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3D-Druck und Mode: Top 13 Beispiele für innovative / nachhaltige Fashion

Auf 10. Juli 2020 von Raphael S. veröffentlicht
Fashion

In den letzten Jahren haben die 3D-Drucktechnologien die Modeindustrie, insbesondere die Haute-Couture- Mode, geprägt, um Raum für noch mehr Designinnovationen zu schaffen. Angesichts der Designfreiheit, die die additive Fertigung ermöglicht, macht es Sinn, dass Designer daran interessiert sind, mit dieser Technologie zu arbeiten, um komplexe Formen und noch originellere Stücke zu kreieren. Egal, ob Schuhe oder Kleider, 3D-gedruckte Mode unterscheidet sich erheblich von konventionell hergestellter Kleidung. Der 3D-Druck ermöglicht es, noch einzigartiger, personalisierte und nachhaltige Teile zu schaffen. Häufig stellt Mode eine große Herausforderung dar, was die Nachhaltigkeit betrifft. So wird häufig während der Produktion mit schädlichen Substanzen gearbeitet, die die Gesundheit der Arbeiter gefährden und auch die Umwelt leidet unter den Abfällen, die während der Produktion entstehen. Der 3D-Druck soll auch diese beiden Punkte langfristig hinfällig machen. Nachfolgend finden Sie eine alphabetische Ordnung nach Namen der Designer interessanter Projekte im Bereich 3D-gedruckter Mode.

Top 1: Annie Foo: 3D-gedruckten Schuhe

Annie Foo ist eine Designerin von High-End-Schuhen, die per 3D-Druck gefertigt werden. Sie erklärt, dass sie schon immer von der Kombination bestehender Schuhherstellungsmethoden mit modernen Technologien und Materialien fasziniert war, um etwas Neues zu schaffen. Und das ist genau das, was ihre 3D-gedruckten Schuhe sind: originell. Mit Hilfe von 3D-Modellierungssoftware entwirft sie komplexe Formen, um ihren Schuhen ein schönes Aussehen zu verleihen. Ihre endgültigen Stücke, die für Laufstege hergestellt wurden, wurden mit dem HP Jet Fusion 4200 3D-Drucker unter Verwendung von PA12 (Nylon) hergestellt.

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Top 2: Annouck Wipprecht: Proximity Dress im Rahmen von Covid-19

Anouk Wipprecht ist eine niederländische Designerin, die dafür bekannt ist, neue Technologie und Mode zu kombinieren, um einzigartige Kleidung mit bislang nicht dagewesener Funktionaliät zu schaffen. Dies ist auch bei ihrem neusten Kleid der Fall, dem sogenannten Proximity Dress. Wipprecht hat es im Hinblick auf die aktuelle gesundheitliche Krisensituation designt. So verfügt das Kleid über verschiedene Sensoren, die dazu in der Lage sind zu erkennten, ob der Träger den benötigten Abstand zu anderen Personen einhält, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Sobald eine Person dem Träger des Kleides zu nahe kommt, enthaltet sich das Kleid und schafft so eine Barriere. Diese clevere Idee wurde zum Teil durch 3D-Druck ermöglicht: das SLS-Verfahren sowie die PolyJet-Technologie von Stratasys wurden verwendet, um verschiedene Komponenten des Proximity Dress herzustellen.

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Top 3: Ganit Goldstein: per 3D-Druck zur maßgeschneiderten Kleidung

Die junge israelische Ganit Goldstein Stylistin verwendet seit einigen Jahren den 3D-Druck, um maßgeschneiderte Kleider zu kreieren, die perfekt an jeden Einzelnen angepasst sind. Ihre erste Kollektion mit dem Titel „Between the Layers“ umfasst 7 Kleidungsstücke und 6 Paar Schuhe, die auf Stratasys-Maschinen in 3D gedruckt wurden, darunter ein PolyJet, der es ermöglicht, mehrere Farben zu kombinieren. Ganit Goldstein erklärt, dass sie ihre Arbeit immer mit einem 3D-Bodyscan beginnt, um ihre Entwürfe an eine bestimmte Silhouette anzupassen. Auf diese Weise hofft sie, Kleidung anbieten zu können, die personalisiert, bequem und an jeden Einzelnen angepasst ist.

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Top 4: Iris Van Herpen: Mode und Natur

Iris van Herpen ist wahrscheinlich eine der bekanntesten 3D-Druckdesignerinnen der heutigen Zeit. Die Niederländerin interessierte sich schnell für 3D-Technologien, überzeugt von den Vorteilen, die sie der Modebranche bringen können. Sie hat mehrere Kollektionen entworfen, die bei verschiedenen Veranstaltungen der Fashion Week präsentiert wurden, wie z. B. „Ludi Naturae“, eine Modekollektion mit Schwerpunkt auf der Natur, zu der auch das Foliagekleid mit blattähnlichen, in 3D gedruckten Mustern gehörte. Mit einem PolyJet 3D-Drucker konnte Iris van Herpen 0,8 mm dicke Folien auf Tüllbasis herstellen. Außerdem hat die Designerin eine Reihe von 3D-gedruckten Schuhen in Zusammenarbeit mit der Marke United Nude entworfen.

