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Unsere Startups des Jahres 2018

Am 20. Dezember 2018 von Jacqueline O. veröffentlicht

Das gesamte Jahr haben wir Ihnen jeden Monat ein neues, innovatives Startup präsentiert und mehr über die spannenden Anwendungen erfahren. Ob es sich um die Software oder Hardware drehte, ob die Anwendungen im Sport oder Bauwesen waren… So groß, wie die Möglichen Anwendungen in unterschiedlichen Sektoren sind, so groß ist auch die Varietät an Startups, die aus der neuen Technologie entstehen. Vergangene Woche stellten wir Ihnen schließlich das letzte Startup für das Jahr 2018 vor. Da sich das Jahr bereits dem Ende neigt, möchten wir einen Blick zurück werfen, auf all die neuen Unternehmen und verschaffen Ihnen hier einen kurzen Überblick über unsere zwölf Startups des Jahres 2018. Und vergessen Sie nicht, für Ihr Lieblings Startup HIER abzustimmen.

Startups des Jahres: Januar – 3D MicroPrint

Aus einer Kooperation zwischen EOS GmbH und der 3D-Micromac AG entstand 2013 das Startup 3D MicroPrint, welche ein neues Druckverfahren entwickelte, das für eine noch feinere Auflösung sorgen sollte. Innerhalb des „Mikrolasersintern (MLS)“ wird die additive Fertigung mit Lasermikrobearbeitung auf industriellem Level vereint. Das Verfahren des chemnitzer Unternehmen ähnelt dem Pulverbettverfahren. Der größte Unterschied bezieht sich vor allem auf die Pulverpartikelgröße, welche deutlich kleiner ist als die herkömmlichen!

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Februar – Fabric8Labs

Die Gründer von Fabric8Labs interessierten sich bereits vor ihrem Unternehmen für den 3D-Druck, jedoch war ihnen die damals verfügbare Technologie zu teuer, weshalb sie sich an einen eigenen Ansatz setzten. Innerhalb ihres Metalldrucks, welcher die Elektrodendisposition und die Stereolithografie kombiniert, soll Atom für Atom positioniert werden, was zu einer deutlich besseren Qualität führt. Die möglichen Anwendungsbereich der 3D-Technologie von Fabric8Labs hat eine weite Spannweite, von der Medizin, der Luft- und Raumfahrt, bis hin zur Kommunikationsindustrie.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: März – Apis Cor

Innerhalb von nur 24 Stunen druckte das Startup Apis Cor ein komplettes Haus, eine wahre Revolution zu dem Zeitpunkt! Um das zu erreichen entwickelte das russische Unternehmen eine mobile Maschine mit abnehmbaren Roboterarm, welcher Beton extrudieren kann. Die Fertigung findet direkt auf der Baustelle statt, sodass auf einer Fläche von 132m2 alle Wände vor Ort gedruckt werden können. Mit dieser neuen Technologie soll zum einen die manuelle Arbeit minimiert werden, sowie Zeit und Baumaterial und der gesamte Prozess kann Automatisiert werde. Insgesamt, so gibt das Startup an, werden 25 – 24% der Baukosten gespart.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: April – Relativity Space

Der 3D-Druck erhielt auch Einzug in die Raumfahrt. Genau in dieser Branche machte sich auch das Startup Relativity Space die neue Technologie zunutze und entwickelte eine Methode, um in nur 60 Tagen ganze Raketen zu entwickeln, welche wohl bereits in wenigen Jahren starten könnten. Die Gründer nennen es „Stargate-Prozess“, ein Verfahren welches deutlich kostengünstiger und schneller komplexe Raketen fertigt. Hinzu kommt, dass das Verfahren mit ungefähr 1.000 Teilen deutlich weniger Objekte benötigt, als das traditionelle Herstellungsverfahren mit ungefähr 100.000 Teilen. Noch ist das amerikanische Unternehmen jedoch nicht so weit, die letzten Schritte fehlen noch.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Mai – Identify3D

Innerhalb der additiven Fertigung ist die Frage nach dem Schutz des geistigen Eigentums sehr pulsierend, besonders in der Medizin und der Luft- und Raumfahrt. Noch gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Hier soll das Startup Identify3D ins Spiel kommen. Das junge Unternehmen aus Kalifornien entwickelte eine 3D-Software für den Datenschutz von 3D-Modellen. Sie bietet eine End-to-End Lösung, vom CAD-Modell bis hin zur Fertigung und integriert Datenschutz, Fertigungswiederholbarkeit und Rückverfolgbarkeit. Ziel des Unternehmens ist der Schutz von Daten, die Verringerung von Produktionsschwankungen und die Bereitstellung der Rückverfolgbarkeit.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Juni – Vader Systems

Damit Unternehmen auch die additive Metallverarbeitungstechnologie finden, die ihren Bedürfnissen entsprechen, entwickelte das Startup Vader Systems eine neue Technologie, das MagnetoJet ™. Das amerikanische Unternehmen arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen um ihre individuellen Anwendungen zu verstehen und dementsprechend eine maßgeschneiderte Lösung zu finden. Allgemein nutzt die Technologie die Kontrolle und Präzision eines elektromagnetischen Feldes, um verflüssigte Metalltröpfchen anzutreiben und Objekte mit hoher Integrität und hoher Dichte schneller und kostengünstiger zu produzieren. Und das Ergebnis lässt sich sehen: Genauigkeit im Mikrometerbereich und eine verdoppelte Geschwindigkeit.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Juli – Cubicure

