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Trumpf optimiert TruPrint 3000 und übernimmt Lantek

Auf 23. März 2021 von Regina P. veröffentlicht
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Im Jahr 2016 hat das Hochtechnologieunternehmen Trumpf den TruPrint 3000 vorgestellt – eine universelle Mittelformat-Maschine welche im Metall 3D-Druckprozess, in diesem Fall dem LFM-Verfahren (pulverbasiertes Laserschmelzen), Bauteile für die industrielle Nutzung herstellt. Im Rahmen einer virtuellen Kundenveranstaltung hat das Unternehmen nun die neue Serie des Modells präsentiert und angegeben, diese entsprechend den Branchen-Anforderungen angepasst zu haben. Zum Beispiel kann der TruPrint 3000 ab sofort mit einer Fullfield-Multilaser Option ausgestattet werden. Abhängig von der Bauteilgeometrie soll dadurch nicht nur die Produktivität nahezu verdoppelt, sondern auch Teilekosten reduziert werden können. Außerdem hat der Hersteller vor wenigen Tagen die Übername des spanischen IT-Unternehmens LANTEK verkündet. Wir haben für Sie die wichtigsten Neuigkeiten aus dem Hause Trumpf zusammengefasst. 

Im optimierten TruPrint 3000 kommen zwei Laser parallel zum Einsatz

Damit der Einstieg in die Serienproduktion für Kunden erleichtert wird, können im überarbeiteten Modell des TruPrint 3000 zwei 500 Watt starke Laser gleichzeitig eingesetzt werden. Diese belichten den gesamten Bauraum der Anlage parallel und beschleunigen dadurch den Fertigungsprozess. Um sicherzustellen, dass auch im Multilaser Verfahren keine Nahtstellen entstehen, werden die Multilaser während des Druckprozesses überwacht und automatisch kalibriert. Damit nähert sich das 3D-Drucksystem an die Funktionsweise des TruPrint 5000, welcher mit drei Lasern für die industrielle Serienfertigung ausgestattet ist.

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Der Einsatz von zwei 500 Watt Lasern kann die Produktivität nahezu verdoppeln (Foto: Trumpf)

Weiterentwicklung schafft mehr Flexibilität 

„Wir haben die TruPrint 3000 an entscheidenden Stellen weiterentwickelt und noch besser auf die Qualitätsanforderungen, Zertifizierungen und Produktionsabläufe in verschiedenen Branchen angepasst”, sagt Klaus Parey, als Geschäftsführer verantwortlich für Additive Manufacturing bei Trumpf. Das Unternehmen gibt an, dass sich die Weiterentwicklung speziell in der Qualität der Bauteile sowie einer verbesserten Bedienbarkeit der Maschine wiederspiegeln wird. So wurde beispielsweise auch das Strömungskonzept überarbeitet, welches dafür sorgt, dass das Schutzgas gleichmäßig von hinten nach vorne durch die Anlage fließt und in weiterer Folge die Qualität des Bauteils steigert. Eine wesentliche Verbesserung für den Bediener zeigt sich in der Möglichkeit, überschüssiges Pulver direkt im Bauraum entfernen zu können, was zuvor nur extern möglich war. Möglich wird dies durch eine “inerte” Aufbereitung des Druckpulver unter Schutzgas. Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, besteht weiterhin die Möglichkeit zur Nutzung eines Wechselzylinder, welcher das Entpacken und Entpulvern an einer externen Station ermöglicht und somit Stillstandzeiten im Produktionsprozess verringert bzw. verhindert. 

Akquisition von LANTEK erweitert Softwarelösungen zur Blechbearbeitung

Im Herbst des vergangenen Jahres hat das Unternehmen seine Smart Factory in Ditzingen eröffnet, in welcher Blechbauteile für hauseigene Werkzeugmaschinen produziert werden. Die Besonderheit stellt dabei die Vernetzung der verschiedenen Maschinentypen dar. Neben der Produktion, dient die Smart Factory als Praxis-Beispiel für den Einsatz vernetzter additiver Fertigung zur Effizienzsteigerung in der Herstellung von Blechbauteilen, was speziell für klein- und mittelständische Unternehmen von Interesse sein kann. In drei Hallen sind insgesamt 30 verschiedene Maschinen miteinander vernetzt, welche mit der Trumpf TruTops Fab Software dezentral überwacht werden.

Lantek Trumpf

Der spanische Hauptsitz von LANTEK (Foto: LANTEK)

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das spanische IT- und Softwareunternehmen Lantek von Trumpf übernommen wurde. Dadurch erweitert Trumpf sein Portfolio um Softwarelösungen zur Blechverarbeitung, welche unabhängig vom Maschinenhersteller einsatzbereit sind. „Der Prozess unserer Kunden ist unser Fokus – wir bilden mit Lantek die Prozesskette Blech auch mit Maschinen verschiedener Hersteller umfassend ab. So gehen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung effizienter und vernetzter Blechfertigung und bereichern das Lösungsportfolio der Smart Factory„, so Thomas Schneider Entwicklungsgeschäftsführer Werkzeugmaschinen von Trumpf.

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