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Tag der Erde: Der 3D Druck in den vier Elementen

Auf 21. April 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Tag der Erde

Sämtliche Rohstoffe der Erde sind kostbar und neue Technologien müssen vor allem eines erfüllen: Nachhaltigkeit. Diese Verantwortung tragen die smarten Köpfe, Erfinder und Unternehmen von morgen für die kommenden Generationen. Diese Verantwortung kann durch nichts anderes besser realisiert werden als den 3D-Druck, um den Planeten Erde zu einem besseren Ort zu machen. Es wird der Fokus auf umweltfreundliche, recycelbare Filamente und Materialen gelegt und auch die Forschung setzt neue Grenzen für eine ökologisch nachhaltige Zukunft. Zum Tag der Erde haben wir uns etwas ganz besonderes einfallen lassen, wir möchten unseren Planeten über die 4 Grundelemente Luft, Erde, Wasser und Feuer ehren. In diesem Beitrag werden sie die Personen und Unternehmen kennenlernen, die mit ihren Ideen im 3D-Druck die Erde zu einem besseren Ort machen.

Luft: Additive Fertigung für Windenergie

Windenergie ist eine der größten erneuerbaren Ressourcen die wir heutzutage haben, und sie hat im 3D-Druck einen zuverlässigen Partner gefunden. Bereits seit den frühen Anfängen der additiven Fertigung haben die beiden Bereiche für Innovationen in der Entwicklung von günstigeren und energieeffizienteren Turbinen gesorgt.

Alle Forscher in diesem Gebiet arbeiten für eine saubere, umweltfreundliche Energie. Ein Projekt nach diesem Beispiel ist von der Texas Tech University und hat das Ziel Turbinen zu entwickeln, die das große Angebot an Windkraft weitestgehend ausnutzen. Das große Problem von konventionellen Windturbinen ist die Interferenz untereinander. Für eine effektive Energieerzeugung wird ein Windpark benötigt, es stören sich allerdings die einzelnen Windräder untereinander. Mit einem revolutionären Design der Wissenschaftler aus Texas wollen sie einen Unterschied machen, und verlassen sich bei der Herstellung der Rotorblätter auf den 3D-Druck.

Tag der Erde

Zusätzlich zu diesem Windkraftspektakel gibt es Firmen, die sich für eine saubere Luft einsetzen, und zwar zum Wohle der vielen Maker und Hobby 3D-Drucker. Leider gibt es beim FDM-Druck einen unbequemen Nebeneffekt: Das Aufschmelzen von Plastik verursacht giftige Abgase und Nanopartikel, die wir ungewollt einatmen. Für viele stellt das momentan noch kein Problem dar, manch andere klagen aber schon über Kopfschmerzen und Atemprobleme. Das Startup Zimple hat sich damit auseinandergesetzt und ein Filtersystem entwickelt, das diese toxischen Abgase zu 90% beseitigt und dabei mit fast jedem herkömmlichen 3D-Drucker kompatibel ist.

Erde: Eine Behausung für Obdachlose

Seit Anbeginn der Zeit nutzen wir die Ressourcen unseres Planeten, um für Schutz vor Wind und Wetter zu sorgen. Die neuesten Entwicklungen aus dem 3D-Druck bringen Häuser hervor, die nahezu identische, wenn nicht bessere Eigenschaften als traditionell gebaute Häuser haben und in nur wenigen Stunden fertiggestellt sind. Doch für manche Menschen auf der Welt ist der Bau von Betonhäusern aus finanziellen Gründen nicht möglich. Es gibt aber eine Firma, die für die zahlreichen Betroffenen eine Lösung schafft, während sie ganz einfach die Erde um uns als Material verwendet.

Tag der Erde

Die italienische Firma WASP (World’s Advanced Saving Project) hat einen 3D-Drucker entwickelt, der Unterkünfte fertigt, um dem Problem der Obdachlosigkeit und Armut entgegenzuwirken. Die mobile Maschine nutzt das Rohmaterial, das an der Baustelle vorzufinden ist, wie zum Beispiel Lehm.