Mode

Top 5:  Julia Daviy: Zero Waste-Rock

Die Stylistin Julia Daviy widmet sich bereits seit dem Jahr 2017 3D-gedruckter Mode, weil sie besonders die dadurch geschaffenen Freiheiten, was die Materialwahl und Strukturen betrifft, faszinierte. Vor einem Jahr hat sie sich schließlich dazu entschieden, selbst ein 3D-gedrucktes Kleidungsstück auf den Markt zu bringen, den ersten „Zero Waste“ 3D-gedruckten, personalisierten Rock. Tatsächlich gibt die Stylistin an, dass der Rock bei der Produktion weniger als 1% Müll produziert, indem auf recycelbare Filamente zurückgegriffen wird. Dies war ihr besonders wichtig, weil Sie mit dem 3D-Druck (vordergründig SLA-Druck) den Beginn einer neue Mode-Ära sieht, der es ermöglicht, wieder weg von der Massenproduktion, hin zur umweltfreundlichen Herstellung zu gelangen und dabei das volle Potenzial an verfügbaren Materialien auszunutzen. Der Rock wird auf Anfrage hin nach den Wünschen der Kunden gefertigt.

Top 6: Julia Körner: Chro Morpho Kollektion: Inspiriert durch die Natur

Eine der bekanntesten Designs von Julia Körner haben Sie wahrscheinlich bereits gesehen, wenn Sie den Hollywood-Blockbuster Black Panther gesehen haben, für den sie zusammen mit Ruth E. Carter aufwendige Kostüme per 3D-Druck gefertigt hat, durch den die Schaffung außergewöhnlicher und besonders feiner Strukturen möglich war. In der Modebranche hat sich die Designerin und Gründerin der JK Design GmbH bereits 2013 einen Namen gemacht, als sie zusammen mit Iris Van Herren und  Materialise 3D das erste 3D-gedruckte Kleid entwickelt. Ihre aktuellste Kollektion heißt „Chro-Morpho“, die unter Zusammenarbeit mit Stratasys entstanden ist und die Chancen und Vielfältigkeit des 3D-Drucks in der Modewelt demonstrieren soll. Dabei stellt die Natur eine große Inspirationsquelle dar, was Sie hier exemplarisch an der SETAE Jacke sehen können, die an eine Madagaskar-Sonnenuntergangs-Motte erinnert.

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Top 7: Mac Posen: 3D-gedruckte Mode auf der Met Gala

Die Met Gala in New York ist eines der größten Fashion-Events. Im vergangenen Jahr war ein 3D-gedrucktes Kleid vertreten, das von dem Designer Mac Posen unter Zusammenarbeit mit GE Additive und Protolabs entwickelt wurde. Das Kleid trägt den Namen „Rose“ und wurde von dem Model Jourdan Dunn getragen. Wie der Name es schon vermuten lässt, handelte es sich dabei um ein Kleid, das aus 3D-gedruckten Rosenblättern besteht. Dabei wurde auf die SLA-Technologie zurückgegriffen, wobei die gedruckten Teile mit Autolack nachbearbeitet wurden, um einen speziellen Look zu kreieren. Darüber hinaus hat der Designer ein personalisiertes Bustier per SLA-Verfahren gedruckt, getragen von der Schauspielerin Nina Dobrev. Darüber hinaus zeigte Mac Posen durch diverse 3D-gedruckte Accessoires wie vielfältig die Möglichkeiten des 3D-Drucks sind.

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Top 8: 3D-gedruckte Mode auf der New Yorker Fashion Week

Während der Fashion Week im vergangenen Jahr leistete die additive Fertigung einen wertvollen Beitrag in Sachen Mode auf den Laufstegen New Yorks. Insbesondere präsentierte Stratasys seine neu entwickelte Technik – den 3D-Druck direkt auf Stoff, im Gegensatz zum nachträglichen Auftragen der bereits 3D-gedruckten Elemente auf Kleidung. Der AM-Gigant arbeitete mit den Modedesignern threeASFOUR und Travis Fitch zusammen, um die Kollektion namens Chro-Morpho zu entwerfen, die von der Farbmorphologie und Lichtfilterung von Insektenflügeln inspiriert wurde. Der visuelle Effekt des Wechsels von Farbtönen und Tiefe auf einem Stoff wurde durch den 3D-Druck fischschuppengroßer Zellen aus Photopolymeren direkt auf Polyestergewebe erzielt. Die Tausende von Zellen auf den 27 Teilen des Kleides bestehen aus einer klaren Linse mit darin enthaltenen Farbstreifen.

