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Start-Up des Monats: AMBOTS und 3D-Druck mit Roboterschwärmen

Auf 4. Juli 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
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Das Startup AMBOTS wurde aus dem AM3 Lab im Department of Mechanical Engineering der University of Arkansas gegründet. Dort wurde die Technologie entwickelt, die sie heute in ihren kommerziellen Aktivitäten einsetzen: Es handelt sich um eine „Schwarm“ 3D-Druck- und Montagetechnologie. Diese Technologie zielt darauf ab, die Fertigung mit einem Schwarm intelligenter und autonomer mobiler Roboter zu automatisieren, um Alltagsprodukte, aber irgendwann auch ganze Häuser und Infrastrukturen, herzustellen. So wie ein Schwarm von Bienen oder Wespen zusammenarbeiten würde, um ihre Nester zu bauen, kann der Schwarm von intelligenten mobilen Robotern zusammenarbeiten, um Produkte nach digitalen Modellen bei Bedarf zu drucken und zusammenzustellen. Das Startup ist innovativ, also wollten wir uns mit dem Team treffen, um ihre Technologie und Zukunftspläne zu diskutieren!

3DN: Könnten Sie sich vorstellen und uns Ihre Beziehung zu den 3D-Drucktechnologien mitteilen?

Wir sind AMBOTS, ein Startup-Unternehmen, das aus der Forschung an der University of Arkansas hervorgegangen ist. Wir arbeiten an einem neuen Ansatz für den 3D-Druck – dem Schwarm-3D-Druck, bei dem ein Schwarm mobiler Roboter für den 3D-Druck und die Fertigung zusammenarbeitet. Jeder Roboter kann mit unterschiedlichen Druckfähigkeiten ausgestattet werden (z.B. zum Drucken verschiedener Materialien mit unterschiedlicher Druckauflösung) und sie werden von der Software koordiniert, um die Druckaufträge gemeinsam auszuführen.

3DN: Wie sind AMBOTS entstanden und was sind die ersten Ziele?

AMBOTS begann im AM3-Labor der Fakultät für Maschinenbau an der University of Arkansas. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet, um die Schwarm 3D-Drucktechnologie zu vermarkten. Das erste Ziel ist die Einführung einer kostengünstigen 3D-Druckplattform für den großformatigen 3D-Druck.

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Das AMBOTS Team. Erste Reihe: (von links nach rechts): Austin Williams (Mitgründer und Chief Software Architect); Wenchao Zhou (Mitgründer und Chief Technology Officer); Lucas Marques (Mitgründer und Chief Design Officer); Marco Cruz (Chief Marketing Officer) | Zweite Reihe: (von links nach rechts): Saivipulteja Elagandula (Softwareingenieur); Zhenghui Sha (Mitarbeiter der University of Arkansas); Zac Hyden (Lead Mechanical Engineer); Pablo Guerra (Hardwareingenieur).

3DN: Wie hat AMBOTS seine Technologie entwickelt?

Im Jahr 2015, gingen wir von der Grundidee des kooperativen 3D-Drucks auf mehreren unabhängigen mobilen 3D-Druckern aus. Mit Beiträgen von über 40 Studenten und Dozenten der University of Arkansas haben wir einen grundlegenden Rahmen für kooperatives 3D-Drucken entwickelt, der sowohl Hardware als auch Software umfasst. Die Hardwareplattform besteht aus mobilen 3D-Druckern und anderen Arten von mobilen Robotern auf modularen Bodenfliesen. Die Softwareplattform unterteilt den Druckauftrag in kleinere Aufgaben, ordnet Aufgaben verschiedenen Robotern zu und koordiniert sie so, dass sie zusammenarbeiten, um den Druckauftrag ohne gegenseitige Beeinträchtigung zu beenden.

3DN: Was sind die Schlüsselfaktoren für den Erfolg Ihrer Marke?

Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg von AMBOTS liegen in unserer Fähigkeit, die Marktbedürfnisse mit unserer einzigartigen Swarm 3D-Druckplattform zu erfüllen. Wir wollen, dass unsere Plattform eine Vielzahl von Druckköpfen für verschiedene Materialien, CNC-Bearbeitungswerkzeuge, Schraubendreher und Pick & Place-End-Effektoren unterstützt, so dass unsere Plattform verwendet werden kann, um die komplexesten Designs mit wenig bis keinem menschlichen Eingriff zu erstellen, um die Bedürfnisse der verschiedenen Marktsegmente besser zu erfüllen. Um unsere ultimative Vision der autonomen Schwarmherstellung zu verfolgen, werden wir mit unseren Kunden und Partnern zusammenarbeiten, um ständig neue Technologien zu entwickeln, die die Plattform ergänzen.

3DN: Was sind die Hauptmärkte, in denen AMBOTS tätig sein will?

Die ersten Anwender kommen von Forschungsuniversitäten, 3D-Druckerfarmen und Rapid Prototyping-Unternehmen. Unsere ersten Zielmärkte der Beta-Version sind Fertigteilschalungen und Fertigteilformen für die Herstellung von Verbundformen für die Luft- und Raumfahrt. Unsere Plattform ist gut für die Herstellung großer Gussformen für andere Materialien, da wir schnell große Formen herstellen können, die sehr lang und breit sein können. Unsere kooperativen mobilen Roboter machen unsere Plattform schneller, kostengünstiger und flexibler als die Alternativen, die es heute in diesen Märkten gibt.

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3DN: Was sind eure Pläne für die Zukunft? Wo seht ihr AMBOTS in 10 Jahren?

Wir stellen uns ein Netzwerk von generischen digitalen Fabriken vor, das aus Schwärmen von mobilen Fertigungsrobotern besteht. In 10 Jahren hoffen wir, dass viele AMBOTS-Fabriken in verschiedenen Teilen der Welt angesiedelt sind, wo die Benutzer digitale Modelle hochladen und die Endprodukte dann erstellt werden und direkt zu ihnen nach Hause geliefert werden.

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Eine sorgfältige Planung ist erforderlich, damit ein Schwarm mobiler Roboter zusammenarbeiten kann. Bildnachweis: AMBOTS.

3DN: Haben Sie noch ein paar letzte Worte an unsere Leser?

AMBOTS freut sich auf die Zusammenarbeit mit der 3D-Drucker Community, um die Art und Weise, wie wir produzieren, zu revolutionieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von AMBOTS HIER.

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