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Wie der SlothBot zur Wahrung der Artenvielfalt beitragen soll

Auf 26. Juni 2020 von Sandra S. veröffentlicht

Die Entwicklung von 3D-gedruckten Robotern ist längst keine Neuigkeit mehr. So haben wir bereits in der Vergangenheit über die Top 3D-gedruckten 10 Roboter berichtet, die in den verschiedensten Bereichen Anwendung finden. Nun haben die Studenten Gennaro Notomista, Yousef Emam und deren Professor Magnus Egerstedt der Georgia Tech School für Elektrotechnik und Informationstechnik einen noch außergewöhnlicheren Roboter entwickelt. Bei dem besagten Roboter handelt es sich um den, zu Teilen 3D-gedruckten, SlothBot. Was zeichnet diesen Roboter aus und in welchen Bereichen soll dieser Anwendung finden?

Entwicklung des SlothBot

Im Jahr 2019 haben die Forscher begonnen, den SlothBot zu entwickeln. Wie der Name impliziert, ist der Roboter an dessen tierisches Vorbild angelehnt. Nicht nur das Design, sondern auch die langsame Fortbewegungsweise des Roboters erinnern an ein Faultier. Inspiriert wurde Professor Egerstedt während dessen Reise nach Costa Rica, bei der er gesehen hat, wie sich die Tiere an einem Seil geklettert sind. Der SlothBot wurde mit dem Ziel entwickelt, Temperaturschwankungen und den Kohlenstoffdioxid zu messen, um gefährdete Pflanzen und Tiere zu schützen.

Schnell wurde bei der Entwicklung deutlich, das der Roboter langfristig Witterungsschwankungen trotzen muss. Als Lösung haben die Forscher per 3D-Druck mittels eines FFF-Druckers eine Hülle entwickelt, die die Elektronik schützen soll. Die Vorteile in der Verwendung des 3D-Drucks liegen beispielsweise in der Designfreiheit: der SlothBot soll auch an Orten eingesetzt werden, in denen sich Besucher aufhalten und dabei nicht als störend empfunden werden. Einen noch größeren Vorteil stellt jedoch die per 3D-Druck ermöglichte Gewichtsreduzierung dar, schließlich soll der SlothBot per Solarzellen betrieben werden und möglichst energieeffizient sein.

Steve W. Chaddick der Georgia Tech School erklärt die Besonderheiten der Entwicklung des SlothBots folgendermaßen: „So werden Roboter heutzutage normalerweise nicht entwickelt, aber wenn der SlothBot langsam und energieeffizient ist, kann er in der Umgebung verweilen, um zu beobachten was wir nur sehen können, wenn wir monatelang oder sogar jahrelang ununterbrochen präsent sind.“

Yousef Emam und Gennaro Notomista bauen den SlothBot im Büro ihres Professors Egerstedt erstmals zusammen.

Anwendungsgebiete des SlothBot

Der SlothBot wird bereits in einem botanischen Garten in Atlanta eingesetzt. Dort bewegt er sich an einem Aufgespannten Seil fort, das knapp 30 Meter lang ist. In der Zukunft soll der SlothBot dazu in der Lage sein, Waldgebiete von bis zu 30 Hektar zu überwachen. Hierfür sollen lediglich weitere Bahnen aufgespannt werden. Ziel des Einsatzes ist, das sich der Roboter nur dann bewegt, wenn Messungen der Temperatur und des Kohlenstoffdioxidgehaltes vorgenommen werden sollen.

Die Messungen sollen dazu beitragen, die Umwelt besser zu verstehen und gefährdete Pflanzen und Tiere zu schützen. Der Coffey, Besitzer des botanischen Garten, fügt hinzu. „Mit dem raschen Verlust der biologischen Vielfalt und dem möglichen Aussterben von mehr als einem Viertel der Pflanzen weltweit bietet SlothBot eine weitere Möglichkeit, auf die Erhaltung dieser Arten hinzuarbeiten.

Das Forschungsteam plant, den SlothBot auch in anderen Gebieten einzusetzen

Langfristig gesehen sollen weitere der Roboter eingesetzt werden, um Wälder oder auch landwirtschaftliche Anbaugebiete zu überwachen und Beobachtungen zu tätigen, die die Vermeidung von Schädlingsbefall vorantreiben. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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