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Thales Alenia Space schickt 3D gedruckte Teile in den Weltraum

Auf 19. Mai 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Thales Alenia Space

Der 3D-Druck ist eine zuverlässige Lösung bei der Konstruktion von Bauteilen für Satelliten und Raumschiffe. Thales Alenia Space ist ein hervorragendes Beispiel für diesen Trend: Das Unternehmen hat vor kurzem mehr als 400 Metall- und Plastikteile in den Orbit gesendet, alle davon additiv gefertigt.

Thales Alenia Space ist ein Spezialist für Raumfahrtsysteme seit mehr als 40 Jahren und das Resultat eines Joint Ventures aus Thales und Leonardo. Die Firma entwickelt und testet Systeme für Navigation, Telekommunikation, Exploration und Observation. Seit April 2015 interessiert sich die Unternehmensgruppe für die additive Fertigung, der erste Satellit unterstützt von dieser Technologie war der Turkmenalem Monacostat mit einer 3D gedruckten Antenne. Seither wurden zahlreiche Satelliten in den Orbit geschossen, die mit additiv gefertigten Antennen ausgestattet sind.

Thales Alenia Space

Der Iridium Next Satellit mit 3D gedruckten Bauteilen – Bild via Thales Alenia Space

Nun hat die Firma 79 Metallteile und 350 Rohrhalterungen für einen chemischen Antrieb in den Weltraum gebracht. Die Bauteile aus Metall wurden für verschiedene Satelliten gedruckt, alle davon aus Metallpulver durch das SLM-Verfahren. Die notwendigen Maschinen hat das deutsche Unternehmen Concept Laser mit ihrem patentierten LaserCUSING-Verfahren geliefert.

Die Vorteile durch die additive Fertigung sind überzeugend: Komplexe Strukturen können mit hoher Genauigkeit und ohne Werkzeuge hergestellt werden, das spart Zeit und Kosten. Außerdem können die Bauteile in einem Stück sofort produziert werden und müssen nicht noch aufwendig zusammengebaut werden. Die Polymerrohre profitieren ebenfalls von einem geringen Gewicht, das ist ausschlaggebend für die Raumfahrttechnik.

Thales Alenia Space

Auch der Sentinel-3 beinhaltet 3D gedruckte Teile – Bild via Thales Alenia Space

Die vielen erfolgreichen Starts motivieren Thales Alenia Space dazu, den 3D-Druck in ihren zukünftigen Entwicklungen zu implementieren und mehr und mehr Teile der Satelliten additiv zu Fertigen. Florence Montredon, der Entwicklungsleiter bei Thales Alenia Space, erklärt: „Unsere Entwicklungensbemühungen fokussieren sich auf die Integration von verschiedenen Funktionen in einem einzelnen Bauteil, wie zum Beispiel mechanische, thermische oder radiofrequentielle Funktionen. Die Herausforderung liegt gleichermaßen im Designprozess und in der Fertigungstechnik an sich.“

Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier. Wollen Sie eine wöchentliche Zusammenfassung der wichtigsten News aus dem 3D-Druck? Registrieren Sie sich jetzt für unseren Newsletter und folgen Sie uns auf FacebookTwitter und Google+, um stets auf dem Laufenden zu bleiben!

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