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TOP 12 Ranking: 3D-gedruckte Orthesen

Auf 11. Juni 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
3d gedruckte orthese

Im medizinischen Bereich findet dies additive Fertigung vielerlei verschiedene Anwendungen und das hauptsächlich, durch ihre Fähigkeit zur Personalisierung. Von individuell angepassten Bioinks beim Druck von Organen bis hin zu medizinischen Produkten wie Implantate, Prothesen oder Orthesen findet sich alles. In jedem der Bereiche gibt es vielerlei spannende Projekte und Unternehmen, jedoch wird sich dieses Ranking auf die 3D-gedruckte Orthese beziehen. Anders als Prothesen, welche ein nicht vorhandenes Körperteil ersetzen, sind Orhtesen medizinische Hilfsmittel, die zur Stabilisierung, Entlastung, Ruhigstellung, Führung oder Korrektur eines Körperteils angefertigt werden. Da der Körperbau eines jeden Menschen anders ist, eignet sich der 3D-Druck hierfür ganz besonders gut. Finden Sie im Folgenden eine wertungsfreie Listen unserer liebsten Projekte mit 3D-gedruckten Orthesen.

1. Pohlig GmbH

Mit einem der Marktführer in der individuellen Orthopädietechnik, der POHLIG GmbH, konnten wie schon Anfang des Jahres ein spannendes Interview führen um mehr über die Vorteile und die verwendeten 3D-Technologien in der Orthetik zu erfahren. Das Unternehmen beschäftigt sich schon seit 15 Jahren mit neuen Technologien, angefangen mit Streifenlichtscannern zur Formerfassung. Was den 3D-Druck angeht, verwendet das Unternehmen FDM-Drucker für erste Prototypen der Orthesen. Für die finale, 3D-gedruckte Orthese arbeitet POHLIG mit dem Weltmarktführer EOS, welche SLS-Drucker verwenden.

3d gedruckte orthese

Eine Daumenorthese. Bildnachweis: Pohlig

2. OT4 Othopädietechnik

Das deutsche Unternehmen OT4 Othopädietechnik ist zuständig für die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von speziell an den Patienten angepassten 3D-gedruckten Orthesen. Einer der vielen Vorteile ist, dass virtuelle Modelle der Orthese vor dem Druck von Ärzten, Patienten oder Therapeuten begutachtet werden können. So lassen sich Änderungen leicht vornehmen und auch während der Therapie kann die 3D-gedruckte Orthese angepasst werden. Das Unternehmen fertigt Orthesen für die verschiedensten Körperteile an, darunter Orthesen für das Gesicht, Gelenke, den Kopf, Arme oder Finger. Die Vorteile die der 3D-Druck hier bietet ist geringes Gewicht, Wasserunempfindlichkeit (die Orthesen sind sogar spülmaschinenfest) und Perforation für ein angenehmes Klima unter der Orthese.

3d gedruckte orthese

Bildnachweis: Streifeneder GmbH

3. plus medica OT

Schon vor 2 Jahren haben wir über dieses deutsche Unternehmen berichtet. Auch plus medica OT verbindet mit der additiven Fertigung Handwerk und Hightech und ist einer der ersten 3D-Druckservices für die Orthetik. Sie bieten so additive gefertigte Orthesen für Orthopädiebetriebe an. Die Betriebe erstellen das Modell für die Orthese wie gewohnt und schicken es dann an plus medica OT, welche es in 3D drucken und an den Kunden zurücksenden. Sie arbeiten unter anderem auch mit einer Maschine von EOS, genauer gesagt der EOS P396 mit dem SLS-Verfahren.

3d gedruckte orthese

Bildnachweis: plus medica OT

4. Chabloz Orthopédie

Chabloz Orthopédie ist ein französisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Prothesen und Orthesen für verschiedene Gliedmaßen spezialisiert hat. Um diesen Herstellungsprozess zu beschleunigen, hat sich das Unternehmen mit HP Multi Jet Fusion 3D-Druckern ausgestattet – bis heute wurden mehr als 400 Geräte und 120 Prototypen gedruckt. Unter den in 3D gedruckten Orthesen werden auch die im Bild zu sehenden Helme zur Bekämpfung der Plagiozephalie, einer Verformung des Schädels bei Säuglingen, hergestellt. Die Außenhülle des Helms wird in 3D aus PA12 gedruckt. Diese Herstellungsmethode ermöglicht es nicht nur, eine Orthese zu erhalten, die vollständig an die Kopfform jedes Babys angepasst ist, sondern auch das Gewicht des Helmes (zwischen 100 und 150 Gramm) zu reduzieren. Neben diesen Helmen bietet Chabloz Orthopaedics auch Haltungs-, Geh- und Funktionsorthesen an.

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5. Mecuris

Mecuris ist ein junges Unternehmen, das 2016 gegründet wurde. Es hat eine digitale Plattform entwickelt, um die Herstellung von maßgefertigten Orthesen zu ermöglichen, ein Verfahren, das insbesondere durch den 3D-Druck realisierbar ist. Einlegesohlen, die aus einem teilweise recycelten Thermoplast hergestellt werden, sind daher dort zu finden. Jeder Patient kann die Orthese in Farbe und Muster individuell gestalten. Mecuris bewahrt auch eine Kopie der STL-Datei auf, um die 3D-gedruckte Orthese bei Bedarf erneut zu anzufertigen. Die Plattform bietet auch spezifische Orthesen an, die auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten sind.

