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Stratasys kündigt drei neue 3D-Drucker für die Ära der Additiven Fertigung 2.0 an

Auf 28. April 2021 von Isabell I. veröffentlicht
3D-Drucker Stratasys

Stratasys, eines der größten und etabliertesten 3D-Druckunternehmen der Welt und führend im Bereich der Polymer-3D-Drucklösungen, gab gestern die Markteinführung von drei neuen 3D-Druckern bekannt, welche die milliardenschwere Marktchance im Bereich der additiven Fertigung für Endverbraucherteile adressieren sollen. Der Stratasys H350™ 3D-Drucker, der Stratasys Origin One und der Stratasys F770™ 3D-Drucker nutzen unterschiedliche Technologien, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Sie wurden entwickelt, um den Wechsel von der traditionellen Fertigung zur additiven Fertigung für Anwendungen mit kleinen bis mittleren Stückzahlen zu beschleunigen und sollen laut Stratasys das Zeitalter der Additiven Fertigung 2.0 einläuten. Die drei 3D-Drucker nutzen unterschiedliche Technologien, um sicherzustellen, dass die verschiedensten Anforderungen der Stratasys-Kunden erfüllt werden können – darunter Präzisionsteile, hohe Stückzahlen und der großformatige 3D-Druck.

Seit einigen Jahren, und insbesondere nachdem der Schaden in den globalen Lieferketten, ausgelöst durch die Pandemie, entstanden ist, drängen AM-Hersteller darauf, dass der Wert der additiven Fertigung als wichtiges Fertigungswerkzeug erkannt wird. Mit seinen neuen Systemen hofft Stratasys, diesen Prozess zu beschleunigen. CEO von Stratasys, Dr. Yoav Zei, erklärt: „Wir befinden uns auf dem Weg in die Ära der Additiven Fertigung 2.0, in der wir sehen, dass die führenden Unternehmen der globalen Fertigungsindustrie über das Prototyping hinausgehen und diese die Agilität, die der 3D-Druck für die gesamte Fertigungswertschöpfungskette mit sich bringt, vollständig nutzen. Die Störungen, die wir heutzutage sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite der globalen Lieferketten erleben, sind ein klares Zeichen dafür, dass der Status quo nicht mehr funktioniert. Additive Fertigung gibt Unternehmen die totale Flexibilität zu entscheiden, wann, wo und wie sie Teile produzieren. Deshalb sind wir bestrebt, der Komplettanbieter von Polymer-3D-Drucklösungen für unseren erstklassigen Kundenstamm zu sein.

Abgesehen davon, dass AM als Werkzeug für Endverbrauchsteile weiter in den Vordergrund rückt, betonte Stratasys bei der Ankündigung der Maschinen in einer Pressekonferenz am Dienstag auch die Bedeutung des Ausbaus eines digitalen Fertigungsökosystems, in dem Partner aus verschiedenen Branchen und entlang der gesamten AM-Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, um die bestmöglichen Lösungen für den Markt zu schaffen. In diesem Fall erwähnte Stratasys umfangreiche Partnerschaften mit Unternehmen, die in den Bereichen Materialien, Software und Dienstleistungen tätig sind. Dr. Zei betonte während der Konferenz, dass diese neuen Maschinen direkt als Ergebnis dieser vielfältigen und wichtigen Kooperationen entstanden sind und diese es Stratasys ermöglichen, eine Vielzahl von Herausforderungen im Bereich der additiven Fertigung anzugehen und zu lösen.

