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Top 12 Ranking: 3D-gedruckte Prothesen

Auf 10. April 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
3D-gedruckte Prothesen

Heute möchten wir Ihnen in unserem Ranking die Top 12 der 3D-gedruckten Prothesen und prothetischen Projekte vorstellen. 3D-Druck kann eben nicht nur die Welt der Wirtschaft und Industrie revolutionieren, sondern auch das alltägliche Leben von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Sehen Sie im Folgenden selbst, was durch 3D-Druck im Gebiet der Prothesen schon alles möglich ist, um Menschen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen!

Platz 1 – E-Nable

E-nable oder auch „Enabling the future“ ist eine Organisation, die in den Vereinigten Staaten dank ihres Gründers und Hauptverbreiters Jen Owen ihren Anfang nahm. Die Idee dieses Projekts besteht darin, leidenschaftliche Hersteller zusammenzubringen, um ein Netzwerk von 3D-Prothesenmodellen in der Welt zu schaffen, das offensichtlich in 3D gedruckt werden kann. Die wichtigste Idee ist es, den Menschen, die sie am dringendsten benötigen, eine „Hand zu geben“ und so die Kosten für eine traditionelle Prothese zu vermeiden. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 hat die Organisation 3D-gedruckte Prothesen an Hunderte von Menschen auf der ganzen Welt gespendet.

3D-gedruckte Prothesen

Platz 2 – Bionicohand

Das Projekt wurde 2012 von Nicolas Huchet ins Leben gerufen, der nach jahrelanger Arbeit durch die Verschmelzung mehrerer Open-Source-Technologien, einschließlich 3D-Druck, eine Handprothese geschaffen hat. Müde, keine funktionelle Prothese zu finden, lernte er das Projekt des französischen Roboters Inmoov kennen, der ihn motivierte und ihm half, seine Bionicohand zu entwickeln. Diese prothetische myoelektrische Technologie ermöglicht 4 Grundbewegungen der Hand, ist anpassbar und hat einen Wert von weniger als 300 € .

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Platz 3 – Youbionic

Youbionic ist eine bionische Handprothese, die uns an Charaktere wie Terminator oder Robocop erinnert. Dieses Projekt wurde von dem italienischen Ingenieur Federico Ciccarese ins Leben gerufen und wurde Ende 2016 enthüllt. Diese Prothese wurde mit 3D-Drucktechnologien entwickelt und verfügt außerdem über Arduino-Mikroprozessoren, die durch das Gefühl des Benutzermuskels unterschiedliche Greifbewegungen ermöglichen. Die Youbionic hat mit einem Preis von 1.200 € auf den Markt gebracht.

3D-gedruckte Prothesen

Platz 4 – Unlimited Tomorrow

Stiftung von Easton Lachapelle, einem jungen Amerikaner, der bereits im Alter von 16 Jahren seine erste Prothese mit 3D-Druck entwickelt hat. Zwei Jahre später gründete er „Unlimited Tomorrow“, die Stiftung, die aufgrund ihres Realismus und ihrer Technologie Armprothesen auf ein neues Niveau heben möchte. Nach jahrelangen ersten Tests und Entwicklungen mit verschiedenen Technologien konnte Easton 2017 eine erste realistische und gedruckte 3D-Prothese bewundern.

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Platz 5 – Unyq Prothesen sind … einzigartig

Unyq bietet anpassbare Schalen für Bein- und Armprothesen. Diese Anpassung ist dank 3D-Druck möglich. Der Träger kann sein Modell, das Material und die Farbe der Prothesenschale wählen und erhält eine ganz auf seine Anatomie, aber auch seinen Geschmack abgestimmte Lösung! Zwei Bereiche sind jetzt verfügbar: der Unyq Style, der 3D gedruckte Schalen aus ABS anbietet, und der Unyq Performance, der 3D-gedruckte Lösungen aus Polyamid bietet, die eher für diejenigen geeignet sind, die es gewohnt sind sich viel zu bewegen.

3D-gedruckte Prothesen

Platz 6 – Mecuris Prothesenfüße

Der Hersteller von Mecuris-Halterungen hat 3D-gedruckte Prothesenfüße entwickelt, die NexStep, die die CE-Kennzeichnung erhalten haben. Der Patient kann seine Prothese einfach über die Online-Plattform des deutschen Herstellers anpassen und erhält diese in nur einer Woche, eine Verzögerung, die sich Mecuris auf 48 Stunden senken will. Eine Reihe für Kinder, FirStep, ist ebenfalls erhältlich.

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Platz 7 – LimbForge bietet Prothetik in Entwicklungsländern an

LimbForge ist eine Vereinigung, die Prothesen für Entwicklungsländer bereitstellen will, die sich diese Medizinprodukte oft nicht leisten können. Sie hat mehrere Modelle für Arm, Ellenbogen, Unterarm, Handgelenk und Hand entwickelt, mit Optionen zur vollständigen Anpassung an ihren Träger. Nach der 3D-Modellierung, der von Autodesk entwickelten Software, wird die Prothese in 3D aus einem Kunststoffmaterial gedruckt, das je nach Patient eine andere Farbe annehmen kann.

