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Vater und Sohn 3D-drucken Lamborghini in Garage

Auf 8. Juli 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
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Während BMW uns Anfang letzter Woche das maßstabsgetreue Modell seines Vision M Next präsentierte, das zu Hause in 3D gedruckt werden kann, beschlossen ein Vater und sein Sohn schon vor einer Weile, den Großteil der Teile ihres Lamborghini mit einem 3D-Desktopdrucker zu fertigen. Und, das muss man sagen, das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend! Am Anfang dieses Projekts stand Sterling Backus, ein Physiker, der sich entschied, das Auto in seiner Garage in 3D zu drucken, um seinem Sohn und den Kindern im Allgemeinen die Möglichkeiten der Technik und der Naturwissenschaften zu zeigen. Ein großartiges Projekt, das mehr als eine Person ermutigen sollte, sich mit dem großformatigen 3D-Druck zu beschäftigen!

Wenn es um Autos und 3D-Druck geht, ist es wichtig zu beachten, dass die meisten Fahrzeuge nur wenige 3D-gedruckte Teile enthalten – die Technologie allein reicht nicht aus, um ein ganzes Auto zu konstruieren. Dies hindert uns jedoch nicht daran, über die in dieser Branche ergriffenen Initiativen zu berichten. Durch die additive Fertigung können einige Komponenten optimiert werden und so Volumen und Gewicht sparen und damit die Leistung des Fahrzeugs erhöhen. Bei Sterling Backus geht es darum, einen Traum wahr werden zu lassen: Es wollte schon immer einen Supersportwagen haben, aber die Kosten eines solchen Autos sind nur für die wenigsten zu tragen. Jedoch machte der 3D-Druck es möglich, den Preis erheblich zu reduzieren.

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Ein Lamborghini erwacht durch 3D-Druck zum Leben

Der Physiker hatte bereits Kenntnisse im 3D-Druck, nachdem er mehrere FDM-3D-Drucker bedient hatte – für dieses Projekt wurden die Maschinen CR-10S, CR-105S und QIDI Xpro eingesetzt. Insgesamt hat Sterling 220 Spulen Filament benötigt, um die gesamte Karosserie zu konstruieren: PLA für die Karosserieteile aufgrund ihrer guten Dimensionsstabilität, ASA und ABS für die Rücklichtkästen und Scheinwerfer oder kohlefaserverstärktes Nylon für hochfeste Innenteile. Etwa fünfzig Rollen Filament allein mussten für verschiedene Tests und Druckfehler verwendet werden.

Neben dem 3D-Druck nutzten Vater und Sohn weitere traditionelle Fertigungsverfahren wie CNC-Bearbeitung, Wasserstrahlschneiden, Vakuuminfusion und Kohlefaserkapselung. Der Physiker sagt: „Wir haben uns entschieden, das Auto mit modernster Technologie zu bauen. Allerdings mussten wir es zu niedrigeren Kosten tun. Dies hat uns veranlasst, nach verschiedenen Techniken der Automobilherstellung zu suchen. Wir wollten, dass das Auto sicher ist, also entschieden wir uns für Stahl als Rahmen. Am Ende, nachdem wir uns für den 3D-Druck für die meisten Karosserieteile des Autos entschieden hatten, brauchten wir Kraft. Nur sehr wenige hitze- und strapazierfähige Materialien waren mit unseren 3D-Druckern kompatibel, daher habe ich mich der Verkapselung von 3D-gedruckten Teilen mit Kohlefaser zugewandt.“ Tatsächlich ist dies Material, das sowohl sehr leicht als auch so stark ist wie einige Metalle – und gleichzeitig viel besser zugänglich.

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Sterling wollte sein großformatiges Projekt schnell allen zeigen, vor allem den lokalen Schulen im Rahmen ihrer STEM-Projekte: Er hofft, die Kinder für Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen, Kunst und Mathematik begeistern zu können. Und was könnte da besser sein, als ein ganzer Lamborghini, der in Großen Teilen in 3D gedruckt wurde? Tatsächlich handelt es sich hier um ein langfristiges Projekt: Der Physiker und sein Sohn arbeiten seit einem Jahr und 4 Monaten daran,  mindestens eine Stunde pro Tag. Er hat insgesamt etwa 20.000 Dollar investiert, ein relativ niedriger Preis, wenn man die tatsächlichen Kosten eines solchen Autos kennt. Er schließt mit der Erklärung, dass das Auto nicht zum Verkauf steht und dass er nicht versucht, in irgendeiner Weise mit dem Automobilhersteller zu konkurrieren. Sterling beschreibt sein gesamtes Projekt auf seiner Facebook-Seite HIER.

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