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Startup des Monats: Xometry, die Plattform zwischen Designern und Produzenten

Auf 22. August 2017 von Moritz M. veröffentlicht
Xometry

Jeden Monat sucht das 3Dnatives -Team nach jungen Unternehmen, die im Bereich des 3D-Drucks tätig sind und die das Zeug dazu haben, den 3D-Druck, wie wir ihn bislang kennen, wesentlich zu beeinflussen oder zu verändern. Diesen Monat haben wir uns für Xometry entschieden. Dahinter verbirgt sich ein amerikanisches Unternehmen, das 2013 gegründet wurde und seinen Sitz in Gaithersburg/Maryland hat. Um mehr über Xometry zu erfahren, haben wir dem Senior Vice President Sales & Marketing bei Xometry, Bill Cronin, ein paar Fragen gestellt:

3Dnatives: Wie kann man sich das Geschäftsmodell von Xometry in etwa vorstellen?

Das Geschäftsmodell von Xometry besteht darin, dass das Unternehmen mit seiner Onlineplattform Ingenieuren und Designern die Möglichkeit bietet, ihre Entwürfe von Maschinenwerkstätten und kleinen produzierenden Betrieben herstellen zu lassen, die ebenfalls auf der Plattform vertreten sind. Somit fertigen die Produzenten das gewünschte Objekt individuell nach Kundenwunsch an.

Xometry

Ein Beispiel dafür, was Designer entwerfen und auf Xometry realisiert haben.

Hierzu laden die Kunden eine CAD-Datei des gewünschten Objekts auf der Plattform von Xometry hoch oder verwenden das SOLIDWORKS Add-in. Im Anschluss daran erhalten sie Preise für unterschiedliche Herstellungsverfahren, wie den 3D-Druck oder CNC, und können aus einer Vielzahl an Materialien und Mengen wählen, wobei sie jeweils den entsprechenden Preis sehen. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass man nicht mehr tage- oder wochenlang auf entsprechende Angebote warten muss. Die Bestellung wird dann von einem der hunderten Produzenten, die über die ganze USA verteilt sind, hergestellt und ausgeliefert.

3Dnatives: Wie entstand die Idee, ein Unternehmen zu gründen, das online Produktionsdiensleistungen anbietet?

Xometry wurde 2013 von Randy Altschuler und Laurence Zuriff gegründet mit dem Ziel, dass Ingenieure und Designer leichter und schneller jemanden finden, der ihnen hilft, ihre kundenspezifischen Teile zu fertigen. Zudem wollten sie damit auch kleineren Produktionunternehmen helfen.

Xometry

CEO Randy Altschuler. Bild via Xometry

Denn es gibt in den USA rund 190.000 kleine Produktionsunternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern. Bis Xometry enstand, war es beispielsweise für eine Maschinenwerkstatt in Texas schier unmöglich, an Kundenaufträge von jemandem aus Maine zu kommen (Anm. d. Red.: Distanz etwa 3.500 km), sodass sie vorwiegend auf Aufträge aus der Gegend angewiesen waren.

3Dnatives: Wie funktioniert Xometry für einen Kunden und wie für einen Leistungsanbieter? Und vor allen, worin bestehen die Vorteile für beide Seiten?

Unsere Kunden haben 24/7 Zugang zu unserer Onlineplattform, auf der sie 3D CAD-Dateien von dem anzufertigenden Objekt hochladen können. Dort erfahren sie sofort, wie viel eine Anfertigung kostet, wie lange es dauert und erhalten zudem noch Feedback zu der Herstellbarkeit des Objektes. Außerdem können die Kunden aus hunderten verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Herstellungsverfahren auswählen. Dort können unsere Kunden ihre Wünsche angeben und bestellen, wobei wir online von CNC, über den 3D-Druck, bis hin zu Urethanguss alle möglichen Herstellungsprozesse abdecken.

Das Partnernetzwerk von Xometry umfasst hunderte Maschinenwerkstätten und kleine Produzenten über die USA verteilt, die jeweils über eine große Erfahrung in den Technologien verfügen, die wir bei Xometry anbieten. Dadurch ermöglichen wir es unseren Partnerunternehmen, sowohl ihren Kundenstamm zu erweitern als auch ihre Maschinenkapazitäten auszulasten, indem sie Aufträge von Xometry annehmen. Es entstehen hierbei für die Unternehmen keine Kosten, dem Netzwerk beizutreten.

Xometry

Mit wenigen Klicks kann der Ingenieur sein Objekt hochladen und zur Produktion freigeben.

3Dnatives: Wie sehen die kommenden Entwicklungen Ihrer Meinung nach aus?

Im Juni hat Xometry zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 15 Millionen Dollars von dem Münchner Autobauer BMW als auch vom bisherigen Investor GE erhalten. Wir sind stolz darauf, zwei so namhafte Unternehmen gewonnen zu haben, die als globale Marken für Qualität stehen.
Wir haben außerdem vor kurzem neue Features für die sofortige Bestellung, wie zum Beispiel ein Beschleunigungsfeature für sehr eilige Aufträge, oder auch neue Materialien, wie Titan und Polyyetheretherkethon(PEEK), eingeführt. Wir versuchen uns stets weiterzuentwickeln und neue Materialien, Prozesse und Technikfeatures für Xometry zu entdecken.

xometry

3Dnatives: Haben Sie abschließend noch ein paar Worte an unsere Leser?

Wir lieben es, Ingenieuren zu helfen, ihre gewünschten Teile so exakt, wie möglich anzufertigen und gleichzeitig kleinen Produzenten unter die Arme zu greifen. Wir sind stolz darauf, dass wir mit rund 28% der 100 umsatzstärksten Unternehmen der Welt zusammenarbeiten beziehungsweise mit 48%, wenn man Finanz- und Versicherungsunternehmen außen vorlässt.

Sollte es so eine Plattform im deutschsprachigen Raum auch geben oder ist das eher nicht notwendig?

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