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The State of 3D Printing 2019: Das Vertrauen der Fachleute in den 3D-Druck steigt

Auf 5. Juni 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
state of 3d printing

Der 3D-Druckdienstleister Sculpteo hat soeben die fünfte Ausgabe seiner Studie ‚The State of 3D Printing 2019‘ veröffentlicht, die einen umfassenden Überblick über die additive Fertigungsindustrie weltweit gibt. In diesem Jahr nahmen mehr als 1.300 Personen an der Umfrage teil, eine beispiellose Zahl – und damit die größte Umfrage seit fünf Jahren. Sie umfasste Menschen aus verschiednesten Ländern und Branchen, um einen globalen Überblick über die 3D-Druckbranche zu erhalten – der Bericht weist darauf hin, dass der 3D-Druck zunehmend als echte Produktionstechnologie in Unternehmen integriert wird. Im Jahr 2015 nutzten nur 17% der Teilnehmer die Technologie als finales Produktionsverfahren. In diesem Jahr hingegen liegt die gleiche Statistik bei 51%. Es ist heute klar, dass der 3D-Druck nicht nur als Prototyping-Technologie betrachtet wird. Darüber hinaus waren sich 80 % der Teilnehmer einig, dass der 3D-Druck ihre Innovationsgeschwindigkeit deutlich verbessert hat.

Wie bereits erwähnt, analysierte Sculpteo die Antworten von 1.300 Teilnehmern, hauptsächlich in Europa (64%), gefolgt von Asien (20,2%) und den Vereinigten Staaten (16,6%). Darüber hinaus sind in dieser Studie 8 Sektoren vertreten, darunter die Luftfahrt, die Agrar- und Ernährungsindustrie, das Gesundheitswesen, die Bildung und die fortschrittliche Technologien. Die Studie 2019 bestätigt auch, dass der Anteil der Frauen im 3D-Druck steigt. Ein Trend, den wir auch in der Studie von 3Dnatives über den Arbeitsmarkt in der 3D-Druckbranche identifiziert hatten. Einige der vielversprechendsten Trends im 3D-Druck sind unter anderem Massenproduktion, Druckgeschwindigkeit, Erschwinglichkeit, Software, Bildung, generatives Design, Biodruck, Nachhaltigkeit.

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Eine von Sculpteos 3D-Druckfabriken. Bildnachweis: Sculpteo

Wie wird die additive Fertigung eingesetzt?

Genau wie die Umfrage, die Essentium im März durchgeführt hatte, hat sich die Branche mit der Einführung des 3D-Drucks in der Massenproduktion nur langsam beschäftigt – der Problem bleibt der die begrenzte Stückzahl und die langen Fertigungszeiten. Während der 3D-Druck vor einigen Jahren noch fast ausschließlich für das Rapid Prototyping eingesetzt wurde, ist klar, dass er sich heute stärker auf die Endproduktion konzentriert. Sculpteo zeigt, dass der 3D-Druck für die Produktentwicklung, insbesondere für Kleinserien und kundenspezifische Teile, sowie für Rapid Prototyping nach wie vor sehr geschätzt wird. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie schnell sich Technologien und Materialien in letzter Zeit entwickelt haben.

Clément Moreau, CEO und Mitgründer von Sculpteo, erklärt: „Unsere fünfte Studie zeigt, dass der 3D-Druck und die digitale Fertigung die industrielle Fertigungslandschaft weiterhin radikal verändern. Während die technologischen Vorteile der Unternehmen zu einem Anstieg der Ausgaben führen, sprechen die Zahlen für sich: 51% geben an, additive Fertigung auf industrieller Ebene einzusetzen. Es scheint, dass die Industrie bereits festgestellt hat, dass diese neuen Technologien einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung ihres gesamten Produktionsprozesses und zur Stärkung ihrer kommerziellen Strategien leisten.“

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Quelle: ‘The State of 3D Printing 2019’ von Sculpteo.

Im Hinblick auf die Eigenproduktion gegenüber externen Dienstleistungen werden neben dem Fused Deposition Modeling (FDM) die meisten anderen Technologien durch externe Dienstleistungen (SLS, PolyJet, Jet Fusion, etc.) übernommen. Dies gilt auch für Metalle – die additive Fertigung von Metall ist in den letzten Jahren stark gewachsen – 50% des 3D-Metalldrucks werden laut der Studie von externen Dienstleistern erfüllt. Ein weiterer interessanter Befund, besagt dass mehr als 70% der Anwender Teile unvollendet lassen und keine Nachbearbeitungsmethode verwenden.

Unternehmen investieren in 3D-Drucktechnologien.

Ein weiterer wichtiger Punkt der von Sculpteo veröffentlichten Studie ist, dass sich die Investitionen in den 3D-Druck im Jahr 2019 verdoppelt haben. 25,6% der Studienteilnehmer gaben an, mehr als 100.000 US-Dollar zu investieren, verglichen mit nur 12% im Vorjahr. Die meisten von ihnen sagen, dass sie ihre Ausgaben in diesem Markt weiter erhöhen werden, überzeugt von den Vorteilen der Technologie, wie z.B. der Fähigkeit, komplexe Geometrien herzustellen. Diese Investitionen spiegeln das Vertrauen der Unternehmen in den 3D-Druck wider, ein Herstellungsverfahren, das ihnen heute reifer erscheint. Bei den Anwendungen steht nach Ansicht der Befragten die Beschleunigung der Produktentwicklung im Vordergrund.

Schließlich betonten die meisten Fachleute, dass Bildung und Ausbildung zwei Schlüsselpunkte sind, um den 3D-Druck weiterzuentwickeln und seine Anwendung weiter zu verbreiten. Für 14% von ihnen ist der Mangel an Training ein echtes Hindernis für die Integration der 3D-Technologie in ein professionelles Umfeld. Dennoch bleibt die größte Herausforderung das Budget – fast 60% der Teilnehmer gaben an, dass das fehlende Budget ein Hindernis für den Ausbau des 3D-Drucks darstellt.

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Quelle: ‘The State of 3D Printing 2019’ von Sculpteo.

Den vollständigen Bericht können Sie HIER herunterladen.

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