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TOP 16 der beliebtesten Harz 3D-Drucker

Auf 21. Oktober 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
Harz 3D-Drucker

Die Stereolithographie, besser bekannt als SLA, war die erste 3D-Drucktechnologie, die 1986 vom Amerikaner Chuck Hull, dem späteren Gründer des riesigen Unternehmens 3D-Systems, erfunden wurde. Das Verfahren, welches auf der Photopolymerisation, das heißt dem Binden von UV-empfindlichen Harzen mithilfe eines Lasers basiert, hat seitdem neue Techniken inspiriert, darunter Digital Light Processing (DLP), welche einen Videoprojektor anstelle eines Lasers, oder die LCD-Technologie, die, wie der Name schon sagt, einen LCD-Bildschirm als UV-Lichtquelle verwendet.  Weitere Methoden wie MovingLight (von Prodways) oder der Digital Light Synthesis von Carbon sind ebenfalls zu nennen, mit dem Ziel, den Druckprozess zu beschleunigen. Die SLA-Technologie, die lange Zeit Herstellern und Forschern vorbehalten war, ist im Laufe der Jahre immer zugänglicher geworden, sowohl in Bezug auf den Preis als auch auf die Benutzerfreundlichkeit. Die Hersteller tendieren dazu, die Leistung der Maschinen zu verbessern, sowohl in Bezug auf die Geschwindigkeit als auch auf das Druckvolumen. Das 3Dnatives-Team hat für Sie die TOP 16 der besten Harz 3D-Drucker (SLA/DLP) auf dem Markt ausgewählt. Sie sind in aufsteigender Preisreihenfolge sortiert.

TOP 1: Photon von Anycubic

Diese Maschine, die günstigste aus unserer Auswahl, ist für nur 279 $ erhältlich. Hergestellt vom chinesischen Hersteller Anycubic, photopolymerisiert es ein Harz mit Hilfe eines LCD-Bildschirm, der eine Auflösung von 2560x1440px vorweisen kann. Trotz des geringen Preises hat er immer noch einen Vollfarb-LCD-Bildschirm auf der Vorderseite, eine proprietäre Software namens Photon Slicer und ein Kohlefiltersystem. Leistungsmäßig hat der Drucker ein Fertigungsvolumen von 115 x 65 x 155 mm und eine Mindestschichthöhe von 25 Mikrometern.

Harz 3D-Drucker

TOP 2: Moai von PEOPOLY

Im Jahr 2016 startete der PEOPOLY-Hersteller mit einer einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und mehr als 250.000 Dollar Kapital das Rennen um Harz 3D-Drucker. Dabei entstand der Moai, mit einem  minimalistischen Look. Mit einer Genauigkeit von 70 Mikrometern bei einer Mindestschichtdicke von 5 Mikrometern und einem Fertigungsvolumen von 130 x 130 x 180 mm, zeichnet sich der Moai durch seinen DIY-Ansatz aus. Tatsächlich muss der 3D-Drucker selbst aufgebaut werden. Das Ergebnis ist ein Mindestpreis von $1250 (ca. 1.100€), welcher eine breite Zielgruppe anspricht.

Harz 3D-Drucker

TOP 3: Der Prusa SL1, der erste Harzdrucker des berühmten Herstellers Prusa3D

Im September 2018 trat Prusa, ein Hersteller, der für seine Open-Source-FDM-3D-Drucker bekannt ist, mit dem SL1 in den Stereolithographiemarkt ein. Diese Open-Source-Maschine bietet ein Druckvolumen von 120 x 68 x 150 mm und härtet über einen LCD-Bildschirm das Harz Schicht für Schicht in nur 6 Sekunden aus. Der Drucker ist mit einem Harztank mit einer transparenten und flexiblen FEP-Folie ausgestattet, die den Wechsel der Schale erleichtert. Der Prusa SL1 wird mit einer Nachbearbeitungsmaschine geliefert und ist ab einem Preis von 1.599 US-Dollar erhältlich, was ihn zu einem der preiswertesten 3D-Drucker unserer Auswahl macht.

