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3D-Druck haucht VW Caddy 1 wieder neues Leben ein

Am 31. August 2017 von Moritz M. veröffentlicht
VW Caddy

Das Projekt, namens 3i-PRINT, wurde von einem Konsortium aus mehreren renommierten Unternehmenaus aus dem Bereich der Automobiltechnik und der additiven Fertigung entworfen und realisiert. Zu diesen Unternehmen gehören Altair, APWorks, csi Entwicklungstechnik, EOS GmbH, GERG und Heraeus, die sich zusammengeschlossen haben, um die Vorderwagenstruktur eines VW Caddy 1 mit dem 3D-Druck zu drucken und zu erneuern.

Das besagte Modell wurde nicht zufällig ausgewählt. Mit einem crashbelasteten VW Caddy 1 (Youngtimer der Jahre 1980-90) wollte das Team zeigen, dass der 3D-Druck nicht nur  technologischen Fortschritt ermöglicht, sondern gleichzeitig auch in der Lage ist, an jede, bereits vorhandene Struktur angepasst zu werden. Mit diesem Projekt sollte verdeutlicht werden, welches Potential bereits heute durch die additive Fertigung für die Automobilindustrie vorhanden ist und welche Möglichkeiten für die Zukunft hierdurch entstehen. Zudem sollte in dem Vorderwagen eine passende Struktur für Wärmemanagement, insbesondere für die fortschreitende Elektrifizierung, geschaffen werden, sowie Sicherheit, Leistung und Komfort gewährleistet werden.

Damit sich die additive Fertigung für die Unternehmen wirtschaftlich rechnet, muss durch dieses Verfahren eine Funktionsintegration möglich sein. Hinter der Funktionsintegration verbirgt sich, laut Pressemitteilung der EOS GmbH, „die Realisierung möglichst vieler technischer Funktionen mit möglichst wenigen Bauteilen (…), die den Einsatz von 3D-Druck für die Automobilindustrie auch aus wirtschaftlicher Sicht attraktiv macht.“

Um diese Ziele zu erreichen, wurde zunächst durch die Profis von csi entwicklungstechnik die Struktur des Vorderwagens entworfen, berechnet und designt. Im Anschluss daran fertigte die Firma GERG den Rahmen durch additiv hergestellte Einzelteile. Hierbei wurde zur Berechnung und Simulation auf die Software von Altair zurückgegriffen. Um dieses Konzept letztendlich zu verwirklichen, druckte das Unternehmen die notwendigen Strukturelemente des Vorderwagens, wobei der Drucker EOS M400 Anwendung fand. Hierzu wurde eine Aluminiumlegierung verwendet.

Durch die Kombination der Ideen, des Wissens in den jeweiligen Bereichen, des Qualitätsbewusstseins aller Beteiligten und die Nutzung modernster Technologien, ist es den Akteuren gelungen, eine 3D-gedruckte Metallstruktur zu schaffen und diese in einen VW Caddy 1 einzusetzen. Die hier additiv gefertigte Struktur ist besonders leicht und stabil, sodass herkömmliche Produktionsverfahren mehr als kompensiert werden. Das Projekt dauerte 9 Monate und zeigt eindrucksvoll, dass die additive Fertigung nicht nur Neues schaffen, sondern auch Altem oder Kaputtem wieder neues Leben einhauchen kann.

Kaufen wir in Zukunft keine Neuwagen mehr, sondern vertrauen auf das Motto „Aus alt mach neu“?

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Kommentare

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  1. […] von Oldtimern mit Hilfe additiver Fertigungstechnologien verschrieben hat. Unternehmen wie Volkswagen haben bereits damit begonnen, die gleiche Idee in die Praxis umzusetzen, aber welche Vorteile […]

  2. […] Metall spezialisiert hat. Die 3D-Drucker des deutschen Unternehmens werden häufig in Bereichen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Energie eingesetzt. Die 3D-Drucker von ExOne verwenden […]

  3. […] jetzt gescannt und in 3D gedruckt werden könnten. Wir berichteten bereits über 3i-PRINT, einem Konsortium aus mehreren renommierten Unternehmen aus aus dem Bereich der Automobiltechnik, […]

  4. […] werden. Bestes Beispiel hierfür ist Mercedes mit seinen LKWs und Unimogs oder auch der Einsatz der additiven Fertigung für den VW Caddy 1. Das folgende Video ergänzt diese Reihe um ein paar schicke Oldtimer, die dank 3D-Druckern und […]

  5. Stefan Weber sagt:

    Interessant, dass man die Vorderwagenstruktur eines VW Caddy 1 mit dem 3D-Druck drucken und erneuern kann. 
    Dennoch werde ich mir vorerst lieber einen Neuwagen kaufen, anstatt ihn mir aus dem  3D-Drucker ausdrucken zu lassen. 

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