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Metall 3D Drucker: Die wichtigsten Hersteller und Technologien

Auf 17. Januar 2020 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
Metall 3D Drucker

Die additive Metallverarbeitung war in den letzten Jahren eine der herausragendsten Entwicklungen in der Branche. Im Jahr 2018 berichtete der Wohlers Report, dass im Vergleich zum Vorjahr 80% mehr 3D-Drucksysteme aus Metall verkauft wurden – und diese Zahl wächst weiter. Hiermit ist 2018 das Jahr, das den Beginn eines exponentiellen Wachstums im 3D-Metalldruck darstellt. Immer mehr Akteure beteiligen sich an der Entwicklung neuer 3D-Metalldrucker, die niedrigere Kosten mit sich bringen und gleichzeitig neue additive Fertigungstechnologien entstehen lassen. In den letzten Jahren sind mehr als 40 Hersteller von 3D-Metalldruckern auf den Markt gekommen, viele mit neuen Technologien wie HPs „Multi Jet Fusion“ oder XJet Inkjet. Gleichzeitig haben sich aber auch klassische Technologien des 3D-Metalldrucks wie das Laserschmelzen (DMLS) weiterentwickelt. Diese Woche haben wir eine Liste mit den wichtigsten Herstellern von 3D-Metalldruckern erstellt, die derzeit auf dem Markt existieren.

 

3D-Metalldrucker aus der „Powder Bed Fusion“-Familie

3D Systems – der Gigant unter den Herstellern

3D Systems ist ein Gigant in der 3D-Druckindustrie und war das erste Unternehmen, das in den späten 1980er Jahren mit Stereolithographie in den 3D-Druckmarkt einstieg. Seitdem erzielt das in den USA ansässige Unternehmen einen Umsatz von mehr als 600 Millionen US-Dollar pro Jahr und bietet viele verschiedene 3D-Druckermodelle für die additive Fertigung an. Im Jahr 2013 hat 3D Systems das französische 3D-Druckunternehmen Phenix Systems aufgekauft, um in den Markt für Metall-3D-Drucker zu expandieren. Ihre Metall-3D-Drucker verwenden DMP-Technologien (Direct Metal Printing), um Objekte basierend auf CAD-Dateien zu erstellen. Hierbei verwenden sie einen hochpräzisen Laser, mit dem Metallpulver verfestigt wird. Zu ihrem Angebot an 3D-Druckern gehören der ProX DMP 300, der ProX DMP 200, die DMP Factory 350 und 3D-Drucker im Dentalbereich sowie der DMP Dental 100.

3D Drucker Metall

Einer der 3D-Metall Drucker aus der ProX DMP-Reihe von 3D Systems .

AddUp – basierend auf Selektivem Laserschmelzen (SLM)

Im Jahr 2015 als Joint Venture zwischen Michelin und Fives gegründet, hat AddUp seinen ersten Metall-3D-Drucker namens FormUp 350 entwickelt. Dieser 3D-Drucker basiert auf Selektivem Laserschmelzen (SLM) und kann Metallteile bis zu einer Größe von 350 x 350 x 350mm herstellen. Diese Marke ist der offizielle Einstieg von Michelin in die additive Fertigungsindustrie, nachdem für viele Jahre Aufträge zur Herstellung 3D-gedruckter Objekte aus Metall extern angefertigt wurden. Der FormUp 350 kann Teile aus Edelstahl, Nickel, Titanlegierungen und Aluminiumlegierungen verarbeiten.

metall 3d drucker

Der FormUp 3D-Metall-Drucker ist das Resultat eines Joint Ventures zwischen Michelin und Fives

Arcam (GE Additiv)

Arcam ist ein weiteres Unternehmen, das sich seit 2017 mehrheitlich im Besitz von GE Additiv befindet, wobei GE inzwischen mehr als 90% der Arcam-Anteile besitzt. Seit seiner Gründung im Jahr 1997 hat das schwedische Start-up Pionierarbeit im 3D-Druck durch Elektronenstrahlschmelz-Technologien (Electron Beam Melting – EBM) geleistet und ist der einzige Hersteller, der 3D-Drucker mit EBM herstellt. Der Unterschied zum Laserschmelz-Verfahren ist, dass statt Laser ein Elektronenstrahl zum Schmelzen verwendet wird. Gegenwärtig verkauft Arcam drei Maschinen mit EBM-Technologie, einschließlich des Arcam A2X, der eine Bauvolumen von 200 x 200 x 380 mm hat und rund 1.700 kg wiegt. Dieser große industrielle 3D-Drucker wurde für die Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt, um belastbare und dennoch leichte Metallteile zu schaffen.