Dieses junge Unternehmen gewann mit seiner Entwicklung von Hochleistungspolymeren für die industrielle additive Fertigung bereits einige Innovationspreise und wurde unser Startup des Monats im Juli. Wir sprechen hier von Cubicure, welches im Jahr 2015 als Spin-off der TU Wien entstand und sich der Forschung in thermoplastischen Materialien widmete. Das Ziel des Unternehmens aus Österreich war es, hohe Festigkeitsgenauigkeit und Oberflächenqualität mit guten thermo-mechanischen Eigenschaften zu kombinieren. Dies gelang ihnen durch ihre neu entwickelten Polymere, welche mit ihrem selbst entwickelten Druckverfahren, der „Hot Litography“ genutzt werden können. Dieser speziell entwickelte und patentierte Heiz- und Beschichtungsmechanismus verarbeitet hochviskose Harze und ist bereits in dem eigens dafür konstruierten 3D-Drucker Caligma 200 vorhanden.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: August – Talored Fits

Das schweizerische Unternehmen Tailored Fits arbeitete an einer digitalen Lösung für die additive, industrielle Fertigung in der Sportartikelwelt. Ihre Innovation basiert auf dem 3D-Scan und dem 3D-Druck, womit sie individuelle und anatomisch korrekte Passformen für Sportschuhe, Schutzausrüstungen und mehr herstellen. So sollen die natürlichen Bewegungsabläufe unterstützt und mögliche Druckstellen und Schmerzen verhindert werden. Zunächst werden hierfür die Körperdaten des Kunden mithilfe des 3D-Scans erfasst, danach werden die biometrischen Daten in ein perfekt abgestimmtes Produkt integriert, sodass mit dem Endprodukt ein Optimum an Passform und Performance erreicht werden kann.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: September – AMendate

Das deutsche Startup AMendate fokussiert sich innerhalb der 3D-Technologie auf die Software, welche 3D-Druckobjekte nahezu vollautomatisch erstellen soll. Mit ihrer Topologie-Optimierungssoftware legt das Unternehmen ihren Fokus vor allem auf Geschwindigkeit und Vereinfachung für den Nutzer. Dieser soll ohne aufwendigen, manuellen Aufwand eine schnelle und optimierte Generierung von komplexen Strukturen erhalten, welche mit reduziertem Materialeinsatz optimal den Belastungen angepasst sind. Das Kernelement der Software ist die automatische Interpretation, sowie die anschließende Überführung in gängige CAD-Formate.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Oktober – BIOLIFE4D

Eines der größten Probleme der modernen Medizin ist die noch immer viel zu lange Liste der Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. BIOLIFE4D arbeitet mithilfe des Biodrucks an einer möglichen Lösung. Das junge Unternehmen hat bereits kurzfristige Möglichkeiten identifiziert und infolge dessen das Herzpflaster auf den Markt gebracht. Das langfristige Ziel ist der 3D-Biodruck eines transplantierbaren Herzens. Diese werden wie beim normalen 3D-Druck von oben nach unten aufgebaut, jedoch nicht mit Wärme verschmolzen. Stattdessen hält ein Tragegerüst die Zellen am richtigen Platz, bis es sich biologisch selbst zusammenbaut. Mit ihrer Technologie wollen sie lebensfähige Organe für die Transplantation, sowie für die Testung von Arzneimitteln herstellen und somit sowohl Menschenleben, als auch Tierleben retten

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: November – Virtual Foundry

The Virtual Foundry ist ein amerikanisches Startup, welches den 3D-Druck mit Metall durch die Herstellung ihrer eigenen Filamente fördert. Das Unternehmen begann mit ihrer ersten Filamet™ Linie und sie arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Materialien und an der Erforschung neuer Methoden der Materialherstellung. Das besondere an der Filamet™ Linie ist, dass sie lediglich 80% Metall enthalten und mit jedem FDM-Drucker kompatibel sind. Das Metallpulver ist mit PLA Bindemittel eingeschlossen, sodass keine Atemschutzmaske oder spezielle Handhabungsgeräte nötig sind. Das Unternehmen bietet bereits zahlreiche Filamente an und arbeitet mit seinen Kunden an spezifischen Lösungen aus nahezu jedem Material.

Startups des Jahres 2018

Startups des Jahres: Dezember – Yuyo

Das französische Unternehmen Yuyo widmet sich dem 3D-Druck, um das Paradoxon des Surfsports zu lösen. Bei diesem Paradoxon geht es vor allem darum, dass die Surfer, welche durch den Sport eine nahe Verbundenheit zu der Natur und ihrer natürlichen Umwelt haben, Surfboards nutzen, die in ihrer Herstellung alles andere als umweltfreundlich sind. Es entsteht viel Abfall, sie sind nicht recycelbar und dazu noch giftig für die Meereswelt. Hierfür möchte das junge Unternehmen nun lokal gefertigte Bretter anbieten, welche mithilfe der additiven Fertigung deutlich umweltfreundlicher werden. Nicht nur werden die Abfälle ausfallen, das Material ist zudem größtenteils recycelbar. Die Boards werden eine maximale Höhe von 2,40 m und Breite von 64 cm erreichen und der Druck dauert hierfür zwischen 30 und 40 Stunden.

Startups des Jahres 2018

Das Jahr 2018 war ein Jahr voller Innovation und wir hoffen, dass im nächsten Jahr viele weitere Start-ups im Bereich der additiven Fertigung und des 3D-Drucks entstehen werden. Vergiss in der Zwischenzeit nicht, auf dieser Seite für dein Lieblings-Startup zu stimmen!

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