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Weltweit größter 3D-Roboterdruck entsteht als Staudamm-Projekt in China

Am 10. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

China ist bekannt für seinen innovativen und technologischen Vorsprung. Nun setzt das ostasiatische Land bei der Errichtung eines Staudamms neben der künstlichen Intelligenz ebenfalls auf die additive Fertigung. Was verwunderlich dabei ist, ist dass bei dem Bau des Damms keinerlei menschlichen Mitarbeiter involviert waren. Das Projekt, welches in den nächsten zwei Jahren fertig gestellt werden soll, soll zudem zu dem weltweit größten 3D-Roboter-Druck werden.

Der in Tibet mithilfe additiver Fertigung hergestellte Staudamm glänzt nicht nur mit seiner innovativen Art und Weise, wie er gebaut wird, sondern ganz besonders auch durch seine Rahmenbedingungen. Während andere große additive Projekt bereits in China umgesetzt worden sind, wurde bei diesen immer auf die Unterstützung von menschlichen Fachkräften gesetzt. So entstanden beispielsweise der weltweit größte 3D-gedruckte Pavillon und auch die erste einziehbare, 3D-gedruckte Brücke in China. Nun setzt man aber auf andere Maßstäbe bei der Errichtung des Staudamms, denn man verzichtet nun vollkommen auf menschliche Arbeiter. Das zeigt, welche neuen Dimensionen mit der additiven Fertigung gemeinsam mit der künstlichen Intelligenz im Bereich des Bauwesens möglich sind.

Man plant mit einer Gesamtgröße von 108 Metern (Bild: Xinhua)

Der weltweit größte 3D-gedruckte Staudamm entsteht in China

Das Projekt, welches von der Abteilung Wissenschaft und Technologie der Tsinghua-Universität durchgeführt wird, widmet sich dem Bau des Yangqu-Damms auf der tibetischen Hochebene Schicht für Schicht. Nach der zweijährigen Bauzeit des auf dem tibetischen Plateaus entstandenen Staudamms soll damit anschließend das Yangqu Wasserkraft versorgt werden, welches die chinesische Provinz Henan jährlich mit rund 5 Mrd. Kilowattstunden an Strom versorgen wird. Das bedeutet konkret, dass insgesamt 100 Millionen Menschen von dem 3D-gedruckten Staudamm profitieren können, da dieser ihre Stromversorgung sichern wird. Der Strom wird über eine rund 1.500 km lange Hochspannungsleitung übertragen, die im Zuge der Nachhaltigkeit gesondert für die Übertragung von grüner Energie errichtet worden ist. Liu Tianyun gilt als einer der leitenden Wissenschaftler dieses Projekts und gibt an, dass man mit diesem hoch innovativen Vorhaben „Menschen von schweren, sich wiederholenden und gefährlichen Jobs befreien“ möchte.

Laut den am Projekt beteiligten Wissenschaftlern der Tsinghua-Universität soll das Yangqu-Wasserkraftwerk nach der Fertigstellung insgesamt eine Größe von 180 Metern erreichen, was es somit zum größten 3D-Roboterdruck der Welt machen würde – sogar größer als das sich in Dubai befindende zweistöckige Bürogebäude, welches aktuell den Weltrekord dafür hält. Was den additiven Fertigungsprozess betrifft, so wird seitens der Wissenschaftler keine Informationen hinsichtlich der genutzten Technologien angegeben, allerdings werden Bagger, Lastwagen, Bulldozer wie auch Walzen eingesetzt, ohne hierbei auf menschliche Anwender zu setzen. Ermöglicht wird dies dank der künstlichen Intelligenz, die diese Fahrzeuge steuern wird.

Die in China 3D-gedruckte einziehbare Brücke ist ein ganzer Erfolg

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