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Was macht die Modellierungssoftware FreeCAD so beliebt?

Auf 20. Mai 2020 von Sandra S. veröffentlicht
FreeCAD

Für den 3D-Druck wird ein Modell benötigt, das anschließend an einen Slicer und dann an den Drucker übermittelt wird. Es gibt Seiten wie Thingiverse, auf denen eine Vielzahl an solchen Modellen zum Download verfügbar steht. Wenn man aber selbst kreativ werden möchte und selbst ein Modell erstellen will, ist der Rückgriff auf eine Software zur Modellierung unumgänglich. Eine solche Software ist die Open-Source-Software FreeCAD. Hauptentwickler dieser Software sind Jürgen Riegel, Werner Mayer und Yorik van Havre.

Die Software liegt aktuell in der Version 0.18.4 vor und ist eine der beliebtesten Modellierungssoftwares. FreeCAD dient dem Design von Objekten jeglicher erdenklichen Größe und ist, wie der Name bereits verrät, kostenlos. Derzeit erfreut sich FreeCAD alleine im Forum über mehr als 25.000 aktive Communitymitglieder, die sich regelmäßig über die Neuheiten der Anwendung und Herausforderungen austauschen. Die Anzahl der Softwaredownloads ist nicht bekannt, sollte aber deutlich darüber liegen. Die Software ist besonders im Bereich des Produktdesigns und im industriellen Sektor beliebt, kann aber auch von Privatpersonen genutzt werden. Sie eignet sich für Anfänger und auch fortgeschrittene Nutzer. Die Anwendung ist zwar im 3D-Druckbereich sehr beliebt, ist aber auch für andere Bereiche wie Robotersimulationen nutzbar. Wir werden uns im Folgenden auf die Anwendung für den 3D-Druck fokussieren.

FreeCAD ist eine Open Source Software, die es ermöglicht, mit Modellen unterschiedlicher Größen zu arbeiten

FreeCAD unterstützt eine Vielzahl an Dateiformaten, darunter STEP, IGES, STL, SVG, DEX, OBJ, IFC, DAE und ist mit Windows, Linux und Mac mit den beliebtesten Betriebssystemen kompatibel. Was zum großen Anwenderspektrum der Software FreeCAD führt ist unter anderem die Tatsache, dass der Nutzer selbst entscheiden kann, inwiefern er bei den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in die Tiefe gehen kann. Ihnen steht es frei, die Kernsoftware um verschiedene Plug-Ins zu erweitern. Die Auswahl an kostenlose Plug-Ins ist enorm und so kann FreeCAD optimal von verschiedenen Nutzer verwendet werden: Designer, Mechaniker, Architekten, Lehrer und auch Schüler nutzen die Software. Im Folgenden wollen wir genauer auf die verschiedenen Funktionen und das Vorgehen bei der Anwendung eingehen.

Funktionsweisen von FreeCAD

FreeCAD ermöglicht die Erstellung von 2D-Skizzen, die dann später in 3D-Modelle überführt werden können. Eine der wichtigsten Funktionen ist hierbei, dass der Nutzer dauerhaft auf den Verlauf der Bearbeitung und die ursprüngliche Skizzen zurückgreifen kann. Dies ermöglicht die spielerische Verstellung verschiedener Parameter ohne dabei zu riskieren, dass die Schritte nicht mehr nachvollziehbar sind. Bei der Software handelt es sich um eine parametrische Software; das bedeutet, dass einzelne Elemente und deren Verhältnis zu anderen Elementen angepasst werden kann. Die Anpassung der Verhältnisse der dieser Elemente kann zu der Schaffung hochkomplexer Strukturen führen.

Die Erstellung eines 3D-Modells mit FreeCAD beginnt zumeist mit der Schaffung einer 2D-Skizze, die in groben Zügen die spätere Form des Modells darlegt. Diese entsteht, indem der Nutzer verschiedene Punkte platziert und diese miteinander verbindet. Die Skizze kann dank der benutzerfreundlichen Ansicht der Software FreeCAD aus verschiedenen Winkeln betrachtet werden. Dabei können zudem verschiedene Beziehungen zwischen Strecken wie deren Winkel untereinander festgelegt und anschließend die Größe modifiziert werden. Bei der Veränderung der Größe bleiben so die Verhältnisse der Strecken zueinander bestehen.

FreeCAD

Nach Festlegung der Beziehungen kann die Größe festgelegt werden

Die Überführung des 2D- in ein 3D-Modell erfolgt durch die sogenannte „Aufpolsterung“, bei der über die Skizze eine Schicht gelegt wird, deren Dicke der Nutzer festlegt. Basierend auf der Skizze entsteht so in kürzester Zeit ein dreidimensionales Gebilde.

Das 3D-Modell ist anschließend genau wie das 2D-Modell drehbar und es können verschiedene Modifizierungen vorgenommen werden wie beispielsweise das Einlassen von Bohrungen. FreeCAD ist unter anderem besonders anwenderfreundlich, weil auch noch nach der „Aufpolsterung“ auf die anfängliche Skizze zurückgeriffen werden kann und der Nutzer diese problemlos modifizieren kann. Dies schafft Raum für Kreativität und das Ausprobieren verschiedener Optionen, was FreeCAD so beliebt macht. Das Modell kann in vielen verfügbaren Dateiformaten abgespeichert und direkt an einen Slicer wie beispielsweise Cura, übermittelt und dann gedruckt werden kann. Die Software zum Download finden Sie hier.

Verwenden Sie bereits FreeCAD? Falls ja, welche Modelle haben Sie dann damit bereits entworfen? Lassen Sie es uns wissen! Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf XING und LinkedIN zu finden.

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