Platz 9: VIP TIE: 3D-gedruckte Krawatten

VIP TIE ist ein italienisches Unternehmen, das für 3D-gedruckte Krawatten bekannt ist. Das Ziel des Unternehmens ist es, modische Accessoires anzubieten, die so individuell wie möglich gestaltet sind, um die Wünsche der Kunden zu erfüllen. VIP TIE vereint sowohl Luxus als auch innovatives Hightech-Design. Der Kreationsprozess einer einzigen Krawatte kann einen komplizierten Mix aus mehreren sich ergänzenden Verfahren und Materialien umfassen:, Stickerei, 3D-Druck, exotisches Leder, Perlmutt, Karbonfaser, Silber, Gold und versilberte Massivholzplatten. Abgesehen von hochgradig anpassbaren Produkten besteht ein weiterer Vorteil von VIP TIE darin, dass mehr als 80% der verwendeten Materialien zu 100% umweltfreundlich sind.

Top 10: VOJO Studios: Zusammenarbeit mit Luxus-Modelabels

VOJD Studios ist ein in Berlin ansässiges Startup-Unternehmen, das 3D-gedruckte Accessoires und Schmuck herstellt. Die Vision des Unternehmens ist es, eine Synergie zwischen Luxus und Fortschritt zu schaffen. Daher kombiniert das Label die neuesten technologischen Innovationen mit traditioneller Handwerksqualität, um die Art und Weise, wie Menschen über Design denken, neu zu definieren. Neben der Schmuckkollektionen arbeitet VOJD auch mit Luxus-Modelabels wie Kenzo, Acne Studios, Louis Vuitton, Alexander McQueen und Carolina Herrera zusammen und hilft ihnen, den 3D-Druck in ihre Kollektionen zu integrieren. VOJD arbeitet hauptsächlich mit SLS-, DMLS-, Binder-Jeting- und SLA und verwendet eine breite Palette von Materialien wie Silber, Stahl, Keramik, Nylon, Harz und vielen weiteren Materialien.

Mode

Top 11: XYZ-Bag: 3D-gedruckte Handtaschen

XYZBAG ist ein italienisches Unternehmen mit Sitz in Turin, das sich der Herstellung und Personalisierung von Handtaschen widmet. Für jeden Beutel kann sich der Kunde zwischen mehreren Gestaltungsmöglichkeiten auf der Grundlage von 3 verschiedenen Produkten entscheiden. Sobald das Modell ausgewählt wurde, wird der Entwurf in einer CAD-Software erstellt, bevor die Fertigung beginnt. Ursprünglich bietet XYZBAG die Farbe Schwarz als Standard an, obwohl der Kunde auf Wunsch eine andere Sonderfarbe wählen kann, die von Künstlern handbemalt wird. Für die Herstellung des Zubehörs setzt das Unternehmen das SLS-Verfahren ein, obgleich es vor kurzem die von HP entwickelte Multi Jet Fusion-Technologie integriert hat. Annalisa Nicola, CEO von XYZBAG behauptet, dass der 3D-Druck große Vorteile bietet Welt der Mode, was eine größere Freiheit des Designs und der Anpassung an Kundenwünsche ermöglicht.

Top 12: Zap&Buj: Bunte, innovative Mode

Die spanischen Designerinnen Elena Zapico und Raquel Buj sind die Gründerinnen des Unternehmens Zap&Buj. Das Unternehmen entstand durch die Idee, Architektur mit dem Design von Mode, wobei auch 3D-Drucktechnologien für die Bekleidungsproduktion integriert werden. Um uns eine Vorstellung von der Methode zu geben, die sie anwenden, wurden einige ihrer Entwürfe mit einem flexiblen Filament auf einem elastischen Tüllstoff gedruckt. Dies ermöglicht die Anpassung der Stück zu den unterschiedlichen Körperbewegungen der Modelle. Von Zap&Buj haben bereits mehrere Projekte geplant, die im Einklang mit dem Wesen der Marke versuchen werden den 3D-Druck, die Architektur und die Mode näher zusammenzubringen.

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Top 13: ZER Collection: nachhaltige Kleidung

Das Designstudio der ZER Collection wurde von den spanischen Künstlern Ane Castro und Núria Costa gegründet. Das in Barcelona ansässige Unternehmen verwendet verschiedene additive  Fertigungsverfahren, um dessen Kleidung herzustellen. Ihre Kollektion zeichnet sich durch die Verwendung ökologisch nachhaltiger Materialien aus. Im Allgemeinen verwenden sie für die Herstellung der Kleidungsstücke einen 3D-Drucker mit flexiblen und biologisch abbaubaren Filamenten. Sie verfügen auch über eine industrielle Stickmaschine, die es ihnen ermöglicht, Kleidungsstücke ohne Nähte und Abfälle herzustellen. Trotzdem denkt das Studio bereits darüber nach, andere Technologien zu integrieren, die es ihnen ermöglichen, mit neuen Designs zu experimentieren, wie z.B. einen Laserschneider oder einen Körperscanner.
ZER Collection verleiht Ihren Kleidungsstücken einen Mehrwert, der es Ihnen ermöglicht, ein vielfältigeres Publikum zu erreichen.

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