Inspiriert wurden die Macher von WASP durch ein Wespennest (englisch Wasp). Sie möchten mit diesem Projekt ein Zuhause schaffen, das stabil, geräumig und viel schneller bewohnbar als alternativ gefertigte Lösungen ist. Durch die Kombination von Technologie und Umwelt haben die Italiener eine Perspektive für Millionen von Menschen weltweit geschaffen, ohne dabei unseren Planeten zu gefährden.

Wasser: Die Rettung der Korallenriffe

Zu den empfindlichsten Ökosystemen unserer Erde zählen die Korallenriffe, sie sind essentiell wichtig für das marine Leben und bieten eine Unterkunft für viele Arten. Seit den letzten Jahren kämpfen sie mit dem Klimawandel, doch dieser Kampf scheint aussichtslos, allmählich sterben weite Teile der Riffe aus. Um den zahlreichen Arten, die auf dieses Ökosystem angewiesen sind, eine zweite Chance zu geben, haben sich ein paar mutige Unternehmen den 3D-Druck von Korallenimitationen zur Aufgabe gemacht.

Tag der Erde

Der Italiener Enrico Dini kann dank des D-Shape Drucker Korallenstrukturen herstellen, die den natürlichen Korallen ähneln und marines Leben anziehen. Das Design wird aufgrund der Komplexität von einem Meeresbiologen erstellt und anschließend aus 5mm dicken Schichten Sand und einem natürlichen Magnesium Bindemittel geschaffen. Im Jahr 2012 hat Dini mehrere Korallenattrappen in den Küstenregionen des Nahen Ostens und Australiens eingesetzt, fünf Jahre später sind die Ergebnisse überwältigend, alle Strukturen sind üppig besiedelt!

Feuer: Ein 3D-Drucker mit Sonnenenergie

Die Zerstörungskraft von Feuer vermittelt anfangs nichts Gutes, jedoch könnten wir ohne das „Feuer“ der Sonne nicht leben. Sie brennt bereits seit 4,6 Milliarden Jahren und liefert der Erde die notwendige Wärme, um sie für uns Menschen bewohnbar zu machen. Die Strahlung des Zentralgestirns ist so stark, dass der Weltenergiebedarf an nur einem einzigen Tag gedeckt werden könnte.

Wir Menschen können das volle Potenzial allerdings noch nicht ausnutzen, und erst recht nicht die Menschen in Entwicklungsländern. Viele Dörfer haben überhaupt keine Stromversorgung, über Einsatz von Maschinen kann man nicht denken. Aus diesem Grund hat Markus Kayser das Projekt Solar Sinter ins Leben gerufen. Es soll eine Antwort auf die Ressourcenknappheit in armen Ländern sein. Er hat einen 3D-Drucker entwickelt, der ganz ohne Strom auskommt.

Tag der Erde

Die Technologie hinter diesem Gerät basiert auf dem Verfahren des Selektiven Lasersinterns, wenngleich es die Strahlung der Sonne als Energiequelle nutzt (anstatt eines Lasers). Die Sonnenstrahlen werden mit Hilfe von Spiegeln gebündelt und schmelzen den Sand bei einer Temperatur von über 1000 Grad Celsius, Ebene für Ebene, zu einem festen Objekt. Diese Technologie ist nicht nur ein umwelt- und energiefreundlicher Prozess, sondern ermöglicht außerdem die Herstellung von einfachen Teilen für Bewohner abgelegener Orte.

Die Präzision ist aufgrund der ungenauen Bündelung zwar nicht mit herkömmlichen Verfahren vergleichbar, dafür ist er nicht von teurem Metallpulver und Strom abhängig, da für diesen Prozess der Sand der Sahara verwendet wird.

Wir sind stolz darauf, dass der 3D-Druck einen nachhaltigen technologischen Fortschritt ermöglicht und hoffen auch weiterhin auf innovative Lösungen, Ideen und Entwicklungen für eine bessere Welt. Bleiben Sie stets auf dem Laufenden in dieser Branche und folgen Sie uns auf unseren sozialen Netzen Facebook und Twitter!

 

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