{"id":20543,"date":"2019-09-04T16:30:04","date_gmt":"2019-09-04T14:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/?p=20543"},"modified":"2019-09-04T09:43:52","modified_gmt":"2019-09-04T07:43:52","slug":"3d-gedruckter-medizinroboter-zur-tumorbehandlung-040920191","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-gedruckter-medizinroboter-zur-tumorbehandlung-040920191\/","title":{"rendered":"3D-gedruckter Medizinroboter zur Tumorbehandlung"},"content":{"rendered":"<p>Das Fraunhofer Institut m\u00f6chte mit Hilfe f\u00fcnf weiterer Forschungsgruppen einen Medizinroboter entwickeln der zur Tumorbehandlung eingesetzt werden soll. Dieser kann in einem einzigen Druckprozess erschaffen werden obwohl an ihm verschiedenste Bestandteile integriert sind. Das Projekt tr\u00e4gt den Namen &#8222;SPIRITS&#8220; und wird von Forschungsgruppen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz durchgef\u00fchrt. Die Abk\u00fcrzung \u201eSPIRITS&#8220; steht dabei f\u00fcr \u201e<em>Smart Printed Interactive Robots for Interventional Therapy and Surgery&#8220;<\/em>.<\/p>\n<p class=\"p2\" style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie Herausforderung des Projekts lag darin, ein Design zu entwickeln, das sich mit einem PolyJet-Drucker in einem einzigen Schritt fertigen l\u00e4sst, gleichzeitig aber aus voll funktionsf\u00e4higen Komponenten besteht \u2013 beispielsweise Drehgelenken mit Hydraulikaktuatoren und einem Antrieb f\u00fcr den Nadelvorschub. All diese Komponenten haben unterschiedliche Materialeigenschaften&#8220;<\/em>, erl\u00e4utert Markus Siegfarth der in der Projektgruppe f\u00fcr Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) des Fraunhofer IPA an der Medizinischen Fakult\u00e4t Mannheim der Universit\u00e4t Heidelberg mitwirkt.<\/p>\n<div id=\"attachment_20545\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20545\" class=\"wp-image-20545 size-full\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer1.jpg\" alt=\"medizinroboter\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer1.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer1-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer1-160x91.jpg 160w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer1-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-20545\" class=\"wp-caption-text\">\u2800 \u2800 \u2800 \u2800 \u2800 \u00a03D-gedruckte Kolben des hydraulischen Antriebs &#8211; Quelle: Marius Siegfarth<\/p><\/div>\n<h3>Der Anwendungsfall des Medizinroboters<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Roboter soll vor allem in der Tumortherapie genutzt werden. Hierbei kann er einem Arzt beispielsweise bei der Gewebeentnahme und bei der Thermischen Tumorbehandlung aushelfen. Die Gr\u00f6\u00dfe und das Gewicht wurden dabei speziell so konzipiert, dass es beispielsweise keine Probleme gibt den Roboter zusammen mit dem Patienten in eine CT-Aufnahme (Computer Tomographie), die in einer R\u00f6hre stattfindet, zu bef\u00f6rdern. Ein zus\u00e4tzliches Feature ist, dass der behandelnde Arzt nicht im selben Raum anwesend sein muss sondern extern den Roboter manuell steuern kann. Das sch\u00fctzt vor der Strahlung die bei der Computertomographie entsteht.<\/p><div class=\"dnati-inside-article\" id=\"dnati-40658136\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/app.swapcard.com\/event\/additiv-defense-2026\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LB (4)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/04\/LB-4.gif\" alt=\"\"  width=\"850\" height=\"150\"   \/><\/a><\/div>\n<p class=\"p2\" style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDie Positionierung einer Nadel oder Sonde bei einem solchen minimalinvasiven Eingriff ist eine besonders schwierige Aufgabe, denn der Mediziner kann sich am besten mit Hilfe von Computertomographie- oder MRT-Bildern orientieren \u2013 und das hei\u00dft, dass erarbeiten muss, w\u00e4hrend der Patient in einer engen R\u00f6hre liegt. Da bleibt kaum Bewegungsfreiheit&#8220;<\/em>, erkl\u00e4rt Marius Siegfarth weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An einem der St\u00fctzpunkte in Strasbourg entstehen schon die ersten Prototypen dieser Innovation. Neben flexiblen Hebelarmen gibt es eine Nadel, die sich um den Einstichpunkt in alle Richtungen orientieren kann. Per hydraulischem System wird der Roboter fortbewegt. Die Funktion dessen erwies sich in ersten Tests als erfolgreich &#8211; in der Zukunft sollen aber zahlreiche weitere Entiwicklungen durchgef\u00fchrt werden, wie beispielsweise eine intelligente Nadel mit Kraftsensor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20551\" src=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer2.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer2.jpg 700w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer2-600x343.jpg 600w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer2-160x91.jpg 160w, https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/nummer2-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt SPIRITS erhielt bisher insgesamt eine Unterst\u00fctzung von ca. 1.67 Millionen Euro von verschiedenen Organisationen. So beispielsweise von dem EFRE (Europ\u00e4ischer Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung) innerhalb des Programms INTERREG V Oberrhein. Aber auch auf regionaler Ebene erhielt SPIRIT eine Mitfinanzierung. Weitere Informationen zum Projekt , sowie die Pressemitteilung finden Sie <a href=\"https:\/\/www.ipa.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/Medizinroboter_aus_dem_Drucker.html?source=3D-grenzenlos%20Magazin\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p><em>Bildquelle Titelbild: <span class=\"s1\">Phototh\u00e8que ICube \/ A. Morlot<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Finden Sie dieses Forschungsprojekt interessant und wird es Anwendung finden in der Zukunft? Teilen Sie es uns mit und kontaktieren Sie uns. M\u00f6chten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der <a href=\"https:\/\/www.3dnatives.com\/de\/3d-technologies\/\">Additiven Fertigung<\/a>\u00a0direkt und bequem in Ihr Postfach? 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