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Die TOP 12 der verrücktesten Materialen für den 3D-Druck

Auf 12. Juli 2016 von Raphael S. veröffentlicht
verrückte Filamente

Der 3D-Druck mit den klassischen Materialien wie Plastik, Metall oder Keramik ist weit verbreitet und ganz gewöhnlich. Mittlerweile gibt es aber eine Vielzahl an Stoffen und Verbindungen, die man drucken kann, darunter auch ziemlich originelle Substanzen. In unserem Ranking „Die TOP 12 der verrücktesten Materialien für den 3D-Druck“ zeigen wir ihnen die spannendsten Materialien und die innovativsten Ideen für den 3D Druck.

Platz 12 – Leinen

Textilis ist eine französische Designagentur, die sich auf das Thema Leinen spezialisiert hat. Ihre Innovationen werden in Bereichen wie Baugewerbe, der Freizeitbeschäftigung und auch im 3D-Druck eingesetzt. Das Team von Textilis hat nun ein auf Leinen basiertes Filament entwickelt, das mit den meisten FDM-Druckern kompatibel ist und zugleich eine höhere Festigkeit hat. Aus diesem Grund kann man die Wandstärke reduzieren und man erhält ein leichteres Bauteil bei gleichbleibenden Eigenschaften.

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Platz 11 – Bambus

Unser nächster Platz stammt aus dem Hause Colorfabb: Die holländische Firma hat ein Filament aus Bambus kreiert, welches zu 100% biologisch abbaubar ist. Wir kennen die Pflanze mit ihrem langen und schnell wachsenden Stiel. Mixt man die Bambusfaser mit PLA/PHA erhält man hervorragende Druckeigenschaften: Die Haftung zwischen den Ebenen ist stärker der Druckvorgang ist isotrop (nicht abhängig von einer bestimmten Richtung). Ein weiterer Vorteil des Bambusfilaments ist der Geruch, während des Drucks riecht es angenehm nach Popcorn!

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Platz 10 – Kork

Den 10. Platz belegt Kork, hauptsächlich bekannt durch die Stöpsel in Weinflaschen, denn 80% des Korks fließen in diese Industrie. Colorfabb hat auch hier eine andere Verwendung gefunden: In einer Partnerschaft mit der deutschen Firma FKur haben sie ein Filament aus einer Mischung von Kork und PLA/PHA entwickelt. Man hat es bereits erfolgreich auf einem Ultimaker getestet, es soll allerdings mit jedem FDM-Drucker kompatibel sein. Kaufen kann man das CorkFill-Material auf der Website von ColorFabb für 39,95€ pro 650g Spule.

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Platz 9 – Kaugummi

Chia-Ling Lin und Maria Nelson aus Großbritannien haben sich zusammengetan, um gumlab.uk zu gründen, das erste Startup für den 3D Druck von Kaugummi. Ausgehend von einem klassischen FDM-Drucker haben sie den sogenannten GumJet entwickelt. Das interessante daran ist, dass die Kaumasse einparfümiert wird und genau den selben Geschmack wie herkömmlicher Kaugummi hat, also könnte man rein theoretisch einen Erdbeerkaugummi mit der Form einer Erdbeere herstellen. Der einzige Unterschied ist in der Textur: Während man kaut dann kann man die verschieden gedruckten Ebenen schmecken.

verrückte Filamente

Platz 8 – Der Druck mit Glas bei 1640 °C

Das israelisches Unternehmen Micron3DP hat vor wenigen Monaten erst ihre Technologie im 3D-Druck von Glas vorgestellt. Zusammen mit dem MIT haben sie daran gearbeitet, einen Prozess zu entwicklen, der bald kommerzialisiert werden soll. Glas hat für die Medizin und auch für die Luft- und Raumfahrt interessante Eigenschaften: hohe chemische Beständigkeit, einfache Sterilisation und Temperaturbeständigkeit. Damit das gedruckte Objekt später durchsichtig ist, muss das Material bei Temperaturen von bis zu 1640 °C extrudiert werden.

verrückte Filamente

Platz 7 – Pasta in einzigartiger Form

Das italienische Unternehmen Barilla hat ihren ersten Drucker für frische Pasta in nur 2 Minuten vorgestellt. Mit dieser Maschine möchte Barilla viele Restaurants ansprechen, um ihnen eine Möglichkeit zu geben, einzigartige Nudeln selbst herzustellen. Dabei wird die Rohmasse mittels Schmelzschichtung Schicht für Schicht gedruckt. Bisher ist das Projekt nur ein Prototyp, wir hoffen allerdings bald den Status „al dente“ zu erreichen.