3D Drucker Metall

Arcams Fertigungssysteme im Bereich 3D-Metalldruck sind die Einzigen, die das Elektronenstrahlschmelzen verwenden.

Concept Laser (GE Additive)

Concept Laser ist ein deutsches Unternehmen, das im Jahr 2000 von Frank Herzog gegründet wurde. Das Lichtenfelser Unternehmen wurde 2016 von General Electrics aus Amerika mit dem Kauf von 75% der Anteile übernommen – GE wurde damit Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Die 3D-Metalldrucker verwenden die patentierte LaserCUSING®-Technologie, die ebenfalls auf der Technologie des Laserschmelzens (DMLS) basiert. Sie haben derzeit sechs 3D-Drucker auf dem Markt, darunter den Metalldrucker X Line 2000R, der nach Angaben des Unternehmens weltweit die größte Maschine dieser Art ist. Der Drucker hat ein Bauvolumen von 800x 400x500mm und verfügt über ein duales Lasersystem.

Der Concept Laser X Line 2000R

DMG Mori

DMG Mori ist ein Zusammenschluss der Firmen Gildemeister AG aus Bielefeld und dem japanischen Unternehmen Mori Seiki. Beide Unternehmen sind führende Anbieter von Dreh-und Fräsmaschinen. Zusätzlich zu diesem Sortiment bietet das Unternehmen vier Metall 3D-Drucker an. DMG-Mori verfügt über zwei Drucker, die als Technologie das Laserschmelzen (DMLS) einsetzen: Den LASERTEC 12 und den LASERTEC 30. Außerdem verkauft DMG Mori drei 3D-Drucker die auf der LMD-Technologie (Laser Metal Deposition) basieren, sowie  weitere Hybridlösungen, wie die Modelle Lasertec 65 und Lasertec 4300.

3D Drucker Metall

Der 3D-Metalldrucker Lasertec 65 von DMG Mori.

EOS – Der Spezialist für die DMLS-Technologie

EOS ist ebenfalls ein deutscher Hersteller, der 1989 von Dr. Hans J. Langer und Dr. Hans Steinbichler als Electro Optical Systems gegründet wurde. Seitdem hat er sich als Hersteller von Metall-3D-Drucker als Marktführer etabliert. EOS ist auf dem Kunststoff-3D-Druckmarkt mit einer Reihe von SLS (Selective Laser Sintering) 3D-Druckern sowie weiteren für den 3D-Metalldruck tätig. EOS verwendet im Bereich Metall die Laserschmelz-Technologie (DMLS) für seine 3D-Drucker, wobei derzeit sechs verschiedene Modelle verkauft werden. Dazu gehören beispielsweise die Modelle EOS M 100, EOS M 300-4 und EOS M 400.

Renishaw – Einsatz im Bereich der Leichtmetallfertigung

Renishaw ist ein britischer Hersteller von 3D-Druckern auf Metallbasis mit Sitz in Gloucestershire. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Industriemaschinen spezialisiert, die in der Lage sind schnell leichte und kundenspezifische Metallmodelle zu entwickeln. Seit der Kompetenzerweiterung auf die Metalladditivherstellung hat Renishaw vier 3D-Metalldrucker entwickelt: RenAM 500M, RenAM 500Q, AM 250 und AM 400. Sie unterscheiden sich in ihrer Baugröße und Druckgeschwindigkeit. Zudem verfügen alle Anlagen die Fähigkeit der Generierung einer dichten Schutzgasatmosphäre bei der der Bauraum mit Argon befüllt wird um somit eine optimale Umgebung für die Laserbearbeitung zu gewährleisten.

3D Drucker Metall

Der RenAM 500M 3D-Metalldrucker, hergestellt von der britischen Firma Renishaw.