Top 4: Nobel 1.0 A von XYZPrinting

Der taiwanische Hersteller XYZprinting ist heute einer der weltweit führenden Anbieter von privaten 3D-Druckern und somit direkte Konkurrenz zu Ultimaker oder Zortax.  Er begann vor einiger Zeit mit dem 3D-Harzdruck und seine jüngste Neuheit ist der Nobel 1.0 A. Der Nobel 1.0 A ist ein 3D-Drucker mit einem Druckvolumen von 128 x 128 x 200 mm und verfügt über einen intelligenten Füllmechanismus für den Harztank. STL-Dateien werden über ein USB Gerät oder ein an den Computer angeschlossenes USB-Kabel geladen. Der Nobel 1.0 A ist zu einem Preis von nur 1.999 € erhältlich.

Harz 3D-Drucker

TOP 5: Inkspire von Zortrax

Wie Prusa stellte auch der polnische Hersteller Zortrax seinen ersten 3D-Harzdrucker vor, Inkspire genannt. Er entschied sich für die LCD-Technologie, um Geschwindigkeit und Präzision zu vereinen; Zortrax behauptet, dass sein 3D-Harzkopierer achtmal schneller und neunmal genauer ist als seine Konkurrenten. Er bietet ein relativ kleines Druckvolumen von 74 x 132 x 175 mm und eine Mindestschichtdicke von 25 Mikrometern. Er kann mit einem Ultraschallreiniger, dem Zortrax Ultrasonic Cleaner, erworben werden, um die Nachbehandlungsschritte zu erleichtern. Der Inkspire-Drucker ist ab 2.028 € erhältlich.

Harz 3D-Drucker

TOP 6: Die Form 3 Reihe von Formlabs

Formlabs ist einer der Pioniere in der Stereolithographie bei Desktop-Geräten, bekannt vor allem für seinen Form 2. Im April 2019 kündigten sie die Markteinführung von zwei neuen Maschinen an, dem Form 3 und Form 3L, die auf einem brandneuen Druckverfahren namens Low Force Stereolithography (LFS) basieren. Das Hauptziel von Formlabs war es, das Druckvolumen zu erhöhen: Der Form 3 kann Teile von 145 × 145 × 185 mm erzeugen, während der Form 3L bis zu 300 × 335 × 200 mm erreichen kann, fünfmal mehr als seine großer Bruder. Die beiden Drucker wären auch schneller und genauer und bieten dank einer Laserleistung von 250 mW eine Mindestschichtdicke von 25 Mikrometern. Der Form 3 ist ab 3299€ und der Form 3L ab 9399€ erhältlich.

TOP 7: MoonRay  S von SprintRay

Nach einer Crowdfunding-Kampagne, die im April 2015 erfolgreich auf Kickstarter durchgeführt wurde, ist der MoonRay S nun für einen Preis von 3.990 € in die Marketingphase eingetreten. Der von SprintRay entwickelte Drucker verwendet ein DLP-Verfahren mit einem speziell entwickelten Projektor mit einer Lebensdauer von 50.000 Stunden. Auf der Leistungsseite hat MoonRay eine Mindestschichtdicke von 20 Mikrometern für eine horizontale Auflösung (XY) von etwa 100 Mikrometern und ein interessantes Fertigungsvolumen von 127 x 81 x 229 mm.

TOP 8: Slash Pro – Uniz

Das kalifornische Unternehmen Uniz hat mit dem Slash Pro einen 3D-Drucker auf den Markt gebracht, der eine Desktop-Lösung zur professionellen Nutzung darstellt jedoch mit etwas größerem Bauraum. So wurde die z-Achse der Maschine im Vergleich zum urspünglichen Slash Modell verdoppelt. Der Drucker arbeitet mit der sogenannten LCD Stereolithographie – LCD, da ein LCD-Display anstelle eines Lasers verwendet wird. Er bietet ein Bauvolumen von 192 x 120 x 400 mm und ist bekannt für seine sehr hohe Geschwindigkeit von bis zu 200 mm/h. Die Maschine gibt es zudem in der Uni-Directional Peel™(UDP) Version, womit sie unter bestimmten Designbedingungen bis zu 600 mm/h erreichen kann. Uniz bietet außerdem ein breites Portfolio an Materialien für verschiedene Einsatzbereiche, so beispielsweise für den 3D-Druck von Schmuck oder zahnärztliche Anwendungen. Aktuell ist die Maschine zu einem Preis von 4999€ (ohne MwSt.) erhältlich.