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6. Shapeways mit EOS-Werkstoffen

Im vergangenen April gab der 3D-Druckservice Shapeways die Einführung eines neuen Materials in seinem Sortiment bekannt, PA11. Eine Neuheit, die es dem Unternehmen ermöglicht, widerstandsfähigere und vor allem biokompatible Medizinprodukte herzustellen: Shapeways bietet maßgeschneiderte Orthesen an, die den Vorteil einer besseren Reißdehnung und höheren Elastizität haben.

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7. Invent Medical

Invent Medical ist seit 2010 erfolgreich im 3D-Druck tätig und bietet Lösungen für den orthopädischen und prothetischen Bereich an. Sie arbeiten mit Ärzten, Kliniken und Universitäten zusammen, um die schwierigsten Fälle in diesem Bereich anzugehen. Dadurch bieten sie den Patienten die Möglichkeit, Mitgestalter ihrer Produkte zu werden. Sie können den Invent Medical Configurator verwenden, ein einfach zu bedienendes Software-Tool, das hilft, ein orthopädisches oder prothetisches Produkt in wenigen Minuten zu entwerfen. Anschließend stellen die Experten von Invent Medical mithilfe von 3D- und 2D-Scannern sicher, dass das Produkt perfekt zum Patienten passt, bevor sie die Daten zum Druck an einen 3D-Drucker senden.

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8. XKELET

Xkelet Easy Life S.L. ist ein Unternehmen mit Sitz in Girona, Spanien, das versucht, die derzeitigen Stabilisierungsmethoden durch 3D-Druck zu ändern. Sie arbeiten an der Erstellung von 3D gedruckten Schienen zur Stabilisierung, die für die Anatomie jedes Patienten geeignet sind. Ihre originelle Lösung ermöglicht es den Patienten, problemlos zu duschen und sich abzutrocknen, sie kratzt nicht und verursacht beim Tragen keine Schuppung der Haut. Dank des Designs des Immobilisierungssystems, einer art Gips können Arzt und Patient sehen, wie die Fraktur oder Wunde heilt – ohne den schmerzhaften Prozess des Entfernens des Modells, um zu sehen, was vor sich geht.

9. Bioneek

BioNEEK ist ein medizinisches Gerät, das von Sichuan Ju An Hui in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen INTAMSYS entwickelt wurde, das auf PEEK 3D-Drucker spezialisiert ist. Bei dieser Neuentwicklung handelt es sich um eine bionische skelettähnliche Verstärkung für Menschen mit Knieproblemen. Diese Orthese wurde mit Hilfe von additiver Fertigung und fortschrittlichen thermoplastischen 3D-Druckmaterialien hergestellt. Sie funktioniert als Stoßdämpfer, um starke Stöße auf das Knie zu vermeiden. BioNEEK verfügt über ein verstellbares Scharnier, das eine Hyperextension verhindert, die Rehabilitation beschleunigt und Schmerzen lindert.

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10. Andiamo

Dieses in Großbritannien ansässige Projekt begann mit einer Kickstarter-Kampagne, die es der Familie Parvez ermöglichen sollte, eine 3D-gedruckte Orthese für ihren Sohn Diamo zu entwickeln, welcher unter Mobilitätsproblemen litt. So beschlossen Samiya und Naveed Parved, dieses Projekt in großem Stil zu entwickeln und mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, zu viel niedrigeren Kosten, eine individuelle 3D-gedruckte Orthese zu erhalten. Seit ihrer ersten Kampagne im Jahr 2014, ist es ihnen in den letzten 5 Jahren gelungen, mehr Familien für das Projekt zu gewinnen und um Hilfe zur Verbesserung der Mobilität und Genesung der Kinder zu bitten.

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11. ANimake

ANimake ist ein weiteres Projekt, das von Eltern entwickelt wurde, um ihrem kleinen Jungen Nik, dem Sohn von Matej und Mateja, zu helfen. Das Kind wurde einen Monat früher geboren, und aufgrund von Komplikationen bei der Geburt erlitt es einen Hirnschaden, der sich als Lähmung entwickelte. Von nun an hatte das Kind Mobilitätsprobleme, weshalb sein Vater beschloss, selbst aktiv zu werden und seine eigene Orthese mithilfe von iPad-Anwendungen als Scanner zu entwickeln und mit der Stereolithographietechnick von Formlabs zu drucken. Nach dem Erfolg seiner Entwicklung entschied sich Matej, seinen Job aufzugeben und ANimake zu gründen, das sich auf die Entwicklung von individuellen Orthesen für Kinder konzentriert.

12. ScientiFeet: 3D gedruckte Einlegesohlen

ScientiFeet ist ein französisches Startup, das im Januar 2016 gegründet wurde und zu den führenden Unternehmen in der Herstellung von 3D-gedruckten Einlegesohlen gehört und damit auch ein Orthopädiebetrieb ist. Ihre Lösung ist für Ärzte gedacht, um den Patienten ein personalisiertes und einzigartiges Produkt anzubieten. Dank ihres 3D-Scanners sind sie in der Lage, einen sehr präzisen und individuellen 3D-Fußabdruck zu erstellen, der ein hohes Maß an Genauigkeit und völlig neue Produktionsmöglichkeiten zu einem besseren Preis bietet. Ihre 3D-Scanlösung, genannt PodoClic, ist ein schnelles (ca. 2 Minuten für die Erstellung eines 3D-Fußabdrucks), mobiles und einfach zu bedienendes Gerät. Anschließend können Sie beim Start Ihren 3D-Footprint mit der Pulversintertechnologie von Prodways drucken – das verwendete Material ist PA12. Sie bieten auch Schulungen für Praktiker an, damit sie die Geräte in ihrer Praxis leicht installieren und bedienen können.

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*Bildnachweis Beitragsbild: Spentys

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