Sisma – 3D-Drucker für spezielle Branchen

Sisma ist ein italienischer 3D-Drucker Produzent, der seit den 1960er Jahren in verschiedenen Branchen tätig ist und sich seit einigen Jahren für den Einstieg in die additive Fertigung entschieden hat. Seit ihrem Eintritt in die 3D-Druck-Industrie haben sie bereits fünf 3D-Metalldrucker auf Basis der Laser Metal Fusion Technologie (LMF) auf den Markt gebracht, durch die die sogenannte MYSINT-Serie entstand. Die 3D-Drucker von Sisma wurden entwickelt, um die Anforderungen von vier spezifischen Branchen zu erfüllen: Dental- und Schmuckindustrie sowie die medizinische und industrielle Produktion im Allgemeinen.

3D Drucker Metall

Der Metall 3D-Drucker Mysint 100 von Sisma.

SLM Solutions

SLM Solutions ist einer der Marktführer auf dem heutigen Markt für den 3D-Metalldruck – gegründet im Jahr 2015. Das in Lübeck ansässige Unternehmen verkauft derzeit fünf verschiedene Metall 3D-Drucker, den SLM 500, den SLM 280 2.0, die SLM 2080 Produktionsserie, den SLM 800 und den SLM 125. Diese 3D-Drucker verwenden das Laserschmelzverfahren (DMLS), patentiert als SLM (Selective Laser Melting), zum Erzeugen komplexer Metallteile durch das Verfestigen von Metallpulver. Dazu verfügen SLM Solutions 3D-Drucker über mehrere Laseroptionen, bidirektionale Beschichtung und das sogenannte Closed-Loop-Pulver-Handling.

3D Drucker Metall

Der SLM 500 von SLM Solutions, dem Marktführer im Bereich 3D Drucker Metall.

Trumpf – Spezialist im Bereich des 3D-Metalldrucks mit mehreren Technologien

Trumpf ist ein weiteres deutsches Unternehmen, das in vielen verschiedenen Branchen tätig ist, einschließlich dem 3D-Druck. Innerhalb der 3D-Druckindustrie vertreibt die Trumpf Laser GmbH 3D-Drucker zweier verschiedener Technologien. Basierend auf dem ersten Verfahren dem sogenannten „Laser Metal Fusion“, dass dem Laserschmelzen (DMLS) ähnelt – bietet Trumpf drei Drucker an: Den TruPrint 1000, TruPrint 3000 und den TruPrint 5000, welche sich in Baugröße und Leistung (und Preis) unterscheiden. Darüberhinaus bietet das Unternehmen zwei Drucker auf Basis der „Laser Metal Deposition“-Technologie an, welche der Kunststoff-Schmelzschichtung (FDM) ähnelt. Dazu gehört beispielsweise das Modell TruLaser Cell 3000.

3D Drucker Metall

Trumpf verkauft eine breite Palette an DMLS Metall-3D-Druckern.

Aconity3D – Frei konfigurierbare 3D-Metalldrucker für weites Einsatzspektrum

Seit 2014 vertreibt die Aconity3D modular aufgebaute Anlagen für den pulverbettbasierten 3D-Laserdruck von Metallen. AconityONE, AconityMIDI und AconityMINI sind als Basisanlagentypen über Ergänzungsmodule, vom Dual- bis Quattro-Laser-System über unterschiedliche Laserleistungen und Heizsysteme bis zum sensorgestützten Process Monitoring, frei konfigurierbar und können damit auf spezielle Anwendungsanforderungen und individuelle Budgets maßgeschneidert werden. Im Easy-Handling-Bereich konzentriert sich das Unternehmen aus Aachen aktuell auf die Entwicklung der 3DMetalWIRE, eine drahtbasierte 3D-Laserdruckanlage ohne aufwendiges Pulverhandling, und die Konzeption der AconityMICRO, eine kompakte LBM Produktionsanlage.

AconityONE LPBF Produktionssystem mit Ø 400 x 400 Bauraum und bis zu 4-Laserbetrieb

Matsuura – hybride Lasersinteranlagen

Matsuura ist ein Hersteller für 3D-Metalldrucker aus Japan, der seit seiner Gründung im Jahr 1935 weltweit rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Das japanische Unternehmen verkauft hybride 3D-Drucker, die Elemente des CNC-Fräsens und subtraktive Fertigungsprozesse mit 3D-Druckverfahren wie dem Laserschmelzen (DMLS) kombinieren . Matsuura verkauft derzeit zwei Modelle, den LUMEX Avance-25 und den LUMEX Avance-60.