Harz 3D-Drucker

TOP 9: Hunter von Flashforge

Flashforge, welches in der Community besser durch seine FDM-Drucker bekannt ist, ist mit dem Hunter auch in den Markt der Harz 3D-Drucker eingestiegen. Das DLP-Modell wird für rund 3.900 Euro verkauft. Zu den von der Marke hervorgehobenen Punkten gehören eine 1080p Full HD-UV-Lichtquelle, einem Dual-Core-800-MHz-ARM-Prozessor und einer Funktion zur Erstellung spezieller Printmedien für Schmuckobjekte. Mit der FlaschPrint-Software bietet der FlashForge Hunter ein Druckvolumen von 120 x 67,5 x 150 mm, bei einer minimalen Punktgröße von 62,5 Mikrometern und einer minimalen Schichtdichte von 12,5 Mikrometern. Er verfügt ebenfalls über einen WiFi-Anschluss und ermöglicht die Verwendung von konkurrierenden Harzen.

Harz 3D-Drucker

TOP 10: FabPro 1000

3D Systems, ein Unternehmen welches sich auf verschiedene Technologien fokussiert, hatte zunächst mit dem ProJet 1200 den Markt für Harz-3D Drucker betreten. Mit dem FabPro 1000, welcher für unter 3.000 Euro vertrieben wird, bietet die Marke nun eine weitere Einstiegsmaschine an. Mit seiner kompakten Abmessung bietet der FabPro 1000 ein begrenztes Fertigungsvolumen von 125 x 70 x 120 mm, mit einer Mindestschichtdichte von 30 Mikrometern an. Er verwendet proprietäre Harze und ist mit einem Finishing-Kit und einer UV-Kammer (optional) erhältlich.

TOP 11: Asiga MAX Mini

Das 2011 in Australien gegründete Unternehmen Asiga hat sich spezialisiert auf die Digital Light Processing Technologie, die eine Weiterentwicklung der Stereohlithographie darstellt, da statt einem Laser ein Videoprojektor verwendet wird. Der Asiga MAX Mini stellt dabei die kleinste Lösung aller 3D-Drucker des Herstellers dar mit einem Bauvolumen von 51 x 32 x 75 mm und wird mit 2 Ausführungen unterschiedlicher LED Wellenlänge, 385 oder 405 nm, angeboten. Einsatz findet er vor allem in der Zahnmedizin, aber auch in der Audiotechnik und der Schmuckindustrie. Neben den Materialien von Asiga selbst ist die Maschine zudem kompatibel mit allen passenden Materialien von Drittanbietern. Aktuell gibt es den MAX Mini für ca. 7192€ käuflich zu erwerben.

Harz 3D-Drucker

TOP 12: XFAB 2000 von DWS Systems

DWS Systems ist ein italienisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von 3D-Druckern mit der SLA-Technologie spezialisiert hat. Eine der jüngsten Markteinführungen ist der XFAB 2000 3D-Drucker, der als eine der besten Optionen für die Herstellung von Schmuck gilt. Es verwendet den patentierten BluEdge®-Laser der eigenen Marke mit einer zylindrischen Druckschale mit 180 mm Durchmesser und einer Schichtdicke von 10 bis 100 Mikrometern und ist in der Lage, mit einer Vielzahl von Materialien zu arbeiten. Die XFAB-Drucker verwenden TTT (Tank Translation Technology), die dafür sorgt, dass der Tank gleichmäßig verschleißt und lokale Laserschäden verhindert.