Die neuen Maschinen von Stratasys

Die drei neuen Polymerlösungen wurden entwickelt, um eine Vielzahl von AM-Anforderungen zu erfüllen. Die Stratasys Origin One, die in Zusammenarbeit mit Origin entstanden ist, das Stratasys Ende 2020 übernommen hat, soll 3D-Druck im Produktionsmaßstab für detaillierte und komplizierte Teile ermöglichen. Es wird erwartet, dass er besonders erfolgreich bei der Konstruktion von Teilen für Endanwendungen in der Fertigung sein wird, vor allem in Branchen wie der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt und der Automobilindustrie. Der 3D-Drucker nutzt die firmeneigene P3™-Technologie, die auf DLP-Prozessen basiert, und eine Software-First-Architektur, um Teile in Serie zu produzieren. Chris Prucha, Vizepräsident für Produkte und R&D sowie Mitbegründer von Origin, merkte an, dass der Origin One „über 100 Hardware-Designverbesserungen aufweist, die zu Folgendem führen: 1.) Bessere Ergonomie für Kunden, Verfeinerung des Produktionsworkflows. 2.) Verbesserte Wartungsfreundlichkeit für eine schnelle Vor-Ort-Wartung durch das globale Serviceteam von Stratasys. 3.) Wesentlich mehr Spielraum als die vorherige Origin One Hardware, um die P3 Druckgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Präzision durch zukünftige Software-Updates zu verbessern. Der Stratasys Origin One wird noch präzisere Teile mit 10 % bis 30 % höheren Druckgeschwindigkeiten produzieren.“ Während der Konferenz erwähnte auch Mark Savage von T3 die Bedeutung der Origin One für sein Team, da die Maschine es ihm ermöglicht hat, Teile zu drucken, die mit traditionellen Fertigungsmethoden wie Spritzguss nicht möglich gewesen wären.

Der 3D-Drucker Origin One

Der H350-Drucker, der erste 3D-Drucker der neuen H Series™ Production Platform von Stratasys, bewegt sich weg von DLP und nutzt die neue SAF™-Technologie, die im März angekündigt wurde und Teil des Einstiegs von Stratasys in den Pulverbettfusionsmarkt ist. Die H350 ist perfekt für Hersteller, die Produktionskonsistenz, wettbewerbsfähige und vorhersehbare Kosten pro Teil und vollständige Kontrolle für die Produktion von Tausenden von Teilen benötigen. Die Maschine wurde für eine konsistentere Produktion von Kunststoffteilen entwickelt und ermöglicht den Anwendern eine größere Kontrolle über Prozess und Kosten. Dies wird durch eine Reihe interessanter Funktionen erreicht, insbesondere durch die Verwendung von Infrarot, um Partikel gleichzeitig von links nach rechts in eine Richtung zu schmelzen, wodurch sichergestellt wird, dass zwei Partikel, egal wo sie sich befinden, beim Schmelzen die gleiche Erfahrung machen. Darüber hinaus hat es eine hohe Wiederverwendungsrate des Pulvers, was dazu beiträgt, die Kosten im Druckprozess zu reduzieren. In einem Anwenderbericht heißt es, dass dank H350 nicht nur die Kosten pro Teil niedrig waren, sondern auch die Durchlaufzeiten bei kleinen bis mittleren Stückzahlen nur 24 Stunden betrugen, während die SAF-Technologie dennoch eine gleichbleibende Teilequalität und Wiederholbarkeit gewährleistete, was für die Fertigung entscheidend ist.

Schließlich hat Stratasys seine neueste FDM-Maschine angekündigt, den Stratasys F770™ 3D-Drucker, der über die längste voll beheizte Baukammer auf dem Markt mit einem großzügigen Bauvolumen von über 13 Kubikfuß verfügt. Wie nicht anders zu erwarten, wurde diese Lösung entwickelt, um den Marktbedarf für große Teile zu decken. Mit einem Preis von unter 100.000 US-Dollar (und damit relativ erschwinglich für eine Industriemaschine dieser Größe) eignet sich die Maschine perfekt für das Prototyping, den Vorrichtungsbau und für Werkzeuganwendungen, die Standardthermoplaste erfordern. Der Drucker wurde auch für eine einfache Bedienung konzipiert. Dough Steindl von der Sub-Zero Group (einem Hersteller von Luxusgeräten) merkt an, dass sie von dem Moment an, als sie die Maschine erhielten, innerhalb einer Stunde drucken konnten. Sie verfügt außerdem über eine Reihe von Funktionen, die den Druckprozess vereinfachen, wie z. B. lösliches Trägermaterial, das die Nachbearbeitung vereinfacht, während die GrabCAD Print™ Software den Workflow optimiert und die Konnektivität mit Unternehmen durch den MTConnect-Standard und das GrabCAD SDK ermöglicht. Wenn Sie mehr über die 3D-Drucker von Stratasys erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen auf der Stratasys-Website HIER.

Stratasys 3D printers

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*Alle Bildnachweise: Stratasys

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