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Welche 3D-Keramikdrucker gibt es auf dem Markt?

Auf 13. Januar 2020 von Lucía C. veröffentlicht

Nach einem Bericht des Forschungsunternehmens SmarTech Publishing soll der keramische 3D-Druck im Jahr 2028 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar erzielen, nach einer starken jährlichen Wachstumskurve. Es ist auch zu beachten, dass die Anzahl der auf dem Markt verfügbaren 3D-Keramikdrucker gestiegen ist, mit einem Trend zur Industrialisierung der Technologie. Tatsächlich bieten immer mehr Hersteller professionelle Lösungen an, die in der Lage sind, Teile schnell und in sehr hoher Qualität zu konstruieren. Dabei ist zu beachten, dass ein 3D-Keramikdrucker auf verschiedenen Verfahren basieren kann, von der Pulververklebung über die Stereolithographie bis hin zur Materialextrusion. Auch die Materialien sind vielfältig: Historisch gesehen wurde in diesem Bereich am häufigsten Ton verwendet; heute stellen wir fest, dass es viel mehr technische Keramik gibt. Aus diesem Grund wollten wir Ihnen 12 auf dem Markt erhältliche keramische 3D-Drucker vorstellen, wobei wir darauf geachtet haben, sie nach ihrem Gebrauch, d.h. nach dem industriellen VS-Personal, zu klassifizieren.

3D-Keramikdrucker: Professionelle Lösungen

3D-Keramikdrucker C3600 Ultimate von 3DCeram

Das französische Unternehmen 3DCeram ist zweifellos einer der historischen Akteure auf dem Markt der keramischen Additivherstellung. Sie hat ein professionelles Sortiment entwickelt, das auf einem Stereolithographieverfahren basiert, bei dem ein Laser die flüssige Keramik schichtweise aushärtet. Die neueste Maschine wurde auf der Formnext 2019 vorgestellt: Der C3600 Ultimate ist ein für die Massenproduktion konzipierter 3D-Drucker mit dem größten Volumen der Serie (600 x 600 x 300), 4 Lasern und einer Auflösung von 30 Mikrometern über die gesamte Fläche.

imprimante 3D céramique

Der C3600 Ultimate ermöglicht die Massenproduktion

Die Maschine Admaflex 130

Der niederländische Hersteller setzt ebenfalls auf die Stereolithographie – genauer gesagt auf das DLP-Verfahren. Es mischt ein Keramikpulver mit einem flüssigen Harz, um widerstandsfähige Teile in 3D drucken zu können. Seine Lösung Admaflex 130 bietet ein Druckvolumen von 96 x 54 x 110 mm bei einer Schichtdicke zwischen 10 und 200 Mikrometern. Interessant ist die Tatsache, dass es sich um eine modulare Maschine handelt, bei der man das Druckvolumen und die Auflösung wählen und sich so an verschiedene Projekte anpassen kann. Der Anwender kann ein Add-On für den Druck mit Metallpulvern hinzufügen.

X1 160PRO von ExOne, zwischen Keramik und Metall

Die Industriemaschine X1 160PRO des deutschen Herstellers ExOne ist vor allem für ihren 3D-Metalldruck bekannt: Mit einem Volumen von 800 x 500 x 400 mm kann sie komplexe Teile aus einem Pulverklebeprozess herstellen. Der Grund, warum wir hier interessiert sind, ist, dass es auch mit Keramikpulver kompatibel ist. Zusätzlich zu seinem großzügigen Volumen kann er eine Schicht mit einer Dicke zwischen 30 und 200 Mikron drucken, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10.000 cm3 pro Stunde.

Die Maschine von ExOne ist eine Lösung aus Metall und Keramik

Ceram Two von Kwambio

Der 3D-Drucker Ceram Two wurde vom Hersteller KWAMBIO entwickelt und nutzt die Ceramic Binder Jetting (CBJ)-Technologie, um Keramikteile ohne sichtbare Schichten zu erzeugen. Eines der interessanten Merkmale dieses keramischen 3D-Druckers ist, dass der Anwender zwischen 100 verschiedenen Lacken wählen kann, was zu unterschiedlichen Oberflächen führt, von glänzend bis völlig matt. Die in der Ukraine hergestellte Ceram Two hat ein Druckvolumen von 350 x 350 x 380 mm und eine Geschwindigkeit von 160 mm pro Sekunde. Was die Anwendungen betrifft, so kann es sowohl für den Druck von Dekorationsstücken als auch von Schmuck verwendet werden. Die Ceram Two ist die Industrieversion, die das Angebot des Herstellers ergänzt, der bisher eine Tischversion, die Ceram Zero Max, entwickelt hat.