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Platz 8 – Prothetik mit einem durchdachten Design

Evan Küster ist Designer und Ingenieur, der derzeit bei 3D Systems arbeitet. Er hat dank 3D-Druck mehrere sehr elegante Arm- und Handprothesen geschaffen. Eines seiner Modelle, Ivania, hätte 45 Stunden Druck auf 3D-FDM-Druckern benötigt. Evan gibt an, dass seine Arbeit darauf abzielt, ästhetische Prothesen zu schaffen, wie ein echtes Schmuckstück.

3D-gedruckte Prothesen

Platz 9 – „Hero Arm“ der Held für’s Leben

Das britische Unternehmen Open Bionics hat als erstes Unternehmen der Welt einen 3D-gedruckten bionischen Arm auf den Markt gebracht, der nicht nur klinisch getestet, sondern auch medizinisch zertifiziert ist. Dieser 3D-gedruckte Arm trägt den Namen „Hero Arm“ und vereint Funktionalität, Komfortabilität und auch Design. Die Funktionalität des „Hero Arm“ begründet sich – neben der Spezialanfertigung für jeden Kunden – auch durch die speziellen Sensoren, die die Muskelbewegungen erkennen können. Dadurch sind Bewegungen des bionischen Arms intuitiv und ohne großen Aufwand möglich. Zudem ist der „Hero Arm“ stark und robust konstruiert, wodurch es möglich ist bis zu 8 Kilogramm damit anzuheben. Diese Tatsache ist umso beeindruckender, wenn man sich den Tragekomfort betrachtet. Das Design lässt sich durch die austauschbaren Gehäuse nach persönlichem Geschmack verändern und Open Bionics bietet sogar die Option an, sein Gehäuse komplett selbst zu designen.

3D-gedruckte Prothesen

© Open Bionics

Platz 10 – Internationale Zusammenarbeit für 3D-gedruckte Prothesen in Entwicklungsländern und Konfliktzonen

Handicap International ist eine unabhängige und unparteiische Organisation für internationale Solidarität. Das Netzwerk der Organisation umfasst 6 europäischen Ländern, sowie den USA und Kanada. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Hilfe von Menschen mit Behinderungen und Schutzbedürftigen. Bereits im Jahr 2016 hat Handicap International eine Forschungsreihe gestartet, bei der 3D-gedruckte Unterschenkelprothesen entwickelt wurden. Dazu erstellt ein kleiner 3D-Scanner ein digitales Modell des amputierten Körperteils und dieses Modell wird nach der Anpassung durch die Modellierungssoftware an einen 3D-Drucker geschickt, wodurch eine maßgeschneiderte Prothese möglich gemacht wird. Ziel der Organisation ist es Menschen in Entwicklungsländern und Konfliktzonen zu hochwertigen Prothesen zu verhelfen.

3D-gedruckte Prothesen

Platz 11 – Auf dem Treppchen bei den Paralympics dank 3D-gedruckter Beinprothese

Die deutsche Radfahrerin Denise Schindler hat es geschafft die Silbermedaille bei den Paralympics in Rio zu gewinnen. Denise Schindler hat im Alter von 2 Jahren in Folge eines schweren Unfalls ihren rechten Unterschenkel amputiert bekommen und sich ihren Erfolg hart erkämpft. Das Besondere an den Paralympics in Rio 2016 war, dass sie als allererste innerhalb dieses Sportereignisses mit einer 3D-gedruckten Prothese an den Start ging. Eine Sportprothese muss nicht nur sehr robust und belastungsfähig sein, sondern zudem auch sehr leicht. Diese Anforderungen waren bislang immer mit sehr zeitaufwendiger Handarbeit verbunden, wodurch die Prothesen sehr teuer waren. Bei der gemeinsamen Entwicklung der 3D-gedruckten Prothese von Denise Schindler und dem Unternehmen Autodesk wurde zuerst die Körperregion von einem 3D-Scanner aufgenommen, ein Modell entwickelt und dieses Modell wurde dann 3D-gedruckt. Die Prothesen sind dadurch sehr viel günstiger und auch schneller herzustellen, als die traditionellen.

3D-gedruckte Prothesen

© Reuters

Platz 12 – Der dritte Daumen aus dem 3D-Drucker

Die Neuseeländerin Dani Clode zeigt mit Third Thumb (zu deutsch: dritter Daumen), dass Prothesen nicht nur eine Erleichterung und Hilfe im Alltag sein können, sondern man die Leistungsfähigkeit seiner eigenen Hand durch, den von ihr entwickelten Third Thumb, sogar noch steigern kann. Ihr Third Thumb wird durch 3D-Druck hergestellt und angetrieben von Servomotoren und Batterien. Die Steuerung jedoch findet über Sensoren an en Füßen statt, welche unter den Zehen angebracht sind und durch Bluetooth mit dem dritten Daumen verbunden sind. Die studierte Produktdesignerin hat den Third Thumb entwickelt zum einen dazu entwickelt, um Menschen für Prothesen zu sensibilisieren und Prothesen als künstliche Erweiterung betrachten, anstatt eines Ersatzes für ein Körperteil. Zum anderen verfolgt sie das Ziel herauszufinden, inwiefern eine Leistungssteigerung mit einem dritten Daumen möglich ist und welche Möglichkeiten dieser bietet. Als Beispiel für den gesteigerten Nutzen ist das Gitarre spielen mit dem Third Thumb zu nennen, da es durch den zusätzlichen Daumen hierbei gelingt Akkorde zu spielen, die vorher als unmöglich erachtet wurden.

3D-gedruckte Prothesen

© Dani Clode

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