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Skyrora entwickelt Europas größten Hybrid-3D-Drucker zur Fertigung von Raketen

Am 24. Januar 2022 von Regina P. veröffentlicht
Skyrora Skyprint 2

Skyrora hat seinen Sitz in Edinburgh und stellt seit 2017 modulare Raketenstarter her. Vor kurzem gab das Unternehmen bekannt, dass es den größten 3D-Metall-Hybriddrucker für die Herstellung von Raketenteilen in Europa entwickelt, der im zweiten Quartal 2022 offiziell in Betrieb genommen werden soll. Das Gerät basiert auf dem DED-Verfahren (Direct Energy Deposition) und könnte die Herstellung von 2,3 Meter hohen Teilen aus Inconel (korrosionsbeständigen Nickelbasislegierungen) ermöglichen. Der Skyprint 2 soll dazu in der Lage sein, das Teil direkt nach dem Druck einzusetzen und kann zudem zu Reparaturzwecken eingesetzt werden.

Die additive Fertigung kommt in der Luft- und Raumfahrtindustrie immer häufiger zum Einsatz, insbesondere bei der Herstellung von leistungsfähigen Flugzeugen und Raketen. Viele Unternehmen setzen heute den 3D-Druck bereits zur Fertigung von Triebwerkskomponenten, Düsen, Turbinen etc. ein. Eine 3D-Technologie, die auf dem Markt noch relativ selten eingesetzt wird ist das sogenannte DED-Verfahren. Mit der Technologie kann einem bestehenden Teil Material hinzugefügt werden, um so beispielsweise beschädigte Komponenten zu reparieren oder Bauteile zu einem komplexeren Bauteil werden zu lassen. Ein Vorteil, der besonders in der Luft- und Raumfahrtindustrie von großem Interesse ist, zumal der Austausch eines kaputten Teils weitreichende Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette hat. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Skyrora dieses Verfahren für die Entwicklung seiner zweiten Hybridmaschine, dem Skyprint 2, nutzt.

Skyrora nutzt das DED-Verfahren (Bild: Skyrora)

Skyprint 2 soll Produktionszeit- und kosten senken

Laut Angaben des Unternehmens soll der 3D-Drucker die größte Hybridmaschine sein, die Metallteile für die Herstellung von Raketen und kleinen Satelliten produziert. Da der Gerät sowohl den bimetallischen 3D-Druck als auch die maschinelle Bearbeitung ermöglicht, würden die Produktionszeit und die damit verbundenen Kosten um 30 % gesenkt werden können. Die Komponenten werden aus Inconel hergestellt, einer Superlegierung, die für ihre mechanische Festigkeit bei hohen Temperaturen sowie ihre Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit bekannt ist. Skyrora behauptet, dass die Herstellungszeit auf 2 Wochen reduziert werden soll, im Vergleich zu den sonst üblichen 10 Wochen im traditionellen Herstellungsprozess.

Volodymyr Levykin, Gründer und CEO von Skyrora, sagt dazu folgendes: „Indem wir den Design- und Herstellungsprozess unserer Teile mithilfe unserer hochmodernen 3D-Drucktechnologie kontrollieren, setzen wir einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Bereitstellung von wichtigen Bauteilen für die Luft- und Raumfahrt. Die Schaffung einer kostengünstigen und schnellen Lösung verdeutlicht die Innovation und das Talent, das im Herzen der britischen Raumfahrtindustrie liegt. Als Investment ist der Skyprint 2 ein echter Gamechanger – er wird den Betrieb von Skyrora umgestalten und die Grenzen dessen, was momentan in der Raumfahrttechnik möglich ist, erweitern.“

Vorschau des Skyprint 2 (Bild: Skyrora)

Der Skyprint 2 soll im zweiten Quartal 2022 in Betrieb genommen werden und verspricht großes Innovationspotenzial für die Luft- und Raumfahrt. Bis zur offiziellen Markteinführung finden Sie HIER weitere Informationen in der offiziellen Pressemitteilung. Kennen Sie weitere Innovationen in der Luft- und Raumfahrt?  Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und kontaktieren Sie uns. Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf XING und LinkedIN zu finden.

*Titelbildnachweis: Skyrora

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