metall 3d drucker

Der Lumex Avance-25

Velo3D – schnelle Einführung einer Technologie

Velo3D ist ein amerikanischer Hersteller, dessen Gründer Benny Buller andere Unternehmen bei der Einführung von Metalltechnologien unterstützen wollte indem er die 3D-Software Flow™ entwickelte. Dies sollte erreicht werden durch die Beschleunigung des Design-Prozesses in der additiven Fertigung sowie der Zusammenarbeit mit Ingenieuren bei der Konstruktion und Vorbereitung von Teilen für den Druck. Um ihre Entwicklungen abzuschließen, schufen sie 2018 ihren 3D-Drucker Sapphire™ mit der patentierten Technologie namens Intelligent Fusion™, die zur Powder-Bed-Fusion Familie gehört. Spezialisiert ist dieses System auf die Entwicklung von Teilen mit komplexer Geometrie, da es hierfür wenige andere Anbieter mit passenden Lösungen gibt.

Metall 3D Drucker

Das Sapphire™ System von Velo3D

Aurora Labs – ein erschwinglicher Metalldrucker

Der australische Hersteller, der 2017 in die Branche eingestiegen ist, bietet mit rund 65.000 US-Dollar einen der preiswertesten Metalldrucker der Branche an und verfügt derzeit über zwei Maschinen im Katalog: Den S-Titanium Pro und der RMP-1. Die Maschinen basieren auf der Multi-Layer Concurrent Printing Technologie, einer Weiterentwicklung der Powder-Bed-Fusion Familie. Laut Hersteller ist es ihrer Technologie zu verdanken, dass sie bis zu 55 mal schneller sein können als jeder Drucker ähnlicher Art und Weise. Die Nachbearbeitung kann vom Umfang her minimiert und Teile mit glatter Oberfläche so leichter erhalten werden.

Der neue RMP-1 von Aurora Labs

Direct Energy Deposition (DED) – eine weitere Familie von 3D-Drucktechnologien

Optomec – die 3D-Drucktechnologie LENS

Optomec ist ein in Amerika ansässiger Hersteller von Metall-3D-Druckern mit Sitz in Albuquerque, New Mexico. Seit seiner Gründung hat sich Optomec auf mehr als 60 Länder ausgedehnt und hält aktuell mehr als 35 Patente. Optomec ist bekannt für seine LENS-Technologie, die zur übergeordneten Familie Direct Energy Deposition (DED) gehört. Optomec bietet derzeit über 7 3D-Metalldrucklösungen an – ihr erster 3D-Drucker erschien 1998.

3D-Drucker auf Basis der LENS-Technologie

Sciaky – Pionier dieser Industrie

Sciaky gehört zu den ältesten Unternehmen auf unserer Liste, da es bereits 1939 gegründet wurde und Schweißsysteme zur Herstellung von US-Flugzeugen während des Zweiten Weltkriegs lieferte. Kürzlich hat das in Chicago ansässige Unternehmen seine Electron Beam Additiv Manufacturing-Technologie (EBAM) entwickelt, bei der das Metall Schicht für Schicht abgeschieden wird, bis das Teil eine nahezu endgültige Form erreicht und für die Endbearbeitung bereit ist. EBAM ist eine Unterart der Direct Energy Deposition (DED)-Familie. Seit der Einführung der EBAM-Systeme im Jahr 2009 hat Sciaky fünf Metall 3D-Drucker auf den Markt gebracht, darunter die Systeme EBAM 300 und EBAM 150. Diese riesigen Maschinen können komplexe 3D-Strukturen auch aus seltenen Metallen wie Titan und Tantal drucken.

Die EBAM-Systeme von Sciaky gehören zur Direct Energy Deposition (DED)-Familie.

BeAM – 3D-Metalldruck aus Frankreich

BeAM ist ein französisches Additive Manufacturing Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Straßburg und einem neu eröffneten Büro in den USA. Basierend auf 15 Jahren Forschung und Entwicklung, hat BeAM drei Metall-3D-Drucker auf Basis von der eigenen CLAD-Technologie (Direct Additive Laser Construction) veröffentlicht. Dieser Prozess bietet die Möglichkeit beschädigte Elemente zu reparieren, da es möglich ist, direkt auf dem bestehenden Teil zu bauen. Diese Metall 3D-Drucker sind die Modelle Modulo 250, Modulo 400 und Magic 800.

