verfahren wird das Bauteil von oben nach unten gedruckt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Hinblick auf die Ger\u00e4tekosten soll die Maschine der TU g\u00fcnstiger sein. Genauere Infos hierzu wurden jedoch noch nicht ver\u00f6ffentlicht. Aktuell ist das SLEDM Verfahren auf zwei Schwerpunkte gerichtet: Die Branchen Mobilit\u00e4t sowie <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/top-12-3d-gedruckte-implantate-150720191\/\">Implantatmedizin<\/a>. F\u00fcr die Anwendung in der Medizin stellt sich das Forschungsteam vor, bioresorbierbare Metal-Implantate zu produzieren. Das sind unter anderem Schrauben aus Magnesium-Legierungen, welche an den Patienten angepasst sind und sich nach dem Zusammenwachsen der Bruchstelle aufl\u00f6sen. Diese k\u00f6nnen dann direkt im OP-Saal gefertigt und dem Patienten implantiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr nachhaltige L\u00f6sungen in der Mobilit\u00e4t der Zukunft stellt man sich die Produktion von Komponenten f\u00fcr Batteriesysteme mit dem SLEDM-System vor. \u201eWir wollen die additive Fertigung mittels SLEDM f\u00fcr die E-Mobilit\u00e4t wirtschaftlich nutzbar machen und SLEDM in diesem Forschungsfeld fr\u00fchzeitig positionieren\u201c, so Haas. Der n\u00e4chste Schritt in dieser Technologie soll dann einen marktf\u00e4higen Prototypen \u201cmade by TU Graz\u201d hervorbringen. Weitere Infos finden Sie <a href=\"https:\/\/www.tugraz.at\/tu-graz\/services\/news-stories\/tu-graz-news\/einzelansicht\/article\/led-statt-laser-oder-elektronenstrahl-neue-technologie-revolutioniert-3d-metalldruck\/\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was denken Sie von der SLEDM-Technologie und deren Potenzial? Teilen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren mit! M\u00f6chten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-technologies\/\">Additiven Fertigung<\/a>\u00a0direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt f\u00fcr unseren\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\">w\u00f6chentlichen Newsletter<\/a>\u00a0und folgen Sie uns auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">Twitter<\/a>\u00a0um stets auf dem Laufenden zu bleiben! 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