TOP 13: B9 Core 530

Die amerikanische Marke B9Creations bietet mit dem B9 Core 530 eine verbesserte Version ihres 3D DIY-Druckers an. Der Drucker basiert auf der DLP-Technologie und arbeitet mit einem Videoprojektor, der das flüssige Harz verfestigt. Er ist mit einem Preis von ca. 12.500€ eindeutig für Fachleute bestimmt. Der B9 Core 530 zeigt eine Schichtdichte von 10 Mikrometern auf, eine XY-Auflösung von 30 Mikrometern und ein Fertigungsvolumen von 57,6 x 32,4 x 127 mm. Weitere interessante Merkmale sind ein großer, vollfarbiger Touchscreen auf der Vorderseite, eine WLAN-Verbindung und die Möglichkeit, auch konkurrierende Harze zu verwenden.

Harz 3D-Drucker

TOP 14: Liquid Cristal Magna von Photocentric

Der 3D-Drucker Liquid Crystal Magna ist eine der jüngsten Markteinführungen des britischen Unternehmens Photocentric, das sich zunächst auf die Herstellung von Harzen für 2D-Drucker spezialisiert hat, bis 2015, als es seine erste 3D-Druckmaschine auf den Markt bringt. Dieser neue Drucker nutzt die Technologie der eigenenn Marke: „LCD“, das auf den Prinzipien der Stereolithographie basiert, aber einen LCD-Bildschirm verwendet zur Festigung des Materials. Der Drucker hat ein großes Druckvolumen von 510 mm x 280 mm x 350 mm und ist damit eine der größten Harz 3D-Drucker. Diese Maschine hat eine Schichtdicke von 100 Mikrometer und ist nach Angaben des Herstellers perfekt für die Entwicklung von Kleinserien geeignet.

TOP 15: Vida von envisionTec

EnvisionTec hat den Vida 3D-Drucker für eine Vielzahl von professionellen und medizinischen Anwendungen entwickelt. Der Vida präsentiert einen hochauflösenden Projektor mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und kundenspezifischer UV-Optik. Das Bauvolumen dieser Maschine beträgt 140 x 79 x 100 mm und kann eine XY-Auflösung von 73 Mikrometern und eine Z-Auflösung von 25 bis 150 Mikrometern erreichen. Die Benutzeroberfläche wurde durch Touchscreen- und WIFI-Konnektivität erweitert. Darüber hinaus ist dieses Gerät mit der führenden Dental-, Hörgeräte- und anderen professionellen Designsoftware kompatibel. Der Hersteller hat auch sichergestellt, dass eine breite Palette von Materialien verarbeitet werden kann, so dass der Anwender Zahnersatz, Kieferorthopädie, Hörgeräte und andere Produkte in 3D drucken kann.

TOP 16: Der M2 von Carbon

Nachdem Carbon seinen bahnbrechenden M1 3D-Drucker vorgestellt hatte, veröffentlichte Carbon ein verbessertes Modell, den M2. Dieser industrielle 3D-Drucker verfügt über das doppelte Bauvolumen der M1, 189 x 118 x 326 mm, um genau zu sein. Er nutzt die Digital Light Synthesis-Technologie von Carbon, um hochauflösende  (75 Mikrometer) und isotrope Teile herzustellen. Der M2 ist in die Software von Carbon integriert, die es ermöglicht, Hardware und Materialien zu einem einfach zu bedienenden System zusammenzuführen. Die Technologie von Carbon soll 25 bis 100 Mal schneller sein als andere vergleichbare Technologien und der M2 ist zudem kompatibel mit der Palette der proprietären Materialien von Carbon.

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Kommentare

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  1. […] zum Beispiel trug eine Art Kragen, der am Hals ihres Kleides befestigt war und in 3D auf einer SLA-Maschine gedruckt wurde. Dieses stellt perlmuttviolette Palmblätter dar und erforderte 56 Stunden 3D-Druck […]

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