{"id":22849,"date":"2020-02-18T00:01:12","date_gmt":"2020-02-17T23:01:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=22849"},"modified":"2020-02-18T09:07:49","modified_gmt":"2020-02-18T08:07:49","slug":"mcdonalds-gebrauchtes-frittieroel-wird-zu-3d-druckharz-210220201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/mcdonalds-gebrauchtes-frittieroel-wird-zu-3d-druckharz-210220201\/","title":{"rendered":"McDonald&#8217;s gebrauchtes Frittier\u00f6l wird zu 3D-Druckharz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">An der Universit\u00e4t in Toronto hat ein Forscherteam gebrauchtes Frittier\u00f6l aus einem \u00f6rtlichen <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-mic-mac-april-april-010420191\/\">McDonald&#8217;s<\/a> verwendet, um dieses in ein hochwertiges, biologisch abbaubares 3D-Druckharz zu verwandelt. F\u00fcr einen Liter Alt\u00f6l erhielt das Team 420 mL fl\u00fcssiges Harz, mit dem es mehrere struktur- und temperaturstabile 3D-Schmetterlinge 3D-drucken konnte. Das Projekt ist ein gutes Beispiel f\u00fcr den Einsatz von 3D-Technologien f\u00fcr den Umweltschutz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen von der Tatsache, dass Frittier\u00f6l nicht sonderlich gesund ist, f\u00fchrt dies zu <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/umwelt-3ddruck-21012016\/\">Umweltproblemen.<\/a> So f\u00fchrt die Entsorgung im Waschbecken zu verstopften Abwasserrohren und stellt eine Herausforderung der Wiederaufbereitung von Wasser dar. Um dies zu vermeiden wurden verschiedene Ans\u00e4tze entwickelt. Einer dieser Ans\u00e4tze stellt McDonald&#8217;s \u00dcbermittlung des Frittier\u00f6ls an spezielle Einrichtungen, die daraus Biotreibstoff herstellen, dar. Insgesamt werden monatlich 35.000 Liter verarbeitet, wodurch 420.000 Liter Roh\u00f6l pro Jahr eingespart werden. Gestartet ist diese Initiative in Indien, wo sie ein gro\u00dfer Erfolg wurde. Ein solcher Erfolg blieb bislang in Deutschland aus. Erfahren Sie im Folgenden, welche L\u00f6sung sich die Forscher der University of Toronto in ihrem Projekt zur Wiederverwertung des gebrauchten \u00d6ls \u00fcberlegt haben:<\/p>\n<div id=\"attachment_51369\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-51369\" class=\"size-full wp-image-51369\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/mcdo_oil1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" \/><p id=\"caption-attachment-51369\" class=\"wp-caption-text\">Einer der aus gebrauchtem Speise\u00f6l gedruckten Schmetterlinge (Bildnachweis: Don Campbell)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgangspunkt f\u00fcr die Professoren der University of Toronto war die Beobachtung, dass die meisten synthetischen Kunststoffe aus biologisch schwer abbaubaren Komponenten bestehen. Grund hierf\u00fcr ist laut Andre Simpson, Professor im Fachbereich f\u00fcr Physik und Umweltwissenschaften der besagten Universit\u00e4t folgender: &#8222;Wenn Kunststoffe ein Problem darstellen, dann liegt das daran, dass die Natur nicht von sich aus in der Lage ist, vom Menschen hergestellte Chemikalien zu verarbeiten. Da wir ein \u00fcberwiegend nat\u00fcrliches Produkt verwenden &#8211; in diesem Fall Fette aus Speise\u00f6l &#8211; kann die Natur mit ihnen viel besser umgehen.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-2250858090\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frittier\u00f6l hingegen best\u00fcnde aus Fettmolek\u00fclen mit \u00e4hnlichen Eigenschaften wie denen von herk\u00f6mmlichem Harz. F\u00fcr genauere Untersuchungen fragten mehrere Fat-Foodketten und Restaurants an, um f\u00fcr ihre Untersuchungen an gebrauchtes Frittier\u00f6l zu gelangen. Dabei mussten sie feststellen, dass lediglich McDonald&#8217;s bereit war, dieses zu stellen. Mit Hilfe eines einfachen, einstufigen chemischen Prozess war es den Forschern m\u00f6glich, aus einem Liter Alt\u00f6l 420 mL Kunststoffharz zu gewinnen, welches mit einem 3D-Drucker kompatibel war. Um das Potenzial dieser chemischen Umwandlung zu demonstrieren, druckten sie mehrere Schmetterlinge, die auch bei Raumtemperatur ihren Zustand beibehielten und konnten somit demonstrieren, dass diese so effizient wie Harz in der additiven Fertigung ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_51370\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-51370\" class=\"size-full wp-image-51370\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/mcdo_oil2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"364\" \/><p id=\"caption-attachment-51370\" class=\"wp-caption-text\">Andre Simpson entwickelte einen einfachen Transformationsprozess (Bildnachweis: Don Campbell)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den Chancen f\u00fcr den Umweltschutz durch das so gewonnene Harz haben die Forscher auch herausgefunden, dass es deutlich g\u00fcnstiger als herk\u00f6mmliches Harz ist: Nach Angaben der Forscher kostet es nur 300 Dollar pro Tonne, w\u00e4hrend ein kommerzielles Harz bis zu 525 Dollar pro Liter kosten kann. Beim Vergraben einer der Schmetterlinge konnte zudem festgestellt werden, dass dieser biologisch abgebaut wird: bereits nach zwei Wochen hatte er 20% seines Gewichts verloren. Grund daf\u00fcr ist, dass es der Schmetterling aus Fett besteht und Bakterien dieses nach und nach abbauen. Andre Simpson sagt: &#8220; <em>Mikroorganismen m\u00f6gen Fett, sie fressen es gerne, also leisten sie auch gute Arbeit beim Abbau.&#8220;<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_51371\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-51371\" class=\"size-full wp-image-51371\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/wp-content\/uploads\/mcdo_oil.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"500\" \/><p id=\"caption-attachment-51371\" class=\"wp-caption-text\">Rajshree Biswas, Doktorandin im Labor von Professor Andre Simpson und die in 3D gedruckten Schmetterlinge (Bildnachweis: Don Campbell)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Universit\u00e4t Toronto dem Recycling von Lebensmittelabf\u00e4llen durch 3D-Druck widmet. Vor wenigen Monaten gr\u00fcndeten ehemalige Studenten das <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/genecis-interview-filament-lebensmittelabfaelle-250720191\/\">Startup-Unternehmen Genecis<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was halten sie von der Wiederverwertung vom Frittier\u00f6l? Lassen Sie es uns wissen! M\u00f6chten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-technologies\/\">Additiven Fertigung<\/a>\u00a0direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt f\u00fcr unseren\u00a0<a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-druck-newsletter\/\">w\u00f6chentlichen Newsletter<\/a>\u00a0und folgen Sie uns auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/3Dnativesde\/\">Facebook<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/3Dnatives_DE\">Twitter<\/a>\u00a0um stets auf dem Laufenden zu bleiben! 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