3D-Drucker CeraFab 7500 von Lithoz

Der CeraFab 7500 von Lithoz ist ein Plug & Play Keramik 3D-Drucker, zuverlässig und einfach zu bedienen. Diese Lösung des österreichischen Unternehmens Lithoz soll die Herstellung von Prototypen und Kleinserien aus Hochleistungskeramik erleichtern. Es basiert auf der proprietären LCM-Technologie für die Arbeit mit industriellen keramischen Materialien wie z.B. Trikalziumphosphat. Diese Materialien können als bioresorbierbarer Knochenersatz verwendet werden. Das Bauvolumen von CeraFab 7500 beträgt 76 x 43 x 170 mm, bei einer Auflösung von 40 Mikron.

imprimante 3D céramique

Die ProMaker V6000 Lösung von Prodways

Der ProMaker V6000 ist ein industrieller 3D-Drucker, der vom französischen Hersteller Prodways entwickelt wurde. Diese Lösung kann hochviskose Materialien verarbeiten und eignet sich daher hervorragend für die Herstellung von Verbundteilen, insbesondere von Keramik. Es basiert auf der MOVINGLight-Polymerisationstechnologie und bietet eine hohe Präzision, eine Auflösung von bis zu 32 μm und eine Schichtdicke von bis zu 10 μm. Das System hat ein Bauvolumen von 120 x 500 x 150 mm und eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen, die von der Medizin über Luxusgüter bis hin zur Elektronik reichen. Der ProMaker V600 kann zum Beispiel Knochenimplantate erzeugen.

Der ProMaker V6000 ist der einzige keramische 3D-Drucker in Frankreich

Voxeljet – VX1000

Der 3D-Drucker VX1000 ist eine Entwicklung des deutschen Herstellers Voxeljet, einer der anerkanntesten in der Entwicklung von Industriemaschinen. Diese Maschine nutzt die Jetting-Technologie, um mit keramischen Materialien, einschließlich Sand, und einigen Polymeren, wie z.B. Polymethacrylat, drucken zu können. Der VX1000 ist ein Industriedrucker, der sich auf die Entwicklung von Formen und kleinen Produktionsserien spezialisiert hat und aufgrund seiner Materialvielfalt auch für die Forschung eingesetzt werden kann. Er hat ein Druckvolumen von 1000 × 600 × 500 mm und kann eine Schichtbreite von 0,15 mm erreichen. Der Preis liegt bei über 250.000 Dollar.

XJet – Carmel 1400C

Der Industriedrucker Carmel 1400C wurde 2019 vom israelischen Hersteller XJet auf den Markt gebracht und nutzt die patentierte NanoParticle Jetting-Technologie, die für den 3D-Druck von Keramiken und Metallen entwickelt wurde. Im Fall der Carmel1400C Lösung wird die Technologie speziell für die Herstellung mit keramischen Materialien eingesetzt. Die Verbindung des Materials Nanopartikel mit dem von XJet entwickelten agglutinierten Material ermöglicht die Entwicklung komplexer Geometrien wie beispielsweise hochgeschätzte Entwicklungen in Bereichen wie der Biomedizin. Es ermöglicht auch die Entwicklung verschiedener Keramikteile gleichzeitig. Dieser 3D-Drucker hat ein Druckvolumen von 500 × 280 × 200 mm und ist zu einem Preis von mehr als 250.000 Dollar auf dem Markt.