verrückte Filamente

Platz 6 – Recycelte Reifen

Allein in den Vereinigten Staaten werden jedes Jahr ca. 259 Millionen Reifen weggeworfen. Das ist eine ziemliche erschreckende Statistik, denn sie sind eine der Hauptgründe für die globale Erwärmung. Das kalifornische Unternehmen Emerging Objects möchte eine Lösung für dieses Problem bieten: Sie verwenden die Abfallreifen als Material zum 3D Drucken, dabei werden diese zu Gummipulver zerkleinert und anschließend mit einem Laser zum 3D Objekt gesintert. Eine Initiative mit riesigem Potential für die Zukunft finden wir.

verrückte Filamente

Platz 5 – Wenn Kunst auf Zucker trifft

3D Systems war eine der ersten Firmen, die Zucker als Material zusammen mit ihrem neuen Lebensmitteldrucker ChefJet Pro vorgestellt haben. Um die Kapazitäten der Maschine zu demonstrieren haben sie zusammen mit Modernist Cuisine das Schloss Versailles nachgebaut. Die äußere Fassade ist dabei komplett aus Zucker gedruckt.

ungewöhnliche Filamente

verrückte Filamente

Vor wenigen Monaten hat Victor Leugn, ein Student des MIT, zusammen mit einer chinesischen Firma 3D Skulpturen aus Zucker entwickelt. Er hat während des Projekts herausgefunden, dass Zucker die selben Druckeigenschaften hat wie Glas.

Platz 4 – Der Sand der Sahara

Das Projekt Solar Sinter wurde von Markus Kayser ins Leben gerufen und soll eine Antwort auf die Ressourcenknappheit in armen Ländern sein. Die Technologie hinter diesem Gerät basiert auf dem Verfahren des Selektiven Lasersinterns, wenngleich es die Strahlung der Sonne als Energiequelle nutzt (anstatt eines Lasers). Die Sonnenstrahlen schmelzen den Sand bei einer Temperatur von 1000 Grad Celsius Ebene für Ebene, zu einem festen Objekt. Diese Technologie ist nicht nur ein umwelt- und energiefreundlicher Prozess, sondern ermöglicht außerdem die Herstellung von einfachen Teilen für Bewohner abgelegener Orte.

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Platz 3 – Bier kann man trinken, aber auch drucken

Der amerikanische Filamenthersteller 3Dom ist bekannt durch seine extravaganten Materialien wie zum Beispiel Kaffee oder Hanf. Daneben bieten sie aber auch Bier in ihrem Sortiment an. Das sogenannte Buzzed Filament hat die natürliche blonde Farbe eines Weizenbiers und besteht aus einer Kombination aus zwei Stoffen. Es werden zum einen PLA und zum anderen die Abfälle gemischt, die beim Brauen des kühlen Getränks übrig bleiben. Für nur 37,50€ könnt ihr euch eine 500g Spule auf 3D-Fuel kaufen. Eine Maß Bier, die mit dem Buzzed-Filament gedruckt wurde, ist tatsächlich eine Maß aus Bier!

verrückte Filamente

Platz 2 – Der 3D Druck erweckt die Toten zu neuem Leben

Eine der Möglichkeiten, sich von den Verstorbene zu verabschieden, ist den Toten einzuäschern und zu vergraben. Das möchte der chinesische Künstler Zhufei ändern, denn anstatt die Asche zu vergraben, nutzt er diese zum 3D drucken von kleinen Figuren. Dabei wird die Asche zu Pulver zerkleinert und dann in eine Miniaturstatue gesintert. Das dauert nicht länger als 3 Stunden und die Familie kann den „Phoenix aus der Asche“ mit nach Hause nehmen.

verrückte Filamente

Platz 1 – Die süßeste Versuchung, seit es den 3D Druck gibt

Den ersten Platz unseres TOP 12 Rankings der verrücktesten Materialien belegt die Schokolade, einfach weil es das beste Geschenk ist, um jemanden glücklich zu machen. In Deutschland nascht jeder Bürger ca. 11,5 kg der Versuchung jedes Jahr, das ist europäische Spitze! Der Herstellungsprozess ist der selbe wie das FDM-Verfahren, es dauert nur etwas länger. Der bekannteste 3D Drucker für Schokolade ist der CocoJet von 3D Systems, der aus einer Zusammenarbeit mit Hershey’s entstanden ist.

verrückte Filamente

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