Metall 3D Drucker

Der 3D-Metalldrucker Modulo 250

InssTek – Ein 3D-Drucker für alle Bereiche

InssTek ist ein südkoreanischer Hersteller von 3D-Metalldruckern und wurde 2001 gegründet. Seitdem haben sie ihre DMT-Technologie (Direct Metal Tooling) entwickelt, die ähnlich wie die von Optomec und Sciaky zur Direct Energy Deposition (DED)-Familie gehört. InssTek hat drei 3D-Drucker herausgebracht: das Einstiegsmodell MX-400, das Mittelklasse-Modell MX-600 und den größten Drucker, den MX-1000.

InssTek´s MX-1000 – der Größte seiner Klasse.

Materialextrusion – Eine weitere Familie des 3D-Metalldrucks

Desktop Metal – Produktion aus Metall

Desktop Metal ist ein amerikanisches Unternehmen, das sich darauf konzentriert die Kosten für den 3D-Druck komplexer Metallobjekte zu senken und die Produktion dieser Metallteile zu beschleunigen. Sie haben derzeit zwei Drucker auf dem Markt, das Studio System für 120.000 $ und das Production System  für 420.000 $. Desktop Metal hat bisher Investitionen in Höhe von über 200 Millionen US-Dollar erhalten, darunter Investitionen von Google, BMW und GE. Ihre 3D-Drucker verwenden eine Single-Pass-Jetting-Technologie für 3D-Druckteile.

3D Drucker Metall

Desktop Metals Die 3D-Metalldrucker von Desktop Metal, das StudioSystem und das Production System.

Markforged – 3D-Metalldruck komplexer Objekte

Markforged ist ein US-amerikanischer 3D-Druckerhersteller, der im Februar 2013 von Greg Mark gegründet wurde. Seitdem hat Markforged eine Vielzahl von 3D-Druckern, einschließlich seines 3D-Metalldruckers, dem Metal X verkauft. Was den Metal X 3D-Drucker auszeichnet, ist, dass er weit weniger kostet als die meisten industriellen Metall-3D-Drucker. Dies ist zum Teil auf die patentierte ADAM-Technologie (Atomic Diffusion Additive Manufacturing) zurückzuführen, bei der ein Kunststoff-Metall-Flüssiggemisch extrudiert und anschließend erhitzt wird, sodass der Kunststoff sich auflöst und nur das Metallteil übrig bleibt. Damit gehört diese Technologie zur Familie der Materialextrusion. Der Metal X besitzt ein Druckvolumen von 250 x 220 x 200 mm und zielt daher auf Kleinverbraucher ab.

Der Metal X 3D-Drucker von Markforged

Iro3D – Ein sehr preiswerter 3D-Metalldrucker

Iro3D ist ein US-amerikanischer Hersteller, der 2018 mit der Vorstellung seines 3D-Druckers Iro3D erstmals in die Branche eintrat. Die Maschine sieht aus wie ein Desktop-3D-Drucker, ist aber dank der Selective Powder Deposition-Technologie, die auf Materialextrusion basiert, in der Lage, Metalls Druckmaterial zu verwenden. Durch seine Düse legt der Drucker das Sand- oder Metallpulver ab, das vorher in vier kleinen Tiegeleimern in verschiedener Körnung gelagert war. Der Drucker verwendet feineres Metallpulver für die Außenseite des Drucks, während das gröbere Pulver für die Innenseite bestimmt ist. Nach Abschluss des Drucks wird das Objekt in einen Ofen gestellt und drei Stunden einer Temperatur von mehr als 1180°C gebacken.

Der preisgünstige 3D-Drucker: Iro3D

Airwolf, der Extrusionsspezialist

Airwolf ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Desktop-3D-Druckern mit Schmelzschichtung (FDM) spezialisiert hat. Im Jahr 2017 präsentierte sie ihr Evo Additive Manufacturing Center, eine Desktop-Maschine, die in der Lage ist, mit mehreren Materialien, einschließlich Metall, zu drucken. Dieser 3D-Desktopdrucker auf Basis der Materialextrusionsfamilie kann mit ABS, PLA, Spezialfilamenten und Metallen als Material arbeiten. Ein weiteres Unternehmen, das sich auf die ebenfalls im Metall eingeführte FDM-Technologie spezialisiert hat, ist der asiatische Colido mit seinem AMSS Metal 3D-Drucker, der mit Extrusionstechnologie und einem Bindemittel arbeitet.

