40. Hagener Symposium

Donnerstag 24 November 2022 Freitag 25 November 2022
Stadthalle Hagen
Wasserloses Tal 2 58093 Hagen

In diesem Jahr feiert das Hagener Symposium sein 40- jähriges Jubiläum. Das Hagener Symposium hat, als wichtigste Konferenz der Pulvermetallurgie im deutschsprachigen Raum, in den letzten 40 Jahren bewiesen, dass es sich stets an den Zeichen der Zeit orientiert und aktuelle Themen aus Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft aufgreift. So wurden in den letzten Jahren unter anderem Themen wie Energie- und Ressourceneffizienz, (Elektro)-Mobilität und Nachhaltigkeit adressiert. Aber auch sehr grundlegende Themen fanden sich regelmäßig im Motto sowie im Vortragsprogramm wieder. Dieser thematische Facettenreichtum hebt die große Vielfalt der Pulvermetallurgie hervor, die sich insbesondere in einem breiten Werkstoffspektrum und einer großen Anzahl verschiedener Fertigungsprozesse widerspiegelt.

Aus diesem Grund möchten wir das diesjährige Jubiläumssymposium unter den Titel „Pulvermetallurgie – vielfältige Prozesse und Werkstoffe“ stellen. Zur Verdeutlichung von Dynamik und Innovationskraft der Pulvermetallurgie legen wir in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf neue Verfahren und neue Werkstoffentwicklungen, ohne jedoch auf Beiträge zur Weiterentwicklung von bekannten Werkstoffen und Prozessen zu verzichten. Die Additive Fertigung, als ein relativ junges Verfahren, hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die binderbasierte Additive Fertigung bietet ein großes Potenzial für die Pulvermetallurgie, da – abgesehen von der Formgebung – die Prozessketten denen etablierter pulvermetallurgischer Verfahren gleichen. Im diesjährigen Symposium werden Ihnen beispielweise das MetalBinder-Jetting und das Metal-Injection-Molding als komplementäre Technologien präsentiert. Daneben werden Sie die Gelegenheit bekommen, in die Vielfalt weiterer additiver Fertigungsverfahren, wie dem Filamentdruck und der Lithografie-basierten additiven Fertigung einzutauchen und deren Potenziale und Herausforderungen kennenzulernen. Beim Binder-Jetting-Verfahren richtet sich ein besonderer Blick auf die Großserientauglichkeit.

Im Themenfeld der Hartmetalle behandelt das Symposium neben aktuellen Werkstoffentwicklungen im Bereich nano-strukturierter Binder auch das Thema cobaltfreier und alternativer Binder. So werden Sie einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen im Bereich von Hartmetallen 2 mit alternativen Bindern erhalten. Bei den Sinterstählen lernen wir neue Ansätze für einen rechnerischen Festigkeitsnachweis von Maschinenbauteilen aus Sinterstahl kennen und erhalten Einblicke in den Bereich der induktiven Wärmebehandlung. Daneben dürfen wir uns auf Vorträge zu pulvermetallurgisch hergestellten Werkstoffen für Luftfahrt-, Nuklear- und weitere Hochleistungsanwendungen freuen. Beiträge zu den Einsatzmöglichkeiten von Graphit in der E-Mobilität sowie zu den neuesten Entwicklungen in den Bereichen FAST/SPS und der mikro-frästechnischen Herstellung von hochbelastbaren Formen runden das diesjährige Programm ab.