3D Potter – 3D PotterBot Micro 9

3D Potter ist ein amerikanischer Hersteller, der sich auf das 3D-Drucken von keramischen Materialien spezialisiert hat. Sein Angebot an 3D-Druckern ist laut Hersteller das einzige auf dem Markt, das die Herstellung mit echtem Ton ermöglicht. Seine jüngste Markteinführung ist der 3D PotterBot Micro 9, diese Maschine hat einen Extruder mit einem Fassungsvermögen von 1.000 ml und ist damit die kleinste der 3D Potter Familie, die es erlaubt, sich problemlos an Klassenzimmer oder Studien anzupassen. Er hat austauschbare Düsen von 3, 4, 5 und 6 mm und ein Druckvolumen von 240 x 260 x 250 mm. Er kann auf der Website des Herstellers zu einem Preis von $ 2.850 USD gefunden werden.

Der CERAMBOT 3D-Keramikdrucker

Die chinesische Firma CERAMBOT erlangte vor allem aufgrund ihrer erfolgreichen Kickstarter Kampagne Bekanntheit, bei der sie knapp 300000 US-Dollar einsammeln konnten. Bei CERAMBOT handelt es sich um einen Anbieter, der neben einem eigenen Keramik 3D-Drucker auch einzelne Extruder-Kits (ebenfalls im eigenen Drucker enthalten) anbietet, die man an alle bekannten FDM-3D-Drucker anfügen kann um ebenfalls mit Keramik zu arbeiten. Die Produkte sind ebenfalls kompatibel mit allen gängigen Softwarepaketen. Die Extruder gibt es in zwei Varianten dem CERAMBOT Air und Pro, dabei arbeitet die Air Variante mit einem Luftkompressor an dem man manuell den Luftdruck einstellt und die Pro Variante, die etwas teurer ist und eher für Beginner gedacht, ohne diese Luft-Lösung mit einem einfach zu bedienenden Bedienungsfeld. Die Preise reichen von 599 bzw. 229 US-Dollar für den CERAMBOT Air 3D-Drucker bzw. das Extruder-Kit, für die Pro Variante sind es 699 bzw. 299 US-Dollar

Vorm Vrij LUTUM

Der niederländischen Hersteller vertreibt seinen „Do-it-yourself“ 3D-Keramikdrucker als Bausatz in insgesamt 3 verschiedenen Varianten. Darunter der LUTUM mini, der LUTUM dual und der LUTUM MXL. Sie bestehen alle aus der gleichen Basis, haben aber ein unterschiedliches Bauvolumen, unterschiedliche Druckgeschwindigkeiten, sowie eine verschiedene Art und Weise der Bedienung und verschiedene Extrudersysteme. Per Luftdruck wird aus einer Kartusche, mit einem Volumen von wahlweise zwischen 0,65-8l, das Clay befördert und dann extrudiert. Mit einem einzigen manuellen Kontrollsystem dem dazugehörigen großen 128×64-Punkt-LCD-Bildschirm lassen sich Druckeinstellungen treffen. Es gibt einige weitere Add-Ons erhältlich wie beispielsweise Werkzeuge für den Aufbau oder zur Tonaufbereitung oder ein zweiter Anschluss für ein weiteres Luftdrucksystem an der Kartusche. Der LUTUM Keramik-3D-Drucker ist ab einem Herstellerpreis von ca. 6.370 Euro erhältlich.

WASP – Delta WASP 40100 Clay 

Der bekannte Hersteller WASP hat mit dem Delta WASP 40100 Clay einen Keramik-3D-Drucker in Desktopgröße herausgebracht, der eine Besonderheit mit sich bringt. Der Druck erfolgt direkt auf die gewünschte Fläche wie beispielsweise den Boden erfolgen, es gibt also grundsätzlich keine Druckplatte. Damit ergibt sich der Vorteil, die Wartezeit des Trocknens zu übergehen durch einfaches Bewegen des Druckers an einen anderen Ort. Das Bauvolumen beträgt 400 x 1000 mm (x 450 mm Höhe mit einer Zwischenplatte) bei einem Gewicht von 80 kg. Ebenfalls ist ein XL Extruder verfügbar, geeignet für schnellere und größere Drucke. Kompatibel mit verschiedenen Materialien wie Porzellan, Stein, feuerfeste Materialien und Clay lassen sich aufgrund der hohen Druckgeschwindigkeit von 150 mm/s sowie der Möglichkeit den Drucker einfach an einem anderen Ort weiterarbeiten zu lassen sehr schnell verschiedene Teile erstellen. Die Maschine ist ab einem Preis von 6900€ erhältlich.

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