Der EVO Additive Manufacturing Center von Airwolf

Weitere Hersteller im Bereich Metall-3D-Druck

HP Metal Jet – Der gigantische Drucker auch als Metall-Version

Vor fast einem Jahr kündigte der amerikanische Riese HP die Einführung seiner ersten Metalllösung an: Den HP Metal Jet. Seit der Ankunft in der Branche vor fast 4 Jahren hat sich HP zu einem der führenden Hersteller von industriellen 3D-Druckern entwickelt, so dass es Metall als Druckmaterial nicht zurücklassen konnte. Die neue Metallmaschine der Marke wird eine von MIM (Metal Injection Molding) inspirierte Technologie haben, die auf der Projektion eines Bindemittels und eines Pulvermetalls basiert und Schicht für Schicht verfestigt wird. Das Bindemittel wird direkt im 3D-Drucker entfernt, während der Sinterschritt in einem geeigneten Ofen durchgeführt werden muss. Spezialisiert auf die Serienproduktion und nach Angaben des Herstellers 50 mal schneller als Maschinen in der Industrie bisher.

Der HP Metal Jet

Digital Metal – 3D-Metalldruck per Binder Jetting

Vor einigen Jahren vom renommierten Kohlebergbauunternehmen Höganäs erworben, ist Digital Metal ein wachsendes Unternehmen, das seit seiner Gründung über 200.000 Metallobjekte für Kunden produziert hat. Digital Metal ist eine Metall-3D-Druckerei, die ebenfalls wie ExOne Binder Jetting-Technologien verwendet, um 3D-Metallteile ohne Support und Hitzequellen zu erstellen. Die 3D-Druckanlage DM P2500 bietet ein Bauvolumen von 203x180x69mm und verspricht eine schnelle, flexible und kostengünstige Produktion.

metall 3d drucker

Der 3D-Metalldrucker DM P2500 von Digital Metal verwendet die Binder Jetting-Technologie

ExOne – ebenfalls ein Anhänger der Binder-Jetting-Technologie

ExOne ist ein börsennotiertes deutsches Produktionsunternehmen, das sich auf 3D-Druckmaschinen im industriellen Sektor spezialisiert hat. Die 3D-Drucker des deutschen Unternehmens werden häufig in Bereichen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Energie eingesetzt. Die 3D-Drucker von ExOne verwenden Binder-Jetting-Technologien mit industriellen Materialien (wie Sand und Keramik), um Objekte zu geringeren Kosten anbieten zu können. Diese Technologie ist zudem von ExOne patentiert. Derzeit werden vier 3D-Metalldrucker vertrieben, der ExOne M-Flex und der ExOne M-Print sowie der Innovent und der ExOne 25 Pro.

3D Drucker Metall

Der Metall 3D-Drucker M-Flex von ExOne

XJet – 3D-Metalldruck mit der NanoParticle Jetting-Technologie

XJet ist ein israelischer Hersteller von 3D-Metalldruckern und Keramikmaterialien. Das Unternehmen wurde vom 3D-Veteranen Hanan Gothait gegründet, der zu den Mitgründern von Objet gehört. Das Unternehmen ist in erster Linie für seine bahnbrechende NanoParticle Jetting ™ -Technologie bekannt, die die additive Fertigung in den Bereichen Metall und Keramik neu definiert hat. Derzeit hat XJet zwei 3D-Drucker im Angebot, den X Carmel 700 und den X Carmel 1400. Der X 700 ist ein kostengünstiges additives Fertigungssystem, während der X 1400 ein hochspezifisches Modell mit hoher Produktivität ist.

Um die dahintersteckende Technologie besser zu verstehen, empfehlen wir folgendes Video:

Vader Systems – Xerox’s Partner für den 3D-Metalldruck

Vader Systems ist ein amerikanisches 3D-Druck-Startup, das kürzlich vom 2D-Druckriesen Xerox gekauft wurde. Es wurde vom Vater-Sohn-Duo Scott Vader und Zachary Vader gegründet. Ihre 3D-Metalldrucker basieren auf ihrer patentierten Technologie namens MagnetoJet, der Manipulation von flüssigem Metall durch Magnetismus. Ihr erster 3D-Drucker ist der Vader Systems MK1, obwohl wir immer noch nicht wissen, ob er mit den Änderungen des Unternehmens fortgeführt wird.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Drucker und dessen Verfahren:

Pollen AM – Qualität geeignet für die Industrie

Pollen AM ist ein französisches 3D-Druck Unternehmen, welches im Jahr 2013 von Cédric Michel und Victor Roux gegründet wurde. Das Startup produziert derzeit zwei Drucker, einen Polymer 3D-Drucker und einen 3D-Metalldrucker.  Letzterer verwendet hierbei eine Technologie namens MIM (Metal Injection Moulding), die auf Metallpellets anstelle von Pulver oder Filament zurückgreift. Nach mehrmonatiger Arbeit im Jahr 2017 haben sie ihren 3D-Metalldrucker, den Pam Series M, auf den Markt gebracht, der angeblich billiger ist als jedes andere Fertigungssystem im Bereich Metall.

AM Pollen’s Pam Series M

Exxadon, 3D-Metalldruck in kleinstem Ausmaß

Exxandon ist eine Tochtergesellschaft von Cytosurge, einem Schweizer Nanotechnologieunternehmen, das sich ebenfalls mit dem 3D-Nanodruck beschäftigt. Seit seiner Gründung durch Dr. Pascal Behr hat das Unternehmen seinen FluidFM μ3Dprinter entwickelt, der ein komplett neues Verfahren verwendet. Dieser Nanodrucker kann Metall mit einer Auflösung von ≤ 1 μmin und mit unglaublichen Details drucken. Der FluidFM μ3Dprinter hat ein Druckvolumen von 200x200x200mm und wurde für Forschungszwecke konzipiert.

Zur Veranschaulichung mit welcher Präzision der FluidFM 3D-Drucker druckt:

ADMATEC – 3D-Druck mit Harzen

ADMATEC ist eine niederländisches 3D-Druck Unternehmen, das im November 2013 nach einem erfolgreichen Forschungsprojekt im Jahr 2012 gegründet wurde. ADMATEC hat seit seiner Gründung einen Metall 3D-Drucker namens Admetalflex 130 entwickelt. Dieser 3D-Drucker nutzt eine Technologie, die auf DLP (Direct Light Processing) mit Harzen basiert. Der Admetalflex 130 mischt ein UV-empfindliches Harz und ein Keramikpulver und verwendet einen Laser, um diese Materialien miteinander zu verschmelzen.

Der 3D-Metalldrucker von Admatec

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Die 8 cKommentare

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  1. […] Markt für Metall-3D-Drucker wächst unaufhaltsam. Laut ID Techex wird das Marktvolumen allein für additive […]

  2. […] gehört zu den bekanntesten Metall-3D-Drucker-Herstellern der Welt. Über ihre spanische Tochtergesellschaft Renishaw Ibérica arbeiten sie […]

  3. […] im Druckprozesses sowie durch gesteigerte Druckqualität und Druckgeschwindigkeit. Immer mehr Hersteller werden sich des Potenzials des 3D-Metalldrucks bewusst und treten in diesen Markt ein. Die additive […]

  4. […] über einen Laserstrahl zu einer Art Schweißraupe verschmolzen wird. Das deutsche Unternehmen TRUMPF Laser nutzt diese Technologie für ihre Maschinnen, welche sich auch ideal für die Reparatur von […]

  5. […] japanische Unternehmen könnte durchaus in unsere Liste der wichtigsten 3D-Metalldruckhersteller aufgenommen werden, welche mittlerweile immer zahlreicher werden. Und das aus gutem Grund, so der […]

  6. […] deutsche Hersteller EOS, welcher insbesondere für seine Metalllösungen bekannt ist, präsentierte offiziell seine 3D-Polymerdrucktechnologie LasrProFusion. Dieses […]

  7. […] Zumindest was das Drucken von Kunststoffen anbelangt. Doch dreidimensionaler Metall- und Betondruck hat ebenfalls längst den Prototypenstatus verlassen und wird bereits auf vielen Ebenen erfolgreich […]

  8. […] FDM-Maschine besitzen, werden Sie sich Ihr Teil nicht so vorstellen können, wie wenn Sie einen 3D-Metall- oder SLS-Drucker besitzen. Ausgehend von der Technologie selbst vermeiden Sie bestimmte